Profilbild von booklovingsandy

booklovingsandy

Lesejury Profi
offline

booklovingsandy ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit booklovingsandy über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2025

Wenn dein Crush der beste Freund deines Vaters ist…

Wicked Mind
0

Das wunderschöne Cover und der auffällige Farbschnitt haben mich sofort auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Der geheimnisvolle Titel tat sein Übriges, sodass „Wicked Mind“ auf meinem SuB landete. Von der ...

Das wunderschöne Cover und der auffällige Farbschnitt haben mich sofort auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Der geheimnisvolle Titel tat sein Übriges, sodass „Wicked Mind“ auf meinem SuB landete. Von der Autorin hatte ich zuvor noch nichts gelesen, daher ging ich ganz unvoreingenommen an die Geschichte heran. Letztendlich hat das Buch in mir jedoch sehr gemischte Gefühle ausgelöst.
Die Handlung dreht sich um Sienna, die versucht, eine Beziehung zu ihrem Vater aufzubauen, zu dem sie eigentlich kaum Kontakt hat. Gleichzeitig schwärmt sie für dessen besten Freund Nikolai, den sie bisher nie persönlich getroffen hat, aber über den sie spicy Romane schreibt. Schon früh hatte ich allerdings beim Lesen das Gefühl, als würde sie ihn längst kennen – aber dem war ja nicht so. Dadurch wirkte Sienna für mich teilweise etwas weltfremd und desillusioniert.
Vor allem in der ersten Hälfte des Buches bin ich immer wieder über Ungereimtheiten gestolpert, die mich fast dazu gebracht hätten, die Geschichte abzubrechen. Ohne zu spoilern: Sienna beschreibt das Verhältnis zu ihrem Vater als distanziert, weil er in ihrer Kindheit oft abwesend war. Gleichzeitig war er aber ihre einzige Familie und hat sie von klein auf allein großgezogen, bevor er sie später ins Internat schickte. Diese Konstellation wirkte auf mich widersprüchlich – denn wenn er sie tatsächlich von Geburt an betreut hat, wieso konnte sich keine intensivere Beziehung entwickeln?
Auch die Dynamik zwischen Sienna und Nikolai erschien mir zunächst stellenweise unlogisch. Ihre Flirtereien finden direkt vor den Augen des Vaters statt und obwohl mehrmals erwähnt wird, dass dieser die beiden misstrauisch beobachtet, scheint er lange nichts zu bemerken. Ihr Verhalten ist dafür, dass sie sich gerade erst kennenlernen, auffallend vertraut und intim. Das hätte Siennas Vater doch sehen müssen. Später gibt es zwar Erklärungen, warum er evtl. nicht ganz klar gedacht hat, doch insgesamt blieb es für mich nicht ganz glaubwürdig.
Darüber hinaus wirkte Sienna mit ihren 23 Jahren oft erstaunlich kindisch, was es mir schwer machte, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Auch ihre Freundinnen, welche die einzigen wirklich relevanten Nebenfiguren waren, blieben recht oberflächlich und unsympathisch.
Der Schreibstil von Bianca Mov ist insgesamt sehr bildhaft und ausgeschmückt, allerdings waren besonders am Anfang viele Szenen zu kurz oder abgehackt. Die Kapitel wechselten schnell, wodurch ich anfangs kaum ein Gefühl für die Figuren bekam. Erst ab der Mitte hat mich die Geschichte wirklich gepackt – dann aber richtig: Die Ereignisse wurden fesselnd, die Emotionen greifbar und auch das Ende fand ich gelungen. Der Spice war zudem sehr gut geschrieben und die spätere Beziehung zwischen Sienna und Nikolai konnte mich schließlich überzeugen. Insgesamt hätte ich mir jedoch gewünscht, dass die Geschichte von Anfang an so stimmig und mitreißend ist wie im letzten Drittel.
„Wicked Mind“ hat starke Momente und einen fesselnden Schlussteil, schwächelt jedoch im Aufbau und in der Logik mancher Handlungsstränge. Wer Geschichten mit Age Gap, Forbidden Love und etwas Drama mag sowie über ein paar Unstimmigkeiten hinwegsehen kann, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2025

Gefühlvolle Kleinstadtromance mit Geheimnissen und Neuanfängen

Juniper Hill | Die Edens 2 |
0

Bereits „Indigo Ridge“ hatte mir gut gefallen, daher wollte ich auch in „Juniper Hill“ wieder nach Quincy zurückkehren und die anderen Eden-Mitglieder besser kennenlernen.
In diesem Band stehen Knox und ...

Bereits „Indigo Ridge“ hatte mir gut gefallen, daher wollte ich auch in „Juniper Hill“ wieder nach Quincy zurückkehren und die anderen Eden-Mitglieder besser kennenlernen.
In diesem Band stehen Knox und Memphis im Mittelpunkt. Knox wird anfangs eher als Eigenbrötler beschrieben und dass Memphis in sein Loft zieht, gefällt ihm zunächst so gar nicht. Doch schnell nähern sich die beiden an und es entsteht eine liebevolle Dynamik zwischen ihnen.
Der Schreibstil liest sich wieder angenehm flüssig und ich war schnell in den Perspektiven beider Figuren angekommen. Besonders gut fand ich, dass Memphis einige Geheimnisse mitbringt, die der Geschichte zusätzliche Spannung verleihen. Auch Knox trägt seine eigene Vergangenheit mit sich, was die Handlung emotional abrundet.
Gegen Ende sorgt ein unerwarteter Twist für Tempo – für meinen Geschmack passierte dabei allerdings etwas zu viel in zu kurzer Zeit. Dieses Problem hatte ich auch schon im ersten Teil. Die abschließenden Kapitel im Epilog haben das im zweiten Band jedoch gut aufgefangen.
Insgesamt habe ich „Juniper Hill“ aber echt gemocht und die Kleinstadt-Atmosphäre hat mich erneut voll abgeholt. Wie gern würde ich selbst mal nach Quincy reisen!
Wem bereits „Indigo Ridge“ gefallen hat, wird diesen Band garantiert lieben und ich kann ihn nur weiterempfehlen. Nun bin ich gespannt auf den dritten Teil der Geschichte!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2025

The Hunger Games 2.0?

Powerless - Das Spiel
0

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
---

"Powerless" lag schon lange auf meinem SuB und ...

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
---

"Powerless" lag schon lange auf meinem SuB und ich war zu Beginn sehr gehyped, da ich zuvor viel Positives darüber gehört habe. Leider konnte es mich nicht so sehr begeistern wie erhofft.
Zuerst zu den beiden Protagonisten: Paedyn und Kai. Paedyn ist eine selbstbewusste junge Frau, die bereits einiges durchgemacht hat – kein Wunder, wenn man in den Slums aufgewachsen ist. Kai hingegen wurde von seinem Vater zum zukünftigen Enforcer ausgebildet und zeigt sich anfangs skrupellos und hart. Doch sobald er Paedyn begegnet, verändert sich etwas in ihm. Irgendetwas an ihr zieht ihn unweigerlich an.
Mit dieser plötzlichen Anziehung hatte ich allerdings Schwierigkeiten. Trotz eines gewissen Slow Burns wirkte sie für mich zu überstürzt und dadurch nicht authentisch. Erst nach etwa 200 Seiten konnte ich die Chemie zwischen den beiden langsam nachvollziehen.
Die Nebencharaktere blieben für meinen Geschmack zu blass. Besonders Paedyns beste Freundin hätte meiner Meinung nach eine größere und tiefere Rolle verdient, da hier viel Potenzial verschenkt wurde. Eine Ausnahme bildet Kais Bruder Kitt, der im Vergleich etwas mehr Tiefe erhielt. Insgesamt fehlte mir jedoch die Dynamik zwischen den Hauptfiguren und anderen Charakteren.
Zudem erinnerte mich die Geschichte stellenweise sehr stark an andere bekannte Reihen, vor allem an "The Hunger Games". Es wirkte fast so, als seien viele Elemente aus bereits existierenden Welten übernommen worden, was der Originalität geschadet hat.
Der Schreibstil war für mich durchwachsen. Der Einstieg gelang mir noch leicht, doch besonders im mittleren Teil zog sich die Handlung spürbar. Gegen Ende nahm die Geschichte aber deutlich an Fahrt auf und konnte mich dort schließlich am meisten fesseln.

Empfehlen würde ich das Buch vor allem denjenigen, die mit den deutlichen Parallelen zu "The Hunger Games" kein Problem haben und die gerne Slow Burn- sowie Enemies-to-Lovers-Romantasy lesen. Trotz meiner Kritikpunkte werde ich den zweiten Teil sicher weiterlesen, da mir Paedyn und Kai ans Herz gewachsen sind und ich neugierig auf ihre weitere Entwicklung bin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2025

Throne of Glass-Vibes in neuem Gewand

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
0

Optisch ist dieses Buch ein absoluter Hingucker! Ich glaube, ich habe noch nie ein so schönes Exemplar gesehen – das Cover und der Farbschnitt haben mich umgehauen.
Die Geschichte beginnt mit einem zunächst ...

Optisch ist dieses Buch ein absoluter Hingucker! Ich glaube, ich habe noch nie ein so schönes Exemplar gesehen – das Cover und der Farbschnitt haben mich umgehauen.
Die Geschichte beginnt mit einem zunächst verwirrenden Prolog, der sich im Laufe der Handlung jedoch aufklärt. Schon zu Beginn begleiten wir Tisaanah, die als Sklavin gehalten wird und sich nach der Freiheit sehnt. Sie ist eine starke, mutige Protagonistin: tough, aber gleichzeitig wunderbar unvollkommen, was sie sehr nahbar und authentisch macht.
Durch verschiedene Umstände trifft sie auf Maxantarius, einen Mann, der mit dem Orden gebrochen hat und alles andere als ein Sonnenschein ist. Er soll Tisaanah beibringen, ihre Magie zu kontrollieren, was ihm anfangs so gar nicht behagt. Seine mürrische, grummelige Art macht ihn jedoch auf charmante Weise sympathisch und die Dynamik zwischen den beiden hat mich von Sekunde Eins an begeistert.
Auch die Nebenfiguren und das Magiesystem sind überzeugend gestaltet. Viele Charaktere wirken geheimnisvoll und es bleibt spannend, welche Geheimnisse sie noch verbergen. Das Magiesystem selbst teilt sich in die Valtain und die Solarie, die beide auf ihre Weise äußerst interessant sind. Später kommt noch eine höhere Macht ins Spiel, die sich keiner der beiden Kategorien eindeutig zuordnen lässt und der Handlung gehörig Fahrt verleiht.
Der Schreibstil ist durchgehend fesselnd, sodass ich die vielen Seiten innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Positiv empfand ich, wie schrittweise und verständlich das Worldbuilding aufgebaut wird. Das Glossar am Ende war sehr hilfreich, allerdings wäre ein Hinweis zu Beginn darauf sinnvoll gewesen. Für zukünftige Bände würde ich mir zudem zusätzlich eine Karte wünschen, um die Welt noch besser nachvollziehen zu können.

„Daughter of no Worlds“ ist ein starker Reihenauftakt, der mich absolut überzeugt hat. Auch wenn die Handlung eine ganz eigene ist, gibt mir die Geschichte „Throne of Glass“-Vibes – besonders die Protagonstin Tisaanah! Daher empfehle ich das Buch allen, die diese Reihe mochten und Freude an Tropes wie Enemies-to-Lovers, Grumpy x Sunshine und Slow Burn haben. Auf den zweiten Band bin ich bereits jetzt sehr gespannt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

Team Odessa – von der unbedeutenden Prinzessin zur Unaufhaltbaren

Shield of Sparrows
0

Ich kannte von der Autorin bisher nur ihre Suspense-Romance „Indigo Ridge“ und war deshalb sehr gespannt, wie sich ihr erster Ausflug ins Romantasy-Genre gestalten würde. Und ich wurde definitiv nicht ...

Ich kannte von der Autorin bisher nur ihre Suspense-Romance „Indigo Ridge“ und war deshalb sehr gespannt, wie sich ihr erster Ausflug ins Romantasy-Genre gestalten würde. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht!
Die Geschichte beginnt mit Odessa, die im Königreich Quentis wie in einem goldenen Käfig lebt. Schon nach wenigen Seiten ist man mitten im Geschehen, spürt ihre Verzweiflung und empfindet sofort Mitleid mit ihr – schließlich gilt sie als die „unbedeutende Prinzessin“. Im Gegensatz dazu wurde ihre Schwester Mae ihr Leben lang darauf vorbereitet, den Kronprinzen Zavier aus Turah zu heiraten. Doch dann kommt alles anders: Zavier entscheidet sich nicht für Mae, sondern für Odessa und damit nimmt die Handlung richtig Fahrt auf.
Schritt für Schritt entdecken wir mit Odessa die Welt und Devney Perry gelingt es, das komplexe Worldbuilding klar und nachvollziehbar zu entfalten. Zugleich entwickelt sich die Protagonistin spürbar weiter: Aus der unsicheren, zurückhaltenden Prinzessin wird eine junge Frau mit Selbstvertrauen und großem Herz, die man einfach gernhaben muss. Zavier hingegen bleibt lange geheimnisvoll und beinahe unnahbar – möglicherweise aus gutem Grund. Außerdem gibt es da noch eine weitere Figur, die Odessas Gefühle auf den Kopf stellt und die Geschichte definitiv spannend macht.

„Shield of Sparrows“ ist ein packender Reihenauftakt mit detailreichem Worldbuilding, überraschenden Wendungen und einer gelungenen Mischung aus bereits geklärten, aber auch offenen Fragen. Ich empfehle das Buch unbedingt allen Romantasy-Fans, die Lust auf Enemies-to-Lovers, Slow Burn und Forbidden Love haben. Devney Perry zeigt hier eine ganz neue Seite ihres Schreibens und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere