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Veröffentlicht am 07.07.2019

Die starken ersten 2/3 retten schwaches Ende

Die Unvollkommenen
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Die Unvollkommenen von Theresa Hannig stellt den zweiten Teil zu ihrem Debüt Die Optimierer dar, kann jedoch problemlos unabhängig davon gelesen werden.

Wer Die Optimierer gelesen hat, kennt Lila bereits, ...

Die Unvollkommenen von Theresa Hannig stellt den zweiten Teil zu ihrem Debüt Die Optimierer dar, kann jedoch problemlos unabhängig davon gelesen werden.

Wer Die Optimierer gelesen hat, kennt Lila bereits, die dort für Samson eine entscheidende Rolle gespielt hat. In Die Unvollkommenen ist sie dann selbst die Protagonistin und sieht sich nach fünf Jahren Verwahrung (=Gefängnis) einer völlig veränderten BEU gegenüber. Samson wird als eine Art Gott verehrt und die Vermischung von Robotern und Menschen ist deutlich vorangeschritten.
Wie der Klappentext schon verrät, will Lila etwas dagegen tun, doch Samson spürt sie auf, bevor sie wirklich zur Tat schreiten kann. Aber nicht nur er macht ihr ein Angebot und fordert so ihre Mithilfe ein. Mehrere Parteien sehen in Lila ihre einzige Chance um ihr Ziel zu erreichen und das ist auch einer meiner großen Kritikpunkte. Samson und eine weitere Person? Okay… aber dass dann wirklich jeder etwas von Lila wollte und sie für seine eigenen Zwecke einspannen oder benutzen wollte, war etwas too much. Dies passierte aber zum Glück erst im letzten Drittel des Buches, sodass es meinen Gesamteindruck nicht allzu sehr beeinflusst.
Generell konnte ich das auch schon bei Die Optimierer beobachten: der Anfang und Mittelteil haben mir extrem gut gefallen. Die Figuren wurden langsam aber stetig ausgebaut und haben Entwicklungen durchlebt. Die Story wurde so erzählt, dass genug Raum zum Rätseln blieb und vor allem hat Hannig mit ihrer Geschichte zum Nachdenken angeregt. Wie weit darf die Überwachung durch den Staat gehen, stellen Roboter in Zukunft eine Bedrohung dar, wie viel sollte man von sich Preis geben, was macht die Digitalisierung mit uns, und, und und…
Soweit, so gut – doch dann kommt das Ende. Plötzlich geht irgendwie alles ganz schnell und eine wichtige Szene jagt die nächste. Dabei verliert man als Leser leicht mal den Überblick und alles fühlt sich etwas gehetzt an. Als hätte die Autorin gemerkt, dass zum Ende ja noch einmal ein Knaller kommen muss, der gleichzeitig aber auch alle Stränge zusammenfügt. Mir persönlich ist das einfach zu viel des Guten. Natürlich habe ich nichts gegen Spannung und Action am Ende, aber halt einfach im passenden Maß. Bei einem Buch das, meiner Meinung nach, vor allem durch seine Thematik begeistert und eher subtil Spannung aufbaut, ist so ein vollgepacktes Ende dann weniger geeignet.
Da dies aber, wie gesagt, auch bei Teil eins schon so war, gehe ich davon aus, dass es einfach der Stil der Autorin ist und der muss ja nicht jedem gefallen. Geschmäcker sind nun mal verschieden.
Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, ist der relativ lockere Zusammenhang zwischen beiden Büchern. Zum einen wird das Wichtigste wiederholt, sodass alles noch einmal aufgefrischt wird, beziehungsweise man als „Quereinsteiger“ die Infos bekommt die man zum Verständnis benötigt. Zum anderen spielt Die Unvollkommenen fünf Jahre nach Die Optimierer und was dazwischen passiert ist, fehlt auch wenn man den ersten Teil kennt. Dadurch wird generell sehr viel erklärt und wenig als gegeben vorausgesetzt. Man kann das Buch also problemlos eigenständig lesen. Lediglich manche Eigenwörter versteht man mit Vorkentnissen leichter, diese erklären sich aber auch über kurz oder lang aus dem Zusammenhang.
Die Unvollkommenen ist keine Action-geladene Dystopie die mit erschreckenden Zukunftsszenarien Spannung aufbauen will. Dennoch, oder gerade deswegen, begeistert mich auch dieses Buch wieder. Die Autorin spricht extrem viele wichtige Themen an, die man im Alltag gerne mal vergisst oder als selbstverständlich betrachtet. Das Buch führt sie einem wieder vor Augen und regt zum bewussten Nachdenken an.

Veröffentlicht am 21.06.2019

Was ist Wahn, was Wahrheit?

The Couple
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The Couple von Araminta Hall ist ein Thriller voll beklemmender, psychischer Spannungen, denn man weiß nie so recht was Wahrheit und was Wahn ist.

Das Buch ist in Ich-Perspektive aus der Sicht von Mike ...

The Couple von Araminta Hall ist ein Thriller voll beklemmender, psychischer Spannungen, denn man weiß nie so recht was Wahrheit und was Wahn ist.

Das Buch ist in Ich-Perspektive aus der Sicht von Mike geschrieben. Er befindet sich im Gefängnis und schreibt die Geschehnisse für seinen Anwalt auf. Der Leser weiß aber noch nicht warum er sich dort befindet, man kann sich also nur denken, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Alleine dadurch entsteh schon enorm viel Spannung, während man seinen Schilderungen folgt, um zu erfahren was geschehen ist. Dabei lernt man dann auch die Beziehung von Mike und Verity kennen. Zuallererst wird ihr Spiel, das sogenanne „Crave“, erklärt, das im ganzen Buch eine wichtige Rolle spielt. Denn Mike ist davon überzeugt, dass Verity den neuen Mann an ihrer Seite nicht wirklich liebt und alles nur wieder ein Spiel ist.
Und genau das ist der springende Punkt. Man begleitet nur Mike und seine Gedanken, somit kennen wir nur seine Interpretation der Dinge. Dabei weiß man nie, ob er einfach nur zum psychotischen Stalker geworden ist, der die Trennung nicht akzeptieren kann und will, oder ob Verity tatsächlich ein krankes Spiel mit ihm spielt.
Es gibt immer wieder Momente in denen sich Mike so „unnormal“ verhält, dass man sich sicher ist er bildet sich alles nur ein, nur um dann im nächsten Moment eine Szene zu verfolgen, die einem seine Interpretation als vollkommen logisch erscheinen lässt.
Auch gegen Ende des Buches weiß man immer noch nicht wem man glauben soll, als man dann auch Veritys Sicht der Dinge erfährt. Behauptet sie alles nur um sich zu schützen, oder wurde sie tatsächlich Opfer eines Stalkers?
Dieses Hin und Her hat die Autorin so gekonnt konstruiert, dass ich regelrech durch die Seiten geflogen bin. Man sucht hinter jedem Satz und Wort nach Hinweisen, nach der einen wichtigen Information, um endlich zu erfahren was die Wahrheit ist. Und genau das macht dieses Buch für mich so gelungen, denn es zeigt auf extreme Weise, dass man nie wirklich wissen kann, was die Wahrheit ist. Man kann sich lediglich dazu entscheiden einer Person zu glauben oder nicht. Letzendlich geht es einfach nur darum wer überzeugender ist. Ob dies dann auch die Wahrheit ist, weiß nur die Person selbst.
Ich kann für diesen Thriller nur eine klare Empfehlung aussprechen. Er kommt nahezu ohne Gewalt aus und ist dennoch, oder gerade deswegen, hochspannend.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Perfekt für alle, die die Inhaltsstoffe selbst bestimmen wollen

Müsliriegel und Energyballs. Die besten Rezepte für leckere Energiespender
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Müsliriegel und Energyballs ist ein kleines aber feines Buch mit tollen Rezepten, um sich leckere und gesunde Snacks für zwischendurch ganz leicht selbst zuzubereiten.

