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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2023

Spannender Thriller!

Twelve Secrets -
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Der Titel „Twelve Secrets“ hat auf jeden Fall nicht zu viel versprochen. Lügen und Geheimnisse sind hier an der Tagesordnung. Ein paar der Geheimnisse konnte man schon recht schnell erahnen. Die schlussendliche ...

Der Titel „Twelve Secrets“ hat auf jeden Fall nicht zu viel versprochen. Lügen und Geheimnisse sind hier an der Tagesordnung. Ein paar der Geheimnisse konnte man schon recht schnell erahnen. Die schlussendliche Auflösung war aber so verwoben, dass man insgesamt nicht darauf hätte kommen können. An manchen Stellen wirkte die Geschichte allerdings etwas konstruiert.

Da viele verschiedene Personen vorkommen, ist es schnell etwas unübersichtlich geworden. Ein paar fand ich etwas überflüssig, aber da dieses Buch ja erst der Auftakt einer ganzen Thrillerreihe sein soll, werden sie vielleicht in einer anderen Geschichte noch relevant. Jede Person hatte ihr Päckchen zu tragen, was alles entweder direkt oder indirekt mit den Ereignissen in der Vergangenheit verbunden war, und man konnte gut mit ihnen mitfühlen.

Zum Durcheinander hat zudem noch beigetragen, dass Geschehnisse vor über 20 Jahren, vor 10 Jahren und aus der Gegenwart eine Rolle spielten und man immer überlegen musste, wer wann was getan hat oder wusste. Es gab einige Nebenschauplätze, die leider fast ein bisschen untergegangen sind, weil einfach sehr viel passiert ist.

Insgesamt hat mir der Schreibstil und der Spannungsbogen gefallen. Ich fand es gut, dass Ben aus der Ich-Perspektive geschrieben hat und alle anderen Personen durch die Er-/Sie-Perspektive dargestellt wurden. Die Beziehung zwischen Ben und seiner Mutter wurde sehr schön beschrieben und generell war die Perspektive der Familie der Opfer mal was Neues. Ich bin auf jeden Fall auf weitere Teile gespannt.

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Veröffentlicht am 08.12.2023

Norwegische Lovestory mit Schwächen

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Ich bin etwas zwiegespalten, was das Buch angeht. Den Anfang fand ich ganz gut und auch den Schreibstil mochte ich recht gerne, auch wenn er sehr blumig ist. Das Thema Norwegen hat mich abgeholt und durch ...

Ich bin etwas zwiegespalten, was das Buch angeht. Den Anfang fand ich ganz gut und auch den Schreibstil mochte ich recht gerne, auch wenn er sehr blumig ist. Das Thema Norwegen hat mich abgeholt und durch die vielen Naturbeschreibungen konnte man sich da gut reinfinden. Auch die Kernaussage der Geschichte, dass man seinen eigenen Lebensweg finden muss und nicht die Erwartungen anderer erfüllen sollte, war passend gewählt.

Sander mochte ich als Person ganz gerne. Er war von Anfang an aufmerksam, empathisch und verletzlich. Das passte aber irgendwie nicht so gut zu dem „Rich-Kid mit Skandalen“-Image, was er verkörpern sollte, das man aber auch nur durch Erzählungen mitbekommen hat.

Norah hingegen hat mich durch ihre sprunghafte, fast schon launische Art etwas genervt, auch wenn das natürlich mit ihrer Vergangenheit zusammenhängen sollte. Insgesamt war es mir zu viel Hin und Her und die Gefühle und Probleme der Protagonisten haben sich oft wiederholt. Auch die Anziehung zwischen den beiden, die schon seit der ersten Begegnung da war, konnte ich nicht ganz nachvollziehen; irgendwie schien alles sehr auf Oberflächlichkeiten zu beruhen.

Was das Skandal-Video angeht, hätte ich mir eine bessere Einordnung zum Thema des Videos gewünscht. Es wurde fast schon normalisiert und nicht wirklich kritisch hinterfragt. Vor allem in Hinblick darauf, was am Ende noch aufgedeckt wurde, hat mir da eine Kritisierung des Verhaltes gefehlt.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

Unterhaltsamer Krimi aus interessanter Perspektive

Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen (Die mörderischen Cunninghams 1)
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Die Hauptperson Ernest Cunningham ist selbst Autor, und zwar für Bücher übers Bücherschreiben. Genauer gesagt hat er sich darauf spezialisiert, wie man Krimis schreibt. Das macht den Schreibstil sehr besonders. ...

Die Hauptperson Ernest Cunningham ist selbst Autor, und zwar für Bücher übers Bücherschreiben. Genauer gesagt hat er sich darauf spezialisiert, wie man Krimis schreibt. Das macht den Schreibstil sehr besonders. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Ernest geschrieben und der Leser wird direkt persönlich angesprochen.

Zunächst beginnt das Buch mit den „10 Regeln eines Detektivromans“ von Ronald Knox. Im Laufe der Geschichte bezieht sich Ernest immer wieder darauf und hält sich in seiner Erzählung daran. Er spoilert aber direkt am Anfang, auf welchen Seiten von Leichen erzählt wird und auch mittendrin sind vereinzelt Spoiler auf Zukünftiges zu finden. Das hat mich persönlich nicht gestört, die Seitenzahlen konnte man gut überlesen und auch der Rest war nichts, was zu viel verraten oder vorweggenommen hätte.

Nacheinander werden im Laufe des gesamten Buches die einzelnen Familienmitglieder - mal mehr, mal weniger – beleuchtet. Dabei erfährt man dann auch, wer wen auf dem Gewissen hat und die damit zusammenhängenden Umständen.

Einziger kleiner Kritikpunkt: an manchen Stellen wirkt die ganze Geschichte schon etwas sehr konstruiert und weit hergeholt. Man muss gut mitdenken, um den Faden nicht zu verlieren.

Trotzdem fand ich das Buch flüssig zu lesen und unterhaltsam. Die Auflösung am Ende, als alle Puzzlestückchen zusammengefügt wurden, hat mir gut gefallen und war nicht komplett erwartbar.

Das Buch ist wohl nichts für diejenigen, die einen ernsten, spannungsgeladenen Krimi erwarten, sondern für die Leser, die eine unterhaltsam geschriebene Mordermittlung zum Miträtseln und -denken wollen.

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Veröffentlicht am 26.10.2023

Mehr Lebensgeschichte, weniger Krimi

Florence Butterfield und die Nachtschwalbe
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Mich hat zunächst die Perspektive der Geschichte angesprochen, die ich mal als etwas Neues empfunden habe. Es geht um die 87-jährige Florrie, die aufgrund eines amputierten Beines zwar körperlich nicht ...

Mich hat zunächst die Perspektive der Geschichte angesprochen, die ich mal als etwas Neues empfunden habe. Es geht um die 87-jährige Florrie, die aufgrund eines amputierten Beines zwar körperlich nicht mehr vollständig agil, dafür geistig noch sehr fit ist. Sie lebt deshalb im betreuten Wohnen/Altersheim. Das ist auch der Schauplatz der ganzen Geschichte.

Insgesamt war mir die Geschichte allerdings etwas zu langatmig und für meinen Geschmack hätten 100 Seiten weniger gereicht. Ich hätte aufgrund des Klappentextes mehr Krimi und Ermittlungen erwartet als es letztendlich war. Das Buch besteht hauptsächlich aus Rückblicken zu Florries Vergangenheit, bei denen die Themen Familie, Liebe, Schicksalsschläge und Beziehungen eine Rolle spielen. Ich fand sie relevant, um ihre Persönlichkeit besser verstehen zu können, aber an manchen Stellen zu viel und zu lang.

Natürlich gab es auch etwas Spannung; diese baut sich aber recht langsam auf, weil die Ermittlungen immer wieder durch Geschichten der Vergangenheit unterbrochen werden.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall außergewöhnlich, fast schon an manchen Stellen etwas poetisch. Florrie scheint sehr naturverbunden zu sein, was sich in den Umgebungsbeschreibungen widergespiegelt hat. Ich konnte mich dadurch sehr gut in die englische Umgebung hineindenken. Insgesamt tauchen aber sehr viele Personen und Namen auf, sodass ich teilweise etwas den Überblick verloren hatte.

Trotzdem war ich froh, das Buch bis zum Ende gelesen zu haben, da mir die letzten ca. 100 Seiten mit der Hinführung zur Auflösung und diese selbst am besten gefallen haben. Die Auflösung war so nicht von Anfang an vorhersehbar, wenn auch das Ende in gewissen Teilen erwartbar war.

Wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung ans Lesen geht und sich keinen ultraspannenden Krimi erhofft, sondern eher gemütliche Atmosphäre, ein bisschen Ermittlungen und Memoiren eines aufregenden Lebens mag, dürfte man hier richtig sein.




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Veröffentlicht am 23.10.2023

Information und Wissen unterhaltsam verpackt

Die Superkräfte der Vögel
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Dass es sich hier nicht um ein klassisches Sach- oder Bestimmungsbuch handelt, wird schon durch das knallige, auffällige Cover klar.
Der Schreibstil ist recht locker und flüssig zu lesen. Nicht nur wissenschaftliche ...

Dass es sich hier nicht um ein klassisches Sach- oder Bestimmungsbuch handelt, wird schon durch das knallige, auffällige Cover klar.
Der Schreibstil ist recht locker und flüssig zu lesen. Nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse werden behandelt, sondern auch persönliche Beobachtungen der Autorin finden ihren Platz. Wissen und Informationen wurden so unterhaltsam verpackt, dass das Lesen und Lernen Spaß gemacht hat.

Die Gestaltung des Buchinneren ist sehr abwechslungsreich. Zwischen den Texten finden sich thematisch passende farbige Fotos sowie schöne, bunte Illustrationen. Auch die Autorin selbst wurde dabei zeichnerisch umgesetzt. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Fun Facts und Highlights, die sich vom Rest des Textes absetzen.

Man merkt, dass die Autorin sehr viel Liebe hineingesteckt hat und ihr das Thema Vögel wirklich am Herzen liegt. Sie hat es geschafft, mich mit ihrer Begeisterung anzustecken und anzuregen, sich mehr mit seiner Umwelt auseinander zu setzen. Das, was wir oft als selbstverständlich erachten, ist näher betrachtet absolut faszinierend und es wert, dass wir uns damit ausführlicher beschäftigen.

Ein großer Pluspunkt ist außerdem, dass der Fokus auf bei uns einheimischen Vögeln liegt. So hat man die Anschauungsobjekte direkt vor der Nase.

Auch wenn man schon Einiges über Vögel weiß, kann wahrscheinlich jeder mit diesem Buch noch etwas lernen. Es ist für Ornithologie-Einsteiger ebenfalls bestens geeignet, Vorwissen überhaupt nicht nötig.
Es sollte aber jedem bewusst sein, dass es sich hierbei nicht um eine wissenschaftliche Arbeit mit Quellenangaben oder ein klassisches Sachbuch handelt.

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