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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2019

märchenhaftes Fantasyspektakel

Die Chroniken von Azuhr - Der träumende Krieger
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Dieses Buch ist nur etwas für Azuhr-Fans. Für solche, die bereits die ersten beiden Bände gefressen haben und die sich auskennen in dieser magischen Welt voller Mären.

Milan, sein Vater, Nok und Valerio ...

Dieses Buch ist nur etwas für Azuhr-Fans. Für solche, die bereits die ersten beiden Bände gefressen haben und die sich auskennen in dieser magischen Welt voller Mären.

Milan, sein Vater, Nok und Valerio sind auf dem Weg ins Tal der Äpfel. Und dort finden sie nicht nur den Roten Turm sondern die meisten Antworten auf ihre Fragen. Derweilen dräut der Dunkle Feind im Land, tötet mit seinen Schattenwesen und bedrängt die Kaiserin Sasmira und ihre geflügelten Kriegerinnen.

Ein dritter Teil, prall gefüllt mit Märchenwesen und Fantasy. süffig und mit einem intelligenten trickreichen Plot.

Ich liebe diese Welt und ich bin sehr sehr traurig, dass die Reise mit Milan und Nok nun zu Ende gegangen ist. Über das Finale will ich nicht zu viel verraten. Lest es! Genießt es! Hennen hat sich mal wieder übertroffen. Der deutsche Fantasymeister kann es einfach.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Da fehlt noch eine Schippe

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Das prächtige Cover und die interessante Leseprobe haben mich hingezogen zu diesem Buch. Der erste Band einer vielversprechenden Geschichte schien es mir. Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht ganz überzeugt ...

Das prächtige Cover und die interessante Leseprobe haben mich hingezogen zu diesem Buch. Der erste Band einer vielversprechenden Geschichte schien es mir. Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht ganz überzeugt bin von dieser "Verschwörung der Briganten".

Fünf jugendliche bis junge Hauptdarsteller führen durch eine Story, die durchaus Potential hätte. Allerdings merkt mal bald, dass es tatsächlich mehr ein Jugendbuch denn ein All-Age-Roman ist und dass die Autorin sich ein wenig fürchtet, der Handlung die nötige Komplexität und Dichte zu geben. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ist durchweg vorhersehbar ohne jede überraschende Wendung. Die Charaktere bleiben statisch in ihrer Entwicklung, sind nicht reifer geworden und agieren nur im Rahmen ihrer eingleisigen Möglichkeiten.

Sally Green schafft es auch selten, überhaupt einen Spannungsbogen aufzubauen und schon gar nicht, ihn etwas auszureizen. Schnell und hastig werden Enden zusammen geführt, Geheimnisse erklärt, Schlachten gewonnen.

Die Idee des Dämonenrauchs und was dahinter steckt, ist erfrischend und das Cover passt sehr schön dazu. Aber der Spirit reicht nicht aus für eine so lange Geschichte, die auch noch in weitere Runden gehen soll.

Ein erster Band, der mich nicht überzeugen konnte. Da fehlt noch eine ganze Schippe zu einem guten Fantasybuch.

Veröffentlicht am 07.10.2019

sehr guter erster Teil

Der Untergang der Könige
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Magisch angezogen von dem tollen Cover und den verheißungsvollen Lobeshymnen habe ich jetzt den dicken Fantasywälzer "Der Untergang der Könige" beendet. Es handelt sich um einen schönen ersten Band; man ...

Magisch angezogen von dem tollen Cover und den verheißungsvollen Lobeshymnen habe ich jetzt den dicken Fantasywälzer "Der Untergang der Könige" beendet. Es handelt sich um einen schönen ersten Band; man freut sich auf mehr.

Was mir gefallen hat?

Der Erzählstil ist angenehm und abwechslungsreich. Die Autorin hat die Wortgewalt, um neue Bilder im Kopf entstehen zu lassen, findet einen höchst plastischen Weg, um auch gängige Magie-Wesen wie Drachen oder Dämonen auf noch nicht gelesene Art und Weise zu servieren. Sie haucht den Charakteren mit Fingerspitzengefühl Leben ein, beherrscht die Dialogregie und zieht trotz einiger ruhigerer Sequenzen immer wieder gekonnt die Spannungsschrauben an.

Was mir nicht so gefallen hat?

Da gibt es eigentlich wenig zu bemängeln. Ja, es gibt ein paar kleinere Längen. Eine Straffung wäre nett gewesen, aber nicht zwingend, denn die Leselust hat mich nie verlassen und ich finde, ein erster Band darf sich gerne mal etwas mehr Zeit lassen und etwas ausholen.

