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Ullap

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Flucht oder Neubeginn

Die Frau und der Fjord
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Gro arbeitet in Norwegen als Geologin für eine Ölfirma und hilft bei der Erschließung neuer Ölquellen. Als eines Tages völlig unerwartet ihr Mann stirbt, bricht sie alle Brücken ab und kauft sich ein kleines ...

Gro arbeitet in Norwegen als Geologin für eine Ölfirma und hilft bei der Erschließung neuer Ölquellen. Als eines Tages völlig unerwartet ihr Mann stirbt, bricht sie alle Brücken ab und kauft sich ein kleines Haus in einem abgelegenen Fjord auf den Lofoten, wo sie fast fernab jeglicher Zivilisation quasi als Selbstversorgerin lebt. Nach einem schweren Sturm rettet sie einen havarierten Fischer, ein loser Kontakt beginnt.
Diese Geschichte ist genauso wunderbar wie sein tolles Cover bereits verheissen lässt. Wir erfahren, wie sich eine einst beruflich erfolgreiche Frau mit der Natur auseinandersetzt, sich in der Einsamkeit ihrer Trauer stellt und ganz langsam wieder beginnt, Vertrauen zu den wenigen Einheimischen aufzubauen. Wunderschöne Naturbeschreibungen wechseln sich ab mit einigen Rückblenden zu Gros altem Leben, ihren Problemen mit der Familie ihres Mannes. Wir lesen aber auch viel über die gewollte Einsamkeit in einer Natur, der man so viel abgewinnen kann, sowie dem Zusammenhalt der Menschen untereinander, die in der Abgeschiedenheit aufeinander angewiesen sind. Es ist eine Geschichte der leisen Töne, in der zwischendurch auch mal kurz Unruhe aufkommt, wunderschön erzählt in angenehm kurzen Kapiteln. Lediglich ganz am Ende wurde es mir ein wenig zu trivial, daher ein Punkt Abzug für eine ansonsten sehr lesenswerte Geschichte.

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Veröffentlicht am 07.12.2022

Romantische Geschichte mit toller Location

Lake Paradise – Ein Zuhause für das Glück
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Es handelt sich um den Auftakt einer neuen Reihe der Erfolgsautorin Manuela Inusa.

Die Geschichte spielt am Lake Paradise und der Name ist auch schon Programm: In dem kleinen Ort beginnen selbst alle ...

Es handelt sich um den Auftakt einer neuen Reihe der Erfolgsautorin Manuela Inusa.

Die Geschichte spielt am Lake Paradise und der Name ist auch schon Programm: In dem kleinen Ort beginnen selbst alle Strassen-Namen mit "Paradise". Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lexie, eine junge Frau, die nach einem schweren Schicksalsschlag nur allmählich wieder Freude am Leben findet. Hierbei findet sie Unterstützung bei ihrer Familie, Freundinnen, allen Bewohnern des Ortes und: einem für kurze Zeit zurückgekehrten Bekannten aus Kinderzeiten. Ob sich aus den beiden Näheres entwickeln kann, welche Rolle diverse Klatschtanten hierbei spielen, der erfahrene Leser weiß bereits, wo die Reise hingeht.

Was mir in dem Buch besonders gefallen hat, sind die wunderschönen bildhaften Beschreibungen der Gegend, eines typischen Kleinstadt-Alltags und die Begegnungen der Menschen untereinander, die in solch einem Ort sich alle irgendwie kennen und auch füreinander da sind.

Diesen Roman mag man entweder oder man findet ihn zu trivial. Für Liebhaber der alten Inusa-Bücher bestimmt wieder eine tolle Unterhaltung, da mir die bisherigen Reihen noch etwas mehr Romantik und Unterhaltung gebracht haben, einen halben Stern Abzug, den ich aber gerne großzügig auf 5 Sterne aufrunde.

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Veröffentlicht am 18.10.2022

Die außergewöhnliche Geschichte der Samen

Das Leuchten der Rentiere
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In diesem außergewöhnlichen Roman begleiten wir die Samin Elsa, die mit Ihrer Familie und deren Rentierherde im hohen Norden aufwächst. Das Buch umfasst den Zeitraum von Elsa als 9jährigem Mädchen bis ...

In diesem außergewöhnlichen Roman begleiten wir die Samin Elsa, die mit Ihrer Familie und deren Rentierherde im hohen Norden aufwächst. Das Buch umfasst den Zeitraum von Elsa als 9jährigem Mädchen bis zur jungen Erwachsenen. Es ist eine Geschichte voller Warmherzigkeit der Samen untereinander und im Umgang mit ihren Tieren, aber auch voller Tragik. Die Tragik eines alteingesessenen indigenen Volkes, das sich nicht nur den Widrigkeiten der Natur sondern auch denen der übrigen Bevölkerung stellen muss, weil einige die Samen und ihre Lebensweise nicht mehr anerkennen wollen und mit allen Mitteln dagegen ankämpfen, wobei diese Mittel oft ins Kriminelle ausufern.
Die Autorin nimmt uns mit dieser berührenden und sehr einfühlsam erzählten Geschichte mit in eine mir bisher in diesem Ausmaß unbekannte Kultur. Der bildhafte Schreibstil über eine wunderbare weite und einsame Landschaft lässt einen tief in die Geschichte eintauchen, Elsa ist ein schon als junges Mädchen sehr ausgereifter und erwachsener Charakter, zutreffend beschrieben, bedingt durch die harten Lebensumstände.
Ein sehr empfehlenswertes Buch über ein ungewöhnliches Thema, welches an einigen Stellen für mich ein paar Längen hatte, die aber insgesamt zur Thematik passen.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Der große Traum vom exotischen Land

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts machen sich diverse Auswanderungswillige auf ins mittel-/südamerikanische Paradiesland Poyais, wo sie sich, aus ärmlichen Verhältnisen kommend, eine neue Zukunft versprechen. ...

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts machen sich diverse Auswanderungswillige auf ins mittel-/südamerikanische Paradiesland Poyais, wo sie sich, aus ärmlichen Verhältnisen kommend, eine neue Zukunft versprechen. Ein gewisser General Gregor McGregor hat ihnen dazu bereits in der Heimat Land und auch die neue Währung des exotischen Landes verkauft. Dort angekommen, stellen die neuen Siedler fest, dass an den Versprechungen McGregors kaum bis gar nichts dran ist und sie wahrscheinlich einem Betrüger aufgesessen sind.

In einem zweiten Erzählstrang einige Jahre zuvor erleben wir McGregor mit seinen Mannen in südamerikanischen Freiheitskämpfen.

Die Geschichte ist zwar fiktiv, lehnt sich aber an tatsächliche historische Begebenheiten an, McGregor und seine Geschichte hat es seinerzeit so wirklich gegeben.

Dieser Roman lässt sich so richtig in keine Schema fassen, es ist eine gelungene Mischung aus Abenteuerroman, Historie und auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz. Mich hat wirklich sehr erstaunt, dass neben den aktuell durch die Presse gehenden zahlreichen Betrugsmaschen dies auch bereits vor mehr als zwei Jahrhunderten recht professionell möglich war, wie immer scheint sich Geschichte ständig zu wiederholen. Gerade die Schilderung des Aufbruchs der Siedler, ihre Hoffnungen und ihre Verzweiflung im "gelobten" Land fand ich hier sehr gelungen und plastisch geschildert, so dass man sich manches Mal mittendrin im Geschehen fühlen konnte. Der Sinn der Rückblenden zu den Kriegsgeschehnissen einige Jahre zuvor hat sich mir jedoch nicht so ganz erschlossen, diese hätte ich hier nicht unbedingt benötigt und brachten der Geschichte so einige Längen.

Dennoch verdiente 4 Sterne von mir für ein ungewöhnliches und sehr unterhaltsames abenteuerliches Thema!

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Flaco ermittelt wieder

Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura
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In diesem zweiten Band rund um den ehemaligen Kriminalinspektor "Flaco", der nun als Sicherheitschef einer Hotelkette tätig ist, erleben wird direkt zu Beginn einen Todesfall: Eine Dame wurde im Hotel ...

In diesem zweiten Band rund um den ehemaligen Kriminalinspektor "Flaco", der nun als Sicherheitschef einer Hotelkette tätig ist, erleben wird direkt zu Beginn einen Todesfall: Eine Dame wurde im Hotel vergiftet! Die Geschichte spielt diesmal nicht auf Gran Canaria, sondern auf der Kanareninsel Fuerteventura. In seiner gewohnt unkonventionellen Art, aber mit messerscharfen Verstand, begibt sich Flaco an die "Ermittlungen", als schon bald weitere Todesfälle nicht auf sich warten lassen.

Wieder einmal habe ich diesen Krimi sehr gerne gelesen. Die etwas eigene Art Flacos mag ich gerne, seine Gedankenspiele, bei denen man als Leser immer direkt mit involviert ist, sowie seine private Geschichte zeigen uns nicht nur einen Ermittler, der auch mal hinter die Kulissen schaut, sondern bringen uns Flaco auch menschlich sehr nah. Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut, bringt Nebengeschichten und somit auch verschiedene Verdächtige ins Spiel, um mich am Ende doch mit einer überraschenden, aber sehr schlüssigen Auflösung zu überzeugen. Auch von Land und Leuten erfährt man so einiges. Einige heftige Szenen zwischendurch, bei denen sich die Ereignisse zu überschlagen scheinen, nimmt man Flaco sofort ab. Bei seinem "Schlussplädoyer", in dem sich die Geschichte insgesamt auflöst, erinnerte er mich ein wenig an Inspector Columbo.

Gerne lese ich demnächst einen weitern Krimi mit Beteiligung Flacos, vielelicht diesmal auf noch einer anderen Insel?

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