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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2020

Spionagethriller sensibilisiert politische Themen

American Spy
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American Spy ist ein Spionagethriller von Lauren Wilkinson. Es geht um Marie Mitchell, eine schwarze Frau, die in der Zeit des kalten Krieges als FBI-Agentin arbeitet. Unerwartet bekommt sie einen wichtigen ...

American Spy ist ein Spionagethriller von Lauren Wilkinson. Es geht um Marie Mitchell, eine schwarze Frau, die in der Zeit des kalten Krieges als FBI-Agentin arbeitet. Unerwartet bekommt sie einen wichtigen Auftrag für eine Geheimoperation. Sie soll den sozialistischen Präsidenten Thomas Sankara von Burkina Faso ausspionieren. Marie möchte ihren Job gut machen, wird dabei aber ganz schön auf die Probe gestellt.

Marie erzählt ihre Lebensgeschichte in Briefform an ihre beiden Söhne, wodurch es viele Zeitsprünge und Rückblicke gibt, die am Anfang ein bisschen für Verwirrung sorgen. Mir hat diese Schreibperspektive allerdings sehr gut gefallen. Es war mal etwas anderes, denn als Leser konnte man sich der Protagonistin näher fühlen.

Die Handlung ist nicht durchgehend spannend, sondern die Spannung wird immer weiter aufgebaut. Außerdem basiert das Buch auf wahren geschichtlichen Ereignissen, was es umso interessanter und lesenswerter macht. Manche Sachen oder Namen von Personen musste ich nachlesen, was ich aber nicht schlimm fand. Zum Verständnis der Geschichte war das oft gar nicht notwendig.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie waren eher außergewöhnlich und unverwechselbar. Besonders Marie verkörpert eine starke und unabhängige Frau, die mir sehr sympathisch war.

Der Roman thematisiert politische Debatten und sensibilisiert auch für aktuelle Probleme und Weltanschauungen. Beispielsweise ist die Unterdrückung von Schwarzen ein zentrales Thema im Buch.

Mich konnte die Geschichte von Marie wirklich mitreißen und ich muss deutlich sagen, dass ich den Roman als Must-Read empfehlen möchte. Er ist spannend, aufrüttelnd und unheimlich realistisch. Man bekommt einen ganz neuen und wichtigen Zugang zu den vergangenen Ereignissen aus der Zeit des kalten Krieges.

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Veröffentlicht am 10.05.2020

Secret Buchtipp

Secret Protector, Band 1: Tödliches Spiel
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Lukas Crowe lebt in einem Wohnwagen am Stadtrand und bleibt am liebsten unauffällig, denn er hat gute Gründe dafür. Doch als er die Entführung des Bruders von Una, der Profi-Gamerin miterlebt, wird er ...

Lukas Crowe lebt in einem Wohnwagen am Stadtrand und bleibt am liebsten unauffällig, denn er hat gute Gründe dafür. Doch als er die Entführung des Bruders von Una, der Profi-Gamerin miterlebt, wird er in die Geschehnisse hineingezogen und es beginnt eine rasante Suche nach den Entführern. Die Forderung der Kidnapper: Una soll die Gaming-Weltmeisterschaft in Dubai verlieren und es auch noch so aussehen lassen, als hätte sie betrogen- ansonsten stirbt ihr Bruder.

Der Protagonist Lukas Crowe ist eine sehr spannende Figur, weil seine Beweggründe und seine Vergangenheit so geheimnisvoll sind. Er ist lässig, intelligent und er weiß genau was er tut. Deswegen wird er zum Secret Protector. Auch alle anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Una zum Beispiel, eine unabhängige junge Frau ist, die weiß was sie will.
Der Actionthriller ist spannungsgeladen ohne Ende. Man kann gar nicht aufhören zu lesen, weil ständig etwas passiert. Das Buch ist, mit den Orten am denen es spielt und mit den Themen, die es aufgreift, sehr modern und aktuell. Es ist auf jeden Fall besonders ansprechend und interessant für junge Leserinnen und Leser. Die Geschichte entwickelt sich manchmal absurd und unrealistisch, wird dadurch aber noch unterhaltsamer.
Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er ist ungezwungen, locker und dabei so mitreißend und spannend.
Auf dem Cover ist Lukas zu sehen, im Hintergrund eine Stadt. Es gefällt mir leider nicht so gut, weil ich finde, dass es schlecht gemacht wurde. Das Buch ist in siebzehn Kapitel unterteilt und umfasst etwa 370 Buchseiten. Eine Kleinigkeit, die mich am Aufbau des Buches gestört hat, ist die Anmerkung des Autors, die sich direkt am Anfang und nicht am Ende des Buches befindet und dadurch, meiner Meinung nach, ein bisschen spoilert.

Die Geschichte konnte mich total überzeugen und mitreißen. Ein gutes, spannendes Buch zum Weiterempfehlem. Ich vergebe 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.03.2020

Tausend Enttäuschungen

Das Haus der tausend Welten
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Das Haus der tausend Welten von T.R.Orgel handelt von einem mysteriösen Haus, das viele Türen besitzt hinter denen, laut Erzählungen, viele Reichtümer verborgen sein sollen.
Die Faszination dieses Ortes ...

Das Haus der tausend Welten von T.R.Orgel handelt von einem mysteriösen Haus, das viele Türen besitzt hinter denen, laut Erzählungen, viele Reichtümer verborgen sein sollen.
Die Faszination dieses Ortes und seiner Schätze zieht Stern und ihre Räubergruppe, Ako die Reisende, Salter den Magister, Baelis die Söldnerin und Mlima die Königin der Nacht magisch an.
Das Haus ist jedoch voller Gefahren und noch nie ist jemand, der das Haus betrat zurückgekehrt.

Es ist mir anfangs sehr schwer gefallen in das Buch reinzukommen, da die vielen Protagonisten mich verwirrt haben. Trotz ihrer unterschiedlichen Charakterzüge und Beweggründe habe ich oft die Figuren verwechselt oder miteinander vermischt. Das ist sehr schade, denn ich glaube, dass weniger und dafür ausgeprägtere Persönlichkeiten mehr bewirkt hätten.

Ganz hinten im Buch befindet sich ein Namensverzeichnis und ein Glossar für Begriffe der Fantasywelt. Das ist wirklich sehr hilfreich.
Oft ist es so, dass Begriffe im Roman auftauchen ohne, dass sie erklärt werden und man dann selbstständig nachblättern muss, um diese zu verstehen. Das hat mich jedoch nicht weiter gestört.

Die Idee des Romans finde ich sehr interessant und ansprechend, die Umsetzung hingegen ist, meiner Meinung nach, nur mäßig gelungen.
Es gibt viele Logikfehler und die Wendungen der Geschichte sind viel zu unerwartet und passten irgendwie nicht zu meinen Vorstellungen. Oft musste ich beim Lesen lachen, weil etwas so unpassendes oder unlogisches passiert ist. Das Buch hat mich also auf jeden Fall unterhalten, aber die Geschichte wurde so erzwungen, dass ich sie nicht noch einmal lesen würde. Ich hätte mir gewünscht, dass das Haus und seine Räume mehr erkundet wird. Außerdem war ich mit dem Ende äußerst unzufrieden.

Das Buch ist mit seinen fast 600 Seiten sehr abschreckend für Leser, die nur wenig Zeit zum Lesen finden. Ich empfehle sich für diesen Roman auf jeden Fall genug Zeit zu nehmen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Einen Tag nicht zu lesen stellt nämlich schon eine kleine Herausforderung dar, wie ich finde.

Auf dem Cover sieht man eine Zeichnung des Hauses aus der Geschichte, die mir persönlich ganz gut gefällt. Die Schriftfarbe und die generelle Farbgestaltung des Covers sagt mir weniger zu.

