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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Everybodys Darling Crownprince

Royal Heist
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Darcys Leben wurde durch die englische Königsfamilie nachhaltig zerstört. Gemeinsam mit ihrem Bruder verfolgt sie deshalb ein klares Ziel: Rache. Als Trickbetrüger nutzen die beiden ihre Fähigkeiten, um ...

Darcys Leben wurde durch die englische Königsfamilie nachhaltig zerstört. Gemeinsam mit ihrem Bruder verfolgt sie deshalb ein klares Ziel: Rache. Als Trickbetrüger nutzen die beiden ihre Fähigkeiten, um ihre eigene Vorstellung von Gerechtigkeit umzusetzen und sich Stück für Stück an ihr Ziel heranzuarbeiten.

Als bekannt wird, dass der Kronprinz auf der Suche nach einer geeigneten Ehepartnerin ist, ergibt sich für Darcy die perfekte Gelegenheit. Unter einer falschen Identität gelingt es ihr, sich in den inneren Kreis des Palastes einzuschleusen. Ihr Plan ist klar: Vertrauen gewinnen, Informationen sammeln und schließlich ihren größten Coup durchziehen.

Doch die Situation wird komplizierter als erwartet. Ausgerechnet der jüngere Bruder des Kronprinzen übt eine unerwartete Anziehung auf sie aus. Während sie tiefer in die Welt des Hofes eintaucht, geraten ihre Gefühle zunehmend in Konflikt mit ihrem ursprünglichen Vorhaben. Der Wunsch nach Rache beginnt zu wanken, und Darcy steht vor der Frage, was ihr wirklich wichtig ist.



Zu Beginn war ich mir noch unsicher, ob ich mit Darcy und der Geschichte wirklich warm werde. Doch nach dem ersten großen Coup verändert sich das Setting deutlich, und ab diesem Punkt hat mich die Handlung komplett gepackt. Die Dynamik nimmt zu, und die Geschichte entfaltet ihren Reiz auf eine sehr fesselnde Weise.

Besonders spannend finde ich, dass noch nicht alle Charaktere vollständig durchschaut sind. Es bleiben offene Fragen und Andeutungen, die neugierig machen und Raum für eigene Theorien lassen. Ich bin sehr gespannt, ob sich meine Vermutungen im weiteren Verlauf bestätigen werden.

Das offene Ende war allerdings ziemlich gemein und hat mich ungeduldig zurückgelassen. Rückblickend war es vielleicht keine gute Idee, schon mit der Reihe anzufangen, bevor alle Teile erschienen sind – denn die Neugier auf die Fortsetzung ist jetzt definitiv geweckt.



  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

Der Trope füs Leben

The Romance Rivalry
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Zu Beginn ihres Collegelebens hat Irene ein klares Ziel: Sie möchte einen Freund finden. Als Buchbloggerin mit dem Schwerpunkt Romance entwickelt sie dafür einen ungewöhnlichen Plan: Sie will die große ...

Zu Beginn ihres Collegelebens hat Irene ein klares Ziel: Sie möchte einen Freund finden. Als Buchbloggerin mit dem Schwerpunkt Romance entwickelt sie dafür einen ungewöhnlichen Plan: Sie will die große Liebe anhand klassischer Tropes aus Liebesromanen finden. Ihr Datingleben soll sich also an bekannten Mustern orientieren, die sie sonst nur aus Büchern kennt.

Ausgerechnet Aiden, ebenfalls Blogger und Leser derselben Bücher, taucht am gleichen College auf. Zwischen ihnen herrscht zunächst keine gute Stimmung, da seine Community ihr häufig negative Kommentare hinterlässt. Als Aiden jedoch von Irenes Vorhaben erfährt, schlägt er einen Wettbewerb vor: Wer von ihnen die meisten Tropes „erlebt“ und darüber am ehesten eine Beziehung findet, gewinnt.

Was als spielerische Idee beginnt, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Reihe von Dates. Dabei verliert Irene jedoch zunehmend den Fokus auf ihr Studium. Besonders im Literaturkurs gerät sie ins Straucheln – und gefährdet damit nicht nur ihren eigenen Erfolg, sondern auch den von Aiden.



Ich konnte mich in vielen Punkten gut mit Irene identifizieren, auch wenn ich persönlich niemals so einen Deal eingehen oder mich in so viele Dates stürzen würde. Ihre Gedanken und Unsicherheiten wirken dennoch sehr authentisch und nachvollziehbar.

Der Schreibstil der Übersetzung ist wirklich gelungen und lässt sich angenehm und flüssig lesen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte etwas zu schnell voranschreitet. Viele Aspekte hätten mehr Raum verdient – insbesondere die einzelnen Dates und die Hintergründe des Wettbewerbs. Eine Dilogie hätte hier gut funktioniert, um die Handlung ausführlicher zu entfalten und zusätzliche Liebesinteressen stärker einzubauen.

Trotz dieses nicht ganz ausgeschöpften Potenzials bleibt die Geschichte eine süße und unterhaltsame Lovestory, die sich perfekt für entspannte Leseabende eignet. Aiden ist dabei definitiv ein Highlight: aufmerksam, sympathisch und insgesamt eine echte „Green Flag“ – ein Charakter, der die Geschichte noch einmal besonders aufwertet.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.04.2026

Dinner mit Leiche

Catch Your Death
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Eigentlich sollte der Tag für Devi ganz anders verlaufen: Ein Besuch bei ihrer Großmutter war geplant. Doch ein heftiger Schneesturm durchkreuzt ihre Pläne, und auch ihr Navigationssystem sowie ihr Auto ...

Eigentlich sollte der Tag für Devi ganz anders verlaufen: Ein Besuch bei ihrer Großmutter war geplant. Doch ein heftiger Schneesturm durchkreuzt ihre Pläne, und auch ihr Navigationssystem sowie ihr Auto lassen sie im Stich. So strandet sie schließlich auf dem abgelegenen Anwesen Bamnle Estate, dem Zuhause einer angesehenen Familie. Die Hausherrin zeigt sich großzügig und gewährt Devi für die Nacht Unterschlupf.

Zur gleichen Zeit wird auch Jayne gebeten, auf dem Anwesen zu bleiben. Als Angestellte soll sie sich um Lizzie kümmern, die eine wertvolle Diamantenkette aus dem Geschäft ihrer Mutter mitgebracht hat und aufgrund des Wetters nicht zurückkehren kann. Der Zufall führt die drei jungen Frauen zusammen, und sie verbringen den Abend gemeinsam in einem Seitenflügel des Hauses.

Doch während sie dort zusammensitzen, geschieht im Haupthaus etwas Unfassbares: Die Hausherrin stirbt. Was zunächst wie ein natürlicher Tod wirken könnte, wirft schnell Fragen auf – denn vieles deutet darauf hin, dass es sich um Mord handelt. Plötzlich stehen alle unter Verdacht, und die Ereignisse der Nacht erscheinen in einem ganz neuen Licht.



Die Geschichte ist sowohl spannend als auch tragisch erzählt. Während des Lesens war ich emotional sehr nah am Geschehen und habe tatsächlich öfter zur Taschentuchbox greifen müssen. Die Handlung entwickelt eine starke Sogwirkung, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Besonders gelungen ist der Aufbau der Story. Die Perspektiven und Verbindungen zwischen den Figuren sind so gestaltet, dass man sich gut in jeden Charakter hineinversetzen kann – unabhängig davon, ob man ihn sympathisch findet oder nicht. Dadurch entsteht eine dichte, lebendige Atmosphäre.

Immer wieder glaubt man, den Zusammenhang der Ereignisse durchschaut zu haben und eine klare Theorie zu erkennen. Doch die Geschichte überrascht mit einem Plot Twist nach dem anderen, wodurch man ständig an den eigenen Vermutungen zweifelt. Genau dieses Wechselspiel aus Miträtseln und Überraschung macht den Reiz des Buches aus und sorgt dafür, dass es bis zum Ende fesselnd bleibt.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine Nacht unter Wasser

Die drei ??? Nacht in der Tiefe
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Für ein Interview erhält Bobs Vater die Gelegenheit, die Unterwasserstation OceanLab zu besuchen – und nimmt Bob sowie seine beiden Freunde kurzerhand mit. Schon bei der Ankunft wird klar, dass auf der ...

Für ein Interview erhält Bobs Vater die Gelegenheit, die Unterwasserstation OceanLab zu besuchen – und nimmt Bob sowie seine beiden Freunde kurzerhand mit. Schon bei der Ankunft wird klar, dass auf der Station etwas nicht stimmt. Immer wieder kommt es zu seltsamen Vorfällen, die schnell den Verdacht auf gezielte Sabotage lenken.

Die drei Detektive lassen sich diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen und beginnen sofort, eigene Ermittlungen anzustellen. Zwischen technischen Anlagen, engen Gängen und der bedrückenden Tiefe des Ozeans versuchen sie herauszufinden, wer hinter den Manipulationen steckt. Dabei stoßen sie auf Hinweise, die sie immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen führen – und merken schnell, dass die Situation gefährlicher ist, als sie zunächst gedacht haben.



Ich bin bei diesem Band etwas hin- und hergerissen. Einerseits sorgt die Handlung für Spannung, da man gemeinsam mit den drei Detektiven herausfinden möchte, wer für die Sabotage verantwortlich ist. Die rätselhafte Atmosphäre der Unterwasserstation trägt zusätzlich zur Neugier bei.

Andererseits zog sich die Geschichte für mein Empfinden stellenweise etwas in die Länge. Ich musste mich mehrfach dazu motivieren, weiterzulesen, da der Lesefluss nicht immer konstant blieb. Besonders das Aufschneiden der Seiten hat mich gestört, da es den Lesefluss immer wieder unterbrochen und mich gedanklich aus der Geschichte herausgerissen hat.

Die Grundidee der Reihe finde ich nach wie vor sehr gelungen, allerdings hapert es für mich etwas an der Umsetzung in diesem Band. Die sogenannten Spezialseiten könnten meiner Meinung nach besser hervorgehoben werden, etwa durch einen Rand oder einen grauen Hintergrund, damit man sie leichter erkennt, ohne ständig unterbrechen zu müssen.

Trotz allem möchte ich Björn Berenz als neuen Autor der Reihe willkommen heißen. Ich hoffe, dass er der Serie erhalten bleibt und noch viele weitere spannende Abenteuer mit den drei Detektiven folgen werden.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Geigenspielerin sucht Briefeschreiber

Love Me Tomorrow
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Seit der Scheidung ihrer Eltern glaubt Emma nicht mehr an die Liebe. Stattdessen konzentriert sie sich ganz auf ihre Verantwortung: Sie möchte ihre Mutter unterstützen und einen guten Studienplatz bekommen, ...

Seit der Scheidung ihrer Eltern glaubt Emma nicht mehr an die Liebe. Stattdessen konzentriert sie sich ganz auf ihre Verantwortung: Sie möchte ihre Mutter unterstützen und einen guten Studienplatz bekommen, um später einen sicheren Job zu haben und finanziell helfen zu können. Ihren eigentlichen Traum, Geigerin zu werden, stellt sie dabei bewusst zurück – obwohl ausgerechnet ihre Mutter sie ermutigt, diesen Weg zu gehen.
Eines Tages erhält Emma einen geheimnisvollen Brief. Der Verfasser behauptet, aus der Zukunft zu stammen – aus einer Zeit, in der sie nicht glücklich ist. Er schreibt, dass er sie schon immer geliebt habe. Entgegen aller Vernunft fühlt Emma, dass an diesen Worten etwas Wahres ist, und beginnt, den Absender zu suchen. Dabei geraten drei mögliche Kandidaten in den Fokus, die jeweils eine bedeutende Rolle in ihrem Leben spielen könnten. Während sie versucht herauszufinden, wer hinter den Briefen steckt, wird sie gleichzeitig mit ihren eigenen Gefühlen und Überzeugungen konfrontiert.



Die Geschichte ließ sich sehr angenehm lesen. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend, sodass man schnell in Emmas Welt eintaucht. Besonders die Spannung rund um die Identität des Briefeschreibers macht das Buch fesselnd – man beginnt automatisch, eigene Vermutungen anzustellen und entwickelt schnell einen Favoriten, von dem man hofft, dass er es ist.
Emmas Alltag mit ihrer Familie verleiht der Geschichte eine große Nähe und Authentizität. Ihre Entscheidungen und Gedanken sind teils gut nachvollziehbar, wirken an manchen Stellen aber auch widersprüchlich, was sie gleichzeitig realistisch macht. Ein kurzer Abschnitt, in dem das Thema Tod angerissen wird, hat mich persönlich stark berührt. Obwohl es kein zentrales Thema ist, fand ich die Darstellung sehr intensiv und emotional herausfordernd.
Da ich aktuell etwas sensibel bin, haben mich solche Momente besonders getroffen – möglicherweise wirkt es auf andere Leser weniger stark. Insgesamt ist es jedoch eine ruhige, gefühlvolle Liebesgeschichte ohne Hektik oder übertriebene Dramatik, die ich allen empfehlen würde, die genau so etwas suchen.