Profilbild von bookochino

bookochino

Lesejury Profi
offline

bookochino ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit bookochino über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2024

eine zweite Chance für die Liebe

Belladaire Academy of Athletes - Rivals
0

Über Nachschub von der lieben Maren Vivien Haase freue ich mich immer! Band zwei der Belladaire Academy hat den sprachlichen Witz und die großen Gefühle zurück gebracht, auf die ich so sehr gehofft hatte.

Darum ...

Über Nachschub von der lieben Maren Vivien Haase freue ich mich immer! Band zwei der Belladaire Academy hat den sprachlichen Witz und die großen Gefühle zurück gebracht, auf die ich so sehr gehofft hatte.

Darum geht es:
Lova und Luis sind zwei Naturgewalten im Tennis. Beide beherrschen den Sport erstklassig und haben ihm ihr gesamtes Leben gewidmet. Auf Belladaire in Monaco werden sie zu Profis ausgebildet. Auch abseits des Platzes spielten sie einst das perfekte Team, bis ihre Beziehung ein jähes Ende fand. Jahre später kämpfen beide um einen Platz im Eliteteam und das, obwohl Lova am liebsten nie wieder etwas mit Luis zu tun haben möchte. Schnell wird aus Konkurrenzkampf Liebe und Lova muss sich entscheiden, ob sie Luis wieder vertrauen kann.

Schon ab der ersten Seite war ich regelrecht gefesselt. Beide Hauptfiguren haben einen starken Charakter und eine mitreißende Energie. Lova Sandberg ist quirlig, stur und besitzt eine ausgeprägte mentale Stärke. Von Luis ist sie alles andere als begeistert. Ihre fiesen Sprüche gegen ihre einstige große Liebe sind unfassbar lustig. Luis ist deutlich ruhiger veranlagt und besticht durch seine tiefgründige Art. Er ist genau so wenig ein Fan vom gemeinsamen Training mit Lova, doch durch seine Leidenschaft für den Sport blendet er ihre Sticheleien meist gut aus. Diese ganz besondere Energie, die man zwischen den Protagonisten in einer Romance sucht, war hier ab Sekunde eins gegeben. Es hat mir unglaublich viel Spaß bereitet, den beiden bei ihrer Wiederfindung zuzusehen. Meist wechseln sich hitzige Wortgefechte und romantische Momente relativ schnell ab und man spürt die starke Dynamik zwischen Lova und Luis.

Neben den Herzschmerz-Momenten habe ich dann noch richtig mitgefiebert. Die Wahl zum Eliteteam ist allgegenwärtig und nervenaufreibend. Ich konnte kaum unterscheiden, wer zu welchem Zeitpunkt die Nase vorne hatte und war bis zum Ende sehr gespannt. Auch die Welt des Sports hat mich fasziniert. Bisher hatte ich keine Berührungspunkte mit Tennis, aber das hat überhaupt nicht beim Lesen gestört. Dafür konnte ich super viel mitnehmen.

Sprachlich ist Maren Vivien Haase sich treu geblieben. Der locker leichte Schreibstil lässt einen durch die Seiten fliegen, sodass ich oft die Zeit aus den Augen verloren habe. Viel Witz und der typische Humor der Autorin sorgen für ganz viele Wohlfühl-Momente neben den etwas ernsteren Stellen. Ich habe mich super zurecht gefunden und die Schlagabtausche der Protagonisten genossen.

Für meinen Geschmack war das Ende etwas zu knapp. Ich hätte mir eine weitschweifigere Auflösung der Konflikte gewünscht. Allerdings macht mir das umso mehr Freude auf Band drei. Hier kommen Lova und Luis sicherlich auch noch einmal vor. Denn auch Nika und Ambrose hatten ihre kleinen Gastauftritte. Es bleibt also spannend, was „Misfits“ für uns bereithält!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2023

Romantik im Kleinstadt Setting

Dreamland Billionaires - Final Offer
0

Mein erstes Buch von Lauren Asher ist ausgerechnet das letzte Buch der Dreamland Billionaires Trilogie. Ich bin jedoch ein Verfechter des chaotischen Lesens und bin deshalb ehrlich begeisterte, dass man ...

