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Veröffentlicht am 04.11.2024

"Die Geheimnisse um Illumen Hall"

The Magpie Society - Aller bösen Dinge sind drei
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Irgendwie hatte ich gehofft, dass dieser Teil besser werden würde als sein Vorgänger.
Bedauerlicherweise lag ich falsch.

Der Anfang konnte handlungstechnisch nicht viel bieten, der Mittelteil war ein ...

Irgendwie hatte ich gehofft, dass dieser Teil besser werden würde als sein Vorgänger.
Bedauerlicherweise lag ich falsch.

Der Anfang konnte handlungstechnisch nicht viel bieten, der Mittelteil war ein reines Wirrwarr und erst das Ende konnte wieder überzeugen.
Dabei hat der Cliffhanger am Ende von Band 1 die perfekte Gelegenheit geboten die Spannungskurve weiter auszubauen.
Stattdessen wird man nur so mit Informationen rund um die Magpie Society und Illumen Hall zugeschüttet.
Die Suche nach Clover wird erst im Mittelteil spannender, obwohl der Ausgang der Suche für erfahrenere Leser schnell zu durchschauen ist.
Zwar mochte ich was die Autorin aus dem Motiv für den Mord gemacht hat, aber im Großen und Ganzen ist dieser Handlungsstrang, wie viele andere Handlungsstränge in diesem Buch für erfahrenere Krimileser keine Herausforderung.

Was ich total genial fand, war, ist das Ende.
Nochmal ein richtig schöner Knall zum Abschluss.
Ich bin ja ein Mensch, der nicht immer ein abgeschlossenes Ende oder Happy End braucht.
Manchmal finde ich es toll, wenn man als Leser nochmal die Fantasie spielen lassen kann und sich selbst ausdenkt, wie das endgültige Ende wohl aussehen könnte.
Wenn das restliche Buch ein paar mehr solcher Momente gehabt hätte, hätte es mich viel mehr aus den Socken gehauen.

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Veröffentlicht am 30.10.2024

"Piraterie auf hoher See"

Daughter of the Pirate King - Fürchte mein Schwert
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Ich habe bisher kein einziges Piraten-Fantasy-Buch gelesen.
Vor „Daughter of the Pirate King” habe ich auch noch nie ein solches Buch in der Buchhandlung gesehen.
Früher und auch heute bin ich ein großer ...

Ich habe bisher kein einziges Piraten-Fantasy-Buch gelesen.
Vor „Daughter of the Pirate King” habe ich auch noch nie ein solches Buch in der Buchhandlung gesehen.
Früher und auch heute bin ich ein großer „Fluch der Karibik-Fan“ und habe gehofft dieses Buch würde diese Vibes versprühen.

Mir hat an diesem Buch der Kontrast zwischen der damaligen Zeit und der neuen Weltansicht super gefallen.
Zwar spielt die Geschichte vor einigen Jahrtausenden, aber die Autorin baut mit der Protagonistin eine starke, feministische Protagonistin ein, die die Wertvorstellung der heutigen Zeit mit in die Geschichte bringt.
Wieso kann nicht auch eine Frau Kapitän sein? Wieso kann nicht eine gesamte Piratencrew auch aus Frauen bestehen?
Für ihr Alter und die damalig Zeit ist das ein ziemliches fortschrittliches Verhalten und sie fungiert damit als Vorbild für ihre ganze Crew.
Dennoch merkt man in vielen Situationen wie jung sie tatsächlich ist und dieses vermeintliche „Badass-Verhalten“ oft von Sturheit und zu viel Selbstbewusstsein geprägt ist.
Sie erwähnt oft wie perfekt sie kämpfen kann, wie gut sie schießen, wie toll sie im Allgemeinen ist.
Dieses Verhalten ging mir oft auf die Nerven, weil dadurch andere Nebencharaktere sehr oberflächlich geblieben sind.

Das Buch wird als Romantasy beworben und ist auch eine Romantasy.
Die Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund, es ist genau die richtige Mischung aus Lovestory und Fanatsyabenteuer.
Obwohl ich sagen muss, der Fantasyteil hätte gerne mehr Spannung haben können.
Ab der Hälfte des Buches wiederholt sich die Storyline an einigen Stellen und macht den Verlauf der Geschichte damit vorhersehbar.
Wirkliche Handlungshöhepunkte gab es nicht.
Die Lovestory zwischen Alosa und Riden habe ich auch nicht wirklich gefühlt.
Das lag nicht am Slow Burn, sondern wiederum an der Sache, dass neben Alosa die restlichen Charaktere sehr blass geblieben sind.

Ob ich die Folgeteile noch den Weg zu mir finden, weiß ich noch nicht, aber ich war schon immer ein Fan von zweiten Chancen.

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Veröffentlicht am 30.10.2024

"Besser als Band 1"

Looking down the Valley
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Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich den zweiten Teil lesen soll oder nicht, weil der erste Teil mich nicht vom Hocker hauen konnte.
Aber es hat sich gelohnt der Dilogie noch eine Chance zu geben.
Dieser ...

Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich den zweiten Teil lesen soll oder nicht, weil der erste Teil mich nicht vom Hocker hauen konnte.
Aber es hat sich gelohnt der Dilogie noch eine Chance zu geben.
Dieser Teil ist stärker als sein Vorgänger.

Diesmal hatte ich den Eindruck, dass der Fokus auch auf der eigentlichen Storyline rund um Haley, Wyatt und den Schattenseiten von Hollywood lag und nicht auf den ganzen Nebenhandlungssträngen.

Haley ist mir noch sympathischer geworden als ohnehin schon.
Das Ende des ersten Teils war zwar kein Cliffhanger, weil man genau wusste welchen Weg Haley einschlagen würde, aber auch die richtige Entscheidung zu treffen, ist nicht immer einfach.
Gerade, weil sie die Geschehnisse des ersten Teils sie noch verfolgen, erkennt man zum Ende dieser Dilogie die starke Charakterentwicklung, die sie hinter sich hat.
Dabei stehen ihr Wyatt und ihre Familie immer tatkräftig zur Seite.

Mit Wyatt bin ich auch in diesem Teil nicht mehr warm geworden.
Er ist mir nach wie vor einfach zu perfekt.
Der Mann macht nie was falsch, sagt immer genau das richtige und hat keine Ecken und Kanten.
Im echten Leben ist auch niemand so perfekt.
Die Ecken und Kanten eines Menschen machen einen immerhin auch irgendwie aus, formen den Charakter und machen ihn einzigartig.

Kurz bevor ich diese Dilogie begonnen habe, habe ich die „Let's Be-Reihe“ der Autorin gelesen und fand sie echt grandios.
Deswegen fand ich das Ende bzw. den Epilog so toll, weil dort nochmal der Bogen zu dieser Reihe geschlagen wird.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

"Doch Dark Romance?"

True Colors
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Ich habe das Buch wegen des nach Romance-Suspense klingenden Klappentextes gekauft.

Entsprechend überrascht war ich, als ich immer mehr den Eindruck gewonnen habe ein Dark Romance-Buch zu lesen.
Eine ...

Ich habe das Buch wegen des nach Romance-Suspense klingenden Klappentextes gekauft.

Entsprechend überrascht war ich, als ich immer mehr den Eindruck gewonnen habe ein Dark Romance-Buch zu lesen.
Eine entsprechende Kennzeichnung wäre schön gewesen, denn sonst hätte ich mir das Buch nicht gekauft, weil ich mit Dark Romance nichts anfangen kann.
Die Werte, die in diesem Genre vertreten werden, stimmen häufig nicht mit meinen Moralvorstellungen überein.
Hier war es leider nicht anders.
Gerade zu Beginn gab es so viele übergriffige Szenen, dass ich überlegt habe das Buch abzubrechen.
Da ich aber zu den Lesern gehöre, die sich denken: Es wird bestimmt besser, habe ich das Buch durchgezogen.
Spoileralarm: Es wird nicht besser.

Neben vielen fragwürdigen Handlungen, Ansichten und Aussagen der Protagonisten und Nebencharakteren, sind die Seiten übersät von Rechtschreibfehlern, Wortwiederholungen und immer gleichen Satzbaustellungen.
Darüber bin ich sehr verwundert, weil dieses Buch ein Lektorat durchlaufen hat.

Enttäuschenderweise konnte mich das Buch nicht überzeugen und den zweiten Teil werde ich deswegen auch nicht lesen.

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Veröffentlicht am 24.10.2024

"Love is in the Coffeshop-Air"

Liebe, Zimt und Zucker
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Das Buch beginnt damit, dass Marit vor einem Scherbenhaufen steht, weil sich ihre große Liebe als Schwindler herausgestellt hat.
Um sich über Wasser zu halten, stellt sie sich mit ihrem schicken Uniabschluss ...

Das Buch beginnt damit, dass Marit vor einem Scherbenhaufen steht, weil sich ihre große Liebe als Schwindler herausgestellt hat.
Um sich über Wasser zu halten, stellt sie sich mit ihrem schicken Uniabschluss hinter die Theke eines Coffeeshops und erlebt dort Dinge …
Ich glaube jeder, der mal im Dienstleistungsbereich gearbeitet hat, kann Marits Einstellung in den ersten Szenen des Buches bestens nachvollziehen.
Wahrscheinlich war sie mir deswegen gleich so sympathisch, weil es mir im Kundenkontakt auf der Arbeit manchmal auch so geht.

Trotz des sympathischen Einstiegs mit Marit, war ich ab der zweiten Hälfte des Buches mehr als genervt von ihr.
In der ersten Hälfte des Buches konnte ich ihr weinerliches Gejammer noch tolerieren, weil sie in einer wirklich blöden Misere steckt, aber je mehr Zeit verging, desto mehr ging mir diese „Mitleidsschiene“ auf den Nerv.
Ab der Mitte des Buches dachte ich mir nur noch: Hör auf endlich auf rumzuheulen – du hast es selbst in der Hand.
Entsprechend gut konnte ich mich mit Moritz anfänglich negativer Einstellung gegenüber Marit identifizieren.

Moritz und sein Großvater Emil waren für mich das eigentliche Highlight der Geschichte.
Ich mochte den Nebenhandlungsstrang um Emil und seine Lebensgeschichte unheimlich gern, weil es Moritz liebevolle Seite zeigt und der Story mehr Gefühl gibt.
Die Story um Marie-Luise hätte gern besser ausgebaut werden können.

In meinen Augen wird das Buch von den Nebencharakteren getragen, hätte es diese nicht gegeben, hätte ich das Hörbuch zur Hälfte hin abgebrochen.
Insgesamt hat mich dieses Buch nicht vom Hocker hauen können, obwohl es vielversprechend gestartet ist.

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