Spannung kommt leider erst am Ende
SchattenmädchenDas Cover von Schattenmädchen ist sehr schön gestaltet und fällt sofort ins Auge. Es wirkt auffällig und besitzt einen hohen Wiedererkennungswert, sodass es im Regal definitiv heraussticht und neugierig ...
Das Cover von Schattenmädchen ist sehr schön gestaltet und fällt sofort ins Auge. Es wirkt auffällig und besitzt einen hohen Wiedererkennungswert, sodass es im Regal definitiv heraussticht und neugierig auf die Geschichte macht.
Die Autorin Frida Skybäck war mir bisher nicht bekannt. Beim Lesen habe ich außerdem festgestellt, dass Schattenmädchen bereits der dritte Fall des Ermittlerteams um Fredrika Storm und Henry Calment ist, was mir vorher nicht bewusst war. Das ist grundsätzlich kein großes Problem, allerdings hatte ich stellenweise das Gefühl, dass mir ein wenig Hintergrundwissen zu den Figuren fehlt.
Der Schreibstil von Frida Skybäck ist gut und angenehm zu lesen, jedoch hat er mich nicht komplett überwältigt. Die Geschichte lässt sich zwar flüssig lesen, aber die Spannung baut sich meiner Meinung nach recht langsam auf. Leider wurde das Buch für mich erst auf den letzten etwa 50 Seiten wirklich interessant und packend. Dort nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, allerdings hätte ich mir diese Spannung schon deutlich früher gewünscht.
Insgesamt bin ich daher ein wenig enttäuscht. Gerade von schwedischen Thrillern habe ich bisher meist mehr erwartet, da sie oft für besonders dichte Atmosphäre und überraschende Wendungen bekannt sind. Schattenmädchen hat zwar ein sehr ansprechendes Cover und einen soliden Schreibstil, konnte mich aber erst sehr spät wirklich fesseln.