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Veröffentlicht am 27.01.2020

Der Abschluss einer grandiosen Trilogie

Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen
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Am 11. November war es soweit, Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen hat offiziell die Buchhandlungen erobert. Die ersten beiden Bände, die ebenfalls dieses Jahr erschienen sind, gehören zu meinen Jahreshighlights ...

Am 11. November war es soweit, Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen hat offiziell die Buchhandlungen erobert. Die ersten beiden Bände, die ebenfalls dieses Jahr erschienen sind, gehören zu meinen Jahreshighlights und dementsprechend gespannt war ich darauf, wie die Autorin Lena Kiefer ihre Trilogie abschließt.

[Da es sich um einen Nachfolgeband handelt, kann die nachfolgende Rezension unter Umständen Spoiler für die ersten beiden Bände enthalten.]

Das Cover ist passend zu den beiden anderen Teilen gestaltet. Wir sehen dieselbe junge Frau, dieses Mal allerdings in der Frontalen. Die Farben bewegen sich im rötlich-magentafarbenen Spektrum und dadurch gefällt mir dieses Cover tatsächlich auch am besten. Alle drei machen sich auf jeden Fall hervorragend im Bücherregal 😉

Was bisher geschah…

Nach ihrem Attentat auf Leopold in Band 1 wurde Ophelia gezwungen, als Doppelagentin zu arbeiten. Sie und Lucien waren wieder zusammen, doch Band 2 endete erneut mit einem Cliffhanger: Lönig Leopolds Flight Unit ist abgestürzt, es gab keine Überlebenden. Nun muss Lucien sein Amt übernehmen. Ophelia entscheidet sich jedoch dafür bei ReVerse zu bleiben, da sie denkt, dass es seinem Ansehen schaden könnte, wenn sie bei ihm ist.

Wie geht es weiter im dritten Band von Ophelia Scale?

Ophelia sabotiert so unauffällig wie es geht zusammen mit Jye Aktionen von ReVerse. Es wird jedoch kritisch, als Knox betrunken herumposaunt, dass sie mit Lucien zusammen gewesen ist. Dies führt dazu, dass jemand sie umbringen will. Also holt Maraisville sie raus und bringt sie zurück in die Hauptstadt. In Maraisville wird sie jedoch vom Großteil der Leute abgelehnt, doch untätig sein liegt Ophelia nicht…
Wieder ein sehr schönes Cover
Meine bescheidene Meinung

Zu viel zum Inhalt will ich gar nicht schreiben, weil die Ereignisse sich förmlich überschlagen. Nach dem Cliffhanger von Band 2 ist man im Geschehen mitten drin – das ist etwas, dass ich besonders mag. Und so geht es auch weiter, es gibt keine Längen und Langeweile kommt definitiv nicht auf, da Lena Kiefer immer wieder mit unerwarteten Wendungen überrascht (mit einem speziellen Plotttwist hatte ich gerechnet, bzw. ich hatte darauf gehofft und wurde nicht enttäuscht).

Wenn ich jetzt sagen würde, dass das ganze in einem fulminanten Ende gipfelt, wäre das allerdings übertrieben. Versteht mich nicht falsch, ich fand das Ende total in Ordnung und es hat mich definitiv überrascht, aber irgendwie hatte ich etwas größeres erwartet. Das lag vermutlich auch einfach daran, dass man sich selbst zig mal gefragt hat, wie es wohl ausgehen könnte und diese Möglichkeit natürlich nicht dabei war.

Ansonsten war der Schreibstil wie gewohnt flüssig und lebendig. Das Worldbuilding ist bis zum Ende stimmig und durchdacht. Dieses Mal gibt es noch mehr technische Details, dies mag für den einen oder anderen eventuell etwas viel sein, mir hat es allerdings gefallen.
Die Charaktere sind weiterhin sympathisch und treffen weitestgehend nachvollziehbare Entscheidungen. Besonders Luciens Verhalten war authentisch.

Mir hat Band 3 wie auch die beiden Vorgänger sehr gut gefallen und ich kann die Trilogie ohne jegliches schlechtes Gewissen weiterempfehlen.
Signatur der FBM 2019
Fazit zu Ophelia Scale

Ophelia Scale ist eine tolle Trilogie und definitiv eines meiner Jahreshighlights 2019. Ich hatte dem Erscheinen von Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen sehnlichst entgegen gefiebert, aber wie das immer mit guten Büchern ist: Wenn man sie durch hat, kommt der Buchblues. Von liebgewonnenen Charakteren Abschied zu nehmen fällt dem richtigen Bücherwurm ja immer schwer und so auch hier. Der Epilog besänftigt da extrem und auch die Aussicht auf ein eventuelles Spin-Off gibt Hoffnung. Ophelia Scale ist eindeutiges re-read Material und wird seinen Ehrenplatz in meinem Bücherregal behalten.

Auch Band 3 erhält von mir 5 von 5 Sternen!

Was ich übrigens von der Verlagsseite aus besonders toll fand, war der Veröffentlichungszeitraum. Der erste Band erschien am 18. März 2019, der dritte am 11.November 2019. So wusste man inhaltlich wenigstens noch den Großteil und musste auch nicht ewig warten bis zum Folgeband. Etwas, woran man sich gewöhnen könnte 🙂 .

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2020

The Right Kind of Wrong – Gefühlvolles Debüt

The Right Kind of Wrong
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The Right Kind of Wrong ist der Debütroman von Jennifer Bright, einer deutschen Autorin und erfolgreichen Bloggerin. Ich hatte das Glück bei Netgalley das Rezensionsexemplar im eBook-Format bereits vor ...

The Right Kind of Wrong ist der Debütroman von Jennifer Bright, einer deutschen Autorin und erfolgreichen Bloggerin. Ich hatte das Glück bei Netgalley das Rezensionsexemplar im eBook-Format bereits vor dem offiziellen Erscheinungstermin lesen zu dürfen – vielen Dank dafür! Das Taschenbuch erscheint übrigens am 31. Januar 2020.


Worum geht es?

Zoe wohnt mit ihrer besten Freundin Kate zusammen, als plötzlich Kates Freund aus Liverpool vorübergehend bei ihnen einzieht, da er in London studieren möchte. Aus anfänglicher Abneigung gegenüber Noah werden bald tiefere Gefühle, die Kate sich nicht eingestehen will. Aber auch Noah wirkt nicht abgeneigt…

Tatsächlich steckt hinter dieser Zusammenfassung einfach viel viel mehr. Einige Ereignisse und Wendungen und vor allem ganz viel Gefühl. Aber hier gibt es keine Spoiler 😉

Die Charaktere

Zoe, die Hauptprotagonistin, ist ein sympathisches Mädchen. Ihre Eltern sind reiche Schönheitschirurgen, die man keinem Kind wünschen würde. Trotzdem ist Zoe zu einer klugen, liebevollen Frau geworden, die das Glück derer, die sie liebt, immer über ihr eigenes stellt. Zoe leidet unter Panikattacken und dem Gefühl, nicht frei zu sein. Sie studiert Journalismus und träumt davon, die Welt zu bereisen. Ihr Großvater unterstützt sie immer und ist ihre Bezugsperson innerhalb der Familie. Sie ist außerdem Stephen King-Fan, dadurch habe ich sie sowieso direkt ins Herz geschlossen.

Ihre beste Freundin Kate arbeitet in einem Café und ist mit Feuer und Flamme dabei. Sie gerät ständig an die falschen Männer, weswegen Zoe diesen gegenüber von Beginn an recht ablehnend gegenüber steht. Allerdings nur, weil Kate ihr so viel bedeutet. Kate ist ein liebes Mädchen, geht gerne feiern und ist neben Zoes Großvater ihre wichtigste Bezugsperson.