Mein erstes Buch von Lauren Asher ist ausgerechnet das letzte Buch der Dreamland Billionaires Trilogie. Ich bin jedoch ein Verfechter des chaotischen Lesens und bin deshalb ehrlich begeisterte, dass man die Bücher der Reihe unabhängig voneinander lesen kann.

Und darum geht es in „Final Offer“:
Cal Kane will nach seinen Brüdern als letzter das Erbe des Dreamland-Imperiums antreten. Doch sein Großvater stellt ihn und seine Geduld auf eine harte Probe. Um an 25 Milliarden Dollar zu gelangen und die ihm zustehenden Firmenanteile, muss Cal einen Sommer im Haus am Lake Wisteria verbringen, wie in seiner Kindheit. Anschließend soll er es verkaufen. Das Problem dabei ist seine Ex- Freundin Lana, der das Haus zu gleichen Teilen gehört wie Cal. Die beiden sind nicht gerade begeistert, als sie wieder aufeinandertreffen. Selbst die ganze Stadt scheint sich gegen Cal verschworen zu haben. Es fliegen die Fetzen, aber gleichzeitig baut sich die altbekannte Vertrautheit wieder auf. Sowohl Cal als auch Lana können sich der Anziehung nicht entziehen. Doch es tauchen die gleichen Probleme auf wie damals und die beiden müssen sich entscheiden, ob sie noch einmal ganz neu anfangen können.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen, weil ich es sehr unterhaltsam fand. Die oftmals lustigen und schnelllebigen Dialoge und die Beziehung zwischen Cal und Lana haben das Buch total aufgelockert, obwohl es auch einige schwere Themen beinhaltet. Der Schreibstil ist sehr leicht gehalten und erinnert an den Stil eines High School Films. Das bedeutet für mich Drama, Witz und ganz viele Emotionen. Oft kratzt die Sprache für mich nur an der Oberfläche und ich hätte mir an mancher Stelle mehr Aussagekraft in den Dialogen gewünscht. Auf der anderen Seite habe ich genau ein solches Buch benötigt, das mir einfache Sprache große Gefühle vermittelt.
Die Protagonisten haben mich nicht kalt gelassen. Obwohl ich zu beiden keine tiefere Bindung aufbauen konnte, habe ich den Weg zueinander oder aneinander vorbei sehr genossen. Lana ist in Cals Abwesenheit gewachsen und verfolgt ihre eigenen Ziele. Sie ist unabhängig, was mir an ihrer Person besonders gefallen hat. Das sie nicht an Cals Milliarden interessiert ist, macht sie sehr sympathisch und nahbar. Cal kämpft währenddessen mit seinen eigenen Dämonen. In der Zeit, die er getrennt von Lana gelebt hat, hat er seinen Fokus verloren. Als er zu seinen Wurzeln zurückkehrt, beginnt er, an sich zu arbeiten. Beide verfolgen ihre eigenen Ziele, weshalb es umso schöner ist zu verfolgen, wie ihre Wege sich ungewollt kreuzen. Der Konflikt zwischen den beiden ist sehr spannend ausgearbeitet und gut nachvollziehbar. Auch die Auflösung der schwierigen Themen zum Ende waren sehr gut umgesetzt.
Am meisten Freude hatte ich mit der Handlung. Es scheint, als würden die Figuren mit jedem Kapitel mehr zusammenwachsen. Das liegt nicht nur an ihrer gemeinsamen Vergangenheit, sondern hauptsächlich an den neuen Momenten, die sie schaffen. Sie lernen zu kommunizieren und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Beide wachsen selbständig, wie auch aneinander.
Mit ein paar Stellen war ich persönlich nicht ganz so zufrieden. Diese sind jedoch sehr subjektiv und deshalb mit Vorsicht zu betrachten. Zum einen betrifft das die Tropes, denen sich das Buch bedient. Cal kämpft mit Problemen, für die ich mir eine Triggerwarnung gewünscht hätte, da die Reihe auch für eine jüngere Zielgruppe gedacht ist. Das Ende möchte ich natürlich nicht spoilern, aber hier gab es auch eine Auflösung, die mir persönlich nicht ganz so gut gefallen hat. An der Stelle bemerke ich jedoch immer wieder, wie unterschiedlich amerikanische und deutsche Autoren einen im Buch aufgebauten Konflikt lösen. Mir war das Ende etwas zu rosa-rot und deshalb weniger realistisch, als ich es mir gewünscht hätte.

