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Veröffentlicht am 07.05.2023

Ein für-immer-Lieblingsbuch

No Longer Lost - Mulberry Mansion
1

Wie auch schon bei Band 1, habe ich mich sofort auf der ersten Seite (um genau zu sein direkt nach dem ersten Satz) in Merits Schreibstil verliebt. Sie schreibt einfach so so so unbeschreiblich schön, ...

Wie auch schon bei Band 1, habe ich mich sofort auf der ersten Seite (um genau zu sein direkt nach dem ersten Satz) in Merits Schreibstil verliebt. Sie schreibt einfach so so so unbeschreiblich schön, authentisch, bildlich, träumerisch und einfach echt. Man kann sich sofort und so leicht in die Story fallen lassen und fühlt sich einfach wohl. Merits Schreibstil ist zu vergleichen mit einer Umarmung. Er umhüllt einen liebevoll und warm, entspannt einen und macht einfach glücklich. Es ist wie auf Wolken zu laufen, so zart und weich. Ich fand es so cool gemacht, dass auch Band 2 quasi wieder mit einem Aufruf gestartet ist. In Band 1 eben zur Verschönerung der Mulberry Mansion und hier nun zu einem Psychologie-Experiment. Gerade, wenn man von Anfang an sozusagen schon weiß, wohin alles führt, bin ich noch gespannter auf die Umsetzung und wie und wann die Figuren schlussendlich wirklich einander verfallen. Und in meinem Augen hat Merit eine sehr gute Balance gefunden, die psychologischen Aspekte einzubauen, aber auch nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen, als das sie wieder kompliziert werden. Aber kommen wir zu Wes und May. May habe ich bereits im ersten Band sofort ins Herz geschlossen, ich könnte gar nicht anders. Sie ist einfach so liebevoll, liebenswert, herzlich, loyal und unterstützend. Und hätte ich sie nicht schon vorher gemocht, dann hätte ich mich spätestens jetzt in sie verliebt. Anfangs war sie Wes gegenüber eher kühl und hat sehr ausgewählt und sachlich mit ihm gesprochen. Man könnte sagen, was Wes anging war sie anfangs eben pragmatisch eingestellt. Er diente halt als Zweck. Als Lösung zum Problem. Und trotz alledem man man diese gewisse Chemie zwischen ihr und Wes von Anfang an gespürt. Als honorable mentions möchte ich hier auch nochmal auf Wes Freunde Harvey und Austin eingehen, die mir ebenfalls auf Anhieb sympathisch waren. In dem Moment, als die beiden auf der Bildfläche erschienen, hatte ich leichte Gilmore Girls vibes und hab auch Wes plötzlich ein wenig mit anderen Augen gesehen. Für alle die Gilmore Girls kennen, hier die Erklärung: Harvey und Austin sind genauso wie Collin und Finn (Freunde von Logan). Die Art und Weise, wie sie sich etwas geschwollen ausdrücken und Wes aus Spaß als ihren König bezeichnen und wie offen und humorvoll die beiden sind. Eins zu eins wie Collin und Finn. Und wenn man genauer hinsieht, sind sich Logan und Wes auch gar nicht Mal so unähnlich. Wes hat Geld, hat auch dieses gewisse Image inne immer eine andere zu haben und wirkt dadurch ein wenig unnahbar und mysteriös. Eben ähnlich wie Logan. Und dann ist da May, die immer nett und freundlich zu allen ist, mega fleißig ist und sich auch immer am Regeln hält. Eigentlich auch ziemlich ähnlich zu Rory. Und dieser Aspekt hat mich das Buch irgendwie noch mehr lieben lassen, weil Gilmore Girls halt eben auch einfach alles ist. An und für sich war das Buch zwar recht ruhig, aber für mich hat dennoch alles gestimmt. May und Wes sind einfach wie füreinander geschaffen. Die beiden sind wohlfühlen pur. Jedesmal, wenn ich No longer lost aufgeschlagen