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Veröffentlicht am 26.09.2021

Etwas schwächer als Fadeaway!

Runaway
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Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr nach meinem Geschmack. Das auch war flüssig zu lesen, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. An den richtigen Stellen war es emotional ...

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr nach meinem Geschmack. Das auch war flüssig zu lesen, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. An den richtigen Stellen war es emotional und dann auch wieder humorvoll und diese Mischung finde ich super. Gerade bei einer solchen Thematik denke ich ist es manchmal schwierig die richtigen Worte zu finden. Meiner Meinung nach ist das hier aber auf jeden Fall gelungen. 

Charaktere:
Sowohl Elias als auch Miriam fand ich toll, wobei ich leider sagen muss, dass ich mit Elias bis zum Ende hin nicht zu 100% warm geworden bin. Genau sagen woran das liegt kann ich jetzt so konkret nicht, aber in meinen Augen war da nichts was mich ihm jetzt näher gebracht hat. Natürlich habe ich mit ihm gefühlt, aber nicht so sehr wie Beispielsweise mit Milan oder Noah aus ddn vorherigen Bänden. Miriam habe ich als eine starke, unabhängige Person kennengelernt und würde ganz liebevoll sagen, dass sie eine harte Schale mit einem weichen Kern hat. Nicht hart im Sinne von  Bad-boy/-girl sondern eher so "ich lasse mir meinen Schmerz nicht ansehen und lächle weiter". 

Handlung:
Ich habe mich so so sehr auf Miriams Story gefreut, da ich bereits in Fadeaway mit ihr sympathisiert habe. Außerdem wurde ihr Problem auf den letzten Seiten von Fadeaway verraten und das hat mich natürlich sehr neugierig gemacht. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir mehr Probleme diesbezüglich gewünscht hätte bzw mehrere Situationen, in denen Miriam vielleicht damit konfrontiert ist. Anfangs war die Thematik nämlich noch präsent und dann ging es in der Mitte eigentlich eher nur noch um ihre Gefühle für Elias. 

Fazit: 
Alles in allem hat mir der Finale Band der Away Reihe echt gut gefallen. Da mir aber noch ein Ticken mehr Drama und Konfrontationen gefehlt haben, war Band 3 für mich etwas schwächer als Band 2 und bekommt 4/5 ️ 

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Absolutes Herzensbuch!

Play & Pretend
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In Play & Pretend geht es um die beiden Schauspiel-Studenten Briony Clifford und Sebastian Du Pont, die schon viel zu lange allein gegen ihre dämonischen und unsäglich selbstkritischen Gedanken ankämpfen. ...

In Play & Pretend geht es um die beiden Schauspiel-Studenten Briony Clifford und Sebastian Du Pont, die schon viel zu lange allein gegen ihre dämonischen und unsäglich selbstkritischen Gedanken ankämpfen. Jeder für sich trägt im echten Leben eine Maske, die nur dann fällt, wenn sie auf der Bühne stehen und in andere Rollen schlüpfen. Als Briony die Hauptrolle in einem Theaterstück ergattert, sieht sie sich plötzlich ihrem attraktiven Spielpartner Sebastian gegenüber, mit dem sie ein Liebespaar spielen soll. Mit der Zeit bekommt die eiserne Schutzmauer, die Briony nur mit Mühe aufrechterhält Risse. Wie kann es sein, dass er sie als einziger tatsächlich zu verstehen scheint?
Die Worte von Nena Tramountani scheinen leicht, locker und angenehm. Und doch spiegeln sich gleichzeitig das Innenleben von Briony und Sebastian wider, verbergen etwas, ziehen sich zurück und lassen einen den Wunsch entwickeln hinter den Vorhang zu schauen. Nervosität, Schmerz, Hass, blanke Panik und pure Angst. Aber auch Dankbarkeit, Freude, Leidenschaft und unermessliche Liebe. All das lässt uns Nena Tramountani mit den Herzen von Briony und Sebastian fühlen.
Briony hat in ihren jungen Jahren schon viel zu viel Leid und Elend durchmachen müssen, redete sich dabei ein selbst an allem schuld zu sein. Nicht liebenswert oder gut genug zu sein. Dabei ist sie eigentlich eine Kämpferin, eine Überlebende. Die Tatsache, dass sie nicht aufgegeben und sich für das Leben entschieden hat zeigt, wie unglaublich stark und mutig Briony ist. Wie Sebastian immer so schön treffend sagte: Briony ist einfach unglaublich. Aber auch er selbst, ist so viel mehr, als er sich einredet. Auch Sebastian hat bereits die ein oder anderen Kriege in seinem Leben ausgefochten, zu viele, wenn ihr mich fragt. Und ebenso wie Briony kämpft er weiter, rappelt sich immer wieder auf und macht das beste daraus. Sebastian, Briony. Ihr seid zwei sehr bemerkenswerte junge Menschen, so authentisch und nahbar, dass es weh tut. Aber auf eine gute Weise.
Gemeinsam entfliehen sie der Wirklichkeit, errichten ihre eigene kleine Welt. Sie lernen sich kennen. So richtig kennen. Entdecken die Narben auf dem Herzen des anderen und blicken sich gegenseitig in die tiefsten und dunkelsten Ecken der Seele. Gemeinsam finden sie die wahre, bedingungslose Liebe, mit all ihren schönen und auch hässlichen Facetten. Und am wichtigsten: sie heilen. Briony und Sebastian haben sich nicht gesucht und doch gefunden. Haben sich bei den Händen genommen und beschlossen den steinigen und holprigen Weg, den sie ihr Leben nennen, gemeinsam zu beschreiten.
Für mich ist es ein absolutes Herzensbuch und definitiv ein Jahreshighlight und bekommt demnach 5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Einen Hauch stärker als Band 1

Try & Trust
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In Try & Trust geht es um die Psychologie-Studentin Matilda, die der Liebe und Männern mangels Vertrauen abgeschworen hat. Auch ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Briony rät Matilda zur absoluten ...

In Try & Trust geht es um die Psychologie-Studentin Matilda, die der Liebe und Männern mangels Vertrauen abgeschworen hat. Auch ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Briony rät Matilda zur absoluten Vorsicht, kann jedoch nicht verhindern, dass sich Briony in den attraktiven Künstler Anthony verliebt. Natürlich erkennt Matilda auf den ersten Blick, dass Anthony nur mit Briony spielt. Und um ihre beste Freundin vor einem erneuten Zusammenbruch und ganz viel Herzschmerz zu bewahren, geht sie einen mehr als pikanten Deal mit Anthony ein: Wenn er endlich aufhört, Briony falsche Hoffnungen zu machen, lässt Matilda sich von ihm malen - und zwar nackt. Allerdings erinnert er sie mit jedem Pinselstrich nicht nur an ihren längst begrabenen Traum, sondern auch an den Menschen, der sie früher war. Und plötzlich beginnt ihre sonst so toughe Fassade zu bröckeln ...
Das Wordbuilding und jegliche Übertragung von Emotionen ist in Try & Trust nochmal um einen Hauch besser, als im Vorgängerband Fly & Forget. Die Worte von Nena Tramountani sind zunächst so verletzend und machen wütend, dass man nur noch schreien und irgendwas kaputt machen will. Doch dann, Stück für Stück, wird er offener, vertrauter und auf eine schöne und befreiende Art und Weise schmerzhaft. Es ist mehr als bemerkenswert, wie unfassbar gut Nena Tramountani es schafft ihren Schreibstil immer ihren Charakteren und deren Geschichten anzupassen.
Auf den ersten Blick scheint Matilda hilfsbereit, tough und schlagfertig. Immer einen frechen Spruch oder irgendeine Weisheit auf den Lippen. Was andere angeht hat sie einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt, ist fürsorglich und sehr aufopfernd. Aber sobald es um sie selbst geht, scheint Matilda in einem Meer aus Hilflosigkeit zu versinken. Außer Briony erlaubt sie keinem ihre zerbrechliche Seite zu sehen, bis Anthony in ihr Leben tritt. Der gut aussehende, aber Beziehungsunfähiger Künstler. Auch er wirkt zunächst so, als wäre ihm alles egal, als könnte ihm nichts und niemand etwas anhaben. Doch auch Anthony scheint ein paar Ereignisse seiner Vergangenheit noch nicht ganz verarbeitet zu haben.
Die Kunst führte sie zusammen, lockte ihre Seelen aus der Dunkelheit ins Licht. Zeigte ihnen wieder, wie wundervoll es doch ist zu vertrauen, zu lieben und geliebt zu werden.
Für mich mit 4,5/5 Sternen etwas Stärker als Fly & Forget und demnach eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.09.2021

"Wie werde ich ihn los in 10 Tagen?" in modern

Fly & Forget
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In Fly & Forget geht es um die Journalismus-Studentin Liv, die sich nach dem Ende ihrer Beziehung plötzlich in einer schicken WG in London Soho wiederfindet. Zwei Mitbewohnerinnen und ein Mitbewohner. ...