Abschließend möchte ich festhalten, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat, weil es mich unterhalten hat. Dadurch ist der Lesesog aufgekommen, weshalb das Buch ein absoluter Gewinn für mich war. Mit einzelnen Stellen bin ich etwas unzufrieden- was absolut okay ist! Ein schöner Abschluss für die Reihe, der nochmal alles aus der Geschichte herausholt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2023

ein durchwachsenes Buch

Sword Catcher - Die Chroniken von Castellan
0

Als ich mitbekommen habe, dass Cassandra Clare einen neuen Fantasyroman schreibt, war mir sofort bewusst, dass ich dieses Buch lesen muss.

Diesmal standen keine Shadowhunter im Vordergrund, sondern ein ...

Als ich mitbekommen habe, dass Cassandra Clare einen neuen Fantasyroman schreibt, war mir sofort bewusst, dass ich dieses Buch lesen muss.

Diesmal standen keine Shadowhunter im Vordergrund, sondern ein kleiner Junge, der aus dem Waisenhaus geholt wird, um als Double des Königssohns von Castellan zu dienen. Kellian ist der Schwertfänger. Es ist seine Aufgabe, anstelle von Connor Aurelian zu sterben, wenn ein Attentat auf ihn verübt wird, auch wenn die beiden aufwachsen wie Brüder. Das ist gar nicht so einfach, wie Kel bemerkt, als die beiden älter werden. Connor nimmt nämlich jede Gelegenheit wahr, um aus dem Schloss auszubrechen, um zu leben wie ein normaler Mann seines Alters. Connor drohen viele verschiedene Gefahren innerhalb des Palastes, wie auch außerhalb. Nach einem vereitelten Attentat treffen Kel und die Heilerin Lin auf den Lumpensammlerkönig. Dieser ist der König von Castellans Unterwelt und ein einziges Mysterium. An seinem Hof stoßen sie auf eine Verschwörung, die nicht nur das Königshaus Aurelian stürzen könnte, sondern ihre Welt auch ins Chaos stürzen würde.

So sehr ich die Autorin auch schätze, hatte ich doch meine Probleme mit „Sword Catcher“. In erster Linie waren es sehr lange Kapitel, die meinen Lesefluss etwas gedämpft haben. Hier hatte ich oft das Gefühl, dass die Handlung etwas reduziert wurde, um dem detaillierten Stil der Autorin Platz zu machen. Das war für mich oft anstrengend und hat dafür gesorgt, dass meine Konzentration beim Lesen immer wieder nachgelassen hat. Allgemein habe ich mir von der Handlung deutlich mehr gewünscht. Viele Passagen erschienen mir unnötig in die Länge gezogen, was ich wirklich sehr schade fand.

Den Charakteren stehe ich etwas zwiegespalten gegenüber. Zu Kel und Connor habe ich wenig Bindung aufbauen können. Das lag in meinen Augen in erster Linie daran, dass ihre Personen kaum beschrieben wurden. Was sie im Roman tun, wird wenig erklärt, sodass ich häufig ihre Motivation nicht nachvollziehen konnte. Dagegen hatte ich das Problem bei Lin nicht. Ich bin restlos begeistert von ihrem Charakter und der toughen Art, mit der sie sich in der Männerdomäne ihres Berufs behauptet. Wieder schafft es Cassandra Clare, tolle weibliche Protagonistinnen zu kreieren, die eine perfekte Identifikationsfigur abgeben. Die Kapitel aus ihrer Perspektive haben mir mit Abstand am besten gefallen.
Wie immer, muss man Cassandra Clares Schreibstil loben. Sie hat die Fähigkeit ein fantastisches Worldbuilding zu erschaffen. Man merkt ihre Liebe zum Detail und auch, wenn mir persönlich das an mancher Stelle zu viel war, so kann man nicht außer Acht lassen, dass die Autorin eine echte Begabung zum Schreiben hat.

Das Buch hatte in meinen Augen also einige Schwächen, die mich angesichts der tollen Bücher aus der Feder der Autorin ein wenig enttäuscht haben. Ich hätte mir mehr Handlung in kürzeren Kapiteln gewünscht, bin aber beeindruckt von der Sprachgewalt und der Figur der Heilerin Lin. „Sword Catcher“ ist mit seinen knapp 800 Seiten kein Buch für Zwischendurch, aber eine interessante Fantasy Story, die ihr Potential im Folgeband sicher noch ausbauen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2023

Wieder ein Highlight aus Julia Dippel's Feder

Die Sonnenfeuer-Ballade 1: A Song to Raise a Storm
0

Was habe ich mich gefreut, als Julia Dippel ankündigte, eine neue Trilogie zu schreiben. Ich habe mich erst Anfang des Jahres in das Izara-Universum verliebt und seitdem begeistert von allem, was Julia ...

Was habe ich mich gefreut, als Julia Dippel ankündigte, eine neue Trilogie zu schreiben. Ich habe mich erst Anfang des Jahres in das Izara-Universum verliebt und seitdem begeistert von allem, was Julia schreibt. Auch die Sonnenfeuer Ballade verspricht Spannung, Spice und eine Fantasy Welt zum Abtauchen.

Darum geht es: Sintha sucht in einem Wirtshaus Schutz vor einem aufziehenden Sturm. Leider trifft sie dort auf eine Gruppe Vakàr, ein magisches Volk, welches das Friedensabkommen zwischen den Menschen und den Qidhe, den magischen Wesen, bewacht. Sintha, halb Mensch, halb Qidhe, wird ausgerechnet von Arezander, dem gefürchteten Anführer der Vakàr, gefangen genommen. Sie befindet sich nicht nur auf unbefugtem Terrain, sondern verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten, die Arezander nur zu gerne für seine eigenen Zwecke nutzen will. Als ein Mord im Wirtshaus passiert, soll Sintha bei der Aufklärung helfen. Gefangen mit einem Mörder und einer Gruppe Vakàr in einem Wirtshaus während eines Schneesturms muss Sintha über ihre Grenzen gehen.

Das Buch beinhaltet das Enemies-to-Lovers Trope, was für mich als Leser immer eine gehörige Portion Spannung bedeutet. Sintha und Arezander sind in jedem Fall extreme Charaktere. Sintha ist sehr selbständig und wandelt zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Qidhe, um ihre Familie zu unterstützen. Sie lebt gefährlich und ist sich dessen bewusst. Der Überlebenskünstlerin steht Arezander gegenüber. Er ist als Syr der Syrs nicht nur der Anführer der Vakàr, er ist zudem willensstark, selbstbewusst und arrogant. Zwischen den beiden sprühen heftig die Funken und ihre oft zynischen Dialoge sind sehr unterhaltsam.

Der Schreibstil ist im Allgemeinen angenehm zu lesen. Auf locker leichte Passagen folgen spannungsgeladene Dialoge und detailreiche Beschreibungen. Man kann völlig in diese neue Welt eintauchen.

Am meisten gefreut hatte ich mich auf den angekündigten Spice und ich wurde nicht enttäuscht! Die Spannung zwischen den Protagonisten ist spürbar und wem das nicht genug ist, der kann im Buch einen QR-Code scannen, um ein Bonuskapitel zu lesen. Aber Vorsicht, es geht heiß her!
So viel Spice war ich bisher nicht von der Autorin gewohnt, aber ich habe es geliebt! Julia Dippel killed it!

In Fantasybüchern liegt mein Hauptaugenmerk immer auf der Handlung. Ich erwarte, dass ich in eine völlig neue Welt entführt werde und von Handlungssträngen überrascht werde. "A Song To Raise A Storm" hat hier auf ganzer Linie abgeliefert. Das Geschehen ähnelt einer Murder Mystery und die Ereignisse im Buch folgen Schlag auf Schlag. Die Geschichte hat definitiv einen Suchtfaktor.

