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Veröffentlicht am 04.03.2021

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Aurora erwacht
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Wählt ein Mond den Planeten, den er umkreist?
Wählt ein Planet seine Sonne?
Wer bin ich, dass ich die Schwerkraft leugnen könnte, Aurora?
Wenn du heller strahlst als jedes Sternbild am Himmel?
Seite 433


Ich ...

Wählt ein Mond den Planeten, den er umkreist?
Wählt ein Planet seine Sonne?
Wer bin ich, dass ich die Schwerkraft leugnen könnte, Aurora?
Wenn du heller strahlst als jedes Sternbild am Himmel?
Seite 433


Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Auf Aurora erwacht habe ich mich lange gefreut, da ich schon die Illuminae-Akten von Jay Kristoff und Amie Kaufman sehr mochte. So waren die Erwartungen hier hoch, aber ich wurde nicht enttäuscht.

Insgesamt begleiten wir 6 Charaktere, jeder bekommt seine eigenen Kapitel. Wobei die Intensität schwankt, so liest man von den einen mehr als von den anderen. Dies war aber für mich schlüssig und passte zu den jeweiligen Protagonisten. Allen Charakteren so eine Stimme zu verleihen hat mir gefallen, da man sie so besser kennenlernt und es beflügelt das Gefühl, weiter lesen zu wollen.

Ein Highlight für mich waren die bissigen Dialoge zwischen den Protagonisten. So viel Sarkasmus und Ironie findet man nicht so oft in einem Buch. Ich habe öfters beim Lesen geschmunzelt und diese Art von Humor machte das Buch für mich noch besser.

Denn die Story kann sie auch sehen lassen. Am Anfang ist vieles noch unklar und ich kam nicht umhin, mich selbst an der Lösung des Rätsels zu versuchen und habe genau wie die Charaktere innerhalb der Geschichte versucht zu enträtseln, was da vor sich geht. Ich liebe so was, deswegen war ich voll in meinem Element. Und gerade wenn man schon so einige Geschichten gelesen hat, ist es echt erfrischend, wenn man die Storyline nicht so leicht durchschauen kann und das Buch noch Überraschungen für einen bereithält.

Kommen wir nun zum Setting, das Weltall. Damit kann man mich eigentlich eher jagen, aber ich muss sagen, die beiden können das verdammt gut. Sie verlieren sich nicht in Details über irgendwelche Besonderheiten, sondern konzentrieren sich auf das Wesentliche. So konnte ich mir alles sehr gut vorstellen, ohne dass die Geschichte ihre Spannung für mich verloren hat.

Ich hing nur so an den Seiten und habe das Buch verschlungen. Die Geschichte ist lebendig und dynamisch erzählt und so wollte ich gar nicht mehr aufhören mit dem lesen und hätte am liebsten gleich noch Band 2 gelesen, so gefangen war ich in der Welt. Die Spannung wurde sehr gut gehalten, durch die vielen Perspektivwechsel, aber auch die Actionszenen trugen dazu bei und die Storyline an sich.


Fazit:
Wow, einfach wow.
Für mich schon jetzt ein Jahreshighlight.
Das Zwischenspiel der Charaktere hat mir richtig gut gefallen, manche Dialoge waren zum Schießen.
Aber nicht nur die gut gezeichneten Charaktere, sondern auch die dynamische Story machen Aurora erwacht für mich zu einem Highlight.
Die Geschichte ist nicht so leicht zu durchschauen, dies erhöhte die Spannung und ich wollte immer weiter lesen.
Durch das Setting und die vielen Actionszenen gab es ein großartiges Kopfkino.
Jay Kristoff und Amie Kaufman haben genau die richtige Mischung getroffen zwischen Charakter Aufbau und Storytelling.
Für alle Fans der Illuminae-Akten.
Ich bin schon sehr gespannt auf Band 2.

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Veröffentlicht am 21.02.2021

MAXI VON PHLIP

Maxi von Phlip. Vorsicht, Wunschfee!
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Maxi von Plip. Vorsicht, Wunschfee! trifft es ziemlich genau auf den Punkt, denn bei dieser Wunschfee ist wirklich Vorsicht angesagt. Maxi ist der reinste Wirbelwind und denkt nicht immer alles zu Ende, ...

Maxi von Plip. Vorsicht, Wunschfee! trifft es ziemlich genau auf den Punkt, denn bei dieser Wunschfee ist wirklich Vorsicht angesagt. Maxi ist der reinste Wirbelwind und denkt nicht immer alles zu Ende, so entstehen einige unterhaltsame Szenen, die einen zum Schmunzel bringen.
Das Buch ist für Leser:innen ab 7 Jahren, was ich passend finde. Die Schrift groß gehalten und die Sätze gut verständlich. So fliegt man als Erwachsener nur so durch die Seiten, ich habe das Büchlein in einem Rutsch gelesen.

Es ist wirklich eine süße und turbulente Geschichte. Paula fischt nichtsahnend eine alte Flasche aus der Trödelkiste und eh sie sich versieht, hat sie eine Wunschfee. Klingt zunächst ziemlich cool, doch ist Maxi manchmal ein biss impulsiv und aufgedreht. So hat Paula es nicht ganz so leicht mit ihrer neuen Wunschfee.

Ein Highlight ist die Gestaltung des Buches. Max Meinzold zählt zu meinen liebsten Illustratoren und er hat hier ganze Arbeit geleistet. Auf jeder Seite findet man eine farbige Abbildung, manchmal ist es nur etwas Kleines, wie ein Mond. Aber oft sind es größere Zeichnungen, die einzelne Szenen wiedergeben. Dabei mochte ich sehr den Stil, dass der Hintergrund verschwommen bleibt, also der Fokus auf dem im Vordergrund liegt.

Gerade für die Zielgruppe kann ich das Buch empfehlen. Die Zeichnungen sind wunderschön und die Geschichte unterhaltsam. Da dies Band 1 der Reihe ist, dürfen wir noch auf mehr Abenteuer mit Maxi und Paula gespannt sein.

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Veröffentlicht am 17.02.2021

Rätselhafte Ereignisse in Perfect

Rätselhafte Ereignisse in Perfect (Band 1) - Hüter der Fantasie
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Rätselhafte Ereignisse in Perfect ist Band 1 der Reihe, aber da der Band recht abgeschlossen endet, kann man ihn in meinen Augen auch für sich allein stehen lassen. Also wer keine Lust auf eine neue Reihe ...

Rätselhafte Ereignisse in Perfect ist Band 1 der Reihe, aber da der Band recht abgeschlossen endet, kann man ihn in meinen Augen auch für sich allein stehen lassen. Also wer keine Lust auf eine neue Reihe hat, kann trotzdem einen Blick auf Rätselhafte Ereignisse in Perfect werfen.

Perfekt ist, wie der Name schon sagt, eine perfekte Stadt. Alle sind glücklich und zufrieden. Nett und höflich zueinander. Außerdem macht niemand ärger, alles ist gepflegt und joar, einfach perfekt. Für mich klingt das schon ziemlich schrecklich und langweilig.

Doch die Wahrheit ist noch schlimmer. Denn die Menschen in Perfekt werden auf mysteriöse Weise blind kurz nachdem sie nach Perfekt gekommen ist. Doch eine besondere Art von Brille ermöglichtes den Bewohner:innen wieder zusehen. Und das ist ziemlich unheimlich, besonders für Violet, die mit ihrer Familie neu nach Perfekt gezogen ist. Nach kurzer Zeit verändern sich auch noch ihre Eltern, besonders ihre Mutter wird ganz seltsam und schnell ist für Violet klar, irgendetwas stimmt nicht in Perfekt.

Die Idee der Geschichte hat mir gefallen. Den Grundgedanken kennt man ja schon, eine Stadt, in der alle Perfekt sind und vorbildlich funktionieren. Aber die Autorin gibt diesem Grundstein noch neue Einflüsse hinzugefügt, sodass eine eigenständige und interessante Geschichte entsteht.

Das Lesealter wird ab 10 Jahren angesetzt, was ich passend finde. An manchen Stellen war mir als Erwachsene die Geschichte etwas zu kindlich. Was aber wohl auch an den beiden Protagonisten Violet und Boy lag. Sie verhalten sich zwar ihrem Alter entsprechend, trotzdem fand ich es etwas anstrengend, besonders wenn es dann noch so stereotypisch wurde mit Sätzen wie, stell dich nicht an wie ein Mädchen, ohne darauf kritisch einzugehen.

Kurzum, ich glaube, bei der eigentlichen Zielgruppe kommt die Geschichte bestimmt besser an als bei mir. Wobei ich sie nun nicht schlecht fand. Die Idee hat mir gefallen und auch der Aufbau der Geschichte. Als Vielleser ist einem recht schnell klar, in welche Richtung die Geschichte gehen wird, was ja nicht passé etwas Negatives ist, trotzdem hätte ich mir doch die eine oder andere Überraschung gewünscht.

So war der Ausflug nach Perfekt für mich ein unterhaltsames Leseerlebnis mit interessanten Aspekten, aber leider kein Highlight. Der Zielgruppe aber schätze ich, könnte Perfekt durchaus besser gefallen. Da sie die Charaktere vermutlich anders wahrnehmen und auch die Geschichte nicht so durchschaubar finden, glaube ich.

Fazit:
Rätselhafte Ereignisse in Perfect ist ein interessanter erster Band, den man auch gut für sich stehen lassen kann.
Die Autorin verknüpft schön Alte wie neue Aspekte und kreiert so eine fantasievolle Geschichte.
Das wunderschöne Cover, so wie die Aufmachung innerhalb des Buches sind ein Highlight.
Leider konnte mich die Geschichte nicht völlig überzeugen, Violet und Boy fand ich etwas eindimensional dargestellt.
Die Handlung konnte mich zwar nicht überraschen, war aber trotzdem unterhaltsam zu verfolgen. Nur permanent an den Seiten fesseln konnte sie mich nicht.
Ich glaube, die Zielgruppe, Leser:innen ab 10 Jahren, werden ihre Freude an der Geschichte haben, da diese die Zusammenhänge wohl nicht so schnell entschlüsseln werden und bestimmt auch Violet und Boy positiver wahrgenommen werden.

Veröffentlicht am 17.02.2021

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Die Mitternachtsbibliothek
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Gibt es ein perfektes Leben? Was macht ein glückliches und erfühltes Leben aus? Diesen und andere Fragen geht Matt Haig in seinem neusten Buch die Mitternachtsbibliothek nach.

Nora trifft eine schwerwiegende ...

Gibt es ein perfektes Leben? Was macht ein glückliches und erfühltes Leben aus? Diesen und andere Fragen geht Matt Haig in seinem neusten Buch die Mitternachtsbibliothek nach.

Nora trifft eine schwerwiegende Entscheidung und landet in der Mitternachtsbibliothek. Dort hat sie die Möglichkeit alternative Leben zu leben. Zu schauen, was wäre gewesen wenn? Doch ist es wirklich so einfach, man hat sich damals in der 9 Klasse, doch für Bio als Leistungskurs entschieden und schwups hat man ein glückliches Leben, weil die darauf resultierenden Ereignisse zu einem anderen Ich geführt haben? Und gibt es dieses überhaupt, das perfekte Leben, in dem man immerzu glücklich ist?

Vermutlich wirst du nun sagen, nein, das ist gar nicht möglich. Doch warum streben wir dann so sehr danach, dass wir die kleinen Dinge aus den Augen verlieren und vergleichen uns immer zu mit anderen, die in unseren Augen viel glücklicher sind. Warum bereuen wir so viele Entscheidungen, leben in der Vergangenheit und vergessen das hier und jetzt.

Genau an solche Gedanken knüpft das Buch an und es liefert so einigen Input. Ich habe immer wieder eine Pause beim Lesen gemacht, um über das gerade gelesene nachzudenken und es zu verinnerlichen. Ich will nicht sagen, dieses Buch verändert Leben, das ist viel zu reißerisch. Aber wenn man als Leser:in gewillt ist, so kann es doch etwas Positives in einem bewirken. Mir zumindest hat es geholfen, die Dinge anders zu sehen.

Verpackt ist das Ganze in eine Geschichte über Nora, die wir ausführlich kennenlernen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzten. Matt Haig hat sie und ihre Gedanken realistisch und authentisch dargestellt. Als Leser:in begleitet man Nora gespannt und neugierig, was sie noch alles erleben wird und bangt auch mit ihr mit. Denn bisweilen ist der geneigten Leserschaft schon früher als Nora klar, wohin das ganze führt. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch.

Fazit:
Wer fragt sich nicht manchmal, was wäre gewesen wenn?
Hätte ich doch damals und wenn nicht XY, dann wäre ich nun...
Nora bekommt die Gelegenheit in der Mitternachtsbibliothek einen Blick in ihre Alternativen Leben zu werfen und nach dem perfekten Leben für sich zu suchen.
Aber gibt es das überhaupt, das Perfekte Leben?
Was für ein besonderes und wichtiges Buch.
Ich kann Die Mitternachtsbibliothe von Matt Haig nur jedem ans Herz legen (TW Suizid).
Mich hat die Geschichte sehr bewegt und ich habe öfters innegehalten um zu reflektieren.
Matt Haig weiß, wovon er schreibt und so sind Noras Gedanken und Gefühle realistisch und authentisch dargestellt.
Ein wahrlich bereicherndes Buch aus dem ich vieles mitgenommen habe.

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Veröffentlicht am 17.02.2021

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Princess Knight
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Princess Knight ist Band 2 der neusten Reihe von G. A. Aiken und ich empfehle, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Denn die Handlung baut direkt aufeinander auf, nur das Augenmerk bei den ...

Princess Knight ist Band 2 der neusten Reihe von G. A. Aiken und ich empfehle, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Denn die Handlung baut direkt aufeinander auf, nur das Augenmerk bei den Charakteren wechselt, wobei die Autorin uns einem Rundumblick erlaubt mit immer wieder wechselnden Perspektiven.

Es ist zwar ein bisschen Zeit ins Land gegangen seit den Ereignissen in Band 1, aber trotzdem holt die Autorin einen wieder gut ab. Auf der einen Seite stand dort, dass 2 Jahre vergangen sind, aber auf der anderen Seite fühlte es sich an, als würde die Handlung anschließen. Aufgrund der fülle an Charakteren musste ich mich zunächst etwas sammeln, um wieder alle auf die Reihe zu bekommen. Da G. A. Aiken aber so spezielle Charaktere erschafft, konnte ich mich bald wieder an alle erinnern und auch an ihre Besonderheiten.

Die Geschichte ist sehr dynamisch und lebt von den vielen Dialogen und den Charakteren. Alleine von der Story her passiert hier nicht so viel. Dafür werden aber neue Charaktere eingeführt und dies nicht zu knapp. Man mag sich vielleicht Fragen, ob es die alle gebraucht hätte. Aber ich finde schon, denn durch sie entstehen wieder so geniale Szenen.

Ich liebe den Humor der Autorin und habe selten bei einem Buch so oft grinsen und lachen müssen. Aber ich denke auch, dass der Humor nicht für jeden etwas ist. Deswegen lohnt sich ein Blick in die Leseprobe, falls ihr unsicher seid. Ich würde sagen, es ist eher ein trockener, skurriler, sarkastischer und biss Weilen böser Humor. Manche Sätze musste ich nochmal lesen, weil ich dachte "Nein, das hat sie gerade nicht gesagt/gemacht".

Ich habe schon einige Bücher von ihr gelesen und doch ist es nicht so, dass ich sagen würde, ist alles das Gleiche. So bringt sie immer wieder neue tolle Ideen mit ein bzw. liebenswürdige, wenn auch leicht verrückte Charaktereigenschaften. Richtig genial finde ich die Entwicklung am Ende, da ist so viel potenzial da für Band 3 und ich glaube, das wird ein wirklich abgedrehter Band.

Das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf Gemma, aber die Perspektiven wechseln häufig, so begleitet man auch ihre Schwestern, oder Quinn. Ich mochte Keeley aus Band 1 sehr gerne, wie sollte man sie nicht mögen bei ihrer Liebe für Tiere. Aber auch Gemma mochte ich, sie ist eher kühler und distanzierter, aber irgendwie hat sie es trotz all ihrer Macken geschafft, dass ich sie echt gerne habe, oder vielleicht gerade durch ihre Macken.


Fazit:
Was für ein geniales Buch selten habe ich so oft gelacht beim Lesen.
Auch wenn nicht immer alles heller Sonnenschein war, so hat das Buch trotzdem richtig gute Laune gemacht.
Die Charaktere sind allesamt besonders und authentisch, ich kann mich gar nicht entscheiden, wenn ich am liebsten habe.
Auch wenn von der Story her nicht so viel passiert, wollte ich immer weiter lesen. Die Geschichte lebt von seinen skurrilen Charakteren und ich habe sie so gefeiert.
Es gab so viele geniale Dialoge, die das Buch sehr lebendig gemacht haben, Langeweile kam keine auf.
Ich brauche ganz dringend Band 3.

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