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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein tödliches Turnier, griechische Götter und eine Protagonistin, die eigentlich gar nicht geliebt werden kann – „Games Gods Play“ hat mich von der ersten Seite an gepackt

The Games Gods Play – Schattenverführt
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“The Games Gods Play” ist ein spannender Fantasyroman, der hat mich vor allem durch sein Turnier-Setting und die Einbindung der griechischen Mythologie neugierig gemacht hat.

Die Protagonistin Lyra ist ...


“The Games Gods Play” ist ein spannender Fantasyroman, der hat mich vor allem durch sein Turnier-Setting und die Einbindung der griechischen Mythologie neugierig gemacht hat.

Die Protagonistin Lyra ist mutig, rebellisch und setzt sich selbstlos für andere ein. Besonders ihr Mitgefühl verleiht ihr eine ganz besondere Stärke, die mich sehr inspiriert hat. Durch ihre Geschichte und ihr Verhalten fiel es mir leicht, mit ihr mitzufühlen.

Ich habe es geliebt, wie originell und humorvoll die Autorin verschiedene Elemente und Details aus der griechischen Mythologie miteinander verknüpft hat. Im Zentrum steht das Turnierformat, das der Geschichte eine enorme Sogwirkung verleiht. Die einzelnen Prüfungen sind durchweg spannend und gefährlich – man weiß nie, was als Nächstes passiert. Auch die Dynamiken zwischen den anderen Crucible-Teilnehmenden sind interessant in die Handlung eingebunden. Besonders Boone, der als charmanter Dieb eingeführt wird und sich im Laufe der Geschichte als treuer Freund erweist, ist mir als Nebenfigur sehr ans Herz gewachsen.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Lyra und Hades hat mich von ihrer ersten Begegnung an begeistert. Lyra, die von Zeus dazu verflucht wurde, niemals geliebt werden zu können, lässt sich nicht unterkriegen und behauptet sich gegenüber dem charmanten, cleveren und zugleich mysteriösen Hades. Dass er sie nicht ohne Grund als seine Championess für das Crucible ausgewählt hat, macht ihre Dynamik umso spannender. Die Gefühle zwischen den beiden entwickeln sich zwar recht schnell, aber bei ihrem banter kann man ihnen das kaum übel nehmen.

Insgesamt hat es mir unglaublich viel Spaß gemacht, Lyra auf ihrem Weg zu begleiten. Ich bin schon sehr gespannt, wie es in Band zwei weitergeht!

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Veröffentlicht am 31.03.2024

Ein wunderschöner Auftakt einer inspirierenden Romantasy Geschichte

Divine Rivals
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Der Schreibstil von Rebecca Ross ist faszinierend und durchdrungen von lauter wunderschönen Formulierungen.

Zu Beginn der Geschichte herrscht eine fesselnde Rivals-to-Lovers Dynamik. Der Konkurrenzkampf ...

Der Schreibstil von Rebecca Ross ist faszinierend und durchdrungen von lauter wunderschönen Formulierungen.

Zu Beginn der Geschichte herrscht eine fesselnde Rivals-to-Lovers Dynamik. Der Konkurrenzkampf der Protagonisten um die gleiche Stelle bei einer Zeitung ist ernst, aber dennoch von kleinen Neckereien und Fairness geprägt. Die Berufswege von Iris und Roman sind eng miteinander verwoben, wodurch ihrer beider Leben unerwartete Wendungen nehmen... Durch den herrschenden Krieg der Götter kommt ein einzigartiger mythologischer Aspekt hinzu, dessen Hintergründe ich interessiert nachvollziehen wollte.

Iris ist eine bemerkenswert starke Protagonistin. Ich mochte ihre Leidenschaft für das Schreiben, ihre einfühlsame Art und ihre Standhaftigkeit. Insbesondere ihr Bruder Forest liegt ihr sehr am Herzen, weshalb sie sich einer Herausforderung nach der nächsten stellt, um ihn zu finden. Roman Kitt ist genau wie Iris besonders leidenschaftlich und ehrgeizig. Er kommt aus einer weitaus wohlhabenderen Familie als Iris, doch muss auch er dafür kämpfen, seinen Weg gehen zu dürfen. Er lastet unter enormen Erwartungsdruck und muss lernen, für sich und eine Zukunft nach seinen Vorstellungen einzustehen. Besonders die Wortgewandtheit der beiden und ihr Mut, sich in das Unbekannte zu begeben, hat mir gefallen.

Insgesamt habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen. Diese Slow-Burn-Romantasy verspricht eine spannende Mischung aus ruhigeren und actionreichen, ernsteren und inspirierenden Szenen. Besonders beeindruckend fand ich die Briefe, die sie sich gegenseitig geschrieben haben. Die darin enthaltenen Nachrichten haben unglaublich viele bedeutungsvolle Messages beinhaltet!
Gerade die Geschehnisse gegen Ende des Buches haben mich sehr neugierig auf den weiteren Band der Dilogie zurückgelassen, auf den ich mich schon sehr freue.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Aufregend, düster und voller Überraschungen

Das Lied der Krähen
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„Das Lied der Krähen“ ist ein großartiger Auftakt. Handlungsort ist das düstere Ketterdam, wo Diebe, Spieler und Bandenmitglieder ihr Unwesen treiben und die Krähen sich zu Hause fühlen.

Kaz Brekker, ...

„Das Lied der Krähen“ ist ein großartiger Auftakt. Handlungsort ist das düstere Ketterdam, wo Diebe, Spieler und Bandenmitglieder ihr Unwesen treiben und die Krähen sich zu Hause fühlen.

Kaz Brekker, Mastermind des Barrells, ist aufmerksam, intelligent und wird in Ketterdam nicht nur respektiert, sondern für seine Gerissenheit regelrecht gefürchtet. Kein Deal ist ihm zu gefährlich, solange die Bezahlung stimmt. Gemeinsam mit seinem Phantom, der mutigen Inej, der selbstbewussten Grisha Nina, dem unterschätzten Wylan, dem verbitterten Jäger aus dem Norden und dem risikofreudigen Revolverheld Jesper begibt er sich auf eine nervenaufreibende Mission. Sie sollen jemanden aus einem Hochsicherheitsgefängnis befreien sollen, was zuvor jedoch noch nie jemandem gelungen ist…

Dadurch, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, lassen sich die beiden Bücher rasant lesen. Die Einzelschicksale der Krähen werden jeweils facettenreich und immer genau zum richtigen Zeitpunkt detaillierter beleuchtet. Überhaupt ist die Dynamik dieser geheimnisvollen Protagonisten richtig genial! Das Zusammenspiel aus Liebe, Freundschaft, Diversität, Action und Humor hätte nicht stimmiger sein können! Den Schreibstil der Autorin würde ich als sehr ausgefeilt, stellenweise sogar als etwas langatmig beschreiben, doch die Geschichte selbst zieht sich dadurch tatsächlich nicht. Der Grund dafür, warum ich diese Bücher letztes Jahr verschlungen habe, und sie euch jetzt empfehle, waren vielmehr die ganzen spannenden Plot Twists! Man fragt sich ständig, was Kaz denn noch alles ausgeheckt hat. Immer dann, wenn es scheint, als säßen sie in einer Sackgasse, ziehen Kaz oder die anderen ein weiteres Ass aus dem Ärmel. Genauso verhält es sich auch mit den Ereignissen im zweiten Band, wodurch man eigentlich gar nicht anders kann, als mitzufiebern.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Ein episches Fanatsy Highlight

King of Scars
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Freibeuter. Soldat. Bastard. Überlebender. Herrscher. All diese Titel machen Nikolai Lantsov aus. Und noch so viele mehr…

Nachdem ich bereits in der Krähen-Dilogie einen kleinen Vorgeschmack auf den charmanten ...

Freibeuter. Soldat. Bastard. Überlebender. Herrscher. All diese Titel machen Nikolai Lantsov aus. Und noch so viele mehr…

Nachdem ich bereits in der Krähen-Dilogie einen kleinen Vorgeschmack auf den charmanten Zaren, der mit seinem eignen Dämon kämpft, die unerschrockene Stürmerin Zoya und die nicht kleinzukriegende Agentin Nina bekommen habe, bin ich natürlich unglaublich gespannt an diese Geschichten herangegangen und wurde nicht enttäuscht.

Leigh Bardugo ist es mal wieder gelungen zwei epische Fantasy Highlights zu erschaffen! Abwechslungsreich kombinierte Handlungsstränge sorgen durchweg für Spannung, da man, selbst wenn Figuren zu Wort kommen, dessen Schicksale einen nicht unbedingt vorrangig interessieren, immer auf die Perspektiven von Nikolai und Zoya hinfiebert. Fairerweise muss ich zugegeben, dass ich zu Beginn der Geschichte ein bisschen enttäuscht von Ninas Reise gewesen bin. All das Selbstbewusstsein, das sie in Ketterdam an den Tag gelegt hatte, schien verloren, doch spätestens ab der zweiten Hälfte des ersten Bandes hatte sie mich wieder. Nikolai ist natürlich mein unangefochtener Favorit! Er repräsentiert einfach all die Werte, die einen würdigen Zaren und Lieblingscharakter ausmachen. Als weibliche Heldin möchte ich unbedingt Zoya hervorheben. Sie ist Nikolai eine loyale Freundin und die verlässlichste Würdenträgerin, die sich Ravka nur wünschen kann. Durch ihre Direktheit grenzt sie sich von den typischen 0815 Protagonistinnen ab. Sie zeigt uns, dass sich auch hinter einer noch so harten Schale ein weicher Kern verbergen kann.

Detailreiche beschriebene Handlungsorte haben auf jeden Fall dafür gesorgt, dass man Fjerda, Ravka und dessen Bewohner in einem ganz neuen Licht gesehen hat. Intrigen, politische Differenzen und innere Kämpfe garantieren die besten Plot Twists! Sobald sich die Geschichte dem lange angedeuteten Krieg nähert, kann man kaum aufhören zu lesen.

𝐀𝐧𝐠𝐬𝐭 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧 𝐏𝐡𝐨𝐞𝐧𝐢𝐱. 𝐃𝐮 𝐤𝐚𝐧𝐧𝐬𝐭 𝐬𝐢𝐞 𝐭𝐚𝐮𝐬𝐞𝐧𝐝 𝐌𝐚𝐥 𝐛𝐫𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐬𝐞𝐡𝐞𝐧, 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐨𝐜𝐡 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐬𝐢𝐞 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫𝐤𝐞𝐡𝐫𝐞𝐧.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Mystische YA Romantasy

Iron Empire – Erwählt vom Licht der Wälder
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Der Auftakt dieser neuen Romantasy Dilogie von Emily Bähr hat mich optisch total angesprochen. Den dezenten Farbschnitt mit den goldenen Schnörkeln finde ich toll! Die Geschichte wird abwechselnd aus der ...

Der Auftakt dieser neuen Romantasy Dilogie von Emily Bähr hat mich optisch total angesprochen. Den dezenten Farbschnitt mit den goldenen Schnörkeln finde ich toll! Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Kaeliah und Hunter erzählt, was gerade deswegen interessant ist, weil man so schon direkt zu Beginn des Buches einen Einblick in die Lebenswelten beider Protagonisten erhält, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Denn als ein Flugzeug in ihrer Heimat abstürzt, ändert sich Kaeliahs Leben schlagartig. Der Passagier ist Hunter, der Prinz des Eisernen Imperiums, welches seit Jahrhunderten die Wispernden Wälder zerstört. Kae, die erst kürzlich zur Seherin ernannt wurde und um die Akzeptanz ihres Volkes kämpft, sieht ihre Chance, sich zu beweisen. In der Hoffnung ihre Heimat zu retten, begleitet sie Hunter zurück in sein Reich und merkt dabei schnell, dass ihre Verbindung weit über Diplomatie hinausgeht. Als Kae am kaiserlichen Hof ankommt, findet sie dort nichts als Intrigen und ein Land an der Schwelle zum Krieg, während der Menschheit buchstablich die Luft zum Atmen ausgeht.

Gerade die erste Hälfte des Buches hat mir gefallen. Der lockere Schreibstil verleiht der Geschichte eine angenehme Schnelllebigkeit. Durch die bildhaften Beschreibungen der Wälder ist es der Autorin gelungen, ein interessantes, mystisches Setting zu kreieren. Nach einem Ortswechsel ist dieses leider zunehmend verloren gegangen, wodurch das Eiserne Imperium zwar kontrastreich, aber vergleichsweise blass erschienen ist.

Kaeliahs und Hunters Freundschaft hat sich authentisch entwickelt. Die Liebesgeschichte konnte ich hingegen nicht ganz nachvollziehen. Ich fand sie zwar sympathisch, aber die nötige Chemie hat mir gefehlt. Handlungstechnisch passieren wenig Dinge, die man nicht vorsieht, was wahrscheinlich daran liegt, dass der Plot dem vieler anderer Jugendbücher ähnelt. Die Grundidee ist trotzdem interessant. Wenn man nach einem leichten Fantasy Buch sucht, bei dem man gut abschalten kann, ist dieses hier auf jeden Fall eine gute Wahl.

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