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Veröffentlicht am 11.12.2019

empfehlenswert

Der Fund
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Auch wenn mich Bernhard Aichner nicht mit all seinen Krimis überzeugt hat, so habe ich doch immer den Wunsch, ein neues Buch von ihm zu lesen, denn er hat einen so prägnanten und eigenen Schreibstil. Und ...

Auch wenn mich Bernhard Aichner nicht mit all seinen Krimis überzeugt hat, so habe ich doch immer den Wunsch, ein neues Buch von ihm zu lesen, denn er hat einen so prägnanten und eigenen Schreibstil. Und den mag ich sehr gerne. Auch diesmal wagt er es wieder und erzählt in eigenen Tempo, teilweise nur in Dialogen, kurz und knackig und so gut, dass man daraus ohne große Korrekturen ein Drehbuch machen könnte.

Die zwei Erzählebenen fügen sich harmonisch zusammen. Aus der Sicht des Opfers und aus der Sicht des Kommissars werden die Geschehnisse zeitversetzt so aufgerollt, dass der Leser ziemlich genau ins Bild gesetzt wird. Dabei gibt es einige Überraschungen, mit denen ich so gar nicht rechnete, denn dass die Hauptperson das Zeitliche segnen wird, ist von Anfang an Fakt. Um so schöner, dass Aichner noch das ein oder andere Ass im Ärmel hat.

Für Leser empfehlenswert, die gerne mal vom Mainstream abweichen und gut komponierte Kriminalliteratur lesen wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.12.2019

mäßig spannend

Draussen
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Ich bin kein ausgewachsener Kluftinger-Fan, aber ich kenne einige Romane von Kobr und Klüpfel und ich mag es, dass die Romane in Bayern spielen und durchaus ein gutes Lokalkolorit haben. Meist ist es mir ...

Ich bin kein ausgewachsener Kluftinger-Fan, aber ich kenne einige Romane von Kobr und Klüpfel und ich mag es, dass die Romane in Bayern spielen und durchaus ein gutes Lokalkolorit haben. Meist ist es mir aber zu humorig, deshalb war ich sehr gespannt auf den ersten Thriller des Autorenduos.

Wie der Titel "Draußen" schon verspricht, spielt die Geschichte zu Teilen im Wald. Und es geht um Rollenspiele Jugendlicher und darum, dass sie etwas sehen, was sie nicht sehen sollten.

Ich bin nicht ganz glücklich mit der Geschichte. Es mangelt an allen Ecken. Die Charaktere sind entweder sehr eindimensional oder etwas überzogen, so dass keine der Figuren mich wirklich berühren konnte.

Der Plot ist nachvollziehbar aber meiner Meinung nach ziemlich unspannend. Actionszenen werden in einer ganz eigenen Tonart geschildert. Das knappe und stakkatoartige des Schreibstils soll hier wohl die Spannung erhöhen. Aber für mich liest es sich eher hölzern und unausgereift.

Der Humor der Kluftinger-Krimis wurde hier durch Ironie und seltsam-tollpatschige Bösewichte ersetzt und so ganz ernst konnte ich die einfach nicht nehmen.

Meiner Meinung nach sollten die Autoren bei ihren Leisten bleiben. Mir gefallen die humorvollen Krimis um einiges besser.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2019

märchenhaftes Fantasyspektakel

Die Chroniken von Azuhr - Der träumende Krieger
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Dieses Buch ist nur etwas für Azuhr-Fans. Für solche, die bereits die ersten beiden Bände gefressen haben und die sich auskennen in dieser magischen Welt voller Mären.

Milan, sein Vater, Nok und Valerio ...

Dieses Buch ist nur etwas für Azuhr-Fans. Für solche, die bereits die ersten beiden Bände gefressen haben und die sich auskennen in dieser magischen Welt voller Mären.

Milan, sein Vater, Nok und Valerio sind auf dem Weg ins Tal der Äpfel. Und dort finden sie nicht nur den Roten Turm sondern die meisten Antworten auf ihre Fragen. Derweilen dräut der Dunkle Feind im Land, tötet mit seinen Schattenwesen und bedrängt die Kaiserin Sasmira und ihre geflügelten Kriegerinnen.

