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Veröffentlicht am 23.05.2019

Aufgrund kleinerer Schwächen nicht ganz so gut wie der Vorgänger

Der Zorn der Asirim
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Bereits der erste Band dieser Reihe hat mich ohne Frage komplett überrascht und vollkommen begeistert, was vor allem an Ceda lag und dem sehr atmosphärischen Setting, das uns hier geboten wird.
Auch hier ...

Bereits der erste Band dieser Reihe hat mich ohne Frage komplett überrascht und vollkommen begeistert, was vor allem an Ceda lag und dem sehr atmosphärischen Setting, das uns hier geboten wird.
Auch hier punktet der Autor wieder mit malerischen Beschreibungen, so daß man sich der Wüste wirklich nah fühlt.
Bradley Beaulieu versteht es völlig zu fesseln und abtauchen zu lassen.
Diese Welt, wie wir sie erleben an der Seite vom Ceda ist durchzogen von Machtkämpfen, Blut, Qual und Zerrissenheit.
Insbesondere die Rückblenden sorgen für Momente zum sinnieren. Was mir ausgesprochen gut gefallen hat.
Im Gegensatz zum ersten Band hatte ich zum einen anfangs Probleme in das Geschehen hineinzufinden und zum anderen, wurde mein Lesefluss immer wieder durch langatmige Passagen gestört.
Der Autor schreibt sehr detailreich, was aber leider dann auch zu Längen führt.
Mir aber trotzdem gut gefallen hat, weil es dadurch noch mehr an Tiefe und Intensität gewinnt.
Besonders in Ceda konnte ich mich wirklich gut hineinversetzen und ihren mutigen Kampf verfolgen.
Eine Frau die niemals aufgibt.
Eine Frau , die allem strotzt was sich ihr in den Weg stellt.
Ich hab sie bewundert, vergöttert und einfach begierig alles verfolgt, was sie erlebte und mitnahm.

Es gelang dem Autor wieder ausgesprochen gut, die Charaktere zu zeichnen. Neben Ceda hat mir Davud hier unglaublich gut gefallen.
Ein weiterer Stolperstein sind für mich leider immernoch die ungewöhnlichen Namen, die ich mir eher schlecht merken konnte. Die Charaktere dahinter waren jedoch absolut präsent für mich.
Ich fühlte vor allem mit Ceda mit und hab sie unglaublich gern begleitet.
Diesen Band fand ich um einiges ruhiger als der Vorgänger, Entwicklung ist jedoch deutlich spürbar.
Man watet durch Höhen und Tiefen.
Schock, Fassungslosigkeit, Entsetzen.
Es will kein Ende nehmen und man ist stetig mittendrin.
Es zerreißt, fordert und bringt merklich an die Grenzen der Belastbarkeit und darüber hinaus.
Ein immenser Sturm der sich aufbaut und nicht abklingen will.
Immer wieder gelingt es dem Autor überraschende Sequenzen einzubringen, so dass ich urplötzlich wieder voll bei der Sache war.
Auch hier wieder herzergreifend und ein Stück weit emotional. Was sich vor allem in den Rückblenden herauskristallisiert.
Ich empfand es jedoch auch als nervenzehrend und actionreich. Das Gesamtpaket ist einfach eine sehr gelungene Mischung die ordentlich auf Trab hält.

Die Handlung selbst ist wieder sehr komplex und erfordert viel Zeit und Raum.
Zwischenzeitlich musste ich das Buch auch zur Seite legen, weil es mir zu schwer, zu drückend und einfach zu viel von allem wurde.
Es ist definitiv nichts für zwischendurch.
Mir hat es letztendlich mit den Pausen dazwischen wirklich gut gefallen. Auch wenn es im Endeffekt nicht ganz an den Vorgänger heranreicht.
Das Ende empfand ich wieder als sehr spektakulär, was die Neugier auf Band 3 steigert.
Die Faszination, das Interesse flaute nicht ab, stattdessen steigerte es sich immer mehr und man ist einfach nur völlig geflasht von der gewaltigen Atmosphäre, die sich hier auftut.
Düster, beklemmend, magisch.

Fazit:
Nach dem gigantischen ersten Band , bringt Bradley Beaulieu mit “der Zorn der Asirim ” einen würdigen Nachfolger an den Start.
Aufgrund kleinerer Schwächen nicht ganz so gut wie der Vorgänger.
Dennoch wieder sehr episch, magisch und facettenreich zugleich.
Intensiv, packend und emotional.
Eine Reihe die auch hier wieder ordentliche Entwicklungsschübe aufzeigt und mit Machtkämpfen, Blut und Zerrissenheit punktet.
Einfach wow und einzigartig.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Dramatik, Dunkelheit und Schmerz und dazwischen Outskirts

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Die Autorin ist mir bereits durch die KING Reihe bekannt, die ich abgöttisch liebe und deshalb hab ich mich auch wahnsinnig auf ihr neues Werk gefreut.
Holy Shit, drückt alles aus, was ich diesem Werk ...

Die Autorin ist mir bereits durch die KING Reihe bekannt, die ich abgöttisch liebe und deshalb hab ich mich auch wahnsinnig auf ihr neues Werk gefreut.
Holy Shit, drückt alles aus, was ich diesem Werk gegenüber empfinde.
Was ich Outskirts gegenüber empfinde.
Outskirts ist nicht einfach nur ein Ort.
Es ist ein Ort zum ankommen, zum loslassen.
Wo sich Wut, Trauer, Liebe und Freundschaft die Hand geben.
Es ist ein Ort der Geschichten schreibt.
Wo Verbindungen fürs Leben entstehen oder aber zerbrechen.
Dieser Ort hat mich völlig elektrisiert, nach Luft schnappen lassen und ich wollte einfach nicht mehr fort von da.
So viele Bilder im Kopf, so viele Eindrücke.
Es wollte raus. Unbedingt raus.

Outskirts ist der Ort an dem sich Sawyer und Finn das erste Mal begegnen, was einer ziemlichen Bruchlandung gleicht.
Zwei verlorene und gebrochene Seelen , die wieder zurück ins Leben finden müssen.
Zwei Menschen , denen das Leben schon ungemütlich mitgespielt hat.
Man spürt förmlich die Qual, Zerrissenheit und immense Wut, die dahintersteckt.
Das hat einfach mein Herz berührt und bluten lassen, weil es einfach so wundervolle Charaktere sind, die mein Herz im Sturm erobert haben.
Dadurch das man von beiden die Perspektiven erfährt, lernt man sie auch sehr gut kennen.
Die Hintergründe, die Dunkelheit dahinter, offenbart sich Stück für Stück und ließ mich sichtlich nach Luft schnappen.
Ich fühlte mich Ihnen nah, ich litt, lachte und liebte mit Ihnen.
Ganz ehrlich, ich hatte Momente, in denen ich nicht wusste , ob ich zuerst lachen oder weinen sollte.
Und während ich diesem Gefühlssturm ausgesetzt war, verliebte ich mich immer mehr in die Story.
In Josh, die mich mit ihrer toughen und starken Art unglaublich beeindruckt hat.
In Miller, der mich mit seiner Art immer wieder zum lachen brachte.
Und in Critter, der das Herzstück dieses Ortes ist und einfach Halt bedeutet.
Die Charaktere sind mit so viel Liebe zum Detail ausgearbeitet.
Authentisch, bodenständig, mit Ecken und Kanten versehen und einfach unglaublich greifbar.
Jede gottverdammte Sekunde konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und einfach spüren, was sie ausmachte, wonach sie strebten und wer sie eigentlich sind.

T.M. Frazier hat so eine geniale Art zu schreiben.
Einfühlsam, packend, hart und zugleich sanft.
Die Handlung hat mich begeistert und ich konnte mich sofort fallen lassen.
Es steckt so unglaublich viel Dramatik , aber auch Herzlichkeit drin, das es mich förmlich umgehauen hat.
Ich hab die Dialoge zwischen den Charakteren unglaublich genossen und manchmal wirklich losprusten müssen.
Am andere Stelle steckte jedoch auch Weisheit und Poesie darin.
Worte, die mir Gänsehaut bereiteten und nachdenklich gestimmt haben.
Und dazwischen trifft man auf so viel Zerbrechlichkeit.
Nichts im Leben ist perfekt, was hier sehr gut zur Geltung kommt.
Die Menschen nicht, das Leben nicht und schon gar nicht das Schicksal.
Aber wir haben die Macht, es für uns perfekt zu machen.

Dieser Roman lebt absolut von den zwischenmenschlichen Bindungen zwischen den Charakteren.
Ein Umstand der viel Schmerz und Wut hervorbringt.
Eindeutig sticht hier aber Sawyer vor, die aufgrund ihrer Vergangenheit etwas weltfremd wirkt. Was aber dennoch nachvollziehbar ist.
Ihre Entwicklung ist deutlich spürbar und im Laufe des Geschehen kristallisiert sich heraus, wie viel Stärke in ihr steckt, die nur darauf wartet herauszubrechen.
So viele Geheimnisse, so viel Erinnerungen.
Die Wendungen, die durch das Geschehen zogen, haben mich sprachlos gemacht und wahrlich schockiert.
Ein Verlauf, der einen völlig neuen Blickwinkel auf alles wirft und zudem neue Fragen in den Raum stellt.
Dieser Band endet mit einem verdammten Cliffhanger und ich muss unbedingt wissen , wie es weitergeht.

Fazit:
Mit ihrer neuen Reihe hat mich T.M. Frazier absolut begeistert, bewegt, zum lachen und mitzittern gebracht.
Dramatik, Dunkelheit und Schmerz und dazwischen Outskirts.
Sawyer und Finn haben mich begeistert, den Boden erbeben lassen und ich hab ihre Dialoge so geliebt.
Eine Handlung die voller Höhen und Tiefen steckt und dabei sehr viel hervorbringt. Die Wendungen machen es absolut perfekt und ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Ein Auftakt, in den ich mich verliebt habe und der nach mehr schreit.
Unbedingt mehr von Outskirts.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Schockierend, überraschend und auch sehr tragisch und traurig

Kaltes Weiß
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“Kaltes Weiß” von Simone Dark, fiel mir vor allem durch das Cover auf.
Der Klappentext klingt ungewöhnlich und zugleich ist er sehr aussagekräftig, verrät aber meines Erachtens nach , schon zuviel.

Ich ...

“Kaltes Weiß” von Simone Dark, fiel mir vor allem durch das Cover auf.
Der Klappentext klingt ungewöhnlich und zugleich ist er sehr aussagekräftig, verrät aber meines Erachtens nach , schon zuviel.

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Die Story ist definitiv anders. Tiefer, trauriger.
Als Thriller ist es ausgezeichnet. Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht. Aber für mich war der Thrillanteil doch etwas zu wenig.
Die gesamte Story rund um Ferdinand hat mich jedoch absolut mitgerissen und positiv überrascht.
Es ist verdammt eindringlich, tragisch und dramatisch zugleich.
Ferdinand ist nicht wie andere. Er ist speziell, einfach anders als seine Altersgenossen.
Verschlossener, geheimnisvoller, unschuldiger.
Seine Persönlichkeit zu ergründen, macht einen Teil der Story aus und löst einiges an Beklemmung aus.
Ich hatte das Gefühl, auch als er schon älter war, das er trotzdem noch bei der Reife eines Kindes feststeckte.
Ferdinand ist unglaublich wichtig für die Handlung. Warum findet der Leser relativ schnell heraus.

Die Story wird über einen Zeitraum von 24 Jahren erzählt.
Dies ist in mehrere Teile gegliedert, was sehr stimmig mit dem Inhalt ist.
Von einem auktorialen Erzähler erfährt man die Geschichte von Ferdinand und seiner Familie.
Die Autorin legt hier sehr viel Liebe zum Detail hinein und schreibt dabei sehr packend und emotional.
Auch die Umgebung wird dabei nicht außen vorgelassen und das auf sehr bildgewaltige Art und Weise.
Am Anfang des Buches hat mich vor allem Marie zum lachen gebracht. Später trifft man auch auf Ferdinand.
Seine Charakterzüge haben mich wirklich überrascht.
Denn Ferdinand möchte immer nur helfen, aber scheint das Dunkle quasi anzuziehen.
Ja, es hat mich schockiert. Es hat mich aber vor allem wahnsinnig traurig gemacht.
Simone Dark erzählt hier nicht nur die Story eines Jungen.
Es ist vor allem eine Geschichte die aufrüttelt und zeigt, wie leicht man abdriften kann.
Das Liebe und Menschlichkeit so unglaublich wichtig sind und es nicht viel brauch, um vom Weg abzukommen.
Obwohl sich die Story wirklich gut lesen ließ, war es für meinen Geschmack etwas zu trocken.
Die Spannung war da, jedoch unterschwellig spürbar.

Ferdinand hat mir unglaublich gut gefallen, aber er hat mir auch Eiseskälte über den Rücken gejagt.
Es lässt sich schwer beschreiben.
Mir war mulmig zumute und gleichzeitig wollte ich ihn so gern beschützen.
Ihm helfen. Einen Teil seiner Verlorenheit von ihm nehmen. Denn ich hatte das Gefühl, Glück zog niemals bei ihm ein.
Eine innere Zerrissenheit die sich durch das Ganze Geschehen zog und dabei einige Wahrheiten ans Licht zerrte.
Letztendlich ist hier ein verdammt guter Roman entstanden, den ich aber nicht unbedingt als Thriller betiteln würde.
Psychologischer Spannungsroman trifft es wohl eher.
Die Autorin begeistert nicht mit einer wendungsreichen Story, viel mehr zeigt sie auf, was im Dunkeln verborgen liegt. Wir es aber nicht sehen wollen oder können.
Schlichtweg weil es nicht vorstellbar ist und auf einer Ebene wirklich beängstigend wirkt.
Sehr ungewöhnlich, aber mich konnte es mitreißen, auch wenn ich mir stellenweise etwas mehr Tempo gewünscht hätte.
Nichtsdestotrotz kann man sich gut in die Charaktere hineinversetzen, weil sie einfach authentisch sind.


Fazit:
“Kaltes Weiss ” von Simone Dark ist definitiv ungewöhnlich und speziell.
Schockierend, überraschend und auch sehr tragisch und traurig.
Ein psychologischer Spannungsroman der definitiv Beklemmung und mulmige Gefühle auslöst, aber dennoch absolut überraschend verläuft.
Ich war angenehm überrascht, auch wenn ich mir etwas mehr Tempo gewünscht hätte.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Definitiv ein Thriller, der nachdenklich macht, heftig mitzittern lässt und einiges zwischen den Zeilen mitgibt

Trackers: Buch 1
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Eine der Neuerscheinungen auf die ich mich mega gefreut habe, war der erste Band der Trackers Reihe.
Nicht nur dieses Endzeitszenario bringt absolute Beklemmung hervor.
Denn der Autor bringt hier neben ...

Eine der Neuerscheinungen auf die ich mich mega gefreut habe, war der erste Band der Trackers Reihe.
Nicht nur dieses Endzeitszenario bringt absolute Beklemmung hervor.
Denn der Autor bringt hier neben einer schon äußerst beklemmenden Thematik, auch ordentlich Thriller Elemente ins Spiel.
Was mich persönlich etwas zwiegespalten zurückgelassen hat.
Beide Themen sind ohne Frage gewaltig und erfordern ungemein viel Aufmerksamkeit. Daher war ich doch skeptisch, ob die Geschichte beiden Themen gerecht werden würde.
Das Cover ist voller Ausdruck und bringt den Kern der Story perfekt wieder.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und leicht verständlich. Da wir es aber mit einer recht komplexen Story zutun haben, muss man verdammt gut aufpassen, um ja nichts zu verpassen.
Es ging auch gleich recht spannend los. Dennoch brauchte ich ein paar Seiten mehr, um mich komplett in das Geschehen fallen lassen zu können.
Man lernt hier vollkommen unterschiedliche Persönlichkeiten kennen, die aber für die allgemeine Handlung sehr wichtig sind und Aufmerksamkeit erfordern.
Richtig Bindung zu den Personen konnte ich leider nicht aufbauen, obwohl ich durchaus von den Emotionen mitgerissen wurde. Man erfährt zwar einige Perspektiven , dennoch blieben mir die Personen etwas blass. Was aber aufgrund der Thematik und der Vielschichtigkeit der Story nachvollziehbar ist.
Colton hat mein Herz jedoch im Sturm erobert. Ebenso die kleine Ally und Nathan.
Raven und Charlize waren für mich hingegen unglaublich interessante Persönlichkeiten. Die schon einiges erlebt und mitgemacht haben. Ihr Schmerz strahlte förmlich von Innen nach Außen.
Insgesamt gelang es dem Autor ein recht gutes Bild auf die Charaktere zu werfen. Sie waren authentisch und mit einigen Ecken und Kanten versehen.

Die Handlung ist unglaublich spannend und actionreich. Besonders der Thrilleranteil hat mir sehr gut gefallen und unglaublich viel Spaß bereitet.
Ein Killer der nicht zu fassen ist und eine Leiche nach der anderen ablegt. Diese Taten können grausamer und bestialischer kaum sein.
Mir standen die Nackenhaare zu Berge und ich fühlte immens mit.
Man spürt diesen Wahnsinn und das Kalkül sehr deutlich und hat nur noch den Wunsch , dem Ganzen ein Ende zu bereiten.
Colton hat es hier verdammt schwer, da er zum einen mit dem EMP Angriff zurechtkommen muss.
Was selbst schon keine leichte Kost ist und die unterschiedlichsten Gedankengänge hervorruft.
Man kommt einen guten Eindruck davon, was passiert ist, dennoch erfüllte es für mich nur den Effekt einer Nebenhandlung. Was ich hier als noch nicht allzu dramatisch erachte. Da es sich ja erst um den ersten Band handelt.
Dennoch schafft er es auch hier schon Beklemmung und Panik hervorzurufen.

Viel mehr glänzt eindeutig der Mordfall.
Blutig, perfide und grausamer, als alles , was ich zuvor erlebt habe.
Schock, Entsetzen und absolute Fassungslosigkeit.
Mich durchströmten Momente des Ekels, was nicht unbedingt am Blut lag. Sondern vielmehr an dem Psychogramm des Täters.
Dabei wird auch vor Details nicht halt gemacht, was den Wahnsinn nur noch mehr verstärkt.
Eine nervenzehrende Katz- und Mausjagd entwickelt sich, bei der man jede Hoffnung verliert.
Besonders das letzte Drittel war ein Auf und Ab an Emotionen und Eindrücken. Daneben werden noch einige Wendungen eingebaut, die ich absolut nicht erwartet habe und die mich komplett überraschend überrollt haben.
Das Ende ist in sich stimmig und macht direkt Lust auf den Nachfolger.
Ein Ende , das man so nicht vorhergesehen hat.

Schlussendlich ist hier wirklich ein genialer Thriller gelungen , der ein Endzeit Szenario in sich birgt.
Mir konnte es den Mund definitiv wässrig machen, aber noch nicht ganz überzeugen.
Ich bin jetzt schon gespannt, welche Trümpfe er bei Band 2 aus dem Ärmel schütteln wird.
Ein Thriller der definitiv nichts für schwache Nerven ist und auch etwas verstört.

Fazit:
Trackers, so heiß ersehnt und verschlungen.
Eine komplexe Story die vor allem mit dem Thrilleranteil punktet und die Haare schier zu Berge stehen lässt, inklusive Augen rollen und emotionale Momente.
Daneben spielt auch ein Angriff auf die USA eine sehr wichtige Rolle.
Definitiv ein Thriller, der nachdenklich macht, heftig mitzittern lässt und einiges zwischen den Zeilen mitgibt.
Ein Reihen Auftakt der sehr gelungen ist,mich aber noch nicht gänzlich überzeugen konnte.
Ich bin sehr gespannt darauf, welche Trümpfe der Autor bei Band 2 aus dem Ärmel schütteln wird.
Definitiv wurde mir hier absolut Appetit auf mehr gemacht.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Ein perfekter Abschluss dieser gewaltigen Dilogie

Iron Flowers 2 – Die Kriegerinnen
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Nach diesem Cliffhanger, musste ich sofort weiterlesen, um zu erfahren wie es weitergeht. Dadurch das ich Band 1 gerade erst gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme wieder zurück in die Handlung zu ...

Nach diesem Cliffhanger, musste ich sofort weiterlesen, um zu erfahren wie es weitergeht. Dadurch das ich Band 1 gerade erst gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme wieder zurück in die Handlung zu finden.
Aber auch wenn dies nicht der Fall wäre, so baut die Autorin doch einige Rückblicke ein, so das man keinerlei Probleme beim zurückkehren hat.
Ich mag die Cover total gern, so passt auch das zweite Cover sehr schön zur Geschichte und bildet eine Einheit mit dem ersten.
Tracy Banghart hat einen sehr einnehmenden und leicht verständlichen Schreibstil, wodurch ich wieder in einem Rutsch durch die Handlung gerauscht bin.
Auch hier erfahren wir wieder die Perspektiven von Serina und Nomi. Teilweise hätte ich hier auch gern Asas oder Malachis Perspektiven erfahren. Weil gerade diese beiden Charaktere sehr wichtig für den Verlauf der Handlung sind. Sie aber nicht so viel Präsenz erhalten, wie gewünscht. Im Gegensatz zu den übrigen Charakteren sind sie sehr blass, was wirklich schade ist. Denn da hätte man eindeutig mehr herausholen können.
Serina und Nomi hingegen glänzen Mit Tiefe und Präsenz.
In diesem Band machen beide eine ordentliche Entwicklung durch, die den Augen keinesfalls verborgen bleibt. Aber rückblickend hat mich vor allem Serina mit ihrer Stärke und ihrem Kampfeswille sehr beeindruckt.
Nomi entwickelt sich von der sanftmütigen Grace zur mutigen Kämpferin. Aber trotz allem spürt man, wie sanft sie in ihrem Wesen ist. Ihre Rebellion findet anfangs vor allem im Kopf statt, was sich aber im Laufe der Handlung ändert. Sie wirft Ballast ab und dank ihrer Wut, wächst sie schier über sich hinaus.
Ich hatte deutlich Respekt vor ihr. Konnte mir aber immernoch nicht vorstellen, daß sie bis zum Äußersten geht und tatsächlich das in die Tat umsetzt, was sie sich im Kopf ausmalt.
Doch wieder einmal hat sie mich wirklich überrascht und wirklich überzeugt.
Auch die Nebencharaktere sind wieder sehr schön gestaltet und ausgearbeitet. Ganz besonders gut gefallen haben mir hierbei Ember und Maris.
Man trifft hier auf Frauen die einfach alles verloren haben.
Die voller Schmerz und Wut sind. Und trotz all der Brutalität, haben sie sich selbst niemals verloren.
Die Frauen der Insel, die gebrochen werden sollten, sind stattdessen noch stärker, noch mutiger, noch kompromissloser geworden.
Ich konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen und einfach spüren, welche Zerrissenheit und welche Qualen sie durchlebt haben.
Dabei geht es nicht nur um brutale Gewalt. Es geht vor allem darum, was es in ihrem Inneren anrichtet.
Wunden, die man nicht sieht, die aber dennoch da sind.
Das ist ein Umstand, der mich wirklich geschmerzt hat und der auch so unglaublich wütend macht.
Wird dies jemals ein Ende haben?

Die Handlung ist wieder tempo- und actionreich. Ich kam keine Minute zum ausruhen und dennoch gab es auch Momente, die mich innehalten ließen. Die mir Platz zum sinnieren ließen.
Die Herrschaft des Regenten war vorher schon sehr brutal und menschenunwürdig. Aber es ist nichts im Gegensatz dazu, wozu Asa fähig. Ein Chamäleon wie er im Buche steht. Nur tausend Mal schlimmer.
Angst, Entsetzen und Fassungslosigkeit.
Man kann schier nicht glauben, wie sich alles gewandelt und was es mit sich gerissen hat.
Man hofft und bangt und doch kann man die Augen vor den brutalen Tatsachen nicht verschließen.
Die Handlung entwickelte sich keinesfalls so, wie ich erwartet habe.
Tracy Banghart schüttelt hier einige Trünpfe aus dem Ärmel, mit denen ich niemals gerechnet habe und die mich total überrrollt haben und in Schockstarre verfielen ließen.
Dadurch das Serina und Nomi an verschiedenen Fronten kämpfen, erfährt man hier wieder zwei Handlungsstränge.
Jeder ist für sich genommen unglaublich nervenzehrend und ereignisreich. Nomis noch etwas emotionaler, weil ihre sanften und traurigen Züge immer wieder zum Vorschein kommen.
Nichtsdestotrotz fand ich dies überaus gelungen.
Tränen, Angst, Verluste.
So viel Schmerz, Kalkül und Abgründigkeit.
Der Verlauf hat mich wirklich begeistert, aber auch ziemlich mitgenommen.
Ich kämpfte und litt an beiden Fronten und feuerte die Mädels immer wieder an.
Es gab jedoch einen Momemt. Der für mich, für die Frauen so unglaublich wichtig war, der aber meines Erachtens einfach zu schnell ging. Da hätte ich mir mehr Details gewünscht. Es ging einfach Schlag auf Schlag, so das man kaum Zeit hatte, es zu realisieren, geschweige denn zu begreifen.
Das Ende jedoch fand ich sehr gelungen und bildet einen perfekten Abschluss dieser gewaltigen Dilogie.
Defintitv eine Dilogie die mich auf ganzer Ebene überrascht und vollkommen mitgerissen hat.


Fazit:
Nach dem genialen und nervenzehrenden Auftakt, musste ich unbedingt den finalen Abschluss dieser gewaltigen Dilogie lesen.
Tracy Banghart bietet auch hier wieder eine sehr actionreiche und emotionale Handlung, bei der Serina und Nomi über sich hinauswachsen und zeigen, wozu sie fähig sind.
Ich war überrascht, schockiert, entsetzt. Aber mich durchströmten auch Glücksgefühle und Stolz.
Ich befand mich förmlich wie im Rausch und kam nicht eine Minute zum Luft holen.
Auch wenn es kleinere Schwächen gibt, so gelang es der Autorin doch mit einigen Wendungen zu punkten und mich im Endeffekt zu überzeugen.
Eine Dilogie, die ich nur jedem ans Herz legen kann.
Mich hat sie wirklich überrascht und absolut begeistert.