Ich kann es kaum erwarten, endlich Band zwei lesen zu können. Nach so einem starken Auftakt können wir uns ganz sicher noch auf Einiges freuen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2023

Romantasy trifft Nordische Mythologie

A Breath of Winter
0

Ich habe „A Breath Of Winter“ gelesen und geliebt. Bisher kannte ich von Carina Schnell nur Romance durch ihre „Sommer in Kanada“-Reihe. Mit ihrer spannenden Fantasy Dilogie hat sie mich aber gecatcht!
Darum ...

Ich habe „A Breath Of Winter“ gelesen und geliebt. Bisher kannte ich von Carina Schnell nur Romance durch ihre „Sommer in Kanada“-Reihe. Mit ihrer spannenden Fantasy Dilogie hat sie mich aber gecatcht!
Darum geht es:
Smilla schließt sich der Wilden Jagd an, einer Söldnertruppe, die Middangard, ein nordisches Land voller Magie, vor bösartigen Kreaturen schützt. Smilla will durch sie an den Hexenschlächter herankommen, der ihre gesamte Familie ermordet hat. Niemand darf erfahren, dass sie selbst eine Hexe ist. Selbst Gent nicht, der als Anführer der Wilden Jagd nicht nur eine Art Berühmtheit ist, sondern auch Smillas Herz gefährlich schlagen lässt.

Man muss die Welt um Middangard einfach lieben: Ich war richtig begeistert vom Einfallsreichtum der Autorin, die dieses Setting kreiert hat. Nicht nur die dort lebenden Wesen sind faszinierend, sondern auch die Wälder und Gebiete, die Smilla und die Wilde Jagd durchstreifen. Während dem Lesen taucht man in eine ganz neue, düstere und unzähmbare Welt ein. Für Fans von „Wikings“ oder „The 100“ definitiv ein Must-read.

Die Figuren sind so vielschichtig und unterschiedlich, dass man beinahe vergisst, dass es sich bei ihnen nicht um reale Menschen handelt. Smilla ist wild, ehrgeizig und trotzdem verletzlich. Sie ist eine Powerfrau, die alles für die Menschen opfert, die sie liebt. Sie ist eine tolle Protagonistin, der man gerne beim Kampf um ihr Schicksal zusieht. Auch Gent besticht durch ein großartiges Character Development. Als Anführer einer Söldnertruppe handelt er weitsichtig, hat aber auch ein ausgeprägtes Temperament, dass ihn nicht selten in Schwierigkeiten bringt. Er ist ein Krieger, doch durch Smilla lernt er auch seine gefühlvolle Seite kennen.
Die Wilde Jagd besteht aus den unterschiedlichsten Figuren. Ein wild zusammengewürfelter Haufen, der Stärken und Schwächen zu einer perfekt harmonierenden Gruppe beiträgt. Sie sind super spannend, da sie eine gewisse Dynamik in die Geschichte einbringen. Es sind unterhaltsame Dialoge und Handlungsmotive der Wilden Jagd, die das Geschehen der Hauptstory in neue Richtungen lenken.

Der Schreibstil ist mitreißend und mit einer Prise Witz. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, was immer ein sehr gutes Zeichen für mich ist. Die Sprache der Wilden Jagd ist oft derb und geprägt vom Leben in Middangard. So beziehen sich Schimpfworte (oh ja, es wird viel geflucht) oft auf besonders bösartige oder abscheuliche Kreaturen. Das verleiht der Geschichte eine Menge Authentizität.

Ich hatte ein fantastisches Leseerlebnis und das, obwohl ich zuvor keinen Bezug zu Nordischer Mythologie hatte. Es ist gut verständlich für Leser, die damit nie in Berührung gekommen sind. Spannung, große Gefühle und eine mitreißende Welt zum darin versinken sind Anlass für mich, das Buch mit fünf Sternen zu bewerten und eine klare Leseempfehlung für Romanatsy Liebhaber auszusprechen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere