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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2021

Wien 1893

Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)
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Wien 1893, Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Zentralfriedhof. Etwas schrullig, aber hochgebildet. Er schreibt an einem Almanach für Totengräber, in dem er für die Nachwelt Todesursachen ...

Wien 1893, Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Zentralfriedhof. Etwas schrullig, aber hochgebildet. Er schreibt an einem Almanach für Totengräber, in dem er für die Nachwelt Todesursachen und jegliche Verwesungsformen festhält. Als mehrere junge Frauen tot aufgefunden wurden, die gepfählt wurden, wendet er sich mit seinem Wissen an Inspektor Leopold von Herzfeldt. Handelt es sich um einen abergläubischen Serientäter ? Der Inspektor und der Totengräber beginnen gemeinsam zu ermitteln und bringen unglaubliches zutage.

Am Anfang habe ich mich mit der Geschichte schwer getan, die historische Sprache und östereichische Begriffe, die mir nicht geläufig waren, wie z.B. Piefke. Schnell habe ich mich reingefunden und das Buch gern gelesen. Total interessant, wie damals alles an einem Tatort gehandhabt wurde. Wenn man bedenkt, dass die Menschen einfach alle durch den Tatort getrampelt sind, sträuben sich einem die Nackenhaare.

Einer der Hauptpersonen Leo von Herzfeldt ist jung, hat moderne Ermittlungsmethoden und auch noch jüdische Wurzeln, alles Gründe warum er von seinen Kollegen gemoppt wird und bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird er ausgebremst.

Mein Lieblingscharakter ist tatsächlich der liebenswerte und schrullige Totengräber, ein Forensik-Profi seiner Zeit. Die Story hat auf jeden Fall viel Lokalkolorit und viel schwarzen Humor. Der Autor kann den Spannungsbogen halten.

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Veröffentlicht am 18.08.2021

Gewaltig

Von hier bis zum Anfang
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Cape Haven, eine amerikanische Kleinstadt, hier leben der Hauptcharakter die 13jährige Duchess mit ihrem 5ährigen Bruder Robin und der unfähigen Mutter Star, die sich immer wieder Al­ko­hol­ex­zesse leistet. ...

Cape Haven, eine amerikanische Kleinstadt, hier leben der Hauptcharakter die 13jährige Duchess mit ihrem 5ährigen Bruder Robin und der unfähigen Mutter Star, die sich immer wieder Al­ko­hol­ex­zesse leistet. Der Mord an Stars Schwester Sissy vor 30 Jahren überschattet immer noch die Kleinstadt. Vincent sitzt seitdem im Gefängnis und sein Freund, der Polizist Chief Walk glaubt unweigerlich an das Gute im Menschen und an Vincents Unschuld. Als Vincent nach seiner Freilassung in seine Heimatstadt zurückkehrt, passiert ein Unglück.

Am Anfang fand ich das Buch einfach nur deprimierend, weil es die ganze Härte des Lebens zeigt, den Kampf ums Überleben um jeden egoistischen Preis, ohne Rücksicht auf andere Menschen. Ich war bei Seite 100 fast geneigt abzubrechen, bin aber froh, dass ich es nicht getan habe. Der Schreibstil ist klar, wunderschön und tiefgründig. Der Autor schildert detailliert das Scheitern vieler Menschen auf ganzer Linie. Die Story verlangt dem Leser viel ab und ist manchmal kaum auszuhalten. Der Autor versteht es dann doch zu fesseln und dann ist es wie ein Sog, man lechzt nach etwas Positivem, hofft, dass alles gut wird, was ausgeschlossen scheint.

Die Geschichte wird getragen von Duchess und Robin, die ich beide schnell ins Herz geschlossen habe und deren Leben ich atemlos verfolgt habe. Ich habe mit den Protagonisten viel gelitten und bin tief in die Story eingetaucht und erst nach der letzten Seite wieder hervorgekrochen.

Dieses Buch ist eines meiner Highlights von 2021.

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Veröffentlicht am 18.08.2021

Sommerfest

Willkommen beim Sommerfest!
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Das Buch ist wirklich ein Fest, allein das durchschauen macht so viel Spaß. Die tollen bunten fröhlichen Bilder laden direkt zum Nachmachen ein.

Das Buch ist unterteilt in Snacks und Fingerfood, Salate, ...

Das Buch ist wirklich ein Fest, allein das durchschauen macht so viel Spaß. Die tollen bunten fröhlichen Bilder laden direkt zum Nachmachen ein.

Das Buch ist unterteilt in Snacks und Fingerfood, Salate, dann kommt das Grillvergnügen und Desserts und Gebäck und zum Schluss die Getränke.

Die Rezepte sind alle toll und leicht und schnell nachzumachen, eine kleine Zutatenliste und los geht’s, keine überflüssigen Erklärungen, die Bilder sprechen für sich.

Ich habe auch schon einiges ausprobiert. Die Gemüsespieße und Fruchtspieße waren total toll, bislang war mir nicht klar, dass man Wassermelone grillen kann. Ist beim Familiengrillen gut angekommen.

Leider ist der Sommer dieses Jahr sozusagen ins Wasser gefallen, daher habe ich nicht so viele Rezepte ausprobiert wie ich wollte, aber das Buch ist ja zeitlos.

Ein Buch was ich immer wieder gern in die Hand nehme und durchblättere, es macht schon allein wegen den frischen Farben gute Laune.

Besonders gefreut habe ich mich über die Rezepte der Marinaden und Gewürzmischungen, die Avocados mit Shrimps, Kräuter Couscous in Tomaten, Thunfischwraps mit Gurke, Salat mit Spargel und Erdbeeren, Grapefruitsalat, Jacobsmuscheln mit Zucchini, Zitronentarte, Mailbowle, Erdbeer-Margaritas und und und.

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Veröffentlicht am 18.08.2021

Very british, very exotisch

Time to eat
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Nadiya Hussain ist in kleinen Youtube-Videos zu sehen und ist voller Lebensfreude und sehr sympathisch, es macht Spaß ihr zu zuschauen. Umso glücklicher bin ich nun ihr Buch zu besitzen.

Das Buch ist ...

Nadiya Hussain ist in kleinen Youtube-Videos zu sehen und ist voller Lebensfreude und sehr sympathisch, es macht Spaß ihr zu zuschauen. Umso glücklicher bin ich nun ihr Buch zu besitzen.

Das Buch ist gegliedert in Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Desserts und Grundlagen. Die Bilder sind sehr ansprechend und machen Freude beim Durchblättern. Ihre Philosophie, nichts wegwerfen, es lässt sich in der Regel immer nochmal was machen. Die Autorin führt den Leser geschickt in die Vorratshaltung ein, einfach mehr zubereiten und den Rest für später einfrieren. Vor allem Zutaten, die man nicht aufgebracht hat, wie z.B. Butter, Zwiebelringe, Semmelbrösel und Käse lassen sich super einfrieren, sogar die Haltbarkeit steht dabei und viele Tipps zum Thema Einfrieren sind sehr hilfreich.

Die Frühstückskultur der Briten ist gewöhnungsbedürftig, die Rezepte sind aber toll und ich würde sie dann fürs Mittag- oder Abendessen nehmen. Über 100 Rezepte, die schnell zubereitet sind, einige Rezepte benötigen dann doch etwas Vorbereitungszeit. Alle Rezepte sind aber ansprechend und ich möchte fast alle ausprobieren. Parmesan-Scones mit Lachs-Senf-Creme oder auch Kokosklebreis mit Ananas und viele Rezepte, von denen man noch nie gehört hat, sind eine Offenbarung. Die Backed-Beans-Falafeln sind für mich eine Mischung aus british-exotisch. Viele Rezepte lassen auch Raum für eigenes Ideen, Hoops (Nudeln aus der Dose) oder Instandnudeln würde ich jetzt z.B. nicht nutzen. Fischstäbchen-Enchilada ist auch eine tolle Idee.

Jedes Mal beim Durchblättern findet man wieder was Neues. Das Buch ist sehr wertig und hat sogar ein Lesebändchen.

Für alle Leute, die Spaß am Kochen und Backen haben und was Neues ausprobieren möchten ist dieses Buch definitiv das richtige. Große Empfehlung und ich hoffe, ihre anderen Bücher werden auch noch übersetzt.

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Veröffentlicht am 16.08.2021

Das ultimative Kochbuch

Selber machen statt kaufen – vegane Küche
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Auf dieses Buch habe ich gewartet. Meine Tochter lebt vegan und ich koche dann auch oft vegan und bin für neue Ideen und Rezepte immer dankbar. Wir haben also sowieso Hefeflocken, Flohsamenschalen und ...

Auf dieses Buch habe ich gewartet. Meine Tochter lebt vegan und ich koche dann auch oft vegan und bin für neue Ideen und Rezepte immer dankbar. Wir haben also sowieso Hefeflocken, Flohsamenschalen und auch Johannisbrotkernmehl, Ahornsirup, Datteln und alles was in der veganen Küche vorkommt zu Hause.

Ich habe schon ein paar vegane Koch- und Backbücher zu Hause, allerdings stand nirgendwo wie man diese Grundnahrungsmittel wie z.B. Hafersahne, selbst herstellen kann.

Dieses Buch zeigt, wie leicht man vegane Lebensmittel selbst machen kann mit wenigen Zutaten. Seidentofu und auch Kichererbstentofu sind dann schnell gemacht. Besonders begeistert waren wir von dem veganen Beef-Jerkey, das ist so lecker, zwar etwas aufwendiger, aber der Aufwand lohnt sich. Bei den selbst gemachten Lebensmitteln weiß man vor allem was drin ist und es ist eine gute Alternative zu den Fertigprodukten im Supermarkt. Meine Tochter hat jetzt schon oft das Buch selbst in die Hand genommen und ausprobiert und ist auch sehr positiv überrascht und absolut glücklich.

Hinten im Buch sind auch noch Rezepte, es ist alles dabei von herzhaft bis süß.

Das Buch selbst ist nicht sehr dick und hat eine normale Bindung und ein schönes Cover, wenn ich es nicht schon hätte, würde ich es kaufen. Es ist zum Lieblingskochbuch aufgestiegen und hat einen festen Platz in der Küche und wird gar nicht mehr ins Regal geräumt.

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