Noah, Kates neuer Freund, kommt aus Liverpool und zieht vorübergehend bei ihnen ein. Er liest genauso gerne wie Kate und ist eine eher ruhige Person, die sich gut in die Zweier-WG integriert. Er gibt nicht viel von sich Preis und selbst Kate weiß nichts über seine Vergangenheit.

The Right Kind of Wrong – Eine gefühlvolle Geschichte nicht nur über die Liebe zu einem Menschen, sondern auch über die Liebe zu sich selbst

Ich gebe zu, am Anfang habe ich mich etwas schwer getan. Allerdings lag das nicht unbedingt am Buch, sondern auch daran, dass ich eine mini Leseflaute hatte und mich zum Lesen etwas zwingen musste. Die letzten 40% war das dann jedoch endlich überstanden und ich habe sie in einem Rutsch weg gelesen.

Mir hat The Right Kind of Wrong wirklich gut gefallen. Wir lesen den Roman hauptsächlich aus Zoes Sicht. Es gibt allerdings auch noch zwei Kapitel aus Noahs Sicht und ich hätte definitiv nichts dagegen gehabt, noch mehr davon zu lesen. Ich mag es einfach, wenn man die Geschichte aus Sicht beider Protagonisten lesen kann. Jennifer Bright hat einen flüssigen Schreibstil, mit dem ich anfangs allerdings Probleme hatte. Ich kann nicht mal genau sagen, weshalb, musste mich aber erst etwas einlesen, dann wurde es besser. Sie versteht es gut, Gefühle auszudrücken und darzustellen. Es fiel mir nicht schwer, mich in Zoe hineinzuversetzen, obwohl ich mich (Gott sei Dank!) nie in so einer Lage befunden habe. Und auch ihre Gedankengänge waren nachvollziehbar.

Ein weiterer Pluspunkt: keine ausufernden erotischen Beschreibungen. Ich hätte dies bei dieser Thematik irgendwie auch nicht als passend empfunden und bin froh, wie die Autorin Zoe, Noah und Kate hat handeln lassen. Besonders schön fand ich außerdem den Schluss und die vermittelte (und ziemlich eindeutig formulierte) Message: Sei auch mal egoistisch (für die, die Angst haben ich spoilere gerade: es geht nicht um die mögliche Beziehung zwischen Zoe und Noah) und man hat alle Zeit der Welt – da hatte ich den größten Wiedererkennungswert. Als ich das Buch beendet habe, hatte ich ein Lächeln auf den Lippen und fühlte mich gut. Wenn ein Buch dies schafft, hat die Autorin definitiv viel richtig gemacht 🙂

The Right Kind of Wrong ist ein gelungener Debütroman, allerdings mit ein paar Längen. Gegen ein kleines bissel mehr Spannung hätte ich auch nichts gehabt, aber das sind die einzigen Kritikpunkte. Daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen. Und ich bin gespannt, wie Jennifer sich weiterentwickeln wird 🙂

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2019

Beste Freunde, etwas Humor und viel zu viel Drama

Never Too Close
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Never Too Close von Morgane Moncomble erschien Ende September bei LYX und ist der erste Roman der französischen Autorin. Das Erscheinen wurde ziemlich gehypt, also wollte ich mich selbst davon überzeugen, ...

Never Too Close von Morgane Moncomble erschien Ende September bei LYX und ist der erste Roman der französischen Autorin. Das Erscheinen wurde ziemlich gehypt, also wollte ich mich selbst davon überzeugen, ob das Buch tatsächlich so gut ist, wie angepriesen.

Das Cover passt zu dem derzeitigen Cover-Trend bei New Adult Romanen, also aquarellig mit Goldprägung – ich finde es sehr hübsch und es passt in jedes Bücherregal.

Worum geht es in Never Too Close?

Die Kurzfassung: Violette ist 19 und Jungfrau. Aus Angst, sich bei ihrem ersten Mal zu doof anzustellen und es endlich hinter sich zu bringen, fragt sie ihren besten Freund Loan, mit ihr Sex zu haben. Natürlich klappt das alles nicht so reibungslos, wie anfangs gedacht.

Die Charaktere

Violette ist ein junges hübsches Mädchen mit schwarzem Humor und einer tollpatschigen Ader. Sie hat unter bestimmten Situationen mit Panikattacken zu kämpfen. Wenn sie nervös ist, redet sie gerne zu viel und sie ist eine wirklich sympathische Protagonistin. Violette hat den Wunsch normal zu sein und empfindet ihrer Jungfräulichkeit als Hindernis. Ihre tiefe Freundschaft zu Loan war bereits ihrem Exfreund ein Dorn im Auge.

Loan ist Feuerwehrmann, er wohnt zusammen mit Violette und einer Freundin von ihr (Zoé) in einer WG. Als Violette und er sich kennen gelernt hatten, war er noch mit Lucie zusammen, diese hat sich jedoch vor einigen Monaten von ihm getrennt. Loan ist durch und durch ein guter Mensch, ein toller Freund, der jedoch sehr verschlossen ist, wenn es um seine Familie geht. Er hat eine Narbe, die er jedoch vor jedem verbirgt. Man kann ihn einfach nicht nicht gern haben.

Die anderen Figuren werden mehr am Rande beleuchtet und ziemlich einfach in schwarz und weiß unterteilt…

Kritikpunkte

Dieser Abschnitt wird Dinge zu Never Too Close enthalten, die die Geschichte bereits etwas spoilern. Also am besten nur lesen, wenn ihr das Buch bereits gelesen habt oder ihr dem Hype kritisch gegenüber steht und euch kleine Spoiler nicht stören. Tatsächlich empfinde ich einen Kritikpunkt sogar als wichtig zu wissen, da man sich schnell etwas veräppelt fühlen kann, wenn man sich nur auf den Klappentext verlässt.

Der Roman beginnt damit, dass Violette einen jungen Mann namens Clément kennen lernt. Die beiden kommen zusammen und es kommt heraus, dass er ein Problem damit hätte, wenn sie noch Jungfrau wäre.

Zu Anfangs der Idee abgeneigt, ihre Jungfräulichkeit durch Loan zu verlieren, bringt sie Cléments Aussage, dass dies zu viel Verantwortung für ihn wäre, dazu, Loan doch danach zu fragen. Davon mal abgesehen, dass ich diese Entscheidung sowieso moralisch sehr verwerflich finde, ist es auf Grund ihrer familiären Vorgeschichte (Mini-Spoiler, der aber ziemlich schnell jedem klar sein dürfte beim Lesen: ihre Mutter hat ihren Vater betrogen) auch einfach total unrealistisch. Loan tatsächlich zu fragen, war eine totale Schnappsidee (der Klappentext sagt ja nur, dass sie ihre Jungfräulichkeit loswerden will, nicht, dass sie zu diesem Zeitpunkt einen Freund hat!) und es fällt mir schwer zu glauben, dass jemand mit gesundem Menschenverstand auch nur im Ansatz darüber nachdenken würde.

Dann wird relativ schnell klar, dass Clément ein mieser Typ mit schlechtem Charakter ist, wie bereits in anderen Rezensionen kritisiert: hier versucht uns die Autorin auf wenig subtile Weise so zu manipulieren, dass Loan noch mehr wie ein Heiliger wirkt.

Die erste Hälfte des Romans zieht sich etwas in die Länge, lässt sich aber dennoch gut lesen. Dann jedoch überschlagen sich die Ereignisse. Auf den letzten 150 Seiten kommt ein Drama nach dem nächsten, wobei jedes gefühlt in jeweils einem Kapitel direkt aufgelöst wird. Und mindestens die Hälfte dieser Dramen waren unnötig und es hätte dem Buch mehr als gut getan, sie einfach wegzulassen (Stichwort Ethan).

Fazit zu Never Too Close

Ich hatte wahrscheinlich zu hohe Erwartungen, die nicht erfüllt werden konnten. Violette ist zu Anfang eine wirklich sympathische Protagonistin, die mich durch ihre Entscheidungen jedoch nicht überzeugen konnte. Natürlich ist Loan toll, aber auch er rettet das Buch nicht mehr. Ich empfand auch seine Scham bzgl. der Brandnarbe etwas übertrieben.

