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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2024

Weg zum Inneren mit praktischen Übungen

Die Kunst des InnSæi
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Da ich schon einige Bücher in ähnlicher Art wie "Die Kunst des Inn Saei" gelesen habe, wollte ich auch dieses Buch entdecken. Insgesamt ist das Buch etwas anders als ich erwartet habe. Es war ...

Da ich schon einige Bücher in ähnlicher Art wie "Die Kunst des Inn Saei" gelesen habe, wollte ich auch dieses Buch entdecken. Insgesamt ist das Buch etwas anders als ich erwartet habe. Es war nicht rein wissenschaftlich oder esoterisch wie es oft bei Büchern dieser Kategorie ist. Es ist sehr locker geschrieben und die Autorin berichtet viel aus ihrem eigenen Leben. Teilweise erweckt es den Eindruck einer Autobiographie.
Inn Saei hat drei Bedeutungen: das innere Meer, nach innen sehen und von innen heraus sehen. Nach diesen drei Beschreibungen sind auch die Titel benannt und so wird das InnSaei beleuchtet.
Hierzu werden viele Erlebnisse aus dem Leben von Hrund Gunnsteinsdottir erzählt, aber auch aus Erlebnissen anderer Menschen. Teilweise wird das InnSaei auch anhand von medizinischen Beschreibungen erklärt.

Alles ist aber in keinster Weise trocken, sondern es liest sich wie eine Erzählung und erfährt nebenbei etwas über das InnSaei.

Der Autorin ist es auch ein großes Anliegen, dass man als Leser ein Tagebuch führen soll um dem InnSaei näher zu kommen. Dazu gibt es immer viele Einschübe, an denen sie verschiedene "Tagebuchaufgaben" erklärt. Außerdem werden die Kapitel auch von Achtsamkeits- und Meditationsübungen eingebettet.

Da ich schon einige Bücher aus diesem Bereich gelesen habe, waren die neuen Erkenntnisse eher gering. Dennoch war es eine schöne Auffrischung und für Neulinge ist es bestimmt ein guter Einstieg. Gerade die praktischen Übungen lockern das Ganze auf.


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Veröffentlicht am 01.09.2024

Politischer als erwartet

Tode, die wir sterben
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Zur Zeit kommen viele schwedische Krimis und Thriller zu uns auf den Markt. Ich habe auch schon einige davon gelesen. So auch "Tode, die wir sterben".
In Malmö wird ein kleiner Junge erschossen. ...

Zur Zeit kommen viele schwedische Krimis und Thriller zu uns auf den Markt. Ich habe auch schon einige davon gelesen. So auch "Tode, die wir sterben".
In Malmö wird ein kleiner Junge erschossen. Es zunächst auch nicht klar, ob dies Absicht war, oder er nur zur falschen Zeit am falschen Ort war. Es hätten auch noch mehr Opfer sein können, wenn nicht der mysteröse ältere Herr gewesen wäre.

Nun kam das Ermittlerduo Jon Nordh und Svea Karhuu ins Spiel. Diese kannten sich noch nicht und begaben sich auf Spurensuche. Im weiteren Verlauf bleibt es allerdings nicht bei dem einen Opfer und auch Nordh und Karhuu kommen immer wieder in sehr brenzlige Situationen. Auch ihr Privatleben nimmt einen Teil der Erzählung ein.

Zunächst ist der Fall nur ein Mord an einem Jungen, je mehr die Ermittlungen fortschreiten umso mehr werden die politischen Begebenheiten in und um Malmö beleuchtet. Es wird stellenweise sehr politisch, aber nicht uninteressant. Man wird auf die Spuren von Bandenkriegen mitgenommen und erlebt die verschiedensten Gesellschaftsschichten in diesem Buch.

Ein guter Auftakt für das Ermittlerduo!

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Männer zieht euch warm an

Du kennst sie
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Das Cover des Buches zeigt ein Cocktailglas mit einem Gesicht dahinter. Es knüpft die Verbindung zur Protagonistin und Barkeeperin Sophie Braam.

Zunächst hatte ich meine Schwierigkeiten in das Buch hinein ...

Das Cover des Buches zeigt ein Cocktailglas mit einem Gesicht dahinter. Es knüpft die Verbindung zur Protagonistin und Barkeeperin Sophie Braam.

Zunächst hatte ich meine Schwierigkeiten in das Buch hinein zu kommen. Es wird über viele Seiten hinweg von Sophie Braam und ihrem Arbeitsleben in der Blue Bell Bar erzählt. Ich konnte anfangs nicht herausfinden was dies alles mit einem Thriller zu tun hat. Der typische Thriller beginnt immer mit etwas Grausamen oder einem Mord. Hier passierte aber erstmal gar nichts.

Das Buch berichtet zu Beginn aus Sophie Braams Sicht wie ihre Arbeit im Blue Bell verläuft, und das auch sehr detailliert. Auch wie sie mit ihren Kunden umgeht nimmt sehr viel Raum ein. Schnell merkt man, dass sie aber ein schwieriges Verhältnis gegenüber Männern hat. Dies wird im Verlaufe des Buches noch weiter beschrieben. Das Männerbild ist ein sehr sexistisches gegenüber der Frau. So möchte Sophie nicht mit sich umgehen lassen.

Doch dann gibt es doch noch eine Leiche und das Thriller-Feeling beginnt und lässt einen so schnell nicht mehr los.
Die Kommissarin Nora kommt bald ins Spiel und das Buch schildert die Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht von Sophie und Nora.

Viele Stellen lassen einen kurzzeitig Schlucken, da man dies nicht so erwartet hätte.

Wirklich spannend geschriebenes Buch, wenn man sich von den ersten Seiten nicht abhalten lässt, weil dort nicht viel passiert. Ich fand es auch super, dass die Story nicht wie oft üblich, rein aus der Sicht der Ermittler geschrieben ist.

Klare Empfehlung für alle Thriller Fans!

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Mitreißend

Im Nordwind
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Normalerweise schrecken mich Bücher manchmal etwas ab, wenn sie in so kleiner Schrift geschrieben sind und dann noch über 500 Seiten umfassen. Bei Nordwind habe ich mich aber darauf eingelassen, da ich ...

Normalerweise schrecken mich Bücher manchmal etwas ab, wenn sie in so kleiner Schrift geschrieben sind und dann noch über 500 Seiten umfassen. Bei Nordwind habe ich mich aber darauf eingelassen, da ich schon die Bücher "Elbleuchten" und "Elbstürme" von Miriam Georg gelesen habe. Auch bei diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Das Buch handelt von Alice die im Jahr 1913 ein nicht einfaches Leben lebt. Sie muss Misshandlungen ihres Mannes erdulden, doch wehrt sie sich irgendwann dagegen und geht zu einem Anwalt, obwohl dies in der Zeit nicht üblich war. Frauen hatten dem Mann zu gehorchen.. Immer wieder springt die Autorin in der Zeit etwas zurück und berichtet aus der Kindheit von Alice. Außerdem nimmt das Leben des Anwalts John Reeven einen großen Teil der Erzählung ein.
Auch wenn alles sehr detailliert geschildert ist konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es macht Spaß dem Leben von damals zu folgen, obwohl es oft die damaligen düsteren Seiten des Lebens wiedergibt.

Wer die Vorgänger schon mochte, wird hier nicht enttäuscht! Auch für alle anderen die gerne historische Romane lesen eine echte Empfehlung!

Jetzt muss ich mich nur noch gedulden bis im Herbst der zweite Teil der Dilogie herauskommt.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Abwechslungsreiche Einblicke

Über Leben und Tod
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Da ich gerne Krimis und Thriller lese, war dieses Buch ein Muss für mich. Florian Klenk ein Journalist berichtet in diesem Buch zusammen mit dem österreichischen Rechtsmediziner Christian Reiter über viele ...

Da ich gerne Krimis und Thriller lese, war dieses Buch ein Muss für mich. Florian Klenk ein Journalist berichtet in diesem Buch zusammen mit dem österreichischen Rechtsmediziner Christian Reiter über viele Tode und aber auch das Leben.

Zunächst erhält man einen Einblick in das Leben von Herrn Reiter und wie er zur Rechtsmedizin gekommen ist. Es wird detailliert wie Herr Reiter seine Arbeit an den Toten vornimmt. Dabei sind manche Stellen nichts für schwache Gemüter. Was mich überrascht hat war, dass nicht nur aktuelle Tode unter die Lupe genommen werden sondern auch von historischen Personen berichtet wird. So berichtet Reiter unter anderem von afrikanischen Fürsten und auch von Untersuchungen an Beethoven. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und beschreibt teilweise auch Kritik an vorgenommenen Untersuchungen.

Interessant war auch das Kapitel über Fliegen und Maden , die ich nun mit anderen Augen sehe. So sind diese nicht nur für viele Menschen zum Ekeln, sondern können sogar bei der Heilung helfen.

Das Buch hat eine gut lesbare Sprache und ist mit den knapp 180 Seiten leider viel zu schnell fertig gelesen. Für alle Krimi-Fans gibt es hier einiges an Hintergrundwissen erfahren und einiges historisches Wissen wird vermittelt.

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