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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Was will das Spiel diesmal?

Erebos 3
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Nick traut seinen Augen kaum: Erebos ist zurück. Sofort stellt sich die Frage, was das Spiel diesmal plant. Zunächst ist er erleichtert, denn anders als zuvor darf er entscheiden, ob er teilnehmen möchte. ...

Nick traut seinen Augen kaum: Erebos ist zurück. Sofort stellt sich die Frage, was das Spiel diesmal plant. Zunächst ist er erleichtert, denn anders als zuvor darf er entscheiden, ob er teilnehmen möchte. Doch diese scheinbare Wahlfreiheit entpuppt sich als Illusion – das Spiel übt einen Sog aus, dem er sich kaum entziehen kann.
In der dritten Runde von Erebos soll er ein Team bilden. Ohne zu zögern holt er Viktor dazu, der begeistert einsteigt und voller Energie mitzieht. Während sie sich online durch die Welt des Spiels kämpfen, versuchen Nick und Viktor auch außerhalb des Bildschirms herauszufinden, welches Ziel Erebos wirklich verfolgt. Ihre Nachforschungen führen sie zu einem erschreckenden Verdacht: Ein Mädchen ist verschwunden – und möglicherweise hängt ihr Schicksal direkt mit dem Spiel zusammen. Für Nick wird klar, dass sie vielleicht nur durch Erebos eine Chance haben, ihr Leben zu retten.


Ich habe gemeinsam mit Nick gerätselt und mitgefiebert. Dennoch bin ich unschlüssig, wie ich die zahlreichen Szenen innerhalb des Computerspiels bewerten soll. Fantasy-Elemente in Games, Filmen oder Büchern sprechen mich persönlich weniger an – das war schon in den ersten beiden Bänden so.
Was mich jedoch immer wieder überzeugt, ist der fesselnde Schreibstil und das stimmige Gesamtbild der Geschichte. Besonders das Finale ist erneut stark inszeniert. Die Auflösung überrascht, obwohl alle Hinweise eigentlich offen vor einem liegen. Insgesamt ein gelungenes Buch. Die Spielsequenzen habe ich bei meiner Bewertung bewusst etwas ausgeklammert, da sie für viele Leserinnen und Leser vermutlich genau den besonderen Reiz der Reihe ausmachen.

Veröffentlicht am 24.02.2026

Serins suche nach einem neuen Leben

Der Regenzaubermarkt: Der Feel-Good-Bestseller aus Korea – tauche ein in eine magische Welt, in der alles möglich ist!
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Serin führt ein trostloses Leben und sehnt sich nach einem Neuanfang. Deshalb schreibt sie an den Regenzaubermarkt – einen geheimnisvollen Ort, der unglückliche Seelen während der Regenzeit einlädt, um ...

Serin führt ein trostloses Leben und sehnt sich nach einem Neuanfang. Deshalb schreibt sie an den Regenzaubermarkt – einen geheimnisvollen Ort, der unglückliche Seelen während der Regenzeit einlädt, um sich ein neues Leben zu kaufen. Tatsächlich erhält sie ein Ticket und macht sich zu Beginn der Regenzeit auf den Weg.
Dort erfährt sie, dass sie ihr bisheriges, „schlechtes“ Leben verkaufen kann. Für die Münzen, die sie dafür bekommt, darf sie sich neue, „bessere“ Leben in Form von Murmeln erwerben. Jede Murmel steht für eine andere Existenz. Als Einzige erhält Serin die besondere Möglichkeit, vorab in die jeweiligen Leben hineinzublicken und sich gegebenenfalls gegen sie zu entscheiden. Gemeinsam mit der Katze Issha begibt sie sich auf die Suche nach dem perfekten Leben. Doch die Zeit drängt: Mit dem Ende der Regenzeit muss sie den Markt verlassen haben – und sich endgültig entschieden haben.


Der Regenzaubermarkt ist eine wunderbare Feel-Good-Fantasy im Bereich des magischen Realismus. Nach dem Klappentext hatte ich deutlich weniger Abenteuer erwartet, wurde jedoch schnell positiv überrascht und in den Bann der Geschichte gezogen. Die Handlung ist fantasievoll, berührend und zugleich nachdenklich.
Besonders spannend fand ich die Dobekis – ein faszinierendes Wesen aus der koreanischen Mythologie. Schade ist lediglich, dass man online kaum genauere Informationen über ihr Aussehen oder ihre Gestalt findet. Dadurch ist die eigene Vorstellungskraft stärker gefordert, vor allem, wenn man mit koreanischer Mythologie nicht vertraut ist. Doch selbst wenn man sich die Figuren anders vorstellt, als der Autor sie vielleicht gedacht hat, schmälert das weder den Inhalt noch die Botschaft des Buches.
Die Übersetzung ist sehr gelungen. Der Schreibstil liest sich flüssig, atmosphärisch und angenehm, sodass man mühelos durch die Seiten gleitet. Für mich ein rundum stimmiges und berührendes Leseerlebnis.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2026

Götterpott

Loki − Her Twisted Heart
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Harlow ist als Kriegerin aufgewachsen – ein Leben, das sie nie wollte und bis heute verabscheut. Als ihre einzige Freundin von einer rätselhaften Krankheit befallen wird, trifft Harlow eine folgenschwere ...

Harlow ist als Kriegerin aufgewachsen – ein Leben, das sie nie wollte und bis heute verabscheut. Als ihre einzige Freundin von einer rätselhaften Krankheit befallen wird, trifft Harlow eine folgenschwere Entscheidung: Entgegen aller Regeln geht sie einen Pakt mit einem Gott ein. Mit niemand Geringerem als Loki, dem Gott der Täuschung.
Gemeinsam versuchen sie, den Pfeil Amors zu stehlen, doch der Plan scheitert. Zur Strafe werden ihre Seelen miteinander verbunden, sodass sie sich körperlich nicht mehr weit voneinander entfernen können. Widerwillig ist Harlow nun gezwungen, an Lokis Seite zu reisen und ihn bei seiner geheimnisvollen Suche zu begleiten – nach etwas, dessen Ziel er hartnäckig verschweigt. Ihr einziger Antrieb bleibt die Hoffnung, dass Loki im Gegenzug ein Heilmittel für ihre Freundin beschaffen kann.


Grundsätzlich war eine gewisse Spannung vorhanden, doch die Handlung wurde so sehr in die Länge gezogen, dass sie ihre Wirkung verlor. Statt mitzufiebern, fühlte ich mich zunehmend gelangweilt und unsicher, ob ich überhaupt weiterlesen möchte. Die Geschichte plätscherte vor sich hin, ohne wirklich an Dynamik zu gewinnen. Eine straffere Erzählweise hätte dem Ganzen meiner Meinung nach gutgetan, ohne der Story zu schaden.
Ein Lichtblick war der kleine Wassergeist – eine erfrischende Figur, die sofort Sympathie weckte und der Handlung etwas Leichtigkeit verlieh. Mit Harlow hingegen wurde ich von Anfang an nicht richtig warm. Ich hoffte lange, dass sich das im Verlauf ändern würde, doch dieser Moment blieb leider aus.
Der Schreibstil war angenehm und flüssig, was letztlich der Grund war, warum ich das Buch zu Ende gelesen habe. Erst im Finale gewann Loki für mich an Profil und wurde endlich sympathischer. Zuvor entsprach er jedoch kaum dem Bild, das ich von ihm aus den Legenden kenne. Generell wirkten die Götter so, als seien sie in einen Topf geworfen und neu interpretiert worden, wodurch sie sich stark von ihren mythologischen Vorbildern unterschieden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2026

Schwarze Katze

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Alvas Mutter hat ein altes Bootshaus gekauft und möchte es in ein Café verwandeln. Für Alva kommt das jedoch zur falschen Zeit, denn sie will endlich herausfinden, wie es vor fast 1.000 Tagen wirklich ...

Alvas Mutter hat ein altes Bootshaus gekauft und möchte es in ein Café verwandeln. Für Alva kommt das jedoch zur falschen Zeit, denn sie will endlich herausfinden, wie es vor fast 1.000 Tagen wirklich zum Tod ihres Vaters kam. Die Ungewissheit lässt sie nicht los.
Immer wieder taucht in ihrer Nähe eine schwarze Katze auf. Als Alva erfährt, dass auch ihr Vater diese Katze kurz vor seinem Tod gesehen hat, beginnt sie nachzuforschen. Dabei stößt sie auf ein unheimliches Muster: Die Katze erscheint stets in Verbindung mit einem Kind und einer stummen Mutter – deren Identität sich offenbar immer wieder ändert. Und genau das scheint sich nun zu wiederholen.
Alva vertraut sich schließlich ihren besten Freunden an. Gemeinsam machen sie sich daran, das Rätsel um die Katze, das geheimnisvolle Mädchen und dessen schweigende Mutter zu lösen. Stück für Stück setzen sie die Hinweise zusammen und kommen dabei einer Wahrheit näher, die enger mit Alvas Vater verbunden ist, als sie zunächst ahnt. Je tiefer sie graben, desto deutlicher wird, dass Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verwoben sind – und dass die Katze mehr ist als nur ein schlechtes Omen.


Im ersten Band empfand ich Alva noch als etwas seltsam und war der Geschichte gegenüber eher kritisch eingestellt. Inzwischen sehe ich sie jedoch ganz anders und finde sie ausgesprochen sympathisch. Rückblickend lag mein Eindruck vermutlich an Heide und ihrer Perspektive auf Alva.
Dieses Mal hat mich die Geschichte richtig gepackt. Ich habe intensiv mitgerätselt, Theorien aufgestellt und lag mit meinen Vermutungen stellenweise sogar richtig. Die Grundstimmung ist emotional und zugleich unheimlich. Für jüngere Kinder könnte das stellenweise zu viel sein, da Themen wie Verlust und Grusel eine zentrale Rolle spielen. Ich würde das Buch daher eher Jugendlichen oder Kindern empfehlen, die mit solchen Inhalten umgehen können. Letztlich können Eltern wohl am besten einschätzen, ob die Geschichte für ihr Kind geeignet ist.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Freier Fall auf Zement

Save You: Special Edition
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Ruby ist am Ende und zieht sich vollständig aus dem realen Leben zurück. Dadurch bekommt sie kaum mit, warum James sich so seltsam verhält. Während sie versucht, ihr Innerstes zu beruhigen und sich auf ...

Ruby ist am Ende und zieht sich vollständig aus dem realen Leben zurück. Dadurch bekommt sie kaum mit, warum James sich so seltsam verhält. Während sie versucht, ihr Innerstes zu beruhigen und sich auf Oxford zu konzentrieren, verarbeitet James den Tod seiner Mutter auf seine eigene Weise: indem er emotional abschaltet. Erst als er realisiert, dass er Onkel wird, erkennt er, was seine Gefühllosigkeit und Sturheit bei den Menschen um ihn herum angerichtet haben.



Nachdem Band 1 für mich ein echtes Highlight war, fühlte sich dieser Teil wie ein freier Fall auf Beton an. Ich hatte Ruby ganz anders und deutlich angenehmer in Erinnerung. In diesem Band wirkt sie jedoch verändert und verliert für mich zunehmend an Sympathie. Lydia gegenüber war ich anfangs noch skeptisch eingestellt, doch mittlerweile ist sie tatsächlich mein liebster Charakter der Reihe.
Der Schreibstil ist zwar weiterhin angenehm und flüssig, doch ungefähr ab der Hälfte des Buches wurde mir bewusst, dass kaum etwas wirklich Erinnerungswürdiges passiert. Die Handlung tritt auf der Stelle, große Entwicklungen bleiben aus, und ich ertappte mich dabei, lustlos weiterzulesen. Dieses Gefühl zog sich leider bis zum Ende durch.
Besonders enttäuschend war für mich, dass weder die emotionale Entwicklung der Figuren noch die Konflikte die Tiefe erreicht haben, die ich mir nach dem starken Auftakt erhofft hatte. Vieles wirkte wiederholend oder unnötig in die Länge gezogen, ohne echten Mehrwert für die Geschichte. Statt mitzufiebern, fühlte ich mich zunehmend distanziert.
Am Ende habe ich jegliche Motivation verloren, Band 3 überhaupt noch in Angriff zu nehmen. Aktuell sieht es eher danach aus, als würde er zur klassischen Tsundoku-Leiche werden – gekauft, aber ungelesen im Regal verstaubend. Sehr schade, denn nach dem gelungenen ersten Band hatte ich wirklich hohe Erwartungen an die Fortsetzung.

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