In Fly & Forget geht es um die Journalismus-Studentin Liv, die sich nach dem Ende ihrer Beziehung plötzlich in einer schicken WG in London Soho wiederfindet. Zwei Mitbewohnerinnen und ein Mitbewohner. Und wie es das Schicksal nun mal will, ist es ausgerechnet Noah, ihr ehemaliger Bester Freund. Als Liv ihn am dringendsten gebraucht hätte, verschwand er einfach so aus ihrem Leben. Jetzt, drei Jahre später steht Noah plötzlich wieder vor ihr und ist kaum wiederzuerkennen. Kalt, aber immer noch unfassbar attraktiv. Wie passend, dass Liv derzeit nach einer Versuchsperson für ihren neuen Artikel sucht und sich somit gleichzeitig an Noah rächen kann. Doch da hat Liv die Rechnung ohne ihre Gefühle gemacht…
Der Schreibstil von Nena Tramountani ist direkt, wütend, hilflos und ist einfach passend zu Livs derzeitiger Gefühlslage. Dementsprechend merkt man die mood swings sofort, da die Worte, die Sätze, jede einzelne Seite mit Liv und Noah wächst, versteht, vergibt und heilt.
Liv ist zerbrechlich und gleichzeitig so stark. Aber vielleicht liegt es eben genau daran. Das Leben hat sie gebrochen und nahm ihr gleich zwei Herzensmenschen. Verlassen zu werden ist immer schwer, aber verlassen zu werden, wenn man es am aller wenigsten erwartet, von der Person, von der man es am aller wenigsten erwartet, zum am wenigsten passenden Zeitpunkt ist grausam. Kein Abschied, ohne Worte ist Noah einfach verschwunden. Er hat es für sie getan oder war der Gedanke zu egoistisch? Zu einfach? Weil Noah ihr nicht wehtun wollte, ging er und riss Liv damit ihr sowieso schon holpriges, angeknackstes Herz gänzlich heraus.
Drei Jahre später stehen sie plötzlich und unerwartet wieder voreinander. Sind sie darüber hinweg? Von außen mag es zunächst danach aussehen, dabei haben Liv und Noah keinen Tag nicht an den jeweils anderen gedacht, sich vorwürfe gemacht und Antworten auf tausende von Fragen gesucht. Sie nähern sich einander wieder, lassen alte Gefühle aufleben und lernen was es heißt zu verstehen und zu verzeihen. Das Leben ist zu kostbar, um seine Energie damit zu verschwenden einen Groll auf jemanden zu hegen. Liv und Noah lehren uns, dass es wichtig ist unser Herz zu öffnen und über unsere eigenen Perspektiven hinaus die Welt auch mal aus den Augen der anderen zu sehen.
Für mich ist Fly & Forget eine moderne Version des Filmes „Wie werde ich ihn los in 10 Tagen?“ und demnach auch absolut Lesenswert. Von mir 4/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.08.2021

Wird dem Titel "wohlfühl Buch" gerecht!

A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
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Schreibstil: Auch in Band 2 war der Schreibstil von Jen DeLuca sehr angenehm, locker und mit einem Hauch Witz. Generell hat mir die Tonalität von Stacey ein wenig besser gefallen, als die von Emily in ...

Schreibstil: Auch in Band 2 war der Schreibstil von Jen DeLuca sehr angenehm, locker und mit einem Hauch Witz. Generell hat mir die Tonalität von Stacey ein wenig besser gefallen, als die von Emily in Band 1. Es wirkte in meinen Augen authentischer und ich liebe diese Gedankeneinschübe und kleinen Monologe. Die waren sehr passend gesetzt. 

Charaktere: Stacey hat mir wie gesagt besser gefallen als Emily, da sie auf mich authentischer gewirkt hat und man bei ihr noch viel mehr den Konflikt mit sich selbst mitbekommen hat. Sie war sehr nachdenklich, hat auf der anderen Seite aber auch einfach das gemacht, was sie wollte und in dem Moment für richtig gehalten hat. Und gerade mit diesem Punkt konnte ich mich sehr identifizieren. Daniel wiederum war ein schüchterner, aber auch gleichzeitig ehrgeiziger Mann. Er wollte Stacy und hat dafür eben alles ihm mögliche getan. Er hat nicht gejammert, sondern akzeptiert und umgesetzt. 

Handlung: Die Handlung war ganz nach meinem Geschmack und war natürlich auch einer der Gründe, warum mir Band 2 besser als Band 1 gefallen hat. Ich stehe auf Drama und das hat man hier auf alle Fälle bekommen! Zuerst läuft alles gut, dann kommt der erste Plottwist, mit dem ich nicht geregnet habe und dann geht's erst richtig los. Die Story hat mich an einigen Stellen echt überraschen können und die Spannung wurde sehr gut aufrecht gehalten. 

Fazit: Alles in allem wurde Band 2 dem Titel wohlfühl Buch auf jeden Fall gerecht. Die Atmosphäre mit dem Mittelalterfest hat dem ganzen wieder einen besonderen Touch gegeben. Gerade für zwischendurch, zum Beispiel einen entspannten Sonntag, ist das Buch super leicht zu lesen. 4/5 ️ 

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