habe, war es wie nachhause kommen. Die beiden allein waren einfach so interessant, dass für mich drum herum gar nicht groß etwas passieren musste. Die Gedanken von May und Wes, deren Gespräche. Dieses sich langsam kennenlernen, nicht nur einander, sondern irgendwie Stück für Stück auch sich selbst. Dieses sich lernen zu akzeptieren und zu lieben. Zu realisieren, dass auch andere einen lieben können. Eben, dass man es wert ist. Das Buch hat über 500 Seiten, was mich bei New Adult Büchern im ersten Moment immer etwas abschreckt, weil ich befürchte, dass es sich zu sehr ziehen wird. Dass es Längen geben wird. Aber dem war hier ganz und gar nicht so. Die Story, May und Wes, sie brauchen diese Seiten. Jeden einzelnen Satz und jedes einzelne Wort. Vom Tempo her hat sich die Geschichte im für May und Wes perfekten Tempo entwickelt. Beide treten anderen Menschen anfangs eher verschlossen und zurückhaltend gegenüber. Wollen eben nicht so viel von sich preisgeben oder sich in ihre Gefühls-und Gedankenlage sehen lassen. Deswegen war es umso schöner, wenn es so kleine Schlüsselmomente gab, wie man wirklich spüren konnte, wie sie die beiden ein wenig mehr zueinander geführt hat. Wie sie immer mehr Verständnis füreinander aufgebaut haben und sich immer mehr fallen lassen und öffnen konnten. Bis sie schließlich zu hundertprozent sie selbst sein konnten. Es gab so unendlich viele Sätze und Passagen, die ich mir am liebsten markiert hätte, aber ich war so sehr in der Story gefangen, dass mir das immer erst eingefallen ist, als ich das Buch wieder zur Seite gelegt habe. Noch ein Grund mehr für mich dieses Buch nochmal zu lesen. Als ich das No longer lost beendet habe war ich so glücklich und gleichzeitig so traurig, dass es schon vorbei war. Ich wollte, brauchte mehr von May-lille und Wes-West. Mein Herz war so so so voll, weil dieses Buch einfach alles alles alles ist. Keine Ahnung, ob mich ein Buch zuvor jemals so fühlen lassen hat, aber No longer lost hat es geschafft. Merit hat es geschafft. Ich dachte bereits Band 1 ist großartig, aber wenn dem so ist, dann ist Band 2 definitiv ein absolutes Meisterwerk in meinen Augen! No longer lost ist einfach ein so unfassbar besonderes Buch, ich konnte heulen so sehr liebe ich es. Merit hat ein so großes Talent, es ist wirklich der Wahnsinn, wie sie es geschafft hat der Geschichte Leben einzuhauchen. Wie greifbar sie Wes und May und einfach alles, was zu diesem Buch gehört gestaltet hat. No longer lost regt zum Nachdenken an, wird durch all die Metaphern und Vergleiche so bildlich und real, lässt einen so viel und noch mehr fühlen, dass es in einem selbst plötzlich klick macht. Merit hat diesem Buch einfach ein Herz gegeben, dass man versteht und einfach nur noch bedingungslos liebt. Man findet Erklärungen für Dinge, bei denen man nicht einmal wusste, dass man sie mit irgendwas vergleichen oder erklären oder darstellen kann. Mir fehlen einfach die Worte und ich glaube nicht Mal "Wow" beschreibt meine Gefühle zu diesem Buch auch nur annähernd. Dieses Buch hat so viele schöne, kleine, aber umso wichtigere Messages, über die ich stundenlang philosophieren könnte. Um hier Mal zum Ende zu kommen, kann ich euch nur ans Herz legen: bitte bitte kauft euch dieses Buch. Lest es, versinkt darin und liebt es. Atmet es, lebt es! Für mich definitiv ein Jahreshighlight, ein neues für-immer-Lieblingsbuch, ein Lebenshighlight. 5+/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Sehr lesenswert

Und ich leuchte mit den Wolken
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"Und ich leuchte mit den Wolken" war mein erstes Buch der Autorin und ich habe ihren Schreibstil sehr schnell lieben gelernt. Er ist so malerisch, träumerisch, poetisch, reflektiert und einfach schön schön ...

"Und ich leuchte mit den Wolken" war mein erstes Buch der Autorin und ich habe ihren Schreibstil sehr schnell lieben gelernt. Er ist so malerisch, träumerisch, poetisch, reflektiert und einfach schön schön schön. Und dann noch diese Paris- bzw. Frankreich-Vibes: absolute Liebe. Da bekomme ich direkt wieder Lust meine Schul-Französisch-Kenntnisse wieder aufleben zu lassen. Und mein Wunsch Mal nach Frankreich zu reisen ist jetzt auch noch größer als zuvor. Von der Storyline her fand ich es echt super interessant, muss aber dennoch sagen, dass mir noch irgendwas gefehlt hat. Trotzdem ein richtig tolles und definitiv lesenswertes Buch. Von mir 3/5⭐

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Veröffentlicht am 24.03.2022

Genialer Reihenauftakt!

Worlds Collide
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Schreibstil:
Wie auch schon bei der Away-Reihe war Anabelles Schreibstil natürlich auch hier wieder super angenehm, sanft und klar. Sie versteht es echt mit Worten umzugehen und schafft trotz auch mal ...

Schreibstil:
Wie auch schon bei der Away-Reihe war Anabelles Schreibstil natürlich auch hier wieder super angenehm, sanft und klar. Sie versteht es echt mit Worten umzugehen und schafft trotz auch mal ernster Situationen und/oder Themen dennoch eine absolute Wohlfühlatmosphäre, einen richtigen Safe space, eine Geschichte und ein Setting zum eintauchen, wegträumen und genießen.

Charaktere:
Sowohl Damien und Fiona, als auch jegliche Nebencharaktere, wie etwas Fionas beste Freundin Kaycee und vor allem, Fionas Mutter, waren richtig gut ausgearbeitet, waren nicht zu flach, sondern besaßen genügend tiefe. Damien fand ich von anfang an total süß und auch seine Werte fand ich super, dass er zwar wusste, was er mit seinen Videos anrichtet, aber nie einfach so etwas behauptet ohne es wirklich Belegen zu können. Auch bei der Recherche selbst hat er sich Grenzen gesetzt bis wohin und nicht weiter. Und obwohl ihn sein Management des Öfteren vorgeschlagen hat ekelhafte Wege zu gehen, ist er immer standhaft geblieben, was ich echt super richtig groß von ihm fand. Auch hat mir gefallen, wie sehr sich das Verhalten von Damien und Fiona ergänzt haben, sie waren wie Ying und Yang. Damien ist er der Typ, harte Schale, weicher Kern. Von außen hin gibt er sich immer stark, will allem und jedem gerecht werden, aber innerlich ist da dann auch noch der softe, gefühlvolle und vor allem hilfsbereite junge Mann. Und dann ist da Fiona, die das genau Gegenteil, ihm aber auch doch wieder so ähnlich ist. Fiona ist einfach echt, authentisch und einfach sie selbst. Zu keiner Sekunde verstellt sie sich, sie liebt, was sie tut und ist dankbar dafür all das erleben zu dürfen. Sie ist emotional, gutgläubig, manche mögen es vielleicht naiv nennen, und sie ist freundlich, hat stets ein Lächeln im Gesicht und hat alles in allem einfach eine sehr positive und einnehmende Ausstrahlung. Doch besonders,, wenn es um ihre Mutter geht, zeigt sie sich sehr verletzlich, sie buhl nach ihrer Anerkennung, will, dass sie stolz auf sie ist. In solchen Momenten ist es, als würde alles andere nicht existieren. Solange ihre Mutter ihr keine Bestätigung gibt, ist Fiona immer noch der meinung nicht genug zu sein und noch härter arbeiten zu müssen. Ihr Mutter kann ich übrigens überhaupt nicht leiden, was sehr gut ist. Schließlich ist es, jedenfalls in meinen Augen, ebenso ein Talent, wenn die Autorin es schafft, dass man bestimmte Figuren eben nicht leiden kann. Und genau deswegen, liebe ich ihre Mutter auch wieder, weil Anabelle einfach jeden einzelnen Charakter perfekt ausgearbeitet hat.

Handlung:
Wie schon erwähnt waren Fionas und Damiens Verhalten wie Ying und Yang und haben sich super ergänzt und gespiegelt. Fiona schämt sich für nichts wa sie tut, sie liebt ihren Job und ist mehr als dankbar, dass sie ihr Hobby überhaupt zum Beruf machen konnte. Doch als Damien dann ein Video veröffentlicht, in dem, unter anderem sie selbst, nicht  davon kommen, wirft sie das natürlich sofort aus der Bann. Sie fühlt sich hilflos, unfair behandelt, hintergangen und zu unrecht an den Pranger gehangen. Damien wiederum ist stolz auf sich, dass er das aufgedeckt hat, stolz darauf, dass sich all die Recherche ausgezahlt hat und was das Video nun alles für positive Auswirkungen mit sich bringt. Er fühlt sich gut und ist einfach zufrieden mit sich selbst. Während Fiona also versucht ihre Unschuld zu beweisen und nach und nach, vor allem durch die Hilfe und Unterstützung ihrer besten Freundin Kaycee und ihrer Managerin, wieder klar denken, wieder klar sehen kann, packt es Fiona es also an. Schließlich hat sie sich ja nichts zu Schulden lassen kommen, sie wurde ja genauso übers Ohr gehauen. Damien wiederum zweifelt immer mehr an der vollständigen Wahrheit der Story und schenkt Fiona Stück für Stück doch glauben, will ihr helfen ihre Unschuld zu beweisen und wieder gerade biegen, was er angerichtet hat. Er entschuldigt sich sogar bei ihr, fühlt sich  mittlerweile einfach super schlecht wegen allem, während Fiona bereits wieder erhobenen Hauptes jeglichen Kommentaren zu allem strotzt und Damien auf seine Entschuldigung ihre saftige und schlagfertige Meinung geigt. Generell empfand ich die ganze Influencer Thematik als super interessant und ich finde Anabelle hat es echt sehr gut umgesetzt. Sie hat eben beide Seiten der Medaille gezeigt und dabei alles so authentisch, nahbar und greifbar getsaltet. Einfach ein ganz großes Lob an dieser Stelle.

Fazit:
Alles in allem kann ich nur sagen: lest dieses Buch! Glaubt mir, ihr werdet sowohl Damien als auch Fiona schon nach wenigen Seiten verfallen. Ihr werdet Kaycee lieben, bei jedem Satz von Thiago schmunzeln müssen und vor allem die Energie zwischen Damien und Fiona schnell als süchtig machend empfinden. Sie ist so voller Leidenschaft, einer gewissen Hass-Liebe, die jedoch nach und nach auftaut, zu Freundschaft wird, dann kribbelig warm und schließlich zu Liebe wird. Für mich ein sehr guter Reihenstart und ich freue mich schon riesig auf die Folgebände! Von mir 4,5/5 Sternen

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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.03.2022

Ein netter Read für zwischendurch!

The Way We Fall - Edinburgh-Reihe, Band 1 (knisternde New-Adult-Romance mit absolutem Sehnsuchtssetting)
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Schreibstil:
Zu aller erst muss ich sagen, dass ich das Cover liebe. Es ist auf der einen Seite schlicht, aber auch doch irgendwie auffällig. Mich als absolutes Cover-Opfer hat es sofort angesprochen. ...

Schreibstil:
Zu aller erst muss ich sagen, dass ich das Cover liebe. Es ist auf der einen Seite schlicht, aber auch doch irgendwie auffällig. Mich als absolutes Cover-Opfer hat es sofort angesprochen. Den Schreibstil von Jana Schäfer empfand ich als sehr angenehm und hat wie ich finde eine absolute Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Ich wurde sofort in die Geschichte gesogen und hab mich schon selbst im Café sitzen sehen oder bei dem Roadtrip die Landschaft an mir vorbeiziehen sehen.


Charaktere:
Ich mochte sowohl Amelia als auch Jasper ganz gern, wobei ich allerdings auch sagen muss, dass ich mit Amelia anfänglich ein paar Schwierigkeiten hatte. Einerseits war sie total freundlich, süß und zuvorkommend. Aber andererseits fand ich sie auch irgendwie besitzergreifend, energisch und bevormundend. Und das vor allem ihrer kleinen Schwester gegenüber. Klar, sie redet nicht mehr viel, was die ganze Sache mit der Kommunikation etwas schwieriger gestaltet, aber bei diesem Arzttermin dachte ich mir nur so "okay, komm mal runter Amelia". Jasper wiederum war eigentlich die ganze Zeit über sehr charmant und auf eine ganz interessante Art und Weise geheimnisvoll. Allerdings hätte ich mir bei beiden in ihrer Persönlichkeit noch etwas mehr Tiefe gewünscht, da sie mir doch etwas oberflächlich gestaltet vorkamen.


Handlung:
Während der Arbeit im Café trifft Amelia eines Tages auf den Bestsellerautor Jasper, der ihr sofort ins Auge fällt. Sie kommen ein paar mal ins Gespräch und ein paar Kapitel später fragt er sie auch schon, ob sie ihn auf einen Roadtrip begleiten will. Für mich persönlich kam das dann doch etwas zu schnell Klar, für die Story war es quasi ausschlaggebend, aber in meinen Augen nicht so authentisch. Ich weiß auch ehrlicherweise gar nicht, was ich noch zur Handlung sagen soll, da eigentlich gar nicht so viel passiert ist. Es war schön, keine Frage. Die Szenen im Café, Edinburg als Setting und dann die Roadtrip-Reise-Fernweh-Vibes. Aber es war auch ziemlich ruhig, mit einem kleinen Drama gegen Ende.

Fazit:
The way we fall ist auf alle Fälle ein netter read für zwischendurch, wenn man zum Beispiel an einem Sonntag mal abschalten will. Von mir 3/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.03.2022

Definitiv mein liebster Band der Reihe!

A History of Us − Nur drei kleine Worte
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Schreibstil:
Der Schreibstil von Jen De Luca war mal wieder einfach himmlisch. Ich konnte mich sofort in die Story reinfallen lassen und habe mich mit jeder Seite mehr in den Charme der kleinen Stadt WIllow ...

Schreibstil:
Der Schreibstil von Jen De Luca war mal wieder einfach himmlisch. Ich konnte mich sofort in die Story reinfallen lassen und habe mich mit jeder Seite mehr in den Charme der kleinen Stadt WIllow Creek verloren. Wieder nach Willow Creek zurückzukommen war schon beinahe wie nachhause kommen. Es herrschte durchgehend eine wohlfühl Atmosphäre mit einer unglaublich schönen Leichtigkeit und einer angemessenen Portion Witz und Heiterkeit.

Charaktere:
April habe ich bereits in den vorgänger Bänden ziemlich schnell ins Herz geschlossen und mich dementsprechend auch sehr auf ihre Geschichte gefreut. Und was soll ich sagen? April mag auf den ersten Blick zwar vielleicht eher zurückhaltend und abweisend wirken, aber wenn man sie näher kennt, dann sieht man schnell, wie warmherzig sie eigentlich ist. Sie ist durch und durch eine Mutter, hat jahrelang zurückgesteckt und beinahe vergessen wie man sein eigenes Leben lebt. Es steckt so viel mehr hinter ihr, dem sie sich selbst erst nach und nach bewusst wird. Sie ist aufopferungsvoll, hilfsbereit, stark, aber auch verletzlich, selbstkritisch und hat Angst davor allein bzw. einsam zu sein. Und dann ist da Mitch, der etwas aufgedrehte, charmante, zuvorkommende und immer zu Späßen aufgelegte Kerl. Bei ihm ist es das genaue Gegenteil. Er ist zwar ein recht optimistischer und fröhlicher Mensch, aber innerlich hat auch er seine Zweifel und sehnt sich nach Liebe und Anerkennung. Er will ernst genommen werden, vor allem von seiner Familie. Und April und Mitch gemeinsam? Verknalltheitskribbeln, Schmetterlinge im Bauch, Kolibriherzschlag, Geborgenheit und Dauergrinsen pur. Aber gleichzeitig auch ein großes Pflaster für ihre doch etwas angeknacksten Herzen, die Angst vor dem Sprung und diese gefährliche und doch spannende Risikofreude.

Handlung:
Es war in meinen Augen sehr interessant und beeindruckend April bei der Erziehung ihrer Tochter zu erleben. Die tatsache, dass sie Caitlin komplett allein großgezogen hat und Aprils Leben ganze achtzehn Jahre lang eigentlich nur darin bestand für ihre Tochter zu leben, hat mir ein besseres Verständnis für alle (alleinerziehenden) Eltern gegeben. Dann zu sehen, wie April langsam realisiert, dass ihre Tochter bald ausziehen und aufs College gehen wird und sie dann gar nicht mehr weiß, was sie mit ihrer Zeit anfangen soll, war herzzerreißend . Ich kann mir vorstellen, dass an diesem Punkt so viel wahres dran ist, weshalb es auch mir sehr ans Herz ging. Und dann kam Mitch um die Ecke und bittet sie darum bei einer Familienfeier seine Freundin zu spielen. War ja klar, dass da schnell echte Gefühle eine Rolle spielen würden, aber leider genau der Punkt, dass April, die solange einfach nur Mutter war, blockiert sie Mitch an sich heran zu lassen. Sie findet immer wieder Gründe, warum das zwischen ihnen keine gute Idee ist und niemals funktioniert, aber Mitch ist das alles egal. Aber natürlich stößt April ihn von sich und gubt Mitchs nach Annerkennung und Ernsthaftigkeit lechzendes Herz den endgültigen Todesstoß. Von beiden konnte ich jederzeit alle Emotionen und Handlungen nachvollziehen. es gab meiner meinung nach keinerlei unnötoges Drama, sondern einfach die ganz normalen Aktions-Reaktions-Handlungen. Alles in allem empfand ich das Buch als eine wunderschöne und authentische Story, wie aus dem echten Leben gerissen.

Fazit:
April und Mitch und die Tiefe in der Geschichte haben es mir wirklich angetan. Sie war zwar leicht Verpackt, aber dennoch kamen jede Emotionen und Botschaften an, Denkanstöße wurden gegeben, gepaart mit der wundervollen Entwicklung und dem Wiederfindungsprozess einer alleinerziehenden Mutter. Für mich mein liebster Band der Reihe! 4/5 Sterne

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