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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2020

Einfach gut!

Die Überlieferung der Welt
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Was soll ich bitte über dieses Buch sagen? Ich bin begeistert! Zu Anfang tat ich mich ein wenig schwer, aber das ist ja gerne mal der Fall. Neue Welt, neue Charaktere, neuer Autor - da gehört das dazu. ...

Was soll ich bitte über dieses Buch sagen? Ich bin begeistert! Zu Anfang tat ich mich ein wenig schwer, aber das ist ja gerne mal der Fall. Neue Welt, neue Charaktere, neuer Autor - da gehört das dazu. Die Hauptprotagonisten Laelia und Hadrian haben schon eine gewisse Beziehung zueinander, während die anderen Gefährten später eingestreut werden. Doch dazu möchte ich auch gar nicht so viel mehr schreiben, weil auch der Klappentext nichts dazu verrät. Nichtsdestotrotz fand ich es ein super ausgewogenes Verhältnis, es gibt noch die eine oder andere Überraschung und das Finale - ich stand einfach nur noch mit offenem Mund da. Es war einfach perfekt! (Wer es nicht weiß: Ich steh nicht unbedingt auf kitschige Happy Ends und aalglatte Auflösung.)

Doch zum Anfang. Das Buch beginnt mit einer Übersicht der Magien, welchen jeweils ein Symbol zugeordnet ist, die auch ein Kapitel einleiten, damit man weiß mit "was" man es zu tun hat. Sehr gelungen, wenngleich ich zu Anfang öfter wieder zur Erklärung sprang. Kann man sich aber eigentlich sparen, weil man irgendwann einfach ein Gefühl dafür bekommt. Die Karte im eBook ist leider, wie es ja oft bei dem Format eines Buches ist, sehr klein und quasi nicht vorhanden. Eigentlich schade, aber nicht zu ändern. Was man jedoch erkennen kann ist vielversprechend und was soll ich sagen: Kartenliebe!

Die Reise der Protagonisten gefiel mir sehr gut. Die Autorin hatte ein recht gleichmäßiges Tempo und immer bevor es zu neuen Begegnungen kam, lernte man die jeweilige Charaktere und deren Geschichte noch etwas näher kennen. Zwischendurch kam bei mir etwas Angst auf, dass es am Ende, wie leider so oft in letzter Zeit bei Büchern, so hoppla die Hopp geht, aber weit gefehlt. Ein weitere Pluspunkt aus meiner Sicht. Wobei ich gerade in meinen Notizen sehe, dass ich manches recht abrupt fand. Tja, da hat mich dann wohl das Ende dermaßen verblendet, dass ich mich daran nicht mehr erinnere.

Den Schreibstil fand ich sehr gut zu lesen und als ich die ersten 50-100 Seiten "Einführung" hinter mir hatte, flog ich förmlich durch das Buch. Ich hoffe wirklich sehr, dass es KEINE Fortsetzung zu diesem Buch geben wird, auch wenn das Ende eine solche ermöglicht. Ich werde mich jetzt nicht wiederholen und zum vermutlich dritten Mal schreiben, wie sehr ich das Ende liebe. (Ups!) Also bitte keine Fortsetzung! Das Worldbuilding machte sich hauptsächlich in einer Stadt bemerkbar, die wirklich bemerkenswert dargestellt war, wohingegen der Rest eher so lala war - es war eben viel reisen und wenig Welt. Durch die gelungene Atmosphäre ist das aber gar kein Ding sowie der Gestaltung der Geschichte und Charaktere. Vielleicht hätte die Autorin ein wenig mehr auf "Die Überlieferung der Welt" als solches eingehen können, einfach mal um einen winzigen Kritikpunkt anzumerken, aber wenn's sonst nix ist.

Fazit:

Eine sehr fantasievolle und schön kreierte Geschichte mit ausgewogenem Tempo sowie einem phänomenalen Ende.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Feierabendlektüre

Vengeful - Die Rache ist mein
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Wer sich noch an "Vicious" erinnert, der wird sich vielleicht auch erinnern, dass mir das Buch gefiel, es ansonsten jedoch recht unspektakulär fand. So ähnlich ging es mir auch mit der Fortsetzung. Ich ...

Wer sich noch an "Vicious" erinnert, der wird sich vielleicht auch erinnern, dass mir das Buch gefiel, es ansonsten jedoch recht unspektakulär fand. So ähnlich ging es mir auch mit der Fortsetzung. Ich muss gestehen, dass ich es doch eher konstruiert empfand. Zudem kamen Eli und Victor dezent zu kurz, was ich sehr schade fand, da gerade der Zwist der Beiden ein kleines Highlight war. Interessant fand ich hingegen, dass man etwas über die Vergangenheit von Eli erfährt. Stellenweise bekam ich richtig Mitleid mit dem Kerlchen.

In der Summe fand ich das Buch ein wenig schwächer. Wobei die "Unabhängigkeit" von den Charakteren zu Band 1 natürlich den Vorteil hat, dass man nicht allzu verwirrt ist, wenn man versehentlich zum falschen Buch greift. Wie erwartet war es super gut zu lesen, die Dialoge mitunter recht unterhaltsam und was natürlich das Beste überhaupt ist: Es gibt keinen Helden bei der ganzen Sache und überhaupt stoßen die Handlungen sowie Beweggründe an moralische Grenzen. Fand man die Charaktere schon vorher grenzwertig, dann sollte man Marcella kennen lernen, denn sie macht einfach was ihr in den Kram passt. Tja, man sollte die Frauen  eben nicht unterschätzen.

Das größte Manko war für mich das Ende, denn hier überschlugen sich die Ereignisse. Während man 400 Seiten lang darauf wartet zu erfahren, was nun wessen Beweggründe sind und welche Handlung wohin führt, erwartete einen die Antwort auf den letzten 50 bis 100 Seiten.  Hier hätte man gern nochmal 100 Seiten dran hängen können, welche aufgrund des super zu lesenden Stils von V. E. Schwab ja auch schnell weg gelesen und somit nicht tragisch gewesen wären. Mir war das dann doch etwas zu abrupt. Am meisten Spaß bereitete mir, das Lesen in der Gruppe, denn man konnte wild über die zukünftigen Geschehnisse spekulieren, wobei keine davon eintrat - ganz klarer Pluspunkt!

Fazit:

Alles in Allem war es wieder gute Unterhaltung, ausgefallene Charaktere, aber nichts das einen vom Hocker reißt. Eine gute Feierabendlektüre.

Veröffentlicht am 14.06.2020

Liebe

Doctor Who Monster-Edition 1
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Keine Ahnung was ich groß zu dem Buch sagen soll, außer: Es war so gut!

Ich kam mir wirklich vor, als würde ich die Serie schauen und konnte mir die Charaktere bildlich vorstellen. Es lies mein Doctor-Who-Herz ...

Keine Ahnung was ich groß zu dem Buch sagen soll, außer: Es war so gut!

Ich kam mir wirklich vor, als würde ich die Serie schauen und konnte mir die Charaktere bildlich vorstellen. Es lies mein Doctor-Who-Herz nach längerer Abstinenz einfach schneller schlagen - ja, nicht nur der Doctor hat zwei Herzen. Was ich etwas schade fand, dass die Thematik der Daleks fast ein wenig zu kurz kam. Ich hatte mir da eher was vorgestellt wie die eine Folge, in welcher diese das erste mal ihr "wahres ich" offenbaren, aber so dennoch hat es gepasst. Das Buch ist absolut unabhängig und kann auch außerhalb der Serie geschaut werden, da der Doctor keinen Begleiter dabei hat und es keinerlei direkten Bezug gib.

Die Charaktere fand ich sehr gut getroffen und passend gewählt. Ein kleiner Techniknerd, der Chef, und auf alle fälle ganz viel Chaos. Das Ganze fängt schon damit an, dass sich der Doctor in eine recht missliche Lage katapultiert, dank seiner nie enden wollenden Neugier, die ihn überhaupt mit dieser Gruppe zusammen kommen lässt.  Durch seine kompakte Größe und den einnehmenden Schreibstil des Autors, war das Buch recht schnell weg gelesen, mal eben am Wochenende. Da ich erst neulich "Good Omens" mit David Tennant gesehen habe, hatte ich auch den Doctor wieder direkt vor Augen.

