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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Süßes Buch für kalte Tage

The Penguin Paradox
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Die Geschichte hat eigentlich genau die Erwartungen erfüllt, die ich nach dem Lesen des Klappentextes hatte.

Das Setting fand ich toll. Abgeschottet in der Antarktis ist es perfekt für kalte Lesetage. ...

Die Geschichte hat eigentlich genau die Erwartungen erfüllt, die ich nach dem Lesen des Klappentextes hatte.

Das Setting fand ich toll. Abgeschottet in der Antarktis ist es perfekt für kalte Lesetage. Man konnte sich richtig gut auf die kleine Forschungsstation versetzen. Der Schreibstil lässt sich sehr schnell lesen und ist unterhaltsam.

Das Buch ist sowohl aus Emeries als auch Becketts Perspektive geschrieben. Beckett war von Anfang an ein toller Charakter. Bei Emerie hat es ein bisschen gedauert, bis ich mit ihr warm wurde. Sie war sehr vorurteilsbehaftet, was mit ihrer Vergangenheit zusammenhing, hat aber im Laufe der Geschichte eine gute Entwicklung hingelegt. Auch die Nebencharaktere waren durchweg sympathisch.

Die Handlung ist ansonsten sehr unaufgeregt. Es passiert nicht allzu viel, was ich aber nicht schlimm fand. Es gibt zwar einen kleinen Plotttwist, aber es bleibt alles recht vorhersehbar.

Alles in allem fand ich es eine schöne Liebesgeschichte mit Spice.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2025

Solider Thriller

Love, Mom
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Ich fand es abwechslungsreich, die Geschichte aus Mackenzies Sicht und aus den Tagebüchern ihrer Mutter zu lesen. Da Mackenzie kein besonders inniges Verhältnis zu ihren Eltern hat, erfährt man so mit ...

Ich fand es abwechslungsreich, die Geschichte aus Mackenzies Sicht und aus den Tagebüchern ihrer Mutter zu lesen. Da Mackenzie kein besonders inniges Verhältnis zu ihren Eltern hat, erfährt man so mit ihr gemeinsam viel über die Beziehung und die Vergangenheit ihrer Mutter und ihres Vaters.

Der große Plottwist kommt verhältnismäßig bald in der Geschichte, wodurch dann die Spannung etwas abflacht. Nach diesem erfährt der Leser durch einen Sprung in die Vergangenheit, was sich damals wirklich zugetragen hat. Es wird dann alles nach und nach aufgelöst. Die verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven machen das Buch kurzweilig.

Leider hat mir der Schreibstil bzw. die Übersetzung nicht ganz zugesagt. Ich fand es an manchen Stellen recht holprig und unnatürlich formuliert. Das Wort „boyfriend“ z. B. wurde unübersetzt stehen gelassen und in einer Szene häufig verwendet, obwohl den meisten Leser:innen der Unterschied zwischen einem Freund und meinem bzw. deinem Freund klar sein dürfte.

Für mich war das Buch ein solider Thriller, aber kein Must-read oder Highlight. Er ist nicht schlecht und wenn einen der Klappentext anspricht, kann man ihn schnell durchlesen.

Veröffentlicht am 02.09.2025

Potenzial nicht ganz ausgeschöpft

Reset
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Die Idee des Buches fand ich wirklich gut: Top aktuelle Themen wie KI und Deep Fakes und deren weltweite Auswirkungen.

Ich fand es interessant, mal durchzudenken, mit was für Problemen die Menschheit ...

Die Idee des Buches fand ich wirklich gut: Top aktuelle Themen wie KI und Deep Fakes und deren weltweite Auswirkungen.

Ich fand es interessant, mal durchzudenken, mit was für Problemen die Menschheit in so einer Ausnahmesituation konfrontiert wird und wie eine zuverlässige Kommunikation dann noch funktionieren kann.

Die Umsetzung des Buches konnte mich aber leider nicht abholen. Die Kapitel sind zwar nicht allzu lang, allerdings erzählen sie immer von zwei Personen an einem Ort. Die Paarungen sind nicht immer die gleichen und auch die Orte wechseln munter hin und her, sodass es zum Teil verwirrend ist und man überlegen muss, wer jetzt mit wem wo warum ist. Das lag aber auch einfach an der Personen- und Namensfülle.

Die Charaktere bleiben zum Großteil blass und auch der Einblick in das Leben des Superintendent Valentine O’Brien konnte mich nicht fesseln.

Generell lebt das Buch von mehreren, sehr unwahrscheinlichen Zufällen. Es werden viele Nebenhandlungsstränge eröffnet, die am Ende jedoch teilweise nicht aufgelöst werden. Bei mir sind noch einige Fragen bzw. Logiklücken offengeblieben.

Veröffentlicht am 04.08.2025

Durchschnittlicher Thriller

Die unsichtbare Hand
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Die Idee von Familiengeheimnissen rund um zwei Mordfälle hat mir gleich schon sehr zugesagt. Auch die abwechslungsreichen Kapitel haben mir gefallen: Es wird sowohl von Olivia aus der Gegenwart als auch ...

Die Idee von Familiengeheimnissen rund um zwei Mordfälle hat mir gleich schon sehr zugesagt. Auch die abwechslungsreichen Kapitel haben mir gefallen: Es wird sowohl von Olivia aus der Gegenwart als auch aus den 70ern von dem vermeintlichen Täter Vincent und dem Opfer Poppy erzählt. Gut gelungen fand ich zudem, dass die Autorin subtil immer wieder das Thema Feminismus anspricht.

Mir hat hauptsächlich die Spannung gefehlt, sodass sich das Buch an mancher Stelle in die Länge gezogen hat. Das könnte vielleicht auch daran gelegen haben, dass die Morde vor fast 50 Jahren passiert sind und die Dringlichkeit der Aufklärung eher nicht gegeben war.

Insgesamt muss ich leider sagen, dass das Buch für mich nur durchschnittlich war und auch nicht allzu lang in meiner Erinnerung geblieben ist. Andere Bücher von Julie Clark wie Der Tausch fand ich bedeutend besser und würde ich eher empfehlen.

Veröffentlicht am 02.08.2025

Dunkles, unaufgearbeitetes Kapitel der deutschen Vergangenheit

Der Sommer am Ende der Welt
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Ich hatte vor dem Lesen ein bisschen die Befürchtung, dass eine Liebesgeschichte und so ein ernstes Thema wie Verschickungskinder nicht gut zusammenpassen würden. Aber zum Glück wurde ich positiv überrascht.

An ...

Ich hatte vor dem Lesen ein bisschen die Befürchtung, dass eine Liebesgeschichte und so ein ernstes Thema wie Verschickungskinder nicht gut zusammenpassen würden. Aber zum Glück wurde ich positiv überrascht.

An manchen Stellen war mir die Liebesgeschichte zwar etwas zu kitschig, z. B. wenn die Augenfarbe des Gegenübers als flüssiges Silber beschrieben wurde, aber insgesamt hat sie einen guten Ausgleich zu der ansonsten schweren Kost geschaffen.

Durch die verschiedensten Perspektiven aus der Vergangenheit und Gegenwart ist das Buch abwechslungsreich aufgebaut. Es war teilweise auch richtig spannend zu lesen, wie sich beide Zeitstränge nach und nach miteinander verknüpft haben.

Am interessantesten fand ich die Perspektive aus den 60ern von der sechsjährigen Sabine, die auch zur Kur auf Borkum war. Dadurch hat man durch Kinderaugen vermittelt bekommen, was den Verschickungskindern Schlimmes angetan wurde. Es war einerseits informativ, aber gleichzeitig auch absolut erschreckend: ein dunkles, unaufgearbeitetes Kapitel der deutschen Vergangenheit.

Wer schon einmal auf Borkum war, wird Vieles in den Beschreibungen wiedererkennen. Die Villa Aurelia ist jedoch fiktiv.

Insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich für die Vergangenheit interessiert und nicht durch die integrierte Liebesgeschichte abgeschreckt wird.