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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Wunderbare Freundschaften

Winterglück im Café am Meer
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Als Helena gerade sowohl Freund als auch Job verloren hat, erreicht sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Fenja aus Norderney: Mara, eine weitere gemeinsame Freundin, steht dort kurz vor dem Burnout und ...

Als Helena gerade sowohl Freund als auch Job verloren hat, erreicht sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Fenja aus Norderney: Mara, eine weitere gemeinsame Freundin, steht dort kurz vor dem Burnout und benötigt eine Vertretung für ihre kleine Pension. Kurzentschlossen reist Helena auf die Insel und springt ein. Jetzt bewahrheitet sich der Schwur, den sich die drei damals als junge Mädchen gegeben haben: Immer für die anderen einzustehen.

Gerne habe ich Helena mit diesem Buch auf die Norseeinsel begleitet. Neben tollen Ortsbeschreibungen, die gleich ein Urlaubsgefühl in mir erweckt haben, steht das Thema Freundschaft im Vordergrund, allerdings kommt auch die Liebe wieder nicht zu kurz. Der leichte Schreibstil ließ mich flott durch die Zeilen fliegen, immer verbunden mit einem leichten Duft nach Plätzchen und Kuchen, der aus den Seiten springt, dank Helenas vorzüglicher Bäckkünste.

Eine empfehlenswerte Lektüre, für die Winter- und Urlaubszeit!

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Musikalische Familiengeschichte

Großmutters Geheimnis
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Wir lesen eine auf wahren Begebenheiten der Familie des Autoren basierende Geschichte von Großmutter Ruth, Tochter Lillian und Enkel Alexander. Ruth lebt mittlerweile in einem Altenheim in den USA, hat ...

Wir lesen eine auf wahren Begebenheiten der Familie des Autoren basierende Geschichte von Großmutter Ruth, Tochter Lillian und Enkel Alexander. Ruth lebt mittlerweile in einem Altenheim in den USA, hat seit langem keinen Kontakt zur ihrer Tochter mehr und den mittlerweile über 30 Jahre alten Enkel noch nie gesehen. Als Vermächtnis für Alexander bespricht die betagte jüdische alte Dame diverse Kasetten mit ihrer Lebensgeschichte, die sich hauptsächlich auf die Zeit im zweiten Weltkrieg und ihren Aufenthalt im KZ Theresienstadt bezieht. Diese Kasetten findet Alexander zufällig beim Aufräumen auf dem Speicher seiner Mutter. Alexander selbst versucht gerade zusammen mit seiner Lebensgefährtin durch deren künstliche Befruchtung Eltern eines Babys zu werden.

Von Thema her hätte die Geschichte für mich Potential gehabt: Schwierige Eltern-Kind-Konstellationen über alle Generationen hinweg sowie die offenbar vererbte große Liebe zur Musik, die alle drei verbindet. Jedoch waren mir die Ausführungen gerade zur Musik viel zu langatmig, so dass ich diese Pasagen oft nur quergelesen habe. Auch der Kinderwunsch des jungen Paares nahm für mich einen zu großen Raum ein, wiederholte sich ständig. Zu keiner Figur, auch der alten Dame, konnte ich näheren Zugang erlangen, alle sind mir irgendwie fremd geblieben.

Das Ende war für mich überraschend, hat mir hier in dem Zusammenhang jedoch wieder gut gefallen.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Verbunden fürs Leben

Lebensbande
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Das Buch umfasst eine Zeitspanne vom zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall, in der wir die Geschichte der drei Frauen Lotte, Lene und Nora erfahren und die uns vom Niederrhein bis in die damalige Sowjetunion ...

Das Buch umfasst eine Zeitspanne vom zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall, in der wir die Geschichte der drei Frauen Lotte, Lene und Nora erfahren und die uns vom Niederrhein bis in die damalige Sowjetunion führt, sowie nach dem Mauerfall nach Kühlungsborn an der Ostsee. Erst nach und nach erfahren wir, zum Teil in Rückblenden, wie die Geschichten der Frauen zusammenhängen, schreibtechnisch für mich sehr gut gelöst.
Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten und hat mich direkt in seinen Bann gezogen, zumal die Geschichte zu großen Teilen in meiner Heimat spielt und ich natürlich einige beschriebene Örtlichkeiten direkt wiedererkannt habe. Die Autorin hat einen sehr fesselnden und mitreissenden Schreibstil, die Zerrissenheit der Figuren, aber auch ein tiefes Band von Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt wurde hier sehr gut transportiert. Einige Abläufe im "kleinen Grenzverkehr" kannte ich bereits aus Beschreibungen meiner Eltern, dennoch habe ich hier auch wieder Einiges an Neuem aus der Historie erfahren. Gerne habe ich dieses so interessante Buch gelesen und spreche daher meine volle Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Mutige Frauen

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: 1998 erhält die für die BBC tätige Reporterin Gwen den Auftrag, über eine britische Organisation zu recherchieren, bei der im zweiten Weltkrieg im Auftrag der britischen ...

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: 1998 erhält die für die BBC tätige Reporterin Gwen den Auftrag, über eine britische Organisation zu recherchieren, bei der im zweiten Weltkrieg im Auftrag der britischen Regierung junge englische Frauen, die der französchen Sprache mächtig waren, als Agentinnen nach Frankreich gechickt wurden. Dort sollten sie sich der französischen Resistence im Kampf gegen die Deutschen anschließen. Im Zuge dieser Recherchen lernt sie die alte Dame Pat kennen.
Die Vergangenheitsebene ist 1942 angesiedelt, hier erfahren wir einiges über die Mission der jungen Engländerinnen.
Die Schilderungen in und um den zweiten Weltkrieg waren hier für mich eindeutig der interesantere Part der Geschichte. Basierend auf Tatsachen, wurde hier einmal den Frauen ein Forum gegeben, deren gefährliche Tätigkeit wohl nie richtig gewürdigt wurde. Dies war mir insgesamt neu und für mich auch hochinteresant. Die Schilderungen in der Neuzeit sind mir dabei stellenweise zu lang geraten. Dennoch eine empfehlenswerte Lektüre.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Düstere Familiengeheimnisse

Das Forsthaus
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Die Journalistin Katharina und ihr Mann, der Architekt Philip, ziehen aus Berlin in den beschaulichen Westerwald, um dort zur Ruhe zu kommen, Katharina erholt sich gerade nur langsam von einer Fehlgeburt. ...

Die Journalistin Katharina und ihr Mann, der Architekt Philip, ziehen aus Berlin in den beschaulichen Westerwald, um dort zur Ruhe zu kommen, Katharina erholt sich gerade nur langsam von einer Fehlgeburt. Ohne Absprache mit seiner Frau hat Philip dort gerade das alte heruntergekommene Forsthaus als neuen Familiensitz erworben. Schnell stellt sich heraus, dass dort vor Jahren ein grausamer Mord geschehen ist. Wie hängen die seinerzeit ebenfalls tragischen Geschehnisse um den sogenannten "Engelmacher" damit zusammen, der sich an kleinen Mädchen vergriffen und sie umgebracht hat? Und was zeiht Philip ausgerechnet in diese einsame Gegend?

Dieser Thriller hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen mit seinem absolut fesselnden Schreibstil, der schnell so eine Sogwirkung für mich entwickelt hat, dass ich das Buch kaum beiseite legen konnte. Von Beginn an transportiert die Geschichte eine sehr düstere, fast gruselige Atmosphäre, der man sich nur schwerlich entziehen kann. In wechselnden Zeitebenen, die in den 50er/60er Jahren einerseits und im Jahr 2011 andererseits spielen, wird man allmählich an die Hintergründe der damaligen Tat herangeführt. Dabei habe ich als Leser zwischen Ratlosigkeit und doch auch wieder einigen Verdachtsmomenten geschwankt, um am Ende doch wieder überrascht zu werden. Von dieser Qualität sind Thriller, die ich liebend gerne lese, eine absolute Empfehlung von mir!

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