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Veröffentlicht am 03.04.2020

Zu viel des Guten, oder soll man eher sagen des Bösen?

Das Paket
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Beginnen wir mit der Anfangssituation.
Die junge Psychiaterin Emma Stein wird in ihrem Hotelzimmer vergewaltig.
Sie ist somit das dritte Opfer des sogenannten "Friseurs", der den misshandelten Frauen den ...

Beginnen wir mit der Anfangssituation.
Die junge Psychiaterin Emma Stein wird in ihrem Hotelzimmer vergewaltig.
Sie ist somit das dritte Opfer des sogenannten "Friseurs", der den misshandelten Frauen den Kopf rasiert, bevor er sie tötet.
Emma hat als Einzige überlebt, allerdings wird sie seitdem von starken Wahnvorstellungen verfolgt.
Eines Tages soll sie das Paket für einen ihr unbekannten Nachbarn annehmen, womit das Grauen direkt in ihr Haus einzieht.

Die Geschichte verbindet mehrere Handlungsstränge miteinander und beinhaltet drei Zeitsprünge.
Diese zeitlichen Unterschiede wurden gut umgesetzt, allerdings hatte ich mit der Handlung an sich meine Schwierigkeiten.
Besonders ein Handlungsstrang, der beinahe die Hälfte des Buches eingenommen hat, war im Nachhinein betrachtet nicht wirklich für die Story förderlich.
Generell wirkte für mich der Plot zu sehr gewollt und verlor dadurch an Authentizität.
Durch diese zwanghaft herbeigeführten Ereignisse wurde ich stellenweise beinahe "erschlagen".
Leider konnten auch die Charaktere die Story für mich nicht wirklich retten.
Emma, die Protagonistin, die einige einschneidende Erlebnisse hinter sich hat, wird im Verlauf der Geschichte immer rücksichtsloser und unberechenbarer, wodurch sie bei mir kaum Sympathie sammeln konnte. Auch jegliche Nebencharaktere, angefangen vom Ehemann bis hin zur besten Freundin, wirkten auf mich sehr kalt und unnahbar. Dadurch fehlten mir die Emotionen und ich konnte nicht wirklich mitleiden.
Der Schreibstil war in meinen Augen im Vergleich zu anderen Thrillern von Fitzek ungewohnt ausschweifend, wodurch das Ganze etwas langatmig wurde.
Zu guter Letzt fand ich die Aufklärung solide, jedoch hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Vielleicht aber lag das daran, dass zuvor so viel passiert war und daher das Ende dagegen beinahe unscheinbar wirkte.

Das Buch konnte zwar bei mir nicht mit der ganzen Handlung und auch nicht mit den Charakteren punkten, allerdings gab es trotzdem einige interessante und vor allem spannende Stellen. Langweilig wurde mir aufgrund der vielen Action nicht.

Fazit: Die Story war leider zu viel des Guten (oder in diesem Fall des Bösen) und konnte mich daher nicht völlig überzeugen. Ein durchschnittlicher Psychothriller, allerdings nicht das beste Buch von Fitzek.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2020

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Paper Princess
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Beginnen wir mit der Anfangssituation.
Die 17-jährige Ella Harper schlägt sich seit dem Tod ihrer Mutter alleine durch, unter anderem arbeitet sie als Stripperin.
Eines Tages steht der Multimillionär Callum ...

Beginnen wir mit der Anfangssituation.
Die 17-jährige Ella Harper schlägt sich seit dem Tod ihrer Mutter alleine durch, unter anderem arbeitet sie als Stripperin.
Eines Tages steht der Multimillionär Callum Royal vor ihr und gibt sich als ihr Vormund aus.
Er nimmt sie mit in seine Villa, in eine Welt voller Luxus. Das könnte Ella eigentlich genießen, wenn nicht Callums 5 Söhne ihr das Leben schwer machen würden. Vor allem Reed, auf den Ella ein Auge geworfen hat.

Der Anfang war mir zu unrealistisch und ich bin überhaupt kein Fan von Geschichten à la armes Mädchen wird von reichem Mann gerettet.
Das wusste ich allerdings schon vom Klappentext und habe mich trotzdem darauf eingelassen, selbst schuld.
So weit so gut, wenn da nicht noch die 5 jungen Royal-Söhne und weitere verwöhnte Charaktere wären, deren Verhalten echt das Letzte war.
Zudem fanden die meisten Dialoge unter der Gürtellinie statt und passten somit zum derben Schreibstil, mit dem ich nicht zurecht kam.
Allerdings habe ich auch positive Punkte gefunden.
Da wäre zum Beispiel Ella, die mir mit ihrer Schlagfertigkeit einige Schmunzler entlocken konnte.
Auch der Schreibstil, mal abgesehen von den derben Formulierungen, war flüssig und hat mir somit das Lesen erleichtert.

Fazit: Das Buch mag seinen Reiz haben, wenn man über oberflächliche, arrogante Charaktere hinwegsehen und sich auf die gebotenen Intrigen/Geheimnisse voll und ganz einlassen kann. Ich persönlich konnte damit leider nicht viel angefangen und werde die Reihe daher nicht weiterverfolgen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2020

Spannende und prickelnde Fortsetzung

Wild Souls - Mit dir für immer
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"Wild Souls" schließt direkt an die Geschehnisse aus "Wild Hearts" an.
Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen und die bereits im ersten Band aufgebaute Spannung hat mich sofort eingenommen.

In diesem ...

"Wild Souls" schließt direkt an die Geschehnisse aus "Wild Hearts" an.
Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen und die bereits im ersten Band aufgebaute Spannung hat mich sofort eingenommen.

In diesem Teil begleiten wir wieder Sawyer und Finn, die gemeinsam eine Verschwörung durchleben und am Ende ihre Familie retten müssen.
Der Weg der beiden steckt voller Überraschungen und Intrigen, die mich meist total gepackt haben, auch wenn sie an manchen Stellen leicht überzogen und unglaubwürdig gestaltet wurden.
Leider jagt häufig ein Erlebnis das nächste, so dass einige Zeitsprünge entstehen, wodurch die Geschichte etwas schnelllebig wirkt und einige Fragen unbeantwortet bleiben.

Trotzdem konnte ich stellenweise eine Entwicklung der beiden Protagonistin beobachten. Stellenweise deshalb, da Sawyer leider noch immer etwas naiv scheint und Finn seine Dominanz nicht vollständig ablegen konnte.
Die Nebencharaktere haben mir allerdings, wie bereits im ersten Teil, gut gefallen und mir hat der Familienzusammenhalt sehr zugesagt.


Fazit: "Wild Souls" ist eine spannende und prickelnde Fortsetzung der Outskirts-Dilogie. Die Geschichte bereitet, wenn man an manchen Stellen ein Auge zudrückt, aufregende Lesestunden.

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Veröffentlicht am 22.02.2020

Spannung und Liebe - was will man mehr?

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Beginnen wir mit der Anfangssituation.
Sawyer Dixon flüchtet nach dem Tod ihrer Mutter vor ihrem gewalttätigen Vater.
Alles was ihr bleibt, ist ein alter Wohnwagen und ein Stück Land im Nirgendwo.
Dort ...

Beginnen wir mit der Anfangssituation.
Sawyer Dixon flüchtet nach dem Tod ihrer Mutter vor ihrem gewalttätigen Vater.
Alles was ihr bleibt, ist ein alter Wohnwagen und ein Stück Land im Nirgendwo.
Dort möchte sie einen Neuanfang wagen, allerdings hat sie nicht mit ihrem Nachbarn Finn gerechnet, ein Einzelgänger, der wenig davon begeistert ist, dass Sawyer nun in seiner Nähe wohnt. Doch bald werden in beiden Gefühlen geweckt, die alles verändern.

Klingt wieder einmal nach einem klassischen New-Adult-Roman und das war es auch, aber mich konnte die Geschichte trotzdem total packen.
Das liegt vor allem daran, dass man nie vorhersagen konnte, was als Nächstes passiert und auch mit dem Ende (ein Cliffhanger) habe ich wirklich nicht gerechnet.

Mit den Charakteren Sawyer und Finn wurde ich jedoch nicht ganz warm.
Keine Frage, Sawyer ist eine mutige, selbstbewusste, junge Frau, die ohne zu zögern, sich in ein Abenteuer stürzt und ihre Vergangenheit hinter sich lässt, dennoch war sie mir oft etwas zu gutgläubig und an manchen Stellen fehlte ihr etwas an Tiefe.
Finn konnte ich am Anfang aufgrund seiner Dominanz nicht wirklich leiden, aber auf ihn trifft auf jeden Fall "harte Schale, weicher Kern" zu.
Die Nebencharaktere haben zum Glück der Geschichte etwas Leben eingehaucht und mich zum Schmunzeln gebracht.

Einen winzigen Kritikpunkt habe ich allerdings noch. Nämlich haben mir die Vergangenheiten von Sawyer und Finn, beziehungsweise der Umgang damit, nicht so gut gefallen. Meiner Meinung nach sind hier etwas die Emotionen untergegangen und mir kam es so vor, als bräuchte man einfach noch dunkle Geheimnisse, um einerseits Finns Verhalten zu erklären, andererseits um die Spannung aufrechtzuerhalten.

Fazit: An manchen Stellen hat das Buch seine Schwächen, aber es beinhaltet für mich alles, was ein guter, durchschnittlicher New-Adult-Roman benötigt.
Besonders gefallen hat mir der Spannungsbogen und der Cliffhanger.

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  • Erzählstil
  • Handlung
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