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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2020

Von Pflanzen verschlungen

Bloom
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naya, Petra und Seth führen ein relativ beschauliches Leben als Teenager. Nach starken Regenfällen ändert sich ihr Leben jedoch schlagartig. Überall auf der ganzen Welt beginnt schwarzes Gras zu wachsen, ...

naya, Petra und Seth führen ein relativ beschauliches Leben als Teenager. Nach starken Regenfällen ändert sich ihr Leben jedoch schlagartig. Überall auf der ganzen Welt beginnt schwarzes Gras zu wachsen, das schließlich auch Menschen tödlich angreift. Während die Welt im Chaos versinkt, entdecken die drei Freunde ungeahnte Kräfte, mit denen sie als Einzige die Welt retten können...

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Anaya, Petra und Seth erzählt. Da der Fokus der Erzählung vor allem auf die ungewöhnlichen Geschehnisse gerichtet ist, blieben für mich die Charaktere eher oberflächlich. Mir fehlte die Verbindung zu ihnen, wodurch ich nicht mit ihnen persönlich mitleiden konnte.
Die Gesamtsituation konnte mich jedoch mitreißen und das Buch entwickelte sich daher zu einem Pageturner.
Kenneth Oppel schreibt flüssig, gut verständlich, aber vor allem rasant mit einem gut aufgebauten Spannungsbogen.
Deshalb konnte ich auch über die Entwicklung der Grundidee hinwegsehen, die mir leider nicht gefallen hat. Es wurde mir zum Ende hin leider zu absurd, weshalb ich den zweiten Teil nicht mehr mitverfolgen werden.

Fazit: "Bloom" bietet eine interessante Grundidee, die durch einen rasanten Erzählstil richtig an Fahrt aufnimmt. Leider konnte mich die Entwicklung des Buches zum Ende hin nicht überzeugen. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und würde daher das Buch jüngeren Leser, die Lust auf Spannung und etwas Grusel haben, empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2020

Hörst du das Flüstern?

Das Flüstern der Magie
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Die 19-Jährige Fallon kann das Flüstern von magischen Gegenständen hören und betreut daher ein Archiv, um die Magie zu schützen. Eines Tages trifft sie auf den mysteriösen Reed, mit dem sie etwas zu verbinden ...

Die 19-Jährige Fallon kann das Flüstern von magischen Gegenständen hören und betreut daher ein Archiv, um die Magie zu schützen. Eines Tages trifft sie auf den mysteriösen Reed, mit dem sie etwas zu verbinden scheint. Doch Reed hintergeht sie und entwendet einen magischen Gegenstand, der das Leben von Fallon und den Bewohnern Edingburghs in große Gefahr bringt...

Das Romantasy-Abenteuer wird aus der Sicht der jungen Archivarin Fallon erzählt. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in ihr Leben und ihre Aufgaben als Archivarin. Meiner Meinung nach wurde sie der verantwortungsvollen Tätigkeit nicht immer gerecht, da sie oft leichtsinnig und naiv gehandelt hat, wodurch ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte. Besonders die Liebesbeziehung zu Reed entwickelt sich rasant und sie vertraut ihm ziemlich schnell blind, obwohl er sie eigentlich hintergangen hat. Im Grunde bin ich froh, dass die Liebesgeschichte ohne Drama ausgekommen ist, trotzdem war sie für mich nicht immer greifbar. Reed scheint am Anfang geheimnisvoll und sein Verhalten soll an einen "Bad Boy" erinnern, doch man merkt schnell, dass dem nicht so ist, wodurch er im Laufe der Geschichte leider etwas uninteressant wird.

Obwohl mich die Protagonisten nicht völlig packen konnten, habe ich mit ihnen mitgefiebert. Trotz eher flachen Spannungsbogen entwickelt die Geschichte einen wahren Sog. Dies ist sicherlich auf den lebendigen und flüssigen Schreibstil Laura Kneidls zurückzuführen, die mit genügend Leidenschaft und Humor durch die Geschichte führt.

Fazit: "Das Flüstern der Magie" überzeugt durch seine Grundidee und den grandiosen Schreibstil. Besonders die Verbindung einer New-Adult-Handlung mit etwas Fantasy konnte mich überzeugen und macht Lust auf mehr. Daher würde ich das Buch allen empfehlen, die gerne New-Adult lesen und sich an Fantasy probieren wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2020

Wenn ein Funken alles entfacht...

Lovely Mistake
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Molly möchte in einer schweren Zeit für ihre Mutter da sein. Deshalb nimmt sie sich vor, ein halbes Jahr keinen Mann zu berühren. Ausgerechnet Troy kommt ihr dabei viel zu nahe und scheint einen Funken ...

Molly möchte in einer schweren Zeit für ihre Mutter da sein. Deshalb nimmt sie sich vor, ein halbes Jahr keinen Mann zu berühren. Ausgerechnet Troy kommt ihr dabei viel zu nahe und scheint einen Funken in ihr zu entfachen. Kann Molly ihren Vorsatz und vor allem ihr Herz schützen?

Die Geschichte wird abwechselnd aus Mollys und Troys Sicht erzählt, wodurch das Innenleben der beiden mitsamt ihren Gefühlen greifbarer wird.
Molly habe ich aufgrund ihrer direkten, beherzten Art sofort lieb gewonnen.
Auch Troy konnte mich mit seiner einfühlsamen und liebevollen Seite von sich überzeugen.
Das Knistern zwischen die beiden war vom ersten Moment an spürbar und einige berührende Szenen haben ihrer Beziehung eine besondere Tiefe verliehen.
Sarah Stankewitz schafft mit ihrem gefühlvollen Schreibstil eine Achterbahn der Emotionen.
Man lacht, weint und leidet mit den Protagonisten mit. Über die ein oder andere überzogene Szene, die meiner Meinung nach leicht von Kitsch trieft, konnte ich gut hinwegsehen und mich völlig in die Geschichte fallen lassen. Obwohl die Handlung von einer traurigen Thematik durchzogen, gelingt der Autorin eine erfrischende Balance zwischen Tiefgang und Leichtigkeit.
Sarah Stankewitz hat mit dem zweiten Teil der Bedford-Reihe für mich erneut bewiesen, dass sie wundervolle emotionale Geschichte schreiben kann, die einen mitnehmen und beflügeln.

Fazit: Trotz kleiner Schwächen konnte mich "Lovely Mistake" von sich überzeugen. Die Balance zwischen Tiefgang und Leichtigkeit ist der Autorin gelungen und nimmt einen auf eine emotionale Achterbahn mit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2020

Loslassen fällt oft schwer

Forever Free - San Teresa University
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Raelyn Miller möchte weit weg von Zuhause ihr Studium in Kalifornien beginnen.
Für die schüchterne Raelyn eine ziemlich große Herausforderung, da ihr altes Leben sie noch immer im Griff zu haben scheint. ...

Raelyn Miller möchte weit weg von Zuhause ihr Studium in Kalifornien beginnen.
Für die schüchterne Raelyn eine ziemlich große Herausforderung, da ihr altes Leben sie noch immer im Griff zu haben scheint. Zum Glück trifft sie bald auf Freunde und auf Hunter, der sie Stück für Stück aus ihrer Komfortzone lockt...

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Raelyn und Hunter geschrieben, wobei Raelyns Sichtweise überwiegt. Besonders zu Beginn der Geschichte bekommt man nur Einblicke in Raelyns Einleben in der neuen Stadt und in ihrem Studium.
Dank des flüssigen, locker-leichten Schreibstils von Kara Atkin kommt man auch gut durch den etwas zähen ersten Teil.
Das eher späte Kennenlernen zwischen Raelyn und Hunter fällt dadurch auch kaum auf. Danach folgen einige wirklich süße Szenen, in denen man die beiden ins Herz schließt.
Allen voran die unsichere, schüchterne Raelyn, die langsam auftaut und beginnt für sich selbst einzustehen. Unterstützt wird sie von Hunter, der mit seiner lockeren, lässigen Art, den passenden Gegenpart bildet. Hier zeigen sich aber bald auch Abgründe auf, allerdings erfährt man die Geheimnisse erst sehr spät. Dadurch steigt zwar die Spannung, jedoch wurde die doch sehr wichtige Thematik für mein Empfinden zu schnell abgehandelt. Nichtsdestotrotz hat dieser Punkt der Geschichte etwas Besonderes verliehen und ich würde mir wünschen, dass man über diese Thematik noch öfters lesen wird.

Fazit: "Forever Free" überzeugt durch seinen locker-leichten Schreibstil, der Sommergefühle verspüren lässt. Hinzu kommen liebevoll ausgearbeitete Charaktere mit ihren Ecken und Kanten und eine Handlung, die noch etwas Potential gehabt hätte. Dadurch steigt die Vorfreude auf die beiden weiteren Teile der Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2020

Dunkle Abgründe in Island

DUNKEL
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Beginnen wir mit der Anfangssituation.
Die Kommissarin Hulda Hermannsdottir soll ihren Ruhestand antreten und somit ihren Platz für einen jüngeren Ermittler freimachen. Zum Abschied darf sie sich allerdings ...

Beginnen wir mit der Anfangssituation.
Die Kommissarin Hulda Hermannsdottir soll ihren Ruhestand antreten und somit ihren Platz für einen jüngeren Ermittler freimachen. Zum Abschied darf sie sich allerdings noch einen Cold-Case-Fall aussuchen und entscheidet sich für den Tod einer Asylbewerberin, die vor einem Jahr in einer Bucht ertrunken sein soll. Selbstmord oder ein Unfall? Für Hulda definitiv Mord und so kommt sie in ihren letzten Tagen als Ermittlerin den dunklen Abgründen Islands immer näher, bis sie sich selbst in großer Gefahr befindet...

Die Geschichte wird in 3 Teile unterteilt, wobei es sich um die Anzahl der Ermittlungstage handelt. Man begleitet hierbei die Kommissarin Hulda und erhält Einblicke in ihre Gedankenwelt, die sich besonders um ihren bevorstehenden Ruhestand dreht. Dabei erfährt man allerdings auch Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit, die zusätzlich Spannung erzeugen.
Anfänglich wirkte Hulda auf mich wie eine sympathische Frau, die nebenbei noch als kompetente Ermittlerin gilt. Dieses Bild hat sich leider im Laufe der Geschichte in meinen Augen negativ entwickelt. Hulda erschien mir zunehmend unüberlegt und rücksichtslos, womit sie nicht nur die Ermittlungsarbeit ihrer Kollegen, sondern auch sich selbst gefährdet hat.
Daher habe ich mich immer mehr von der Protagonistin entfernt, worunter mein gesamtes Leseerlebnis zum Glück nicht gelitten hat.
Das Erzähltempo des Thrillers wird eher ruhig gehalten, entwickelt aber dank des flüssigen Schreibstils einen regelrechten Sog.
Der Autor versteht es, eine besondere Atmosphäre zu erschaffen, die langsam ihre Abgründe zum Vorschein bringt.
Das Ende konnte im Gegensatz zum Rest der Geschichte seine Außergewöhnlichkeit hervorheben und hält somit das, was ich mir von Anfang an von diesem Thriller versprochen habe. Dadurch entsteht eine interessante Ausgangssituation für die nachfolgenden Teile der Reihe, die meiner Meinung nach einen Leserblick wert sind.

Fazit: "Dunkel" konnte mich nicht vollständig überzeugen, schafft allerdings trotz meiner Kritikpunkte eine besondere Leseatmosphäre, deren Sog ich mich nicht entziehen konnte. Das Ende macht neugierig auf die nachfolgenden Reihenteile.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere