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Veröffentlicht am 31.03.2020

Tausend Enttäuschungen

Das Haus der tausend Welten
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Das Haus der tausend Welten von T.R.Orgel handelt von einem mysteriösen Haus, das viele Türen besitzt hinter denen, laut Erzählungen, viele Reichtümer verborgen sein sollen.
Die Faszination dieses Ortes ...

Das Haus der tausend Welten von T.R.Orgel handelt von einem mysteriösen Haus, das viele Türen besitzt hinter denen, laut Erzählungen, viele Reichtümer verborgen sein sollen.
Die Faszination dieses Ortes und seiner Schätze zieht Stern und ihre Räubergruppe, Ako die Reisende, Salter den Magister, Baelis die Söldnerin und Mlima die Königin der Nacht magisch an.
Das Haus ist jedoch voller Gefahren und noch nie ist jemand, der das Haus betrat zurückgekehrt.

Es ist mir anfangs sehr schwer gefallen in das Buch reinzukommen, da die vielen Protagonisten mich verwirrt haben. Trotz ihrer unterschiedlichen Charakterzüge und Beweggründe habe ich oft die Figuren verwechselt oder miteinander vermischt. Das ist sehr schade, denn ich glaube, dass weniger und dafür ausgeprägtere Persönlichkeiten mehr bewirkt hätten.

Ganz hinten im Buch befindet sich ein Namensverzeichnis und ein Glossar für Begriffe der Fantasywelt. Das ist wirklich sehr hilfreich.
Oft ist es so, dass Begriffe im Roman auftauchen ohne, dass sie erklärt werden und man dann selbstständig nachblättern muss, um diese zu verstehen. Das hat mich jedoch nicht weiter gestört.

Die Idee des Romans finde ich sehr interessant und ansprechend, die Umsetzung hingegen ist, meiner Meinung nach, nur mäßig gelungen.
Es gibt viele Logikfehler und die Wendungen der Geschichte sind viel zu unerwartet und passten irgendwie nicht zu meinen Vorstellungen. Oft musste ich beim Lesen lachen, weil etwas so unpassendes oder unlogisches passiert ist. Das Buch hat mich also auf jeden Fall unterhalten, aber die Geschichte wurde so erzwungen, dass ich sie nicht noch einmal lesen würde. Ich hätte mir gewünscht, dass das Haus und seine Räume mehr erkundet wird. Außerdem war ich mit dem Ende äußerst unzufrieden.

Das Buch ist mit seinen fast 600 Seiten sehr abschreckend für Leser, die nur wenig Zeit zum Lesen finden. Ich empfehle sich für diesen Roman auf jeden Fall genug Zeit zu nehmen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Einen Tag nicht zu lesen stellt nämlich schon eine kleine Herausforderung dar, wie ich finde.

Auf dem Cover sieht man eine Zeichnung des Hauses aus der Geschichte, die mir persönlich ganz gut gefällt. Die Schriftfarbe und die generelle Farbgestaltung des Covers sagt mir weniger zu.

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Veröffentlicht am 17.03.2020

Für mehr Wissen

Einfach alles!
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Das Sachbuch „Einfach alles“ von Christopher Lloyd umfasst die Geschichte der Erde und ihrer Bewohner. Der Autor hat dabei versucht wirklich alles wissenswerte zu verschiedensten Themenbereichen zusammen ...

Das Sachbuch „Einfach alles“ von Christopher Lloyd umfasst die Geschichte der Erde und ihrer Bewohner. Der Autor hat dabei versucht wirklich alles wissenswerte zu verschiedensten Themenbereichen zusammen zufassen. Dazu gehört die Entstehung des Universums, die Evolution, die Entstehung von Zivilisationen, Erfindungen, Revolutionen, Kriege und noch vieles mehr. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass Lloyd die Zeit in der wir heute leben beschreibt, Fragen dazu aufwirft und Zukunftsaussichten gibt. Es gibt tolle Fakten und Zitate, die im Gedächtnis bleiben.

Es ist leicht verständlich geschrieben und somit auch für jüngere Leser sehr geeignet. Die Buchseiten sind mit schönen Illustrationen und einer große Schrift gestaltet, die das Lesen auflockern.

Mir hat es total viel Spaß gemacht durch die Seiten zu Blättern und mein Allgemeinwissen ein bisschen aufzufrischen. Das Schöne an dem Buch ist, dass man es immer wieder zur Hand nehmen und nochmal etwas nachlesen kann.

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Veröffentlicht am 05.02.2020

Mehr interessant als spannend!

Abgefackelt
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Der Thriller „Abgefackelt“ von Michael Tsokos ist die Fortsetzung des Paul-Herzfeld-Thrillers „Abgeschlagen“. Die Handlung beginnt unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils. Ich empfehle „Abgeschlagen“ ...

Der Thriller „Abgefackelt“ von Michael Tsokos ist die Fortsetzung des Paul-Herzfeld-Thrillers „Abgeschlagen“. Die Handlung beginnt unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils. Ich empfehle „Abgeschlagen“ vorher zu lesen, denn dadurch bekommt man einen besseren Bezug zu den Charakteren. Für alle, die den ersten Band nicht kennen wird die Vorgeschichte kurz zusammengefasst. Die Geschichte des zweiten Teils kann, meiner Meinung nach, unabhängig vom ersten Teil betrachtet werden.

Rechtsmediziner Paul Herzfeld soll nach seinem nervenaufreibenden letzten Fall eine Auszeit von seiner Arbeit nehmen und wird vorübergehend in die Pathologie nach Itzehoe versetzt. Er bemerkt schnell, dass die wahren Todesumstände seines Vorgängers vor ihm verheimlicht werden. Herzfelds Nachforschungen bringen jedoch nicht nur schreckliche Erkenntnisse mit sich, sondern auch eine tödliche Gefahr.

Die Geschichten um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld basieren auf wahren Begebenheiten und genau das macht den Thriller von Tsokos auch so spannend. Die Verbrechen sind realitätsnah und die Obduktionen werden genau und fachgerecht beschrieben. Ich finde es aufregend, dass man während des Lesens noch einiges über den Tod und seine Ursachen lernt.
Außerdem hat mir gefallen, dass es neben der hauptsächlichen Handlung zudem noch andere Fälle gibt, die Herzfeld aufklärt. Kleine Obduktionen, die interessante Ergebnisse haben.

Oft verwendet der Autor allerdings sehr lange und zu komplizierte Sätze, die teilweise auch noch durch die verwendete Fachsprache den Lesefluss stören.
Generell konnte mich die Geschichte leider nicht packen. Es passiert eigentlich nicht viel, das Buch ist gestreckt und wird zunehmend vorausschaubarer.

Zusammenfassend muss ich leider sagen, dass die Geschichte und der Schreibstil mich nicht richtig überzeugen konnte. Das Buch ist spannend und gut- keine Frage. Ich hatte nur einfach etwas mehr von der Geschichte erwartet, da ich das Cover schon so aussagekräftig fand.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Kristallklare Spannung

Falling Skye (Bd. 1)
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In der Dystopie „Falling Skye“ von Lina Frisch geht es um die Einteilung der Menschen in Rationale und Emotionale. Die ehemalige USA, die sich nach der großen Katastrophe nun die Gläsernen Nationen nennt, ...

In der Dystopie „Falling Skye“ von Lina Frisch geht es um die Einteilung der Menschen in Rationale und Emotionale. Die ehemalige USA, die sich nach der großen Katastrophe nun die Gläsernen Nationen nennt, führte diese Traitzugehörigkeit ein, um die Bevölkerung vor emotionalen Handlungen zu schützen. Die Jugendlichen werden zu Testungen einberufen, um ihren Platz in dieser Ordnung zu finden. So auch die 16-jährige Skye, Tochter eines Politikers und Musterschülerin. Sie ist überzeugt von ihrer Rationalität und ist sich einer erfolgreichen Zukunft sicher.. bis sie sich im Zentrum der Testung befindet und sich mysteriösen Prüfungen stellen muss mit dem ständigen Gefühl verfolgt zu werden.

Die Geschichte von Skye hat mir sehr gut gefallen.
Am Anfang haben mich mehrere Elemente der Geschichte an andere Dystopien erinnert, die ich schon gelesen habe, aber alles kommt ganz anders, als man denkt.
Es gibt zwei Erzählperspektiven, die sich abwechseln. Erstens wird aus der Sicht von Skye und zweitens aus der Sicht eines Testleiters erzählt, durch den man aufgrund seiner Position einige interessante Zusatzinformationen erhält.
Die Entwicklungen der Charaktere sind großartig und es bleibt durchgehend spannend. Die Autorin schafft es den Leser immer wieder zu überraschen oder zu täuschen, sodass man selbst immer kritischer gegenüber dem System wird. Die Beschreibungen sind detailliert, aber nicht zu ausführlich. Man kann einfach super in die Handlung eintauchen und man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Der einzige Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte, die sich meiner Meinung nach etwas langsamer hätte entwickeln müssen. Aber ich möchte trotzdem 5 Sterne vergeben, denn manchmal verliebt man sich eben Hals über Kopf.
Das Ende lässt einen fassungslos auf den nächsten Teil warten, der im Herbst 2020 erscheint. Eine Dystopie mit einem unheimlich realitätsnahen Bezug – ich bin wirklich begeistert.

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Der Duft eines guten Fantasyromans

Shadowscent - Die Blume der Finsternis
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Der Roman „Shadowscent- Die Blume der Finsternis“ von P.M. Freestone handelt von einem Mädchen namens Rakel, die alles für ihren kranken Vater tun würde. Ihr ausgezeichneter Geruchssinn soll ihr dabei ...

Der Roman „Shadowscent- Die Blume der Finsternis“ von P.M. Freestone handelt von einem Mädchen namens Rakel, die alles für ihren kranken Vater tun würde. Ihr ausgezeichneter Geruchssinn soll ihr dabei helfen im Kaiserreich von Aramtesch, das von Düften beherrscht wird, eine Ausbildung zur Parfümeurin zu machen. Doch in der Hauptstadt kommt alles ganz anders und als dann auch noch der zukünftige Thronfolger vergiftet wird, gerät Rakel in ein unvorhersehbares Abenteuer und muss sich auf eine lange Reise begeben. Ash, der Leibwächter des Prinzen macht sich ebenfalls auf den Weg, um ein Gegengift zu finden. Können die beiden es rechtzeitig schaffen?

Die Geschichte um Rakel und Ash bleibt durchgehend spannend. Im Kaiserreich Aramtesch gibt es viele fantastische Orte zu entdecken und Geheimnisse zu lösen. Ich habe mich in dieser Welt sehr wohlgeführt und freue mich darauf die Fortsetzung zu lesen, denn der Schreibstil ist sehr lebendig und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen.
Teilweise hätte ich mir ausführlichere Szenen gewünscht, um Dinge besser zu verstehen oder einfach, um noch ein bisschen länger an einem Ort zu verweilen.
Außerdem muss ich leider noch bemängeln, dass mir eine Karte des Kaiserreichs gefehlt hat, um die Reise der Protagonisten besser mitverfolgen zu können. Natürlich ist eine Karte kein Muss, aber in diesem Fall hätte ich mir eine Illustration sehr gewünscht, da sie auch sinnvoll gewesen wäre.

Die Protagonisten haben mir sehr gefallen, denn ihre Handlungen waren für mich schlüssig und ihre Emotionen wirkten sehr echt. Beide haben ihre ganz eigenen Fähigkeiten und sind liebenswürdig.
Obwohl aus ihrer Sicht erzählt wird, bleiben ihre Geheimnisse gewahrt und damit die Spannung aufrecht erhalten.
Die Nebencharaktere fand ich auch sehr interessant. Der intelligente Prinz, Zakkurus der mysteriöse Meisterparfümer und der enge Vertraute des Prinzen namens Esarik-um ein paar Personen zu nennen für die es sich lohnt das Buch zu lesen.

Die romantischen Szenen nehmen nur einen kleinen Part in der Geschichte ein und werden dadurch nicht übertrieben.

Für alle Fans von Fantasy ist Shadowscent ein richtig guter Buchtipp. Es gibt so viel zu erforschen in dieser fremden Welt und es bleibt bis zur letzten Seite spannend. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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