Dieses Buch ist ein Muss für alle, ...

Müsliriegel und Energyballs ist ein kleines aber feines Buch mit tollen Rezepten, um sich leckere und gesunde Snacks für zwischendurch ganz leicht selbst zuzubereiten.

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die Müsliriegel lieben, aber keine Lust auf all die ungesunden Zusatzstoffe und den vielen Zucker in den handelsüblichen Müsliriegeln haben. Auch in diesen Rezepten wird zwar teilweise Zucker genutzt, dies kann man mit etwas Übung jedoch auch leicht selbst anpassen. So verzichte ich bei den entsprechenden Rezepten einfach auf den Zusatz von Zucker. So sind sie zwar weniger süß, aber ich mag den nussigen, knusprigen Geschmack sowieso lieber. Und wenn es doch etwas süßer sein soll, kann man auch natürliche Süßungsmittel wie Honig, Agavendicksaft, Reissirup oder Ähnliches nutzen. Diese finden sowieso in vielen Rezepten Anwendung, sodass man mit etwas Vergleichen und Ausprobieren ganz leicht die für sich richtige Süße findet.
Abgesehen davon, klingen die Rezepte allesamt lecker und sind auch abwechslungsreich. Natürlich muss man bedenken, dass man nicht immer alles im Haus hat. Es gibt durchaus auch Riegel, die etwas ausgefallenere Nüsse und Samen beinhalten. Genauso gibt es aber auch „simplere“ Rezepte, wie zum Beispiel der Walnuss-Apfel-Riegel, für die man die Zutaten ganz leicht bekommt oder sogar schon da hat.
Die Erklärungen zur Zubereitung sind sehr eindeutig und verständlich. Die Rezepte werden schrittweise geschildert, wobei man eigentlich nichts falsch machen kann, und es steht dabei wie viele Müsliriegel sich daraus ergeben. Durch die Darstellung auf einer Seite hat man außerdem immer auch die Zutatenliste im Blick, sodass man bei den einzelnen Schritten gleich weiß wie viel benötigt wird und nicht ständig hin und her blättern muss. Abgerundet wird das Ganze durch ein Bild zu fast jedem Rezept, sowie Nährwertangaben und kurze Infos zur Zubereitungsdauer und dem Schwierigkeitsgrad.
Auch im Aufbau konnte mich das Buch überzeugen. Es gibt zunächst einen kleinen Theorieteil, in dem auf das Thema Müsliriegel eingegangen wird. Es geht zum Beispiel darum was ein Müsliriegel beinhalten sollte und was daran gesund ist. Darauf folgen dann die Rezepte, die in zwei Abschnitte aufgeteilt sind: diejenigen zu den Müsliriegeln und diejenigen zu Energyballs, Müslikonfekt und Fruchtschnitten.
Besonders toll finde ich, dass es am Ende noch eine tabellarische Übersicht zu den Rezepten gibt, in der ganz leicht ersichtlich ist was sie beinhalten. So kann man ganz fix nach Riegeln suchen, die bestimmte Zutaten beinhalten sollen, wenn man zum Beispiel bestimmte Sachen Zuhause hat, die man aufbrauchen möchte.
Wie man vielleicht merkt, habe ich mich zunächst mehr mit den Müsliriegeln beschäftigt, aber auch die anderen Rezepte klingen interessant und werden definitiv noch von mir ausprobiert.
Ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Es ist ein toller Begleiter, wenn man den Einstieg in das Thema wagen will. Die Rezepte sind super leicht nachzumachen und mit etwas Übung kann man sie auch toll ergänzen oder variieren. Ich sehe das Buch ein bisschen als Lerngrundlage, um Schritt für Schritt meine ganz eingenen Riegel genau nach meinem Geschmack herstellen zu können. Außerdem lassen sich die Rezepte auch ganz leich abwandeln, um leckeres Granola selbst zu machen. Aber auch wenn man sich einfach nur an das Buch halten will, bietet es tolle Rezepte mit abwechslungsreichen Zutaten, sodass für nahezu jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Die Abgründe zweier Seelen

So schöne Lügen
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Tara Isabella Burton nimmt uns mit in die Welt der Reichen und Schönen und zeigt dabei ein unglaubliches Talent darin die Oberflächlichkeiten dieser Scheinwelt genauso gut rüberzubringen, wie die Beweggründe ...

Tara Isabella Burton nimmt uns mit in die Welt der Reichen und Schönen und zeigt dabei ein unglaubliches Talent darin die Oberflächlichkeiten dieser Scheinwelt genauso gut rüberzubringen, wie die Beweggründe der Protagonisten.

Das Buch beginnt mit einer Szene, in der Lavinia und Louise sich bereits kennen, wobei das zu diesem Zeitpunkt erst seit zehn Tagen der Fall ist.
Darauf folgt dann eine Schilderung von Louises Situation und sofort wird klar, dass sie eher schlecht als recht über die Runden kommt, wie es auch der Klappentext schon andeutet.
Nach dieser Einleitung, in der man schon etwas erahnen kann welche Richtung die Freundschaft der beiden einschlägt, folgt dann die Info wie sie sich überhaupt kennengelernt haben und wie sich die Freundschaft Schritt für Schritt entwickelt hat.
Man erfährt wie der Kontakt immer enger wurde, wie es dazu kam, dass Louise bei Lavinia einzieht und wie die Beziehung der beiden immer mehr in eine Abhängigkeit voneinander umschlägt.
Louise tut dabei alles um Lavinia zu gefallen, sagt zu nichts Nein und manipuliert Lavinia insoweit, dass sie genau weiß was sie zu ihr sagen muss um die gewünschte Reaktion zu erzeugen. Umgekehrt braucht Lavinia immer wieder Bestätigung darin wie toll und einzigartig sie doch ist. Sei es von Louise oder durch das ständige posten von Bildern.
In dieser ganzen Situation gelingt es der Autorin unheimlich gut die ganze Atmosphäre auf den Leser zu übertragen. Immer wieder ist man geschockt und gleichermaßen fasziniert von dieser unwirklich scheinenden Welt. Gleichzeitig kann man über die beiden Protagonistinnen oft nur den Kopf schütteln, wollen doch beide so zwanghaft etwas sein das sie nicht sind. Ich hatte zu nahezu jedem Zeitpunkt Mitleid mit mindestens einer der beiden. Jedoch nicht im Sinne von Mitgefühl, sondern eher dahingehend, dass ihr Verhalten einfach nur armselig war und ich mich gefragt habe wie psychisch krank ein Mensch sein muss, dass er sich zu solch einem Verhalten herablässt. Dementsprechend war mir auch keine der Frauen sympathisch, was denke ich aber durchaus so gewollt ist.
Ebenfalls spannend ist die Wahl des allwissenden Erzählers. So erfährt der Leser wirklich alles und wird teilweise sogar direkt angesprochen. Dadurch bekommt man noch einmal ganz andere Einblicke in die Köpfe der Protagonisten.
Allerdings sehe ich hier auch ein großes Problem: Wir haben zwei Frauen als Protagonisten und diese interagieren sehr viel. Das hatte zur Folge, dass nahezu immer die Namen genutzt wurden um zu verdeutlichen wer gerade etwas sagt oder tut, denn bei "Sie" hätte man oft nicht gewusst welche Sie gemeint ist. Dadurch kam es häufig zu einer massenhaften Wiederholung der Namen, was ich sprachlich doch mehr als nervend und unschön finde. Hätte man zum Beispiel eine Ich-Perspektive von Louise genutzt (deren Verhalten und Gefühle meiner Meinung nach sowieso im Fokus stehen), so hätte man zwischen "Ich", "Sie" und den Namen wechseln und so die Wiederholungen vermeiden können.
Hinzu kam, dass die Autorin oft sehr kurze Sätze genutzt hat und diese dann auch hintereinander. Das führte dazu, dass sich das Lesen manchmal etwas gehetzt anfühlte und kein wirklicher Lesefluss entstand, sondern man eher von Satz zu Satz gesprungen ist.
Abgesehen von diesen sprachlichen Aspekten, konnte mich das Buch aber absolut überzeugen und ich war von Anfang an gefesselt. Die Schilderung dieser toxischen Freundschaft ist eine erfrischend andere Art von Spannung und Louise ist das Paradebeispiel einer absoluten Psychopathin.

Veröffentlicht am 01.05.2019

Tolle Protagonisten & spannende Story

Die Puppenmacherin
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Max Bentow schreibt Psychothriller vom feinsten, die einen schocken, fesseln und miträtseln lassen. Definitiv eine neue Lieblingsreihe für mich.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem wir hautnah miterleben ...

Max Bentow schreibt Psychothriller vom feinsten, die einen schocken, fesseln und miträtseln lassen. Definitiv eine neue Lieblingsreihe für mich.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem wir hautnah miterleben wie eine Frau vom Täter überwältigt und eingesprüht wird. Doch wer ist sie? Die junge Frau aus dem Klappentext oder etwa ein weiteres Opfer?
So hat das Buch noch gar nicht richtig begonnen und man fängt schon an zu hinterfragen und zu rätseln.
Und genauso geht es dann auch über das ganze Buch hinweg weiter. Zum einen gibt es den Erzählstrang der Ermittlungen, in denen Nils Trojan die tragende Rolle spielt, aber natürlich auch seine Kollegen auftreten. Dabei geht es aber nicht nur um die Ermittlungen als solche, sondern auch viel um Trojans Privatleben und seinen Zustand nach den Geschehnissen aus Teil eins, in dem er dem Federmann nur knapp mit dem Leben entkommen ist. Genauso verhält es sich auch mit der Psychologin Jana Michels, die ihn betreut. Die Situation zwischen den beiden ist aber immer noch ungeklärt und so bleibt es auch in Bezug darauf spannend. Bereits hier merkt man, dass es nahezu unabdingbar ist die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Schon nach den ersten zwei Teilen ist klar, dass auch das Privatleben eine extrem wichtige Rolle spielt und die Bücher dabei aufeinander aufbauen. Man würde es zwar dennoch irgendwie verstehen, es wäre aber sehr erschwert.
Ein weiterer Erzählstrang ist der der Josephin Maurer, dem Opfer des damaligen Falls. Wir erleben sie in ihrem Alltag und lernen so wie sie versucht ihr Leben nach den schrecklichen Vorfällen weiterzuleben und vor allem, was diese mit ihr gemacht haben. Sie ist verständlicherweise sehr ängstlich und lebt zurückgezogen. Dennoch lernen wir auch Menschen aus ihrem Umfeld kennen und dabei tauchen einige Personen und Informationen auf, die einen spekulieren lassen.
Während Trojan dem Täter immer näher kommt und erst Stück für Stück das Rätsel löst, bleibt man auch als Leser lange im Ungewissen. Es gibt Andeutungen und Hinweise, wirklich sicher sein kann man sich aber nicht. Und am Ende wird eine Lösung präsentiert, auf die man lange gar nicht hätte kommen können. Somit bleibt es bis zum Schluss spannend und unvorhersehbar. Dabei spart der Autor auch nicht an Grausamkeiten, sodass das Buch definitiv nichts für schwache Nerven ist.
Neben all der Gewalt gelingt es ihm aber auch genauso gut die persönlichen Empfindungen der Chraktere zu vermitteln und so schafft er vor allem hinsichtlich der Protagonisten schnell Sympathien.
Ich bin absolut begeistert und muss mir nun schnellstmöglich Teil drei besorgen, um weiterlesen zu können.