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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2024

Emotional fesselnd, aber mit einem Hauch zu viel Dramatik

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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"Alles, was ich geben kann" von Rebecca Yarros war mein erstes Buch der Autorin und es hat mich emotional tief berührt. Die Autorin schreibt flüssig und versteht es, die Charaktere lebendig und nachvollziehbar ...

"Alles, was ich geben kann" von Rebecca Yarros war mein erstes Buch der Autorin und es hat mich emotional tief berührt. Die Autorin schreibt flüssig und versteht es, die Charaktere lebendig und nachvollziehbar zu gestalten. Besonders der Perspektivwechsel zwischen der Hauptfigur Ella und Beckett, dem männlichen Protagonisten, verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe.

Die Handlung selbst ist extrem emotional: Ella erlebt eine Schicksalsschlag nach dem anderen, und jedes Mal, wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen, wird es noch dramatischer. Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt: Die vielen aufeinanderfolgenden Tragödien wirken an einigen Stellen etwas übertrieben und leicht unglaubwürdig, da es schwer vorstellbar ist, dass so viel Leid einer einzigen Person widerfährt.

Dennoch zieht die Geschichte einen in ihren Bann, nicht zuletzt dank der romantischen Momente, die das Buch trotz der schweren Themen immer wieder auflockern. Insgesamt ließ sich das Buch gut und schnell lesen, und ich habe die emotionale Tiefe und die romantische Entwicklung sehr gut gefunden. Trotz der etwas übertriebenen Dramatik bleibt es eine bewegende und lesenswerte Geschichte.

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Eine liebevolles Gute-Nacht-Buch

Gute Nacht! Sei so nett und bring mich ins Bett!
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In "Gute Nacht - Sei so nett und bring mich ins Bett" von Agi Ofner wird auf 24 illustrierten Seiten ein kleiner Siebenschläfer ins Bett gebracht. Es handelt sich um ein Bilderbuch mit sehr dicken Seiten, ...

In "Gute Nacht - Sei so nett und bring mich ins Bett" von Agi Ofner wird auf 24 illustrierten Seiten ein kleiner Siebenschläfer ins Bett gebracht. Es handelt sich um ein Bilderbuch mit sehr dicken Seiten, wodurch es gut in der Hand liegt und gleichzeitig sehr stabil ist.
Im Buch wird der kleine Siebenschläfer ins Bett gebracht und muss vorher alles tun, was zur abendlichen Routine gehört, wie beispielsweise den Schlafanzug anziehen und die Zähne putzen. Dabei werden die Kinder animiert, dem Siebenschläfer beim zu Bett gehen zu helfen, etwa indem das Buch gekippt werden soll, damit Zahnbürste und Zahnpasta zum Siebenschläfer rollen. Ich finde es schön, dass es hin und wieder diese kleinen Aufgaben gibt, bei denen Interaktion gefordert ist. Da die Seiten aber keine Teile zum aufklappen, schieben etc. beinhalten, bleibt die erledigte Aufgabe der Fantasie überlassen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, besonders schön finde ich die liebevollen Illustrationen, niedlichen Texte und die stimmigen Farben.

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Veröffentlicht am 20.07.2024

Eine zähe Zeitreise

Geile Zeit
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In "Geile Zeit" porträtiert der Autor Niclas Seydack eine Generation, die in den 90er Jahren geboren und aufgewachsen ist. Von der Kindheit bis in die frühen 2000er und anschließenden Jugend, über das ...

In "Geile Zeit" porträtiert der Autor Niclas Seydack eine Generation, die in den 90er Jahren geboren und aufgewachsen ist. Von der Kindheit bis in die frühen 2000er und anschließenden Jugend, über das Erwachsen werden bis in die heutige Zeit.
Speziell der erste Teil des Buches hat Spaß gemacht zu lesen, da man in vielen Kindheitserinnerungen schwelgen konnte, die wohl die meisten Kinder, die zu dieser Zeit aufgewachsen sind, teilen. Es war schön sich selbst daran zu erinnern und beim Lesen ist kaum aufgefallen, dass es sich um ein Sachbuch handelt.
Je mehr man liest, desto weiter nähert man sich auf dem Zeitstrahl der heutigen Zeit. Und desto negativer wird auch die Stimmung im Buch für mein Empfinden. Vieles wird schlecht gesehen und abgelehnt. Das Buch las sich für mich nicht wie ein Sachbuch, sondern zunehmend eher wie ein Roman, in dem es keine Handlung gibt. Es ist eine Aneinanderreihung von Erlebnissen und Ereignissen, die ein Mensch, der jetzt um die 30 Jahre alt ist in seinem Leben schon erlebt hat. Je näher es dem Ende des Buches und damit der kürzeren Vergangenheit zuging, desto langweiliger wurde es für mich. An diese Ereignisse kann man sich noch zu gut erinnern und an einige davon, wie etwa die Pandemie-Zeit, möchte man sich vielleicht auch gar nicht so viel erinnern.
Dadurch war das Buch für mich nur zu Beginn interessant. Im Verlauf wurde es zunehmend belastender und hat sich nicht mehr wie gute Unterhaltung angefühlt.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Viele schöne Zeichnungen, aber ohne Tiefgang

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Das Buch "Stolz und Vorurteil" ist eine Graphic Novel mit Texten von Claudia Kühne, nach Jane Austens gleichnamigen Klassiker, und Zeichnungen von Tara Spruit.
Ich durfte die Hardcover-Variante des Buches ...

Das Buch "Stolz und Vorurteil" ist eine Graphic Novel mit Texten von Claudia Kühne, nach Jane Austens gleichnamigen Klassiker, und Zeichnungen von Tara Spruit.
Ich durfte die Hardcover-Variante des Buches lesen. Die originale Fassung von Jane Austen habe ich bisher nicht gelesen.
Auf ca. 250 Seiten wird die Geschichte von Stolz und Vorurteil in farbenfrohen Zeichnungen nacherzählt. Dabei gibt es sehr wenig Text und auf den Bildern viel zu entdecken, sodass man nur so über die Seiten fliegt.
Das Cover ist sehr schön und romantisch gestaltet, es zeigt die beiden Protagonisten Elizabeth Bennet und Mr Darcy. Die Zeichnungen im Buch sind ebenfalls sehr schön, es werden viele Pastelltöne genutzt und die Personen sind sehr detaillreich dargestellt. Allerdings ist es mir, gerade zu Beginn des Buches, extrem schwer gefallen, Elizabeth und ihre vier Schwestern auseinander zu halten.
Die Texte in dem Buch beschränken sich hauptsächlich auf die wörtliche Rede, was bei einer Graphic Novel nicht weiter überraschend ist. Allerdings blieben mir die Inhalte oft zu sehr an der Oberfläche. Viele Handlungen und Entscheidungen der einzelnen Akteure waren für einen "Stolz und Vorurteil"-Erstleser nahezu nicht nachvollziehbar und mussten so hingenommen werden. Natürlich liegt das bei einer Graphic Novel in der Natur der Sache, dass gekürzt werden muss, allerdings hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Erläuterung gewünscht.
Meiner Meinung nach eignet sich das Buch eher für ein jüngeres Publikum, welches eher an den Zeichnungen interessiert ist.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Eine magische Fußballgeschichte

Die Zauberkicker, 5, Schattenspiel
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Diese Reihenfortsetzung ist eine spannende Geschichte über Fußball mit ganz viel Magie. Das Buch handelt von den Freunden Ben, Mika und Robin, die auf einem Fußballinternat sind. Schon beim Lesen der ersten ...

Diese Reihenfortsetzung ist eine spannende Geschichte über Fußball mit ganz viel Magie. Das Buch handelt von den Freunden Ben, Mika und Robin, die auf einem Fußballinternat sind. Schon beim Lesen der ersten Seiten taucht man schnell in die Geschichte ein, denn ein erstes Zeltlager und ein wichtiges Fußballspiel stehen an.
Auf fast jeder Seite gibt es eine kleine Illustration oder auch mal ein Bild über die gesamte Seite, was die Fantasie weiter anregt und sehr abwechslungsreich ist.
Der Erzählstil ist mitreißend und die einzelnen Figuren werden nach und nach vorgestellt, sodass alles gut verständlich und nachvollziehbar ist. Ich würde das Buch für fortgeschrittene Leser ab ca. 9 Jahren empfehlen. Die einzelnen Kapitel werden durch die Bilder aufgelockert, sodass es einem nicht zu langatmig beim lesen eines Kapitels vorkommt. Die Schrift hat eine angemessene Größe.
Aus meiner Sicht eignet sich das Buch super für junge Leser, die Spaß an Fußball und an Fantasy-Geschichten haben.

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