Am schlimmsten jedoch waren die Dramen zum Ende hin. Es waren einfach übertrieben viele Schicksalsschläge, die den Roman nicht nur noch unrealistischer gemacht, sondern ihn auch ins Lächerliche gezogen haben.

Natürlich ist die Message, dass man sich bei einem Menschen, der einen wirklich liebt, nicht verstellen muss und man einfach man selbst sein kann, wichtig und auch schön. Aber die Mittel und Wege, die die Autorin gewählt hat, waren plump und übertrieben.

Mich hat das Buch emotional nicht abgeholt, es konnte mich nicht überzeugen. Allerdings las es sich leicht und schnell, von mir gibt es daher immer noch 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Gefühlvoller Auftakt

Falling Fast
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Falling Fast von Bianca Iosivoni ist ja extrem gehypt worden und auch bin nicht daran vorbei kommen.
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Auf den Klappentext verzichte ich mal, ich glaube, es weiß so gut wie jeder, um was es geht.
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Erst ...

Falling Fast von Bianca Iosivoni ist ja extrem gehypt worden und auch bin nicht daran vorbei kommen.
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Auf den Klappentext verzichte ich mal, ich glaube, es weiß so gut wie jeder, um was es geht.
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Erst einmal: Ich liebe das Cover, es ist wirklich wunderschön.

Nun zum Inhalt und Schreibstil:
Was mich am Anfang am meisten irritiert hat, war die Zeitform, in der der Roman geschrieben ist: im Präsens. Das ist für mich immer sehr ungewohnt, da so gut wie alle Bücher, die ich sonst lese, die Vergangenheitsform aufweisen - die ich persönlich auch bevorzuge. Aber ich habe mich recht schnell daran gewöhnt und Falling Fast hat mich auch genauso schnell in seinen Bann gezogen. Bianca Iosivoni hat einen flüssigen, angenehmen und gefühlvollen Schreibstil, der mich öfter zum Lächeln gebracht oder mir auch ein paar Tränen in die Augen getrieben hat. Das Buch ist abwechselnd aus Hailees und Chases Sicht geschrieben, was ich wirklich mag, da wir Einsicht in beide Perspektiven erlangen. In Hailee habe ich mich beim Lesen oft wieder erkannt. Ich habe öfter gelesen, dass manche ihren Charakter sehr widersprüchlich fanden, weil sie einerseits total schüchtern ist, anderseits dann wieder gar nicht dem introvertierten Typ entspricht. Persönlich empfand ich es aber als passend, schließlich hat sie sich vorgenommen, diesen Sommer mutig zu sein und als introvertierter Mensch, fand ich ihr Verhalten durchaus nachvollziehbar. Chase ist ein Schatz, auch wenn er sich selbst ständig runter macht. Er hat sein Päckchen zu tragen, ist aber immer ehrlich mit Hailee und ein sehr aufrichtiger Mensch, den ich direkt ins Herz geschlossen habe.

Zur Geschichte: ein gewisser Punkt hat mich persönlich nicht überrascht, darauf hatte ich direkt zu Anfang schon geschlossen. Trotzdem hat mich das Ende dann doch noch überrascht. Ich bin wirklich gespannt auf Band 2, vor allem da das Buch mit einem fiesen Cliffhanger endet!

Fazit: Ein sehr gefühlvolles Buch, das Ende allerdings fand ich leider irgendwie unpassend, daher 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Würdiger Abschluss der mystischen Trilogie

The Curse 3: UNVERGÄNGLICH wir
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Am 15. Juli war es so weit: der letzte Band der bei Planet! neu aufgelegten The Curse-Trilogie von Emily Bold, Unvergänglich Wir, ist erschienen! Ich habe dem Erscheinen entgegen gefiebert, nachdem ich ...