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Veröffentlicht am 17.03.2020

Für mehr Wissen

Einfach alles!
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Das Sachbuch „Einfach alles“ von Christopher Lloyd umfasst die Geschichte der Erde und ihrer Bewohner. Der Autor hat dabei versucht wirklich alles wissenswerte zu verschiedensten Themenbereichen zusammen ...

Das Sachbuch „Einfach alles“ von Christopher Lloyd umfasst die Geschichte der Erde und ihrer Bewohner. Der Autor hat dabei versucht wirklich alles wissenswerte zu verschiedensten Themenbereichen zusammen zufassen. Dazu gehört die Entstehung des Universums, die Evolution, die Entstehung von Zivilisationen, Erfindungen, Revolutionen, Kriege und noch vieles mehr. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass Lloyd die Zeit in der wir heute leben beschreibt, Fragen dazu aufwirft und Zukunftsaussichten gibt. Es gibt tolle Fakten und Zitate, die im Gedächtnis bleiben.

Es ist leicht verständlich geschrieben und somit auch für jüngere Leser sehr geeignet. Die Buchseiten sind mit schönen Illustrationen und einer große Schrift gestaltet, die das Lesen auflockern.

Mir hat es total viel Spaß gemacht durch die Seiten zu Blättern und mein Allgemeinwissen ein bisschen aufzufrischen. Das Schöne an dem Buch ist, dass man es immer wieder zur Hand nehmen und nochmal etwas nachlesen kann.

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Veröffentlicht am 05.02.2020

Mehr interessant als spannend!

Abgefackelt
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Der Thriller „Abgefackelt“ von Michael Tsokos ist die Fortsetzung des Paul-Herzfeld-Thrillers „Abgeschlagen“. Die Handlung beginnt unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils. Ich empfehle „Abgeschlagen“ ...

Der Thriller „Abgefackelt“ von Michael Tsokos ist die Fortsetzung des Paul-Herzfeld-Thrillers „Abgeschlagen“. Die Handlung beginnt unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils. Ich empfehle „Abgeschlagen“ vorher zu lesen, denn dadurch bekommt man einen besseren Bezug zu den Charakteren. Für alle, die den ersten Band nicht kennen wird die Vorgeschichte kurz zusammengefasst. Die Geschichte des zweiten Teils kann, meiner Meinung nach, unabhängig vom ersten Teil betrachtet werden.

Rechtsmediziner Paul Herzfeld soll nach seinem nervenaufreibenden letzten Fall eine Auszeit von seiner Arbeit nehmen und wird vorübergehend in die Pathologie nach Itzehoe versetzt. Er bemerkt schnell, dass die wahren Todesumstände seines Vorgängers vor ihm verheimlicht werden. Herzfelds Nachforschungen bringen jedoch nicht nur schreckliche Erkenntnisse mit sich, sondern auch eine tödliche Gefahr.

Die Geschichten um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld basieren auf wahren Begebenheiten und genau das macht den Thriller von Tsokos auch so spannend. Die Verbrechen sind realitätsnah und die Obduktionen werden genau und fachgerecht beschrieben. Ich finde es aufregend, dass man während des Lesens noch einiges über den Tod und seine Ursachen lernt.
Außerdem hat mir gefallen, dass es neben der hauptsächlichen Handlung zudem noch andere Fälle gibt, die Herzfeld aufklärt. Kleine Obduktionen, die interessante Ergebnisse haben.

Oft verwendet der Autor allerdings sehr lange und zu komplizierte Sätze, die teilweise auch noch durch die verwendete Fachsprache den Lesefluss stören.
Generell konnte mich die Geschichte leider nicht packen. Es passiert eigentlich nicht viel, das Buch ist gestreckt und wird zunehmend vorausschaubarer.

Zusammenfassend muss ich leider sagen, dass die Geschichte und der Schreibstil mich nicht richtig überzeugen konnte. Das Buch ist spannend und gut- keine Frage. Ich hatte nur einfach etwas mehr von der Geschichte erwartet, da ich das Cover schon so aussagekräftig fand.

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