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Veröffentlicht am 06.02.2026

Oh, la,la! Ein zuckersüßer Mäusekrimi

Meisterdetektiv Mausebart – Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)
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Der große Meisterdetektiv Monsieur Mausebart zieht von Paris nach Bath und stolpert dort sofort über einen Entführungsfall. Die Schlange Gustav Giftzahn wurde aus seinem Restaurant entführt und der Entführer ...

Der große Meisterdetektiv Monsieur Mausebart zieht von Paris nach Bath und stolpert dort sofort über einen Entführungsfall. Die Schlange Gustav Giftzahn wurde aus seinem Restaurant entführt und der Entführer hinterlässt dazu eine mysteriöse Botschaft gerichtet an Mausebart, in Gustavs Buchstabensuppe?

„Wo ist Gustav Giftzahn“, so beginnt der Mäusekrimi mit „Meisterdetektiv Mausbart“ in der Hauptrolle und sein erster Fall in Bath.
Dieser bezaubernde chaotische Krimi mit seiner tierischen Besetzung kreiert von Autorin Charley Rabbit, ist ein beeindruckend illustrierter Comic mit spannungsreicher Action und lustigen französischem Vibes. Eine kriminelle Story die absolut amüsant ist, mit großen ZISCHHH!, WUMMMP! und AAHHH! Actionreiche Momente auf schwarzen oder senfgelben Doppelseiten, dass es nur so kracht:). Geniale Unterhaltung für Klein und Groß bestens geeignet für gemeinsames Schmökern.
Die zahlreichen lustigen tierischen Protagonisten sind allesamt unglaublich liebevoll und prächtig dargestellt. Überhaupt all die grafischen Highlights sind eine Augenweide und das ganze Buch sowie die Story wirklich außergewöhnlich schön animiert. Auch das prächtige yellow Cover mit dem Mäusedetektiv im großen ausgestanzten Lupenloch ist haptisch und illusorisch ein genialer Hingucker.

Mein Fazit:
Ein wunderbares Comicbuch total unterhaltsam und crazy gemacht. Die Betrachtung und Lektüre des Buchs mit seiner grandiosen Gestaltung haben mir richtig gute Laune und großen Spaß gemacht!

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Ein Sammelsurium der Inspiration

Der Genussforscher - Silbermedaille beim GAD 2022
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Essen mit Wow-Effekt

Das Kochbuch „Der Genussforscher – Silbermedaille beim GAD 2022“ von Autor Thomas A. Vilgis ist ein äußerst anregendes Buch, mit außergewöhnlichen Methoden der Zubereitung, Kompositionen ...

Essen mit Wow-Effekt

Das Kochbuch „Der Genussforscher – Silbermedaille beim GAD 2022“ von Autor Thomas A. Vilgis ist ein äußerst anregendes Buch, mit außergewöhnlichen Methoden der Zubereitung, Kompositionen und ungewöhnlichen Zutaten. Dabei kommt bei dem leidenschaftlichen Hobbykoch wohl auch sein Beruf als Physiker zum Tragen.
Eingeteilt wird das Buch in einer Art Farbspektrum mit dazu passenden Zutaten, Rezepten und Beschreibungen.
Die Rezepte sind allesamt sehr lecker ausgedacht, allerdings auch manchmal recht aufwändig und mit außergewöhnlichen Gewürzen versehen. Man muss schon etwas Kocherfahrung mitbringen, es ist kein Buch für Anfänger, sondern eher eine tolle Anregung für Kochprofis.
Produktaufklärung, Nachhaltigkeit und Produktvielfalt steht bei diesem Buch im Focus. Dabei werden möglichst alle Komponenten des Lebensmittels verwertet. Wichtige Rollen spielen dabei eine sehr detaillierte Beschreibung von Zutaten-Eigenschaften, deren Zusammensetzung, ihr chemisches Verhalten und die technischen Vorgänge sowie Zubereitungsprozesse. Da gibt es so spezielle Dinge wie Zwiebelsalz, Blutgewürz, konservierte Meere und Seen, oder andere außergewöhnliche Geschmacks-Kombinationen. Dabei geht es oft richtig wissenschaftlich zu.
Sehr gelungen finde ich die farbenfrohe und edle Aufmachung des Kochbuchs, die selbst als E-Book etwas hermacht, schöne ästhetische Fotos sind absolut Appetit anregend und verführerisch!
Gestört haben mich insgesamt nur manche Wiederholungen im Text, denn groß geschriebenen Anmerkungen werden im Beschreibungstext noch einmal wiederholt, das könnte man sich sparen.

