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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2020

Enttäuschend

Wolves – Die Jagd beginnt
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Als William Fawkes, genannt Wolf, hört, dass sich sein ehemaliger Mentor umgebracht haben soll, wagt er sich aus der Deckung. Ihm ist klar, dass Finley sich niemals selbst getötet hätte und dass es sich ...

Als William Fawkes, genannt Wolf, hört, dass sich sein ehemaliger Mentor umgebracht haben soll, wagt er sich aus der Deckung. Ihm ist klar, dass Finley sich niemals selbst getötet hätte und dass es sich um Mord handeln muss. Er wird im Haus von Finley jedoch verhaftet, ringt dann aber den ehemaligen Kollegen einen Deal ab, da er sie von seiner Mordtheorie überzeugen kann. Er darf in dem Fall ermitteln, bevor er ins Gefängnis kommt.

Ich hatte die ersten beiden Bände des Autors mit Begeisterung gelesen und auch hier wieder auf atemlose Spannung gehofft. Leider wurde ich enttäuscht. Der Einstieg fiel nicht so leicht, da der Autor anscheinend davon ausgeht, dass einem Namen und Geschehnisse der Vorgängerbände noch deutlich im Gedächtnis sind und zu wenig noch mal kurz auffrischt. Wer mit wem und warum
hatte ich leider vergessen und daher einige Fragezeichen im Kopf. Auch die Handlung zog sich unaufgeregt dahin, ganz anders als bei Band 1 und 2, wo man ja kaum Luft holen konnte zwischendurch. Die gewollt witzigen Dialoge fand ich eher nervig als witzig. Irritierend auch die diversen Zeitsprünge (1979, 2010, 2015, 2016), wenn man denn nicht jedes Mal die Datumsangabe über dem Kapitel liest... Erst im letzten Drittel wird es etwas interessanter, aber insgesamt wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Daher maximal drei Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2020

nicht sonderlich spannend

Diabolic – Fatales Vergehen
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In der Vorgeschichte wollen die Teenager Shiloh, Kat und Ruth aus Prairie Creek in Wyoming einfach nur mal etwas Aufregendes erleben und treffen sich eines nachts, um nackt baden zu gehen. Aufregend ist ...

In der Vorgeschichte wollen die Teenager Shiloh, Kat und Ruth aus Prairie Creek in Wyoming einfach nur mal etwas Aufregendes erleben und treffen sich eines nachts, um nackt baden zu gehen. Aufregend ist das Vorhaben vor allem deshalb, weil kurz vorher in Prairie Creek drei Mädchen verschwunden sind und nicht aufgefunden wurden. Der Ausflug entpuppt sich aber als Albtraum, der vor allem das Leben von der schüchternen Pfarrerstochter Ruthie für immer verändert.
15 Jahre später kommen die Frauen in Prairie Creek wieder zusammen. Und prompt verschwindet ein junges Mädchen. Zudem erhalten die drei ein Foto von damals an der Badestelle. Ihr Peiniger ist noch da draussen...

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt mit jeweils einer der drei Frauen als Protagonistin. Der Anfang war sehr spannend, aber danach konnte mich das Buch nicht so recht packen. Es gab mir hier zu viele Sexszenen und Liebesbeziehungen, die ich als Füllmaterial empfand. Dazu klischeehafte Beschreibungen der Männer und Namen wie Beau, Blaire... Ich habe oft innerlich mit den Augen gerollt. So fand ich das Buch leider nur mäßig spannend und vergebe 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2019

Zu konstruiert, wenig glaubhaft

Rapunzel, mein
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Vor 20 Jahren verschwand Rabeas kleine Schwester. Nur eine abgetrennte Hand von ihr wurde gefunden, ansonsten ist Maries Schicksal ungeklärt. Rabea ist inzwischen Profilerin beim LKA Rheinland-Pfalz, als ...

Vor 20 Jahren verschwand Rabeas kleine Schwester. Nur eine abgetrennte Hand von ihr wurde gefunden, ansonsten ist Maries Schicksal ungeklärt. Rabea ist inzwischen Profilerin beim LKA Rheinland-Pfalz, als in Essen im Grillo-Theater in der Kulisse für eine Märchenaufführung eine Tote Frau gefunden wird. Anscheinend mit ihren eigenen Haaren erdrosselt. Was Rabeas Aufmerksamkeit weckt ist, dass der Frau beide Hände abgetrennt wurde. Kann das ihre Schwester sein? Rabea muss unbedingt die Leiche sehen. Vor Ort stößt sie allerdings auf Schwierigkeiten. Da sie aus Rheinland-Pfalz kommt, ist sie in Essen nicht zuständig. Die Leiche ist glücklicherweise nicht ihre Schwester. Doch es muss einen Zusammenhang geben. Rabea ermittelt auf eigene Faust.

Mir hat das Buch leider nicht so gut gefallen. Rabeas Verhalten konnte ich nur bedingt verstehen, mit beiden Ermittlern wurde ich einfach nicht warm. Die Handlung fand ich auch nicht sehr gelungen.Der Schreibstil liest sich zwar flüssig und gut, aber ich habe das Buch oft weggelegt, obwohl der Autor versucht hat, vielleicht zu viel versucht hat, Spannung aufzubauen. Ich fand manches einfach nur völlig übertrieben, habe oft innerlich den Kopf geschüttelt oder mit den Augen gerollt und war letztlich froh, das Buch beendet zu haben. Ich hatte nach dem Anfang einfach mehr erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2019

atmosphärischer Krimi um die Austernzucht

Winteraustern
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Luc Verlain hat eine Kollegen von der Wasserschutzpolizei gebeten, ihn und seinen krebskranken Vater morgens mitzunehmen, damit er noch einmal einen Sonnenaufgang über den Austernbänken sehen kann. Unterwegs ...

Luc Verlain hat eine Kollegen von der Wasserschutzpolizei gebeten, ihn und seinen krebskranken Vater morgens mitzunehmen, damit er noch einmal einen Sonnenaufgang über den Austernbänken sehen kann. Unterwegs erhält die Kommissarin einen Anruf, da ein Hilferuf eingegangen ist. Ein Austernfischer wurde niedergeschlagen und liegt kurz vor dem Ertrinken auf einer Sandbank. Man kann ihn retten, aber wenig später entdeckt Lucs Vater in der Ferne noch etwas Schlimmeres: Zwei tote junge Männer, wie zur Hinrichtung an zwei Pfähle gebunden. Beide wurden ebenfalls niedergeschlagen. Hat das was mit den Austerndiebstählen zu tun?

Ich fand das Buch wieder ganz unterhaltsam. Das letzte konnte mich leider nicht begeistern. Aber hier war die Aufklärung des Falls wieder spannend und nicht gleich vorhersehbar. Dazu lernt man viel über die Austernzucht. Ich wußte nicht, wie mühsam das ist. Der Autor scheint mir ein Feinschmecker und Weinkenner zu sein, es geht auch hier viel um den Genuss von Austern und Wein. Dazu die Kulisse: sehr französisch. Es wird sicher noch weitere Bücher der Reihe geben, wie der Schluss vermuten lässt. Das nächste ist hoffentlich genauso gut

Veröffentlicht am 14.11.2019

Atmosphärischer Krimi aus Spanien

Das Ritual des Wassers
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Die Handlung des Buches schließt an die des Vorgängerbandes an, jedoch kann man es auch lesen, ohne den ersten Band um Inspector Unai de Ayala gelesen zu haben. Im ersten Band erlitt er am Ende einen Kopfschuss, ...

Die Handlung des Buches schließt an die des Vorgängerbandes an, jedoch kann man es auch lesen, ohne den ersten Band um Inspector Unai de Ayala gelesen zu haben. Im ersten Band erlitt er am Ende einen Kopfschuss, den er erstaunlicherweise überlebte. Nur kann er immer noch nicht sprechen und ist krankgeschrieben. Seine Kollegin Esti ruft ihn dennoch an, als in den Bergen eine Leiche gefunden wird. Jemand hat einen uralten antiken Kessel benutzt, eine Frau kopfüber an den Füßen aufgehenkt darin zu ertränken. Ein Ritual? Die Tote war eine Jugendfreundin von Unai, weshalb er sich trotz seines sprachlichen Handicaps an die Ermittlungen macht.
Das Buch hat mir gut gefallen, trotz einiger Längen. Aber ich mag die Protagonisten und auch die Prisen Mystik, die eingeflochten sind. Der Schreibstil ist recht bildhaft und ich habe sofort Lust auf einen Urlaub, um mir die Orte des Geschehens anzusehen. Den ersten Band fand ich noch ein wenig spannender, weshalb ich hier 4 Sterne vergebe.