Ich finde die Idee mit der Monster Edition an sich sehr gelungen, denn wer wünscht sich nicht eine Reihe von Büchern über die ärgsten Feinde des Doctors? Ansonsten weiß ich wirklich nicht was ich groß zu diesem Buch sagen soll, ohne das es eventuell in Groupie Gekreische ausartet. Für alle Fans, kann ich nur sagen: Lest dieses Buch. Für alle (noch) nicht Fans gilt einfach das gleiche.

Fazit:

Ganz klares MUSS für jeden Fan und der, der es noch werden will.

Veröffentlicht am 09.06.2020

Kluge Ratschläge für den Alltag.

Do it yourself! #Einfach plastikfrei leben: Selbstgemacht statt gekauft
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Nachdem die liebe Madelaine von black nd beautiful das Buch schon vor einiger Zeit in den sozialen Medien erwähnt hatte, dachte ich mir: Das muss ich mir anschauen. Eine gute Idee wie ich finde. Sehr gut ...

Nachdem die liebe Madelaine von black nd beautiful das Buch schon vor einiger Zeit in den sozialen Medien erwähnt hatte, dachte ich mir: Das muss ich mir anschauen. Eine gute Idee wie ich finde. Sehr gut gefällt mir, dass das Buch in verschiedene Bereiche wie Bad, Haushalt, Lebensmittel und unterwegs aufgegliedert ist, denn so findet man schnell etwas, wenn man es sucht. Ebenfalls die Checklisten zu Anfang der Kapitel sind sehr nützlich, denn sie sind dabei behilflich das ganze sukzessive für einen selbst umzustellen, zu notieren wo man beginnen möchte, den Überblick über die Planung zu wahren oder einfach weil man Listen mag.

Gerade die Tatsache, dass die Autorin immer wieder erwähnt, dass man diese Umstellungen in seinem Tempo machen soll und seinen eigenen Weg finden soll, finde ich sehr lobenswert. Wie oft bin ich schon an die super Fortgeschrittenen gestoßen, die dann einen auf Moralapostel machen; zumindest gefühlt. Charlotte spricht in dem Buch Dinge an wie "Ökoshaming" und "Whatauboutism". Schön und gut, dennoch empfinde ich es oft andersherum. Ich bin nicht gut genug, weil ich noch Plastik Produkte verwende, besitze, wie auch immer. Nur so am Rande, dass man auch anders herum ein schlechtes Gefühl vermitteln kann. Ein Grund weshalb ich solche Lektüre eigentlich meide und dadurch sehr positiv überrascht wurde.

An sich fand ich das Buch sehr lehrreich. Klar kannte ich schon den einen oder anderen Tipp. Seife siedet mein Freund seit 2 oder 3 Jahren selbst, aber was eigentlich der Unterschied zwischen Haarseife und festem Shampoo war mir zuvor nicht klar. Würde ich Schminke benutzten, dann muss ich sagen, ist dieses Buch vermutlich eine Art heiliger Gral, da dieses Thema viel Platz einnimmt und etliche Erklärungen beinhaltet. Was mir hingegen etwas fehlte, war eine näher Erklärung zu den selbst hergestellten Waschmitteln, denn inwiefern neutralisieren sie Gerüche und beseitigen sie Flecken? Sind sie außerdem für alle Stoffe anwendbar sowie Temperaturen? Als Hundebesitzer und Mensch, der gerne auch mal wandern geht oder auf dem Hintern den Berg runter rutscht, macht man sich zwangsläufig solche Gedanken. 

Manche Dinge fand ich sehr erschreckend, obwohl sie so logisch sind: Das Schneidebrett aus Plastik. Logisch, dass man zwangsläufig Reste im Essen hat. Urgs! Informativ fand ich die Aufstellung verschiedener Öle bzw. Fette, denn ich mit meiner super nervigen Haut hatte lange Bedenken die Creme zu wechseln - inzwischen bin ich auch hier umgestiegen und super zufrieden. So habe ich zwar  meine Creme nicht selbst hergestellt, soweit bin ich dann doch noch nicht, aber ich habe auf verschiedene Aspekte geachtet, die ich durch das Buch mitnehmen konnte. Was ich jedoch keinem empfehlen möchte, ist das Brotrezept, da es meiner Meinung nach viel zu viel Hefe beinhaltet. Das geht auch mit weit weniger, wie ich schon vor Jahren bei Lutz Geißler lernen durfte. Ansonsten weiß ich schon jetzt, dass ich noch einiges ändern werde im Laufe der Zeit und bin gespannt wie sich dies auf mein Leben sowie die Gewohnheiten auswirken wird. 

Fazit:

Ein geniales Buch um sein Leben bzw. Alltag mit wenig Geld und etwas Eigeninitiative plastikfrei zu gestalten.

Veröffentlicht am 07.06.2020

Traumrausch

Die Stadt der gläsernen Träume
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Momentan hab ich echt ein Glück. Wieder eines dieser Bücher, bei denen ich denke, dass sie echt gut sind und gegen Ende hin frage ich mich, warum ich es gelesen habe - wobei es hier wirklich die Krönung ...

Momentan hab ich echt ein Glück. Wieder eines dieser Bücher, bei denen ich denke, dass sie echt gut sind und gegen Ende hin frage ich mich, warum ich es gelesen habe - wobei es hier wirklich die Krönung war. Der Schreibstil war recht gut zu lesen, der Einstieg fiel mir leicht. Die ersten Kapitel, sogar der ganze Anfang des Buches gefiel mir richtig gut, bis dann dieser bestimmte Punkt erreicht war, der mich mit der Stirn runzeln lies.

Die Handlung ging von schöner Erzählung und Spannung über in einen schlechten Drogenrausch. Ohne Witz. Oft dachte ich, dass gleich was passiert, die Protagonistin endlich was tut, sich endlich die Antworten holt, die sie sucht, aber weit gefehlt. Sie macht erst mal ein Nickerchen. Im Zusammenhang damit, dass sich das Buch bzw. der Inhalt des Buches um Träume dreht, wäre das vielleicht auch nicht so verkehrt, aber auch die Träume waren teilweise so inhaltslos. Mir fehlte einfach so der WOW-Moment. Der Grund weiterlesen zu wollen.

Ich muss sagen, die Idee hinter der Geschichte, finde ich richtig genial, teilweise auch die Umsetzung, aber irgendwann war es dann einfach nur noch so halbgar. Da ich zuvor schon eine Rezension zu dem Buch gelesen hatte, dachte ich, dass dann am Ende das große Finale käme und total viel Spannung. Für meinen Teil kann ich es nicht nach vollziehen. Von der Spannung verabschiedete ich mich irgendwo in der Mitte des Buches, danach war höchstens noch ein leichtes Glimmen dessen vorhanden. Gegen Ende hin überschlagen sich die Ereignisse förmlich (wenn die Protagonistin nicht gerade noch ein Nickerchen machen muss).

Wie gesagt, es fällt mir unfassbar schwer, dieses Buch zu bewerten und auch zu erklären woran es gescheitert ist. Anfangs holte es mich wirklich direkt ab, ich war voller Vorfreude, aber irgendwann war einfach die Luft so raus, dass ich einfach nur noch alles kritisieren wollte. Ich hatte Hoffnung auf das Finale, aber selbst das fand ich dann eher so: "Aha." Sehr schade, wie ich finde, eben weil mir die Idee so unfassbar gut gefällt. Ich schiebe es jetzt einfach mal darauf, dass ich aktuell sowieso etwas schwer zufrieden zustellen bin und das meiste eher durchschnittlich finde. Nichtsdestotrotz hoffe ich sehr, dass die Autorin am Ball bleibt. 

Fazit: 

Eine tolle Idee über Träumende, die nicht mehr träumen können, deren Umsetzung ich jedoch leider nur mäßig fand.