Mein Fazit:
Ein wirklich beeindruckendes Kochbuch, das mich enorm inspirieren und auch ganz großartig unterhalten konnte. Trotz aller Professionalität ist es mit einem Augenzwinkern geschrieben und enthält wunderbare Rezepte und Tipps.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Unser Körper hat uns einiges zu sagen

Die Stimme unseres Körpers
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Prof. Dr. Ingo Froböse hat mit“ Die Stimme unseres Körpers – wie wir sie besser wahrnehmen und verstehen, um unsere Gesundheit zu schützen“, ein sehr lehrreiches und interessantes Fachbuch über unsere ...

Prof. Dr. Ingo Froböse hat mit“ Die Stimme unseres Körpers – wie wir sie besser wahrnehmen und verstehen, um unsere Gesundheit zu schützen“, ein sehr lehrreiches und interessantes Fachbuch über unsere Körperfunktionen verfasst.
Es gab beim Lesen sehr viele neue Begrifflichkeiten für mich zu entdecken, wie auch der Ausdruck Homöostase. Das ist der Zustand, der alle Stimmen des Körpers befriedigt, d. h. diesen Idealzustand gilt es zu erreichen. Es ist das Ziel aller körperlichen Abläufe.
Dazu klärt dieses Buch auf, indem es versucht uns alle diese Funktionen und deren automatische Abstimmung unseres Körpers nahezubringen. Das ist einerseits spannend zu erfassen, allerdings für mich, da medizinisch weniger bewandert, was Fachbegriffe angeht, schon manchmal recht anstrengend zu verstehen. Die ganzen Ausmaße mancher Abläufe waren richtig kompliziert vorzustellen.
Besser zu verstehen war dann der zweite Teil, mit zahlreichen hilfreichen Erklärungen und Tipps, um die Stimme seines Körpers zu entschlüsseln, um eigene Defizite oder etwaige medizinischen Belange rechtzeitig zu erkennen.
Das fand ich recht eindrücklich und gut dargestellt. Man betrachtet seinen Körper plötzlich mit völlig anderen Augen nach der Art: “Aha, so ist das also;)”.

Mein Fazit:
Auch wenn das Buch teilweise etwas schwierig zu lesen und merken war, lernt man doch sehr viel über seinen Körper und Gesundheitsbelange. Ein wichtiges Werk, mit viel Stoff zum Aufnehmen, das aufzeigt wie kompliziert die Abläufe sind und auch wie viel wir noch gar nicht wissen oder verstehen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ein weiteres gefühlvolles Generationen-Porträt in Folge

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Eine Geschichte auf zwei Ebenen:
Mai 1945, Güstrow – das Mädchen Maren versteckt sich dort auf ihrer Flucht vor den Russen in der Schublade eines alten Jagdhauses, in der sie ein kleines Ölgemälde findet. ...

Eine Geschichte auf zwei Ebenen:
Mai 1945, Güstrow – das Mädchen Maren versteckt sich dort auf ihrer Flucht vor den Russen in der Schublade eines alten Jagdhauses, in der sie ein kleines Ölgemälde findet. Dort trifft sie auch auf Wilma Engels, die ihr hilft und das Kind mit nach Hause nimmt.

2023 Berlin – bei Hannah läuft gerade alles schief! Nach dem frühen Tod ihrer Mutter und Großmutter trudelt sie alleine durchs Leben. Zudem verliert sie auch noch ihre beste Freundin aus ihrer WG, die mit ihrem Freund Max auf dem Land eine Familie gründen will. Unfreiwillig nimmt Hannah einen neuen Untermieter auf, den ihr ihre ungeliebte Arbeitskollegin Judith aufs Auge drückt. Doch am meisten genervt ist Hannah, als urplötzlich ihr Vater auftaucht, der sich bislang noch nie bei ihr gemeldet hat! Wie soll Hannah jetzt darauf reagieren?

„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“, von Autorin Alena Schröder ist wieder ein äußerst einfühlsamer und interessanter Roman, in dem ich auch wieder Hannah und Evelyn, die schon in dem Buch „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“, begegnen durfte. In Teilen findet man Verbindungen zum ersten Roman, wichtig dafür, die Nebenrolle von Maren Engels einer Kriegswaise aus Demmin. Auch hier im Roman geht es wieder um Kunst, diesmal um das Kunstbild der DDR, den sozialistischer Realismus und dessen Interpretation. Geschaffen wird diese Kunst von Protagonistin Wilma Engels, die ihre Chance zur Selbstverwirklichung nach dem Zweiten Weltkrieg geschickt nutzt. Die Autorin verwebt auch hier wieder die Schicksale ihrer vier Protagonistinnen geschickt miteinander, damit sich am Ende ein ganzes Bild ergibt. Die ganze Geschichte ist emotional und bildhaft geschrieben, die Gefühle der Protagonisten sind dabei greifbar und nachvollziehbar, das mag ich sehr.

Mein Fazit:
Sehr fesselnder Roman, der meine Erinnerung an den von mir vor 5 Jahren gelesenen Vorgängerroman wieder erweckt hat. Die beiden Bücher haben eine versteckte Verbindung, die ich sehr gelungen finde! Leider fehlt mir nun der Mittelteil der Familiengeschichte, über Oma Evelyn Borowski, mit dem Titel „Bei euch ist es immer so unheimlich still“. Muss ich unbedingt noch nachholen:).

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Spannender Altfall sorgt für Aufregung auf Hamburgs Nordseeinsel Neuwerk

Fünf Fremde
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Auf der Insel Neuwerk verschwindet im Sommer 1995 ein Junge spurlos. 30 Jahre später reisen fünf Personen auf diese Insel, allesamt aus unterschiedlichen Anlässen! Doch im Grunde haben alle etwas mit den ...

Auf der Insel Neuwerk verschwindet im Sommer 1995 ein Junge spurlos. 30 Jahre später reisen fünf Personen auf diese Insel, allesamt aus unterschiedlichen Anlässen! Doch im Grunde haben alle etwas mit den damaligen Ereignissen zu tun. Doch bevor jeder Einzelne die Zusammenhänge erkennen kann, zieht ein Sturm auf und verhindert jegliches Entkommen.

Mit dem Titel „Fünf Fremde“, hat Romy Fölk einen abenteuerlichen und interessanten Roman geschrieben, der mich auf eine mir völlig unbekannte deutsche Insel entführt hat.
Ihre Beschreibung des Insellebens und der Natur haben mich dabei fasziniert und verzaubert, aber auch ein wenig beängstigt. Auf solch einer kleinen Insel ist man schon sehr dem Wetter, der Natur und den Gezeiten ausgeliefert. Es ist sicherlich reizvoll, aber nicht einfach dort zu leben, es scheint prägnant für die Insulaner zu sein, die eine eingeschworene Gemeinschaft bilden. Mir hat der Vermisstenfall an sich sehr gut gefallen, die Story hat mich gefesselt und es war spannend bis zum Ende. Die Zeitsprünge ins Teenageralter sorgten dabei für Abwechslung und eine andere Sichtweise der Geschehnisse. Auch wenn es zuletzt nicht zu atemraubender Action kam, haben mich ein paar unerwartete Wendungen noch überraschen können.
Sehr schön ist die Covergestaltung, mit der rauen See, man kann förmlich das Salz des Meeres riechen.

Mein Fazit:
Ein faszinierender Kriminalroman mit viel norddeutschen Flair und einer spannenden Geschichte um eine mir unbekannte Insel. Es waren unterhaltsame Lesemomente, die Lust auf eine Reise in den Norden machen.

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