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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2025

Emotional und düster

Die Tribute von Panem 2
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Nach dem ersten Band musste ich Gefährliche Liebe sofort weiterlesen – und dieses Buch hat mich tief getroffen. Obwohl die Grundhandlung bekannt ist, machen die zusätzlichen Szenen und die größere Tiefe ...

Nach dem ersten Band musste ich Gefährliche Liebe sofort weiterlesen – und dieses Buch hat mich tief getroffen. Obwohl die Grundhandlung bekannt ist, machen die zusätzlichen Szenen und die größere Tiefe die Geschichte noch intensiver als der Film. Ich war von Anfang an wieder vollkommen drin.

Katniss hat mir erneut das Herz gebrochen. Ihre Situation ist noch unfairer als zuvor, der Druck des Kapitols allgegenwärtig. Man spürt ihre Angst, ihre Überforderung und ihre innere Zerrissenheit auf jeder Seite. Gerade die vielen Lügen und Spannungen, besonders im Umgang mit Peeta, haben mich emotional sehr mitgenommen. Peeta selbst war für mich wieder ein Lichtblick – ruhig, mutig und menschlich, sobald ihm klar wird, was wirklich auf dem Spiel steht.

Die neue Arena ist schlicht genial und erschreckend zugleich. So durchdacht, so grausam und psychologisch belastend, dass die Spannung kaum auszuhalten ist. Dazu kommen starke neue Charaktere, die der Geschichte noch mehr Tiefe verleihen.

Das Ende hat mich völlig sprachlos zurückgelassen. Es endet genau dort, wo man verzweifelt weiterlesen möchte. Gefährliche Liebe ist keine Liebesgeschichte, sondern ein düsteres, emotionales Spiel um Macht, Kontrolle und Überleben. Für mich ein dystopisches Meisterwerk – 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Eine farbenfrohe und warme Umarmung

A Bookboyfriend for Autumn
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„A Bookboyfriend for Autumn“ hat mich vom ersten Satz an abgeholt und auf eine emotionale Reise geschickt, die mich noch lange begleiten wird. Freya Miles versteht es wie keine andere, eine gefühlvolle ...

„A Bookboyfriend for Autumn“ hat mich vom ersten Satz an abgeholt und auf eine emotionale Reise geschickt, die mich noch lange begleiten wird. Freya Miles versteht es wie keine andere, eine gefühlvolle Slow Burn Romance zu erzählen – zart, authentisch, mitreißend – und gleichzeitig einen liebevollen, aber auch kritischen Blick auf die Bookbubble zu werfen.

Wir begleiten Ella, eine farbenfrohe, mutige, plus-size Booktokerin, die mit gerade einmal drei Followern ihren großen Traum verwirklicht: ein eigenes Buchcafé zu eröffnen. Und wie sehr habe ich jede einzelne ihrer bunten Strumpfhosen und verrückten Ideen gefeiert! Ihr Mut, ihre Leidenschaft für Bücher und ihre Hoffnung, Menschen zusammenzubringen, haben mein Herz sofort gewonnen.

Doch kaum hängt das selbstgemalte Schild über der Tür, steht auch schon Cederick vor ihr – der Inbegriff eines arbeitenden Kopfmenschen, Zahlenjongleur, Workaholic und Chef der Buchhandlung gegenüber. Ein wahrer „Herbstregen in Menschengestalt“, der ihr mit seiner rationalen Art erst einmal richtig gegen den Kopf stößt. Und ja, am Anfang wollte ich ihn gefühlt selbst um die Ecke schubsen. Aber mit jeder Seite, jedem Moment, in dem er Ella plötzlich doch zur Seite steht – besonders als ihr Traum im wahrsten Sinne des Wortes zu versinken droht – ist auch mein Herz ein kleines bisschen mehr für ihn gestolpert.

Was Ella bunt, lebendig und träumerisch verkörpert, ist Cederick steif, strukturiert und analytisch – und genau diese Gegensätze machen ihre Geschichte so besonders.
Wie herrlich war ihr Schlagabtausch!
Wie köstlich ihre Reels, wie berührend ihr allmähliches Zusammenwachsen!

Und mittendrin die Bookbubble, die nicht nur feiert, sondern auch austeilt – ein Shitstorm unter dem Hashtag #DavidGegenGoliath, der Ella völlig überraschend überrollt und gleichzeitig ungewollt ins Rampenlicht schiebt. Der Blick auf Social Media wird hier nicht beschönigt, aber mit Herz, Humor und Authentizität erzählt.

Ich habe es geliebt, wie Ella ihre Reise online teilt, wie nahbar alles wirkt – als wäre man selbst dabei, mit heißem Chai Latte in der Hand, mitten im herbstlichen Brunswick. Dazu die kleinen Illustrationen, die cosy Atmosphäre, die zarten Funken zwischen den beiden … Es war wie eine warme Umarmung an einem verregneten Herbsttag. 🍂

Besonders berührt hat mich, mit wie viel Feingefühl Freya Miles das Thema Mental Health einbettet – leise, aber eindringlich, ohne die Leichtigkeit der Geschichte zu verlieren.

Und dann diese wundervollen kleinen Verbindungen zu Velvet Creek, zu Menschen aus dem Autorenleben – kleine Schmunzelmomente, die das Ganze noch liebevoller machen.

Ich habe dieses Buch in einem Tag verschlungen, Herz klopfend, lachend, mitfühlend. Es zeigt, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen – auch wenn die Welt manchmal zuschaut, manchmal zweifelt, manchmal laut wird.

Fazit:
Ein supersüßes, cozy, humorvolles, aber auch bewegendes Wohlfühlbuch voller Herzklopfen, Buchliebe, Mut und herbstlicher Magie. Für mich eine klare 5/5 Sterne Empfehlung – das perfekte Buch für den Herbst, für Booktok-Fans, für Romantikerinnen und alle, die Geschichten lieben, die gleichzeitig unterhalten und berühren.

Absolute Leseempfehlung. ❤️📚🍂

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Frost schmelzend

Wenn der Frost dein Herz berührt
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„Wenn der Frost dein Herz berührt“ ist für mich ein typisches Brittainy-C.-Cherry-Buch – und gleichzeitig nicht. Die Autorin trifft wie gewohnt mitten ins Herz, doch dieses Mal hat sie mich mit einer Tiefe ...

„Wenn der Frost dein Herz berührt“ ist für mich ein typisches Brittainy-C.-Cherry-Buch – und gleichzeitig nicht. Die Autorin trifft wie gewohnt mitten ins Herz, doch dieses Mal hat sie mich mit einer Tiefe erwischt, die schmerzhaft ehrlich und überraschend roh wirkt. Manche Szenen haben mir regelrecht den Atem geraubt, weil sie Verlust, Trauer und Heilung so authentisch einfangen, dass man kaum anders kann, als mitzufühlen.

Der Einstieg fiel mir allerdings etwas schwer. Die ersten Kapitel lesen sich fast wie eine leichte RomCom, was nicht ganz zu der emotional schweren Richtung passt, die das Buch später einschlägt. Erst mit der Zeit öffnet sich die Geschichte und zeigt, worum es wirklich geht: zwei junge Menschen, Starlet und Milo, die auf unterschiedliche Weise am Verlust ihrer Mütter zerbrochen sind – und sich gegenseitig dabei helfen, die Bruchstellen wieder zu kitten.

Starlet war für mich anfangs schwierig greifbar. Perfektionistisch, kontrolliert, fast schon zu glatt – bis die Autorin Schicht für Schicht zeigt, warum sie ist, wie sie ist. Ihre Entwicklung, ihr Mut und ihr innerer Kampf haben mich später sehr berührt. Milo dagegen war von Anfang an ein Charakter, der im Stillen brennt. Ruhig, zurückgezogen, voller innerer Abgründe, die er selbst nicht zu verlassen wagt. Gemeinsam funktionieren die beiden erstaunlich gut, auch wenn der Teacher–Student-Trope mich erst einmal skeptisch gemacht hat. Zum Glück findet Cherry hier einen Weg, das Setting respektvoll und nicht unangenehm darzustellen.

Besonders hervorheben möchte ich die zwei Väter: Eric und Jacob. Jedes Mal, wenn sie auftreten, sorgen sie für Wärme, Tiefe und diese unvergleichliche Cherry-Sanftheit, die direkt ins Herz trifft. Selten wurden Nebenfiguren so liebevoll und glaubwürdig ausgearbeitet.

Sprachlich liefert Brittainy C. Cherry wie gewohnt ab: poetisch, flüssig, emotional. Der unerwartete Plottwist hat mich tatsächlich überrascht und berührt – weniger schockierend, mehr tiefgehend. Genau so etwas liebe ich an ihren Geschichten.

Trotz all der positiven Aspekte gab es für mich zwei kleine Abstriche: Der Start war etwas holprig, und Starlets Verhalten wirkte gelegentlich etwas sprunghaft und kindlich. Nichts Dramatisches, aber spürbar.

Fazit:
Ein wunderschönes, emotionales Buch, das mich berührt und oft zu Tränen gerührt hat. Für mich nicht Cherrys stärkster Roman, aber ein absolut lesenswertes, gefühlvolles Werk über Trauer, Verlust und den Mut, wieder zu hoffen. Fans der Autorin werden definitiv auf ihre Kosten kommen – und alle, die Geschichten voller Herz mögen, sowieso.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Goldiger Beginn

The Darkest Gold – Die Gefangene
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The Darkest Gold – Die Gefangene von Raven Kennedy hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Dieser Auftakt ist kein typisches Fantasy-Märchen, sondern eine intensive, dunkel schimmernde ...

The Darkest Gold – Die Gefangene von Raven Kennedy hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Dieser Auftakt ist kein typisches Fantasy-Märchen, sondern eine intensive, dunkel schimmernde Reise in eine Welt voller Macht, Abhängigkeit und innerer Gefangenschaft. Schon früh wird deutlich: Diese Geschichte ist roh, schonungslos und emotional herausfordernd – und gerade dadurch so außergewöhnlich.

Auren, die goldene Gefangene von König Midas, ist eine der komplexesten Figuren, denen ich seit Langem begegnet bin. Zerbrechlich, abhängig und voller Zweifel – und gleichzeitig trägt sie eine stille Kraft in sich, die sich im Verlauf des Buches immer deutlicher Bahn bricht. Ihre Entwicklung hat mich tief berührt. Ich habe mit ihr gezittert, gehofft, gelitten und ihre leisen Momente der Rebellion gefeiert. Selten habe ich mich so intensiv in die Gedankenwelt einer Protagonistin hineinversetzen können.

Der Schreibstil ist atmosphärisch, bildhaft und poetisch, manchmal sanft und wunderschön, manchmal brutal und beklemmend. Diese Gegensätze schaffen eine unglaubliche Spannung und spiegeln perfekt Aurens inneren Konflikt wider. Die Autorin versteht es meisterhaft, Themen wie Machtmissbrauch, emotionale Abhängigkeit und Selbstfindung mit psychologischer Tiefe zu verweben – ohne jemals belehrend zu wirken.

Die Handlung entfaltet sich langsam, aber intensiv. Die bedrückende Atmosphäre des goldenen Palasts, der gleichzeitig glänzt und erstickt, ging mir unter die Haut. Im letzten Drittel zieht das Tempo deutlich an, und die Wendungen haben mich regelrecht atemlos zurückgelassen. Trotz schwerer Themen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Mein Fazit:
Ein brillant geschriebener, vielschichtiger und emotional aufwühlender Reihenauftakt, der lange nachhallt. Wer eine leichte Romantasy sucht, ist hier falsch – wer jedoch eine tiefgehende, düstere Geschichte über Kontrolle, Schmerz und den Weg zur Selbstbefreiung lesen möchte, wird dieses Buch lieben. Für mich ein absolutes Highlight und ein Auftakt, der mehr als neugierig auf die Fortsetzung macht.

Ganz klare 5 von 5 Sternen! 🌟🌟🌟🌟🌟

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Beeindruckend

Anatomy
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Anatomy hat mich viel tiefer berührt, als ich es je erwartet hätte. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht, aber ich dachte lange: Eine Liebesgeschichte? Hm… vielleicht irgendwann mal. Zum Glück hat ...

Anatomy hat mich viel tiefer berührt, als ich es je erwartet hätte. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht, aber ich dachte lange: Eine Liebesgeschichte? Hm… vielleicht irgendwann mal. Zum Glück hat meine Bibliothek beide Bände vorrätig gehabt – sonst hätte ich dieses wunderbare Leseerlebnis verpasst.

Von der ersten Seite an war ich vollkommen in Hazels Welt versunken. Ihre Entschlossenheit, Chirurgin zu werden, hat mich direkt emotional gepackt. Ich habe so sehr mit ihr mitgefiebert – jedes Risiko, jede Niederlage, jedes kleine Erfolgserlebnis hat sich für mich echt angefühlt. Es war, als würde ich neben ihr sitzen, heimlich in Vorlesungen schleichen, die Skalpellgriffe üben und mich von den engen Grenzen ihrer Zeit erdrücken lassen.

Und dann Jack. Sein Auftauchen war für mich wie ein warmes Licht in einer düsteren Welt. Kein „perfekter“ Held, kein überzeichneter Love Interest – sondern jemand Echtes, Gütiges, mit einer Geschichte, die mich sofort bewegt hat. Die beiden zusammen… das war so leise, so vorsichtig, so menschlich, dass ich erst spät merkte, wie sehr mir ihre Beziehung unter die Haut ging. Es ist keine große, laute Romanze – vielmehr ein zartes Band, das langsam wächst und genau dadurch so glaubwürdig und berührend ist.

Die Obduktionsszenen, die Krankheiten, der Tod – das alles war schaurig und tiefgehend, aber nie abstoßend. Ich habe mich eher fasziniert gefühlt, manchmal traurig, manchmal erschüttert. Das Buch hat mir das Gefühl gegeben, ganz nah an der damaligen Medizin zu stehen, an all ihren Wundern und Abgründen.

Besonders stark fand ich, wie ausgewogen die Geschichte ist. Nichts wirkt künstlich dramatisiert, kein Konflikt übertrieben – es fühlt sich alles organisch und echt an. Und je weiter ich gelesen habe, desto weniger konnte ich das Buch weglegen. Das letzte Drittel hat mir regelrecht die Luft geraubt.

Und das Ende… mein Herz. Was für ein fieser, emotionaler Cliffhanger. Ich war SO froh, dass ich Band 2 schon parat hatte – sonst hätte ich vermutlich die Wände hochgehen können.

Anatomy hat mich überrascht, berührt, begeistert und mich noch lange nach dem Zuklappen begleitet. Ein Buch, das gleichzeitig schaurig, schön, traurig und hoffnungsvoll ist – und eine junge Frau zeigt, die gegen alle Widerstände für ihren Traum kämpft.

Von mir gibt es aus tiefstem Herzen 5 von 5 Sternen. ❤️📚

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