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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2018

Toller zweiter Band

Bluthaus
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„Bluthaus“ ist der zweite Band der Reihe um die junge Polizistin Frida Paulsen und den erfahrenen Haudegen, Kommissar Haverkorn. Frida lebt weiterhin auf dem Hof ihrer Eltern und hat die Erlebnisse im ...

„Bluthaus“ ist der zweite Band der Reihe um die junge Polizistin Frida Paulsen und den erfahrenen Haudegen, Kommissar Haverkorn. Frida lebt weiterhin auf dem Hof ihrer Eltern und hat die Erlebnisse im ersten Teil noch nicht ganz verwunden. Haverkorn erfährt, dass er eine todkranke Tochter hat. Beide sind also angeschlagen als sie in einen neuen Mordfall verwickelt werden, in dem die Hauptverdächtige auch noch eine ehemalige Freundin von Frida ist. Eine große Rolle spielt auch ein altes Reedhaus am Meer, in welchem vor 20 Jahren drei Menschen erschossen wurden. Frida unternimmt auf eigene Faust Nachforschungen und bringt sich damit bald in große Gefahr während Haverkorn versucht seine Tage zwischen Krankenhausbesuchen und Ermittlungen aufzuteilen.

Der Krimi liest sich einfach von Anfang an gut weg. Frida und Haverkorn sind sympathisch und die private Seite der beiden spielt eine große Rolle in der Geschichte, ohne aber die Spannung zu schmälern. Es gelingt Romy Fölck mal wieder aufs Trefflichste, durch Rückblenden in die Vergangenheit und durch eine lebhafte Spurensuche in der Gegenwart die Neugierde des Lesers zu entfachen und anzuheizen und Puzzlestück für Puzzlestück die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dabei hat man zwar schnell Vermutungen und Ahnungen aber bis fast zum Schluss weiß man nicht Alles und die Auflösung ist dann doch überraschend und sehr schlüssig. Dabei gibt es auch wieder einen richtig guten Showdown der nicht nur für Kopfkino gut ist, sondern zum zweiten Mal den Wunsch aufkommen lässt, dass diese tolle Reihe auch verfilmt werden sollte.
Ein toller Krimi mit lebensechten Figuren, einer spannenden Handlung und einem Setting zwischen Elbmarsch und Nordsee.

Ich kann es nur uneingeschränkt empfehlen.

Veröffentlicht am 05.08.2018

Thriller-Puzzle

Vier.Zwei.Eins.
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Nach der Leseprobe waren meine Erwartungen ziemlich hoch für „vier zwei ein“. Die Erzählweise aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und es ist schlau, ...

Nach der Leseprobe waren meine Erwartungen ziemlich hoch für „vier zwei ein“. Die Erzählweise aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und es ist schlau, wenn man an der Geschichte dranbleibt. Das fällt aber nicht schwer, da die Spannung kontinuierlich ansteigt.

Kit und Laura werden Zeugen eines Verbrechens und durch Lauras Aussage wird der Täter verurteilt. Aber damit hat sie eine Spirale von Angst und Bedrohung in Gang gesetzt und fünfzehn Jahre später scheint sie eine Frau zu sein, die sich vor den eigenen Schatten fürchtet und auch ihren eigenen Mann damit ansteckt. Oder steckt eine reale Gefahr dahinter? Ist Beth wirklich ein Opfer gewesen oder gibt es noch eine andere Wahrheit, die Kit und Laura übersehen haben?

Ein wirklich spannender Plot, wie ein Puzzle in Szene gesetzt. Man darf mit raten, wird auf falsche Spuren gesetzt, erfährt nach und nach die Wahrheit und ist doch überrascht über das Ende. Sehr unterhaltsam und für mich eine richtige Neuentdeckung.

Veröffentlicht am 20.07.2018

zugreifen und lesen

Der Kreidemann
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„Der Kreidemann“ ist das erste Buch, welches von C.J. Tudor ins Deutsche übersetzt wurde. Es handelt sich um ein Buch, welches sich nicht so hundertprozentig in das Krimi-Genre einordnen lässt. Es gibt ...

„Der Kreidemann“ ist das erste Buch, welches von C.J. Tudor ins Deutsche übersetzt wurde. Es handelt sich um ein Buch, welches sich nicht so hundertprozentig in das Krimi-Genre einordnen lässt. Es gibt natürlich einen toten Jungen, der unter seltsamen Umständen stirbt und der durchaus das Opfer eines Mordkomplotts gewesen sein könnte. Aber es gibt weder einen Kommissar noch sonst einen professionellen Ermittler. Es geht lange auch nicht darum, einen Täter zu finden sondern überhaupt einzuordnen, was mit einer Handvoll Jugendlicher passiert. Wer benutzt ihre geheimen Kreidezeichen für seine eigenen Zwecke? Könnte es tatsächlich Mord sein, als ein Junge ertrunken aufgefunden wird? Um was geht es überhaupt bei all den seltsamen Ereignissen, die die jungen Leute zunehmend beunruhigen.