Am 15. Juli war es so weit: der letzte Band der bei Planet! neu aufgelegten The Curse-Trilogie von Emily Bold, Unvergänglich Wir, ist erschienen! Ich habe dem Erscheinen entgegen gefiebert, nachdem ich die ersten beiden Teile förmlich verschlungen haben. So bin ich den Samstag vor dem offiziellen Erscheinungstermin in die nächste Buchhandlung und hatte Glück, es war bereits vorrätig!

Was erwartet euch in Unvergänglich Wir?

Der dritte Band setzt knapp ein Jahr nach Unendlich Dein ein. Payton und Sam sind gerade in eine schöne Altbauwohnung in Schottland zusammen gezogen und sollten eigentlich glücklich sein. Eigentlich? Ja, ihr habt richtig gelesen. Beide tun sie, als wären sie es, aber beide kommen mit dem Geschehenen nicht wirklich zurecht. Sam gibt sich die Schuld an Paytons Fluch sowie Kyles Tod und glaubt, dass ohne ihr zu tun aus Band 2, der Fluch gar nicht zustande gekommen wäre. Payton hingegen knabbert an seinen neuen Erinnerungen, die parallel zur gegenwärtigen Zeitlinie verlaufen. Durch mehrere Begebenheiten verschlägt es Sam erneut in die Vergangenheit, einige Tage später gefolgt von Payton. Wird Sam erneut in die Vergangenheit eingreifen? Werden sie und Payton doch noch glücklich?

Das Cover von Unvergänglich Wir ist wieder wunderschön und passt perfekt zu den ersten beiden Bänden. The Curse ist definitiv eine der schönsten Reihen in meinem Bücherregal!

Ashley: „Ihr beide liebt euch doch – warum könnt ihr nicht einfach diese Scheiße aus der Vergangenheit hinter euch lassen und im Hier und Jetzt leben?“

(E. Bold 2019: Unvergänglich Wir, Seite 93)

Meine bescheidene Meinung

Nach einem für mich recht bedrückendem Einstieg – schließlich wünscht man sich ja, dass die beiden überglücklich sind - nahm die Geschichte schnell an Fahrt auf und es geht zurück in die Vergangenheit. Ich konnte verstehen, dass Sam sich schuldig fühlt, andererseits gab es den Fluch auch schon vor ihrem Eingreifen, es wäre also sowieso passiert. Aber das kann Sam mit ihren Schuldgefühlen nicht sehen. Payton hat ebenfalls ein Geheimnis, welches mit Aussprechen zu einem großen Krach führt. Sam hat ein viel zu gutes Herz und tut alles, um ihre Schuld zu sühnen.

Payton hat selbst mit widersprüchlichen Emotionen zu kämpfen, u.a. der Eifersucht auf sein jüngeres ich. Aber er kämpft um Sam. Mehr möchte ich tatsächlich auch nicht sagen, weil alles dazu führen würde, dass ich spoilere.

Fazit

Mir hat Unvergänglich Wir wieder sehr gut gefallen. Emily Bold hat einen flüssigen und anschaulichen Schreibstil, der einen schnell gefangen nimmt. Da nie Langeweile aufkommt, liest es sich auch sehr schnell. Ein letztes Mal dürfen wir Payton und Sam begleiten und die Geschichte der beiden bekommt in Unvergänglich Wir einen würdigen Abschluss. Ich muss gestehen, ich bin etwas traurig, dass ich nun Abschied nehmen muss.

Ein nettes Gimmick für mich war auch die Anspielung auf ein anderes Werk der Autorin und zwar Silberschwingen. Sam erzählt von dem letzten Roman, den sie gelesen hat und dass dort einem Mädchen plötzlich Flügel wachsen. Solche kleinen Fälle von Intertextualität gefallen mir immer.

Ganz zum Schluss gibt es noch ein Nachwort der Autorin selbst zum Thema Zeitreise und Paradoxa, das ich ebenfalls sehr interessant fand.

Von mir bekommt Unvergänglich Wir 5 von 5 Sternen.