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Veröffentlicht am 14.02.2018

Vom Fliegen und auf dem Boden bleiben

Schnip
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Schnip, ein kleiner Vogel, ist eigentlich ganz normal: er hat zwei Augen, Zwei Flügel, einen Schnabel… nur, er hat Angst vorm Fliegen. Seine Vogelfreunde versuchen ihm die Angst zu nehmen und ihm zu helfen, ...

Schnip, ein kleiner Vogel, ist eigentlich ganz normal: er hat zwei Augen, Zwei Flügel, einen Schnabel… nur, er hat Angst vorm Fliegen. Seine Vogelfreunde versuchen ihm die Angst zu nehmen und ihm zu helfen, endlich auch fliegen zu lernen. Als alles Gute Zureden und alle Hilfestellungen nichts bringen wollen, ziehen sie schließlich ohne Schnip gen Süden und der kleine Vogel bleibt alleine im kalten Winter zurück. Doch so alleine ist er gar nicht! Da ist die Maus, deren Schal davon geflogen ist und Schnip kann ihr helfen, ihn wieder einzufangen, oder der Igel, der sich im Unterholz verheddert hat, den Schnip dank seines scharfen Schnabels befreien kann – und so erlebt Schnip seinen ganz eigenen Winter und erlebt so manches, bis seine Freunde wieder aus dem warmen Süden zurückkehren.
Ein sehr schönes, liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das allerdings in etwas „düsteren“ Farben gehalten ist, weshalb viele Kinder nicht auf Anhieb in seinen Bann gezogen werden.

Veröffentlicht am 14.02.2018

Raumfahrt für die ganz kleinen

Guck mal, wer da ist! Im Weltraum
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Mein fünfjähriger interessiert sich momentan für Raketen, Astronauten und eben alles, was so dazu gehört. Mit wirklich schönen Illustrationen und wenig Text wird hier das Thema kindergartengerecht aufgearbeitet, ...

Mein fünfjähriger interessiert sich momentan für Raketen, Astronauten und eben alles, was so dazu gehört. Mit wirklich schönen Illustrationen und wenig Text wird hier das Thema kindergartengerecht aufgearbeitet, man kann Wissenschaftler in einer Raumstation entdecken, einem Astronauten einen Raumanzug anziehen oder beobachten, wie eine Raumsonde einen Roboter auf dem Mars absetzt. Anhand der Zeichnungen kann man dann, falls gewünscht, über das Weltall reden, Planeten und die Erde beschreiben oder erklären, warum der Astronaut, wenn er aus der Rakete aussteigt, keine Luft mehr kriegt. Für mich ein gelungenes Bilderbuch für Nachwuchsraumfahrer ab etwa 3 Jahren.

Den Warnhinweis für Kinder unter drei Jahren in der Kurzbeschreibung des Buches kann ich übrigens nicht ganz nachvollziehen. Klar, das „Klappbuch“ hat auch Pappklappen, aber die eignen sich genauso gut für einen Erstickungstod wie jede andere Seite eines Buches auch.

Veröffentlicht am 14.02.2018

Als Australien von England "kolonialisiert" wurde

Verbannt ans Ende der Welt
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England 1804: Die vierzehnjährige Abby muss für die sterbenskranke Mutter etwas zu Essen besorgen, doch Geld haben die beiden schon lange nicht mehr und der Stammbäcker lässt sich nicht erweichen, nochmals ...

England 1804: Die vierzehnjährige Abby muss für die sterbenskranke Mutter etwas zu Essen besorgen, doch Geld haben die beiden schon lange nicht mehr und der Stammbäcker lässt sich nicht erweichen, nochmals anzuschreiben. Als sie gerade betrübt darüber nachdenkt, wie sie doch noch an etwas Essbares kommen könnte, wirft ihr ein vorbeirennender Junge, verfolgt von der Gendarmerie, ein Brot in den Korb. Abby wird als „Komplizin“ verhaftet und nach einem Fließbandprozess in die Strafkolonie Australien verbannt. Doch schon der Transport ans Ende der Welt wird zum Überlebenskampf.

Ein Buch über Abenteuer, Freundschaft, Loyalität und natürlich auch einer zarten Romanze, jedoch immer mit zeithistorischem Kontext. Damals, mit zwölf, mein absolutes Lieblingsbuch und ich würde es auch heute noch allen lesenden Mädels ab etwa zehn Jahren empfehlen!

Veröffentlicht am 07.02.2018

Schöne Sommerferiengeschichte für Mädels ab 8

Eine Tüte grüner Wind
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Lucy ist frustriert. Ihre Mutter hat den gemeinsamen Urlaub in den USA kurzerhand gecancelt um den Sommer mit ihrem neuen Freund zu verbringen. Was mit Lissy in der Zeit wird, ist völlig unklar. Sämtliche ...

Lucy ist frustriert. Ihre Mutter hat den gemeinsamen Urlaub in den USA kurzerhand gecancelt um den Sommer mit ihrem neuen Freund zu verbringen. Was mit Lissy in der Zeit wird, ist völlig unklar. Sämtliche Ferienlager sind schon ausgebucht, die neue Familie ihres Vaters will sie nicht dabei haben und auch auf der Italienrundreise ihrer besten Freundin ist kein Platz mehr. Schließlich zaubert ihre Mutter eine Tante in Irland aus dem Hut. Dem Land, in dem es eisig kalt sein soll und ständig regnet. Tante Paula sei arm und lebe irgendwo in der Pampa, ohne richtiges Haus, ob sie sich Strom leisten kann, wissen sie nicht. Aber für ein paar Wochen wird’s wohl gehen – meint Mama. Mit einem riesen Klumpen Angst und ganz viel Traurigkeit sitzt Lucy schließlich im Flieger nach Irland. Ob die arme Tante wenigstens etwas zu essen hat? Sie ahnt nicht, dass sie den Sommer ihres Lebens vor sich hat!

Ein schönes Buch, genau richtig als Ferienlektüre. Zwei Punkte haben mich allerdings doch gestört: Die Mutter wird als so unglaublich selbstsüchtig, ignorant und manipulativ dargestellt, dass man fasst hofft, Lucy möge in Irland bleiben. Außerdem ist das Buch leider nicht in Abschnitte unterteilt, was für mich als erwachsene Leserin zwar nicht weiter schlimm ist, für junge Leserinnen aber schnell demotivierend werden kann.

Veröffentlicht am 05.02.2018

Blaupraut, oh dieses Blaukraut!

Der Flugplatzspatz nahm auf dem Flugblatt Platz
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„Schnecken erschrecken,
wenn Schnecken an Schnecken schlecken,
weil zum Schrecken vieler Schnecken
Schnecken nicht schmecken.“/

„Es klapperte die Klapperschlang‘,
bis ihre Klapper schlapper klang.“

Mein ...

„Schnecken erschrecken,
wenn Schnecken an Schnecken schlecken,
weil zum Schrecken vieler Schnecken
Schnecken nicht schmecken.“/

„Es klapperte die Klapperschlang‘,
bis ihre Klapper schlapper klang.“

Mein Sohn spricht etwas „nuschelig“. Um ihn spielerisch etwas aus der Reserve zu locken habe ich Reime dieses kleine Buch besorgt. Die 71 Reime gehen weit über „Fischers Fritze“ hinaus, bei einigen stolpere auch ich, wenn ich das Tempo anziehe. Meist schnappen wir uns einen der Verse und versuchen ihn fehlerfrei auszusprechen, klappt das, sprechen wir um die Wette – das ist recht lustig, er hat seine Erfolgserlebnisse und bekommt so gar nicht mit, dass er „lernt“. Für diesen Zweck finde ich das Buch also bestens geeignet, zum bloßen Vorlesen gibt’s aber sicher ansprechenderes.