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Veröffentlicht am 27.03.2020

Tolles Bilderbuchdebüt!

Max und Mux und der Riesenwunschpilz
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Max und Mux leben im Fabelwald, der ist auch das Zuhause von vielen Tieren und sogar Riesen! Doch Max und Mux leben nicht in der Nähe dieser Riesen, denn sie fürchten sich ein wenig vor ihnen. Die beiden ...

Max und Mux leben im Fabelwald, der ist auch das Zuhause von vielen Tieren und sogar Riesen! Doch Max und Mux leben nicht in der Nähe dieser Riesen, denn sie fürchten sich ein wenig vor ihnen. Die beiden leben in Baumhäusern, Max im linken und Mux im rechten. Langeweile haben sie eigentlich nicht, denn sie können sich jederzeit besuchen und zusammen Federball spielen, angeln oder auch kochen. Doch als sie eines Tages ein geheimnisvolles Buch finden, packt die beiden die Abenteuerlust und sie machen sich auf die Suche nach dem blauen Riesen Wunschpilz. Mit einer Thermoskanne Tee, zwei Leberwurstbroten und natürlich ihren treuen Gefährten, dem Hund Hansi und dem Eichhörnchen Erika, geht es los…
Der deutsche Autor Sven Maria Schröder hat mit „Max und Mux und der Riesenwunschpilz“ sein erstes Bilderbuch gestaltet und wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Abenteuer im Fabelwald. Denn dieses Buch ist einfach toll! Wunderschöne Illustrationen, die den Leser immer wieder Neues entdecken lassen, eine spannende Geschichte, die uns in eine andere Welt – den Fabelwald – versinken lässt. Die Protagonisten sind wirklich liebenswert, dabei keine Superhelden, sondern mit Ängsten wie wir alle sie haben. Der Autor schreibt in einer kindgerechten Sprache, leicht verständlich und sehr einfühlsam. Meine Enkelkinder lieben dieses Buch und ich empfehle es hier gerne weiter an Kinder ab zwei Jahren, denn auch ganz junge Kinder sehen sich die detaillierten Bilder gerne an.
Das schöne Cover und der etwas lange Titel passen perfekt zusammen.

  • Spaß
Veröffentlicht am 26.03.2020

Hoffnung

Heute nicht
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Das Kinderbuch „Heute nicht – Doch vielleicht morgen?“ ist ein wunderschön illustriertes Mutmach – Buch. Der Bär, der Löwe, das Krokodil, der Koala, der Lurch, das Lama, das Schaf und der Panda haben einen ...

Das Kinderbuch „Heute nicht – Doch vielleicht morgen?“ ist ein wunderschön illustriertes Mutmach – Buch. Der Bär, der Löwe, das Krokodil, der Koala, der Lurch, das Lama, das Schaf und der Panda haben einen schlechten Tag, alle sind aus verschiedenen Gründen traurig. Da stellt sich natürlich die Frage: „Wird es denn auch wieder besser?“ Und dann sieht und liest der Leser, wie der folgende Tag aussehen könnte: Großartig! Als Leser freut man sich mit jedem einzelnen Tier, dem es dann wieder besser gehen könnte. Die Illustrationen, gezeichnet von Julian Meyer sind, wie schon erwähnt, sehr schön und humorvoll. Auch kleine Kinder können schon sehr gut erkennen, worum es geht. Mein Favorit ist hier das Lama – einfach witzig gezeichnet. Der knappe Text von Timon Meyer ist in Reimform geschrieben, immer in einer klaren kindgerechten Sprache. Das Buch kann sicher traurigen Kindern helfen, auf ein besseres Morgen zu hoffen.
Das Cover zeigt einige der traurigen Tiere, der dunkel türkise Hintergrund passt sehr schön. Der Titel „Heute nicht – Doch vielleicht morgen?“ vermittelt schon eine leise Hoffnung auf bessere Tage.
Dieses Buch empfehle ich gerne zum Vorlesen und Angucken für junge Kinder.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2020

Fremdes Land

Beute
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In Südafrika wird in einem Luxuszug ein ehemaliger Polizist, der als Personenschützer arbeitete, ermordet. Gewisse Kreise setzen alles daran, es nach einem Selbstmord aussehen zu lassen. Doch die Elitepolizisten ...

In Südafrika wird in einem Luxuszug ein ehemaliger Polizist, der als Personenschützer arbeitete, ermordet. Gewisse Kreise setzen alles daran, es nach einem Selbstmord aussehen zu lassen. Doch die Elitepolizisten der „Valke“ Bennie Griessel und Vaughn Cupido lassen sich nicht hinters Licht führen und ermitteln weiter gegen alle Widerstände. Als es zu einem zweiten vermeintlichen Selbstmord kommt, erahnen die beiden Polizisten langsam die Dimension dieser Verbrechen. Zeitgleich wird in Frankreich ein alternder Profikiller durch ehemalige Freunde reaktiviert, es geht um einen hoch brisanten Job – oder auch Gefallen, der alten Zeiten wegen…
Der Thriller „Beute“ des Südafrikaners Deon Meyer bringt dem Leser das Leben im heutigen Südafrika näher. Die Politik der Apartheid ist Geschichte, doch Korruption bis in höchste Kreise bestimmt das Geschehen im Land. In einem flüssigen und meist leicht lesbaren Schreibstil erzählt der Autor eine komplexe Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Mit etlichen Begriffen in Afrikaans habe ich mich etwas schwer getan, es gibt zwar ein Glossar im Anhang, aber wer möchte schon des Öfteren dahin blättern? Gerade, wenn die Geschichte Fahrt aufgenommen hat und spannend ist, möchte ich lieber ohne Unterbrecheng weiterlesen. Die beiden südafrikanischen Protagonisten, Bennie und Cupido, sind ehrliche und authentische Charaktere. Sie wirken sehr sympathisch, auch in ihren privaten Bereichen. Doch auch der Elitekämpfer, der in Frankreich lebt, hat ein gewisses Ehrgefühl und sympathische Seiten, es wird dem Leser schnell klar: hier gibt es nicht nur gut und böse, sondern auch viele Nuancen dazwischen. Die Zusammenführung der beiden Handlungsstränge auf unterschiedlichen Kontinenten führt zu einem spannenden Finale.

Das Cover zeigt einen Zug, der durch karges Land fährt, ohne den blutroten Schriftzug „Beute“ wäre mir dieses Buch wahrscheinlich nicht aufgefallen. Der Titel passt, würde aber wahrscheinlich in irgendeiner Form zu fast jedem Thriller oder Krimi passen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2020

Verschwiegenheit

Echo des Schweigens
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Hannes Jansen, ein aufstrebender Rechtsanwalt, und Sophie Tauber, eine angesehene Rechtsmedizinerin, lernen sich zufällig in Berlin kennen und lieben. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Sie ...

Hannes Jansen, ein aufstrebender Rechtsanwalt, und Sophie Tauber, eine angesehene Rechtsmedizinerin, lernen sich zufällig in Berlin kennen und lieben. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Sie arbeiten an dem gleichen Gerichtsverfahren, aber auf unterschiedlichen Seiten. Das stellt natürlich eine schwere Zerreißprobe für das junge ambitionierte Paar dar. Wird ihre Liebe daran zerbrechen? Ein zweiter Handlungsstrang führt den Leser in die Zeit des Nationalsozialismus mit all seinen Schrecken und Gräueltaten. Und dann ist da noch ein Brief, den Sophies verstorbene Mutter ihr hinterlässt. Er führt sie auf die Spur ihres Vaters, der seine Familie sang und klanglos verlassen hat.
Der deutsche Autor Markus Thiele hat sich in seinem Roman „Echo des Schweigens“ durch verschiedene wahre Begebenheiten inspirieren lassen und daraus eine komplexe Geschichte gewoben. In einem klaren und flüssigen Schreibstil erzählt er von rassistischen Verbrechen, aber auch von Hoffnung und Liebe. Anfangs konnte ich dem Geschehen noch nicht so ganz folgen, doch nachdem ich die Personen und Namen verinnerlicht hatte, bekam der Roman für mich eine gewisse Dynamik, einen relativ straffen Spannungsbogen. Denn als Leser möchte man dann alles wissen: Wie ist es zu dem Geschehen, das in der Gerichtsverhandlung beraten wird, gekommen? Gibt es eine Chance für Hannes und Sophie als Paar? Was ist mit Sophies Vater? Und hat die Jüdin Lea die Naziherrschaft überlebt? Und zu guter Letzt: Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Erzählsträngen? Der Autor versteht es, den Leser zu fesseln und ihn durch die 400 Seiten dieses Buches zu „jagen“. Am Ende des Buches bleibt nur eine Frage offen, die Antwort kann man aber erahnen.
Der Schutzumschlag ist sehr auffällig gestaltet, man fragt sich, was es mit diesen Schattengestalten auf sich hat. Das Cover ist dann davon das Negativ – originell! Der Titel wirkt fast schon poetisch, er gefällt mir und macht neugierig auf das, was dahintersteckt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2020

Super interessant!

Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
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„Tagesschau und Co - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen“ ist ein sehr interessantes Sachbuch zum Thema Nachrichten für Kinder ab 10 Jahren. In einer klaren und verständlichen Sprache wird ganz ...

„Tagesschau und Co - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen“ ist ein sehr interessantes Sachbuch zum Thema Nachrichten für Kinder ab 10 Jahren. In einer klaren und verständlichen Sprache wird ganz viel rund um verschiedene Nachrichtensendungen erklärt. Zusätzlich gibt es einige Interviews mit Nachrichtenprofis wie Ingo Zamperoni, Marietta Slomka, Peter Kloeppel, Linda Zervakis, und Jennifer Sieglar von logo!. Die Sachtexte sind nicht zu lang und immer wieder unterbrochen von kleinen Rätseln, Fotos und Illustrationen, das macht das Lesen kurzweilig und spannend. Fake News sind ebenso ein Thema wie Online Redaktionen und Presseagenturen. Auch lustige Pannen während Livesendungen (nicht nur für Kinder amüsant) haben ihren Platz in diesem Buch. Die Autorin Sarah Welk kennt die Welt der Nachrichten aus eigener Erfahrung, das spürt der Leser, man fühlt sich jederzeit kompetent informiert.
Das Cover ist wirklich gelungen, es fällt auf und weist schon ganz anschaulich auf das Thema dieses Buches hin: Nachrichten. Passend dazu wirkt es sachlich und ohne Firlefanz. Der Titel des Buches lässt eigentlich keine Fragen offen. Hier weiß man wirklich auf den ersten Blick, um was für ein Buch es sich handelt. Übrigens ist es auch für Erwachsene interessant zu lesen, ich zumindest habe einiges gelernt und fand es toll, mal hinter die Kulissen einer Nachrichtensendung „schauen“ zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung