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Veröffentlicht am 29.01