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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Wenn zwei Herzen im gleichen Takt schlagen

A Dancer's Kiss (Broken Artists, Band 2)
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In seiner Nähe will sie tanzen. Und genau dieses Gefühl zieht sich wie ein feiner roter Faden durch die gesamte Geschichte – leicht, verletzlich, intensiv.

Nele und Mats sind keine perfekten Menschen. ...

In seiner Nähe will sie tanzen. Und genau dieses Gefühl zieht sich wie ein feiner roter Faden durch die gesamte Geschichte – leicht, verletzlich, intensiv.

Nele und Mats sind keine perfekten Menschen. Sie haben Ecken, Kanten und ihre ganz eigene Vergangenheit. Gerade deshalb wirken sie so nahbar. Was als scheinbar bedeutungsloser One-Night-Stand beginnt, entfaltet sich langsam, behutsam und auf sehr ehrliche Weise zu einer Verbindung, die unter die Haut geht.

Der gemeinsame Trip auf die Schäreninsel ist mehr als nur eine Auszeit – er wird zur Bühne für Neules Wiederentdeckung einer Leidenschaft, die sie längst verloren geglaubt hatte: das Tanzen. Und während sich ihre Schritte langsam wieder dem Rhythmus des Lebens anpassen, kommt auch Mats ihr immer näher. Die Chemie zwischen den beiden stimmt – ohne Kitsch, dafür mit vielen kleinen, leisen Momenten, die genau deshalb so besonders wirken.

Was ich besonders mochte: Die Geschichte bleibt nicht an der Oberfläche. Sie spricht davon, wie schwer es sein kann, sich selbst zu begegnen – und jemandem anderen wirklich zu vertrauen. Als Nele von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, wird die Beziehung der beiden auf eine echte Probe gestellt. Es geht um Schuld, Vergebung und den Mut, weiterzumachen, auch wenn der Weg ungewiss ist.

Die Atmosphäre – das raue, nordische Inselflair, das Tanzen als Ausdruck von Freiheit und Selbstfindung, die wachsende Nähe zwischen zwei Menschen, die eigentlich nichts gesucht haben – all das hat mich sehr berührt.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Zwischen Herzklopfen und Herzstillstand

No Cure for Love
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Selten hat mich ein Roman so emotional gepackt wie dieser. Was als humorvoller Krankenhaus-Alltag mit einer ehrgeizigen jungen Ärztin beginnt, entwickelt sich schnell zu einer berührenden und überraschend ...

Selten hat mich ein Roman so emotional gepackt wie dieser. Was als humorvoller Krankenhaus-Alltag mit einer ehrgeizigen jungen Ärztin beginnt, entwickelt sich schnell zu einer berührenden und überraschend tiefgründigen Geschichte über Selbstzweifel, Verantwortung – und die unerwarteten Wege, die das Leben manchmal nimmt.

Ellen ist keine typische Heldin. Sie ist klug, zielstrebig, manchmal zu stur für ihr eigenes Wohl – und genau deshalb mochte ich sie so sehr. Ihre Pläne sind groß, ihr Anspruch an sich selbst noch größer. Aber als sie in St. Elias landet, wird plötzlich alles anders. Dass sie dabei auf Timo trifft, diesen unfassbar geduldigen, empathischen Kollegen mit „Helfersyndrom“, sorgt nicht nur für Reibung, sondern auch für echte emotionale Tiefe. Ihre Dialoge – mal scharfzüngig, mal verletzlich – haben mich mehrfach laut auflachen, aber auch innehalten lassen.

Was ich besonders geliebt habe, ist, wie authentisch die Autorin Ellens inneren Konflikt schildert. Der Druck, alles richtig zu machen, der Wunsch nach Kontrolle, und dann dieser eine Fehler, der alles infrage stellt – das war so realistisch beschrieben, dass ich richtig mitgelitten habe.

Und ja, natürlich knistert es gewaltig zwischen Ellen und Timo. Aber das Buch verlässt sich nicht allein auf Romantik – es geht um viel mehr: um Verantwortung, um das Überwinden von Stolz, und darum, was es heißt, sich selbst neu zu definieren, wenn der große Lebensplan ins Wanken gerät.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Zwischen Göttern, Klingen und gebrochenen Versprechen

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Als ich Prinzessin der Diebe – Betrayed das erste Mal in den Händen hielt, ließ mich das zarte, pastellige Cover an eine sanfte, vielleicht sogar märchenhafte Romantasy denken. Goldene Akzente, ein schimmerndes ...

Als ich Prinzessin der Diebe – Betrayed das erste Mal in den Händen hielt, ließ mich das zarte, pastellige Cover an eine sanfte, vielleicht sogar märchenhafte Romantasy denken. Goldene Akzente, ein schimmerndes Schwert, Sora mit entschlossenem Blick vor nebelverhülltem Hintergrund – wunderschön, kunstvoll, fast verträumt. Ich erwartete etwas Leichtes, vielleicht ein bisschen bittersüß, ein bisschen Magie, ein bisschen Herzklopfen.

Was ich bekam, war etwas ganz anderes – und genau das machte dieses Buch zu einem der intensivsten Leseerlebnisse meines Jahres.

Soras Geschichte beginnt still – auf der abgelegenen Insel Jeju, wo sie fernab vom Glanz und der Macht ihrer Familie ein einfaches Leben führt. Verstoßen, weil sie als Einzige im Clan der Diebe ohne Magie geboren wurde, hat sie sich mit diesem Schicksal abgefunden. Ein kleines Café, eine kranke Mutter, ein Leben in Grautönen.

Doch dann kommt der Brief.
Und mit ihm ein Sog, der Sora – und mich als Leserin – mitten in eine Welt reißt, die atemberaubend schön, zutiefst verletzend und gefährlich magisch ist.

Thea Hong erschafft ein Korea, das in Nebel gehüllt zwischen Mythos und Moderne schimmert. Wo Götter in Ketten liegen, wo alte Clans über Mana herrschen wie über Blut, und wo Liebe manchmal die grausamste aller Prüfungen ist.

Was mich am meisten überrascht hat, waren die Prüfungen. Zehn Stück – jede ein Test, jede ein Stück Hölle auf Erden. Ich hatte nicht damit gerechnet, wie düster, intensiv und brutal sie sein würden. Diese Kapitel sind nichts für schwache Nerven. Es wird nicht geschönt, nicht ausgeblendet. Schmerz, Angst, Verrat – alles ist da, so greifbar, dass ich stellenweise kaum atmen konnte. Und doch: Nichts davon wirkt selbstzweckhaft. Jede Qual hat Gewicht. Jede Entscheidung formt Sora neu. Ihre Entwicklung ist keine typische „Heldin entdeckt ihre Kräfte“-Wandlung. Es ist eine Metamorphose, die wehtut. Und genau deshalb wirkt sie so echt.

Und dann ist da Ran. Ein gefangener Gott, der keine Menschen versteht – und auch nicht versucht, einer zu sein. Seine Andersartigkeit ist keine romantisierte Exotik, sondern ein echtes Hindernis. Die Chemie zwischen ihm und Sora ist elektrisierend, ja. Aber vor allem ist sie kompliziert, gefährlich, manchmal zerstörerisch. Liebe als Machtspiel, als Hoffnung, als letzter Halt – aber nie kitschig.

Was mich besonders berührt hat: Die stille Wut in diesem Buch. Die Fragen, die nicht laut gestellt werden, aber zwischen den Zeilen brennen. Was bedeutet Familie, wenn sie dich nur liebt, solange du funktionierst? Was ist ein Erbe wert, wenn du dafür deine Seele verkaufen musst? Und was, wenn die größte Kraft nicht Magie, sondern die Fähigkeit ist, sich selbst treu zu bleiben?

Und all das erzählt Thea Hong in einer Sprache, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Poetisch ohne überladen zu sein, voller Atmosphäre, scharfkantig, wenn es nötig ist, und immer mit einer Liebe zum Detail, die spürbar ist. Die beiliegende Playlist (inklusive einem eigens geschriebenen Lied!) war für mich das i-Tüpfelchen – ich habe sie beim Lesen gehört, und plötzlich war ich in Busan, in Soras Gedanken, im Nebel des Clananwesens.

Auch die Gestaltung im Inneren verdient ein eigenes Lob: Die Karte, die Zeichnungen, das stimmige Design – dieses Buch ist nicht nur ein Erlebnis beim Lesen, sondern auch haptisch und optisch ein Schatz.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Bitte einmal verfluchen und dann verlieben, danke

Just for the Summer
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Dieses Buch hat mich sofort mit seiner witzigen Idee gekriegt: Zwei Menschen, die angeblich einen Dating-Fluch haben, tun sich zusammen, um das Schicksal zu überlisten – das klingt erstmal verrückt, aber ...

Dieses Buch hat mich sofort mit seiner witzigen Idee gekriegt: Zwei Menschen, die angeblich einen Dating-Fluch haben, tun sich zusammen, um das Schicksal zu überlisten – das klingt erstmal verrückt, aber irgendwie auch genau nach der Art von Geschichte, die man einfach lesen muss. Und es funktioniert überraschend gut!

Emma und Justin sind beide sympathisch, auf ihre jeweils ganz eigene, manchmal etwas verkorkste Art. Ihre Chats, Dates und Zweifel wirken echt – nichts davon wirkt überzogen oder zu dramatisch (zumindest am Anfang nicht). Ich mochte besonders, wie sich ihre Verbindung ganz langsam aufbaut, ohne dass es sofort zu diesem typischen „Liebe auf den ersten Blick“-Kitsch kommt. Stattdessen fühlt es sich an, als würde man zwei echten Menschen beim Verlieben zusehen.

Was mir besonders im Kopf geblieben ist, ist der Wechsel zwischen Leichtigkeit und Tiefe. Anfangs lacht man mit, am Ende fühlt man mit. Es geht nämlich nicht nur um Romantik, sondern auch um alte Wunden, Angst vor Nähe und darum, wie schwierig es sein kann, sich wirklich auf jemanden einzulassen – gerade wenn man schon oft enttäuscht wurde.

Ein paar Dinge hätten für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein dürfen, besonders zum Schluss hin passiert vieles sehr schnell. Aber das hat meinen Gesamteindruck nicht allzu sehr getrübt.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Winterzauber mit Stolpersteinen

Und plötzlich ist es wunderbar
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Eine Schneekugel-Romanze mit Rissen – genau so fühlt sich Edies Geschichte an. Die Ausgangslage klingt nach dem perfekten Weihnachtsfilm: Edie, bodenständig und mit beiden Füßen in Nottingham, bekommt ...

Eine Schneekugel-Romanze mit Rissen – genau so fühlt sich Edies Geschichte an. Die Ausgangslage klingt nach dem perfekten Weihnachtsfilm: Edie, bodenständig und mit beiden Füßen in Nottingham, bekommt unerwarteten Besuch von ihrem Ex, dem Hollywood-Star Elliot. Funken fliegen wieder, alte Gefühle blühen auf, und es scheint, als könnten sie ihre zweite Chance wirklich nutzen.

Aber natürlich ist es nicht so einfach. Denn während Edie sich nach Nähe und Normalität sehnt, bringt Elliot den ganzen Hollywood-Zirkus mit – inklusive Paparazzi, Schlagzeilen und Druck von allen Seiten. Das Besondere an diesem Roman ist, dass er sich traut, die Schattenseiten einer scheinbar traumhaften Beziehung zu zeigen. Die Geschichte fragt leise, aber eindringlich: Reicht Liebe wirklich aus, wenn das Leben dazwischenfunkt?

Edie ist eine starke, nachvollziehbare Figur – klug, verletzlich und oft zerrissen zwischen Herz und Verstand. Und dann ist da noch Declan, charmant, ehrlich, präsent. Kein klassisches Liebesdreieck, aber ein realistischer Blick auf Nähe und Verlässlichkeit.

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