Ein dritter Teil, prall gefüllt mit Märchenwesen und Fantasy. süffig und mit einem intelligenten trickreichen Plot.

Ich liebe diese Welt und ich bin sehr sehr traurig, dass die Reise mit Milan und Nok nun zu Ende gegangen ist. Über das Finale will ich nicht zu viel verraten. Lest es! Genießt es! Hennen hat sich mal wieder übertroffen. Der deutsche Fantasymeister kann es einfach.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Da fehlt noch eine Schippe

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Das prächtige Cover und die interessante Leseprobe haben mich hingezogen zu diesem Buch. Der erste Band einer vielversprechenden Geschichte schien es mir. Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht ganz überzeugt ...

Das prächtige Cover und die interessante Leseprobe haben mich hingezogen zu diesem Buch. Der erste Band einer vielversprechenden Geschichte schien es mir. Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht ganz überzeugt bin von dieser "Verschwörung der Briganten".

Fünf jugendliche bis junge Hauptdarsteller führen durch eine Story, die durchaus Potential hätte. Allerdings merkt mal bald, dass es tatsächlich mehr ein Jugendbuch denn ein All-Age-Roman ist und dass die Autorin sich ein wenig fürchtet, der Handlung die nötige Komplexität und Dichte zu geben. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ist durchweg vorhersehbar ohne jede überraschende Wendung. Die Charaktere bleiben statisch in ihrer Entwicklung, sind nicht reifer geworden und agieren nur im Rahmen ihrer eingleisigen Möglichkeiten.

Sally Green schafft es auch selten, überhaupt einen Spannungsbogen aufzubauen und schon gar nicht, ihn etwas auszureizen. Schnell und hastig werden Enden zusammen geführt, Geheimnisse erklärt, Schlachten gewonnen.

Die Idee des Dämonenrauchs und was dahinter steckt, ist erfrischend und das Cover passt sehr schön dazu. Aber der Spirit reicht nicht aus für eine so lange Geschichte, die auch noch in weitere Runden gehen soll.

Ein erster Band, der mich nicht überzeugen konnte. Da fehlt noch eine ganze Schippe zu einem guten Fantasybuch.

Veröffentlicht am 07.10.2019

sehr guter erster Teil

Der Untergang der Könige
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Magisch angezogen von dem tollen Cover und den verheißungsvollen Lobeshymnen habe ich jetzt den dicken Fantasywälzer "Der Untergang der Könige" beendet. Es handelt sich um einen schönen ersten Band; man ...

Magisch angezogen von dem tollen Cover und den verheißungsvollen Lobeshymnen habe ich jetzt den dicken Fantasywälzer "Der Untergang der Könige" beendet. Es handelt sich um einen schönen ersten Band; man freut sich auf mehr.

Was mir gefallen hat?

Der Erzählstil ist angenehm und abwechslungsreich. Die Autorin hat die Wortgewalt, um neue Bilder im Kopf entstehen zu lassen, findet einen höchst plastischen Weg, um auch gängige Magie-Wesen wie Drachen oder Dämonen auf noch nicht gelesene Art und Weise zu servieren. Sie haucht den Charakteren mit Fingerspitzengefühl Leben ein, beherrscht die Dialogregie und zieht trotz einiger ruhigerer Sequenzen immer wieder gekonnt die Spannungsschrauben an.

Was mir nicht so gefallen hat?

Da gibt es eigentlich wenig zu bemängeln. Ja, es gibt ein paar kleinere Längen. Eine Straffung wäre nett gewesen, aber nicht zwingend, denn die Leselust hat mich nie verlassen und ich finde, ein erster Band darf sich gerne mal etwas mehr Zeit lassen und etwas ausholen.

Fazit:

Sehr unterhaltsam und von mir mit großem Vergnügen gelesen. Ich würde 4,5 Sterne vergeben. Und mache daraus nach guter mathematischer Regel eine aufgerundete 5. Die Autorin hat Band zwei demnächst in englisch fertig. Ich würde mich freuen, wenn die Übersetzung bald zu haben ist.