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Veröffentlicht am 22.02.2026

Spannend

Firewatch
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Nachdem mir Colin Hadlers letztes Werk "Seven Ways to Tell a Lie" total gut gefallen hat, war ich natürlich wahnsinnig gespannt auf "Firewatch" – nicht zuletzt, weil es meine beiden liebsten Genres Thriller ...

Nachdem mir Colin Hadlers letztes Werk "Seven Ways to Tell a Lie" total gut gefallen hat, war ich natürlich wahnsinnig gespannt auf "Firewatch" – nicht zuletzt, weil es meine beiden liebsten Genres Thriller und Romance vereint.

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen. Hadler schreibt so flüssig und atmosphärisch, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Besonders toll fand ich auch das Setting im Nationalpark, das mir so zuvor in noch keinem anderen Buch begegnet ist. Die düstere Stimmung im Wald, die drohende Waldbrandgefahr und die Einsamkeit im Firetower haben beim Lesen ein beklemmendes Gefühl bei mir hervorgerufen. 😰😱

Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen, was mir gut gefallen hat. In der Vergangenheit begleiten wir Aaron während seiner Zeit im Firetower, kurz bevor er spurlos verschwindet. In der Gegenwart werden wir hingegen Zeuge davon, wie sich Aarons bester Freund Robin an Kian, den er für Aarons Mörder hält, heranmacht, um ihn zu überführen. Ich war so gespannt zu erfahren, was wirklich mit Aaron passiert ist und welche Rolle Kian dabei gespielt hat. 👀

Was mich allerdings nicht so wirklich abholen konnte, waren die Charaktere an sich. Leider waren mir alle drei Protagonisten nicht wirklich sympathisch. Ihre Handlungen und Entscheidungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar und wirkten etwas konstruiert, was es mir extrem schwer gemacht hat, mit ihnen mitzufühlen oder eine Bindung aufzubauen.

Insgesamt ist "Firewatch" aber ein spannender Read, der vor allem mit seinem grandiosen Setting und atmosphärischen Schreibstil überzeugt. Ich bin schon gespannt auf Hadlers nächstes Werk und hoffe, dass dieses mich wieder komplett begeistern kann. 😊

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Leider nicht mein Fall

Body Number One
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Nachdem mich "The Killer Profile" von Helen Fields im letzten Jahr total abgeholt hat, habe ich mich natürlich sehr auf "Body Number One" von ihr gefreut! Leider konnte das Buch für mich aber nicht mit ...

Nachdem mich "The Killer Profile" von Helen Fields im letzten Jahr total abgeholt hat, habe ich mich natürlich sehr auf "Body Number One" von ihr gefreut! Leider konnte das Buch für mich aber nicht mit dem Vorgänger mithalten. 😔🙈

​Dabei klang die Story eigentlich so spannend: Ein junger Mann im Park, ein Obdachloser und eine Hausfrau werden alle Opfer brutaler Gewalt, aber es gibt scheinbar keine Verbindung zwischen ihnen. Alles deutet jedoch darauf hin, dass ein Serienkiller sein Unwesen treibt...

Überzeugen konnte mich wieder Fields Schreibstil, der flüssig und total atmosphärisch ist. Sie schafft es einfach, die düstere und beklemmende Stimmung von Edinburgh und den scheinbar festgefahrenen Ermittlungen einzufangen.

Leider war die Story für mich dann aber zu chaotisch und überladen.
Die unterschiedlichen Erzählstränge schienen so zusammenhangslos, dass ich beim Lesen Probleme hatte, am Ball zu bleiben. Zudem konnte ich die unzähligen Charaktere bis zum Schluss nicht so richtig auseinanderhalten, da bis auf Dr. Connie Woolwine alle extrem blass geblieben sind. Und auch wenn Connie eine sympathische und interessante Profilerin ist, wurde ich mit ihren speziellen Ermittlungsmethoden nicht wirklich warm, da sie einfach zu gewollt und wenig glaubwürdig wirkten. Die Auflösung am Ende hatte ich so nicht kommen sehen und war deshalb überraschend, fühlte sich für mich aber leider zu konstruiert an, um das Ruder noch rumzureißen. 🙈

Insgesamt kam "Body Number One" deshalb leider absolut nicht an "The Killer Profile" heran. Die Grundidee war spannend und der Schreibstil gewohnt flüssig, aber die chaotische Umsetzung und die schwachen Charaktere konnten mich leider so gar nicht überzeugen. 🥲

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Schöner Abschluss der Hawaii-Love-Reihe

This could be forever
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Nachdem mir die ersten beiden Bände der Hawaii Love-Reihe von Lilly Lucas total gut gefallen haben, war ich natürlich gespannt auf das Finale. In "This could be forever" kehren wir ein letztes Mal auf ...

Nachdem mir die ersten beiden Bände der Hawaii Love-Reihe von Lilly Lucas total gut gefallen haben, war ich natürlich gespannt auf das Finale. In "This could be forever" kehren wir ein letztes Mal auf die Insel zurück, um die Geschichte von Chip und seiner Exfreundin Millie zu verfolgen.

​Der Schreibstil von Lilly Lucas ist auch in diesem Band wieder gewohnt locker, flüssig und so angenehm zu lesen, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Auch das Setting wird wieder so lebendig beschrieben, dass man beim Lesen das Gefühl hat, die salzige Meeresluft und die warme Sonne Hawaiis direkt auf der Haut zu spüren. Das Urlaubsfeeling war auf jeden Fall sofort wieder da! 🌴🌊

​Im letzten Band begleiten wir Millie, die für einen Job als Regisseurin in ihre hawaiianische Heimat zurückkehrt und dort wieder auf ihre erste große Liebe Chip trifft. Ich fand die Grundidee der Geschichte echt toll und war gespannt, mehr über die Vergangenheit der beiden zu erfahren und was genau letztlich zu ihrer Trennung geführt hat, die auch Jahre später noch an beiden nagt.

Und auch wenn ich beide Protagonisten eigentlich total sympathisch fand, war mir Millies schroffe und unhöfliche Art Chip gegenüber manchmal etwas too much. Klar, die beiden haben eine schwierige Vergangenheit und Millie ist immer noch sehr verletzt, aber sich vor ihren Kollegen so zu benehmen war schon sehr unprofessionell und anstregend. Umso glücklicher war ich, als die beiden sich endlich nähergekommen sind – denn die Chemie zwischen ihnen war auf jeden Fall da und deutlich zu spüren. 🔥

Insgesamt ist "This could be forever" ein schöner Abschluss der Hawaii Love-Reihe, die mich sehr gut unterhalten hat. Besonders toll fand ich auch das Wiedersehen mit den Charakteren aus den vorherigen Bänden, die ich alle liebgewonnen habe. Ich werde die Clique und auch Hawaii auf jeden Fall vermissen. 🥹

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Nett für zwischendurch

Der Nachbar
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Lange Zeit war Sebastian Fitzek mein absoluter Lieblingsautor, wenn es um Psychothriller ging. Allerdings hatten mich seine letzten Werke eher enttäuscht – und "Das Kalendermädchen" im letzten Jahr war ...

Lange Zeit war Sebastian Fitzek mein absoluter Lieblingsautor, wenn es um Psychothriller ging. Allerdings hatten mich seine letzten Werke eher enttäuscht – und "Das Kalendermädchen" im letzten Jahr war für mich sein bisher schwächstes Buch. Mit "Der Nachbar" wollte ich ihm dieses Jahr aber noch eine (letzte) Chance geben...

Der Schreibstil hat mir wie gewohnt sehr gut gefallen, da er sehr flüssig und rasant ist. Dadurch war ich sofort im Geschehen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Außerdem empfand ich Sarah mit ihrer etwas seltsamen Art, ihrem Dunkelbuch und ihrer Monophobie, also der panischen Angst vor der Einsamkeit, als interessante Protagonistin. Ich habe von Anfang an mit ihr mitgefiebert, als sie das beunruhigende Gefühl bekommen hat, beobachtet zu werden und niemals wirklich allein zu sein. Oder ist doch alles nur Einbildung?

Für mich war die Story spannend und sehr atmosphärisch und ich habe ständig mitgerätselt, wer der mysteriöse Nachbar sein könnte. Allerdings hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, dass die vielen Twists einfach too much sind. Die zahlreichen Wendungen sind zwar spannend, haben sich aber gleichzeitig auch sehr konstruiert und nicht wirklich glaubwürdig angefühlt. Und auch das Ende kam mir etwas zu plötzlich.

Insgesamt ist "Der Nachbar" ein guter Psychothriller für zwischendurch, der aber absolut nicht an Fitzeks frühere Werke herankommt. Da mir das Buch aber deutlich besser gefallen hat als "Das Kalendermädchen" im letzten Jahr, werde ich Fitzek noch eine weitere Chance geben. 🤭

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Schöne Idee, aber die Umsetzung konnte nicht ganz überzeugen

Morbidly Yours
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Auf "Morbidly Yours" von Ivy Fairbanks habe ich mich dieses Jahr besonders gefreut. Das Cover, der Klappentext und die Idee an sich klangen so gut – aber leider konnte mich die Umsetzung nicht so wirklich ...

Auf "Morbidly Yours" von Ivy Fairbanks habe ich mich dieses Jahr besonders gefreut. Das Cover, der Klappentext und die Idee an sich klangen so gut – aber leider konnte mich die Umsetzung nicht so wirklich überzeugen.

Dies lag aber definitiv nicht an den beiden Protagonisten, denn ich mochte sowohl Lark als auch Callum sehr. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein – sie ist extrovertiert und laut, er ist eher schüchtern und zurückhaltend. Und dennoch ist von Anfang an eine Verbindung da und sie werden Freunde.

Ich fand es schön zu sehen, wie gut sich die beiden tun und wie sie sich im Laufe der Story durch ihre Freundschaft weiterentwickeln. Toll fand ich auch, dass das Thema "Tod" durch Callums Job als Bestatter sehr präsent war und Lark sich dadurch mehr mit dem Thema und dem Schicksalsschlag aus ihrer Vergangenheit auseinandersetzt. Was ich aber leider nicht so gefühlt habe, war die Lovestory zwischen den beiden. Sie funktionieren von Anfang an sehr gut als Freunde, aber das Knistern war für mich nicht so wirklich da.

Mein größtes Problem hatte ich jedoch mit den Dialogen, denen ich oft nicht richtig folgen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass bestimmte Infos und Witze in der Übersetzung verloren gegangen sind. Das ist etwas schade, da ich beim Lesen des Öfteren Fragezeichen im Kopf hatte und mein Lesefluss dadurch doch etwas gestört wurde.

Insgesamt ist "Morbidly Yours" ein nettes Buch für zwischendurch, von dem ich mir aber erhofft hatte. Ich mochte die Charaktere und die Ausgangssituation, aber sprachlich konnte mich das Buch leider nicht so ganz überzeugen. Ich kann mir vorstellen, dass die Story im englischen Original besser funktioniert.

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