Fazit:

Sehr unterhaltsam und von mir mit großem Vergnügen gelesen. Ich würde 4,5 Sterne vergeben. Und mache daraus nach guter mathematischer Regel eine aufgerundete 5. Die Autorin hat Band zwei demnächst in englisch fertig. Ich würde mich freuen, wenn die Übersetzung bald zu haben ist.

Veröffentlicht am 02.09.2019

ein ungewöhnliches Leben

Washington Black
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Sehr selten trägt ein Cover bei mir zur endgültigen Rezension bei. Aber bei „Washington Black“ muss man dem Eichborn-Verlag ein großes Kompliment machen. Der Einband ist einfach wunderschön, ein bisschen ...

Sehr selten trägt ein Cover bei mir zur endgültigen Rezension bei. Aber bei „Washington Black“ muss man dem Eichborn-Verlag ein großes Kompliment machen. Der Einband ist einfach wunderschön, ein bisschen märchenhaft und so verheißungsvoll, dass man einfach zugreifen muss, auch wenn dieses phänomenale Luftschiff dann nicht ganz die Rolle spielt, die ich anfangs vermutete. Auch der Klappentext ist eigentlich nur ein Bruchstück, ein Puzzleteil in dieser Geschichte, die sich so ungewöhnlich und abwechslungsreich entwickelt.

Es ist kein Roman über die Unterdrückung der Schwarzen – auch wenn dies ein wichtiges Thema ist, denn Washington Black ist ein Sklavenjunge und ein Weißer verhilft ihm zu einer spektakulären Flucht. Hier kommt ein neuartiger Flugapparat zum Einsatz, auf den das Cover schon hinweist. Es ist aber auch kein Roadmovie und keine Jagd nach einem entflohenen Sklaven – auch wenn es einen Mann gibt, der Wash sehr lange auf der Spur ist. Eigentlich ist es ein bisschen ein Buch über den Umbruch in eine neue Zeit. In eine, in der zum einen Sklaven ihre Freiheit erlangen können und zum anderen der Mensch immer neue wissenschaftliche und naturwissenschaftliche Entdeckungen macht. Und Washington Black ist mitten drin, ist Dreh- und Angelpunkt. Und er wird selber einer, der neue Ideen entwickelt und Fähigkeiten erlangt, die man dem kleinen Sklavenjungen von einst nie zugetraut hätte.

Eine seltsame Geschichte, die dieser Roman erzählt. Voll ungewöhnlicher, teils sehr sperriger Menschen. Voll interessanter Fakten und einem Blick auf eine Zeit im Wandel.

Für meinen Geschmack waren es etwas viele Baustellen, auf denen die Autorin Esi Edugyan sich tummelte. Sie hat sich ein bisschen viel vorgenommen, was der Plot hergeben soll und deshalb sind die einzelnen Lebensepisoden von Wash etwas unglaubwürdig aneinander gestückelt und der Lesefluss wird immer wieder mal gestört, weil es einen abrupten Orts- und Themenwechsel gibt. Es kam mir teilweise etwas hingewürfelt vor. Als wollte die Autorin einfach einige Dinge abhandeln und hat nach einem Verbindungsglied gesucht, welches eben Wash war. Der Schreibstil an sich war schön und gut lesbar und es gab ein paar sehr eindringliche Szenen.

Meine Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt aber ich werde die Autorin auf jeden Fall weiter beobachten.

Veröffentlicht am 15.07.2019

volle Punktzahl

Jagd auf die Bestie
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Lucien Folter – der Name ist natürlich Programm – vs. Robert Hunter.

Kann Chris Carter in seinem 10.ten Thriller eine Schippe drauf legen?

Ja, na klar, er kann natürlich. Ich bin kein Fan von höher ...

Lucien Folter – der Name ist natürlich Programm – vs. Robert Hunter.

Kann Chris Carter in seinem 10.ten Thriller eine Schippe drauf legen?

Ja, na klar, er kann natürlich. Ich bin kein Fan von höher und weiter, von blutiger und brutaler. Aber Chris Carter fällt für mich aus dem Rahmen, denn er schafft mühelos den Spagat zwischen unterhaltsam und gut lesbar, blutig und unglaublich grausam.

Ich schätze Hunter und Garcia und finde die beiden sehr sympathisch. Die Dialoge sind manchmal sogar humorvoll und launig auch wenn das Grauen im Hintergrund droht. Und Lucien Folter ist mal wieder eine Hausnummer für eine Bösewicht, wie ich sie mag.

Es ist diesmal noch mehr ein Kampf zischen gut und böse, zwischen Hunter und Folter, zwischen Polizei und Mörder. Extrem spannend, hartboiled aber trotz allem ein Thriller, der nicht nur von den spektakulären Morden lebt sondern auch von den Darstellern.

Volle Punktzahl. Chris Carter kann es einfach.