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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

Wenn es dort so war/ist, will ich da nicht hin!

Adama
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Nämlich in das gelobte Land - nach Israel. Wenn es schon in früheren Zeiten so brutal war, wie hier geschildert: das Menschen, die im Kibbuz gemeinsam aufgewachsen sind, zu Feinden werden, ohne ...

Nämlich in das gelobte Land - nach Israel. Wenn es schon in früheren Zeiten so brutal war, wie hier geschildert: das Menschen, die im Kibbuz gemeinsam aufgewachsen sind, zu Feinden werden, ohne dass klar ist, warum?

Die nicht nach Hause - denn das sollte das Kibbuz für sie sein - zurückkehren können, ohne höchste Wachsamkeit walten zu lassen?

Ich nehme diese Gesellschaft, die in der Gemeinschaft lebt, als eine sehr brutale wahr. Ohne Zweifel, der Autor schreibt eindringlich, aber ein bisschen kommt mir das wie ein Western vor: eine Gegend, in der man nie entspannen kann, da man immer befürchten muss, dass es jemanden gibt, von dem man gerade bedroht wird. Warum auch immer.

Keine Frage, es wird Leser:innen geben, die hiervon fasziniert, ja gebannt sein werden, ich jedoch gehöre definitiv nicht dazu. Ein wahres Hauen und Stechen, aus dem man die eigentliche, sehr interessante Handlung erst einmal herauslösen muss!

Veröffentlicht am 24.12.2025

Mitzi hilft sich selbst

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod
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Ja, normalerweise kommt Mitzi sehr gut mit sich selber klar, aber in besonderen Situationen braucht selbst sie gelegentlich ein paar Anstöße von Außen und schließt sich deshalb einem Retreat in eisigen ...

Ja, normalerweise kommt Mitzi sehr gut mit sich selber klar, aber in besonderen Situationen braucht selbst sie gelegentlich ein paar Anstöße von Außen und schließt sich deshalb einem Retreat in eisigen Höhen - im weiß verschneiten Dachsteingebirge - an. Geleitet vom Psychotherapeuten Dr. Rannacher, mit dem sie schon ihre Erfahrungen gemacht hat - durchweg positiv.

Sie wünscht sich Ruhe und Klarheit und meint, dass sie sich auf den Doktor verlassen kann. Aber ach, in einem Retreat ist man ja nicht allein und Mitzi bekommt es mit ganz besonders eigenen Vertretern zu tun und auch die ein oder andere Leiche oder halbtote Person pflastert ihren Weg.

Es ist wirklich bewundernswert, wie Autorin Isabella Archan eine immer wieder heiter werdende Lesestimmung in grausigen Höhen schafft! Ein unterhaltsamer und spannender Krimi, an dem mich lediglich einige der Ausflüge in Gedankenwelten verschiedener Personen störten, aber das hat eher mit mir selbst zu tun. Wobei - am Ende war ich so tief in dem Fall drin, dass ich selbst damit im Großen und Ganzen klar kam!

Genau die richtige Lektüre für ruhige, heitere und manchmal auch grausige Stunden zwischen den Jahren!

Veröffentlicht am 15.12.2025

Ungewöhnlich und stilvoll

Wolfskälte
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Autorin Laura McCluskey katapultiert uns Leser gemeinsam mit den Ermittlern Richie und George nach Eadar, eine entlegene schottische Insel weitab von der Westküste Irlands, wo sie einen rätselhaften Todesfall ...

Autorin Laura McCluskey katapultiert uns Leser gemeinsam mit den Ermittlern Richie und George nach Eadar, eine entlegene schottische Insel weitab von der Westküste Irlands, wo sie einen rätselhaften Todesfall untersuchen sollen - schon der Weg dorthin ist unwirtlich, auch die meisten Bewohner sind es.

Obwohl die Ermittler - der erfahrene Ermittler Richie und die junge, oft ungeduldige George, einander gut kennen und auch schätzen, fällt es ihnen nicht immer leicht, miteinander klar zu kommen.

All diese Unwegsamkeiten kleidet die Autorin in einen spannenden Text, der stellenweise auch etwas gruselig ist und durchgehend ausgesprochen atmosphärisch daher kommt. Die Charakterisierung der Figuren gelingt manchmal sehr gut, in anderen Fällen brauchte ich viel Zeit, um die Person hinter der Beschreibung für mich lebendig werden zu lassen.

Dennoch ist es insgesamt ein sehr eindringlicher und ungewöhnlicher Krimi mit Stil, der eher etwas für Leser ist, die sich gerne Zeit zum Erschließen neuartiger Bücher - in diesem Fall Krimis - nehmen. Diese werden während der Lektüre durchaus reich belohnt werden!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 12.12.2025

Eindringliche Fortsetzung

The Woman in Suite 11
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Sie ist wieder da: Lo Blacklock, die Protagonistin aus "Woman in Cabin 10", inzwischen glückliche Ehefrau und Mutter zweier Söhne, kann nicht "nein" sagen, als sie zu der Einweihung eines Luxushotels gleich ...

Sie ist wieder da: Lo Blacklock, die Protagonistin aus "Woman in Cabin 10", inzwischen glückliche Ehefrau und Mutter zweier Söhne, kann nicht "nein" sagen, als sie zu der Einweihung eines Luxushotels gleich am Genfer See eingeladen wird, auch wenn sie sich wundert, wie er ausgerechnet auf sie kommt.

Zunächst wird sie wieder und wieder überrascht durch besonders großzügige Gesten während der Reise und auch nach der Ankunft im Hotel, kann es sein, dass alle eingeladenen Journalisten so reichlich bedacht werden? Und es sind eine Reihe von Bekannten da, die damals auch auf dem Schiff des Schicksals waren.

Doch dann "stolpert" sie über jemanden, der meint, dass sie ihm noch einen Gefallen, und zwar einen riesengroßen, schuldig ist... Es beginnt eine Odyssee der besonderen Art, in der Lo mal an sich, dann wieder an anderen zweifelt.

Eine gelungene Fortsetzung des Vorgängers, die allerdings ohne Kenntnis desselben schwer nachzuvollziehen wäre....


Veröffentlicht am 07.12.2025

Ungewöhnlich, anspruchsvoll, spannend

Tod zur Teestunde
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Ein ebenso ungewöhnlicher wie vielschichtiger Krimi mit der Ermittlerin Susan Ryeland, der uns von Kreta - wo sich Susan trotz aller Versuche nicht einleben konnte, was ich im Leben nicht verstehen ...

Ein ebenso ungewöhnlicher wie vielschichtiger Krimi mit der Ermittlerin Susan Ryeland, der uns von Kreta - wo sich Susan trotz aller Versuche nicht einleben konnte, was ich im Leben nicht verstehen werde - zurück nach England führt. Susan ist Verlegerin, braucht Arbeit und kommt durch ihre alten Kontakte zu einem kleinen Verlag. Ihr erster Auftrag: sie soll den Krimi eines jungen Autors redigieren, der eine bereits bekannte Ermittlerfigur, nämlich Atticus Pünd,mit dem Susan schon einmal zu tun hatte, neu belebt. Dieser Krimi spielt in Nizza und hat - so scheint es Susan - eine frappierende Ähnlichkeit mit der eigenen Familie des Autors, des jungen Eliot Crace, Enkel einer berühmten Kinderbuch-Autorin. Susans Arbeit wird bald durch einige dramatische Ereignisse unterbrochen...

Teilweise wird hier das Format Buch-im-Buch genutzt, das ich sehr schätze, wenn es gut gemacht ist. Bei Anthony Horowitz kann man sich auf eine gelungene Umsetzung verlassen, die ich mit großem Genuss gelesen habe. Wie immer bei diesem Autor muss man sich auf etliche Überraschungen gefasst machen! Very british: spannend und atmosphärisch zugleich!