Mit leichter Hand erzählt die Autorin von einer Gruppe Halbwüchsiger, die gerade zwischen Kindheit und Erwachsensein hängen und eigentlich ganz andere Probleme haben, als Mord und Totschlag. Aber mit dem Auftauchen eines seltsamen Lehrers ziehen Angst und Beklemmung ein und sowohl der Leser als auch der Hauptdarsteller suchen nach Erklärungen. Auf einer zweiten Ebene in der Zukunft verschwindet einer der Freunde scheinbar spurlos und lässt das Grauen der Jugend wieder aufleben. Gibt es Zusammenhänge?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat eine starke Sogwirkung und vor allem die Sprache und die Dialoge können überzeugen. Zugreifen und lesen.

Veröffentlicht am 20.07.2018

genretypisch unterhaltsam

Dream Maker - Sehnsucht
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Parker Ellis ist der Dream Maker, der Boss einer Agentur, die damit wirbt, dass sie ihre Kundinnen glücklich machen wird, egal, welche Probleme die Ladies so haben. Ein hoher Anspruch, den er und seien ...

Parker Ellis ist der Dream Maker, der Boss einer Agentur, die damit wirbt, dass sie ihre Kundinnen glücklich machen wird, egal, welche Probleme die Ladies so haben. Ein hoher Anspruch, den er und seien zwei Partner da erfüllen müssen und wollen.

Von überall her kommen die Frauen mit ganz unterschiedlichen Wünschen und Sorgen.
Die drei Jungs versuchen mit Professionalität den Frauen finanzielle Vorschläge zu machen, deren Outfit zu optimieren und sie in Liebesdingen zu beraten. Das wird zwangläufig immer mal ziemlich persönlich. Und auch wenn es ihr Plan ist, so können weder die Kerle noch die Kundinnen immer ganz genau trennen, wo das Geschäftsverhältnis aufhört und das Private anfängt.

Die Vorgaben sind unterhaltsam und die Autorin hat einen lockeren Stil in dem sie vor allem Parker gut in Szene setzt. Die Damen sind leider oft etwas dümmlich und blond. Aber es gibt auch einen Lichtblick der zumindest Parker etwas durcheinander bringt.

Nette Schmonzette für zwischendurch. Genretypisch.

Veröffentlicht am 12.06.2018

sympathischer Seelsorger

Tiefer denn die Hölle
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Martin Bauer und Verena Dohr, ein Ermittlerteam, welches ich zum ersten Mal für mich entdeckt habe. Dank der guten Rezis hier im Forum habe ich mir das Buch zugelegt und wurde nicht enttäuscht. Es ist ...

Martin Bauer und Verena Dohr, ein Ermittlerteam, welches ich zum ersten Mal für mich entdeckt habe. Dank der guten Rezis hier im Forum habe ich mir das Buch zugelegt und wurde nicht enttäuscht. Es ist ein Lokalkrimi, der deshalb auch jede Menge Ruhrpott bietet - eine Gegend, die ich so gar nicht kenne und auch deshalb lese ich solche Bücher wahnsinnig gerne.

Der Fall hat fast ein bisschen etwas von den amerikanischen Serienkiller-Dimensionen. Eine Leiche voller Honig, schwer misshandelt. Aber ganz so blutig geht es erst mal nicht los. Bis auf den Toten und den Pfarrer, der ihn entdeckt und darüber einen Herzinfarkt erleidet. So kommt Martin Bauer ins Spiel, denn er erfährt ein paar Brocken und möchte dann unbedingt herauskriegen, was sie zu bedeuten haben.

Mir hat gefallen, dass dem Seelsorger wirklich Raum gegeben wurde. Also, er darf wirklich versuchen, für Seelen zu sorgen und man nimmt ihm diesen Wunsch auch ab. Der Mann hat ein Privatleben und er ist ein guter Kerl. Das finde ich sympathisch. Mal kein gebrochener Kerl mit Alkoholproblemen oder Beziehungssorgen. Sondern ein werdender Vater.

Der Fall selber wird am Ende richtig dramatisch und für Martin auch gefährlich. Also Spannung gibt es auch. Der Krimi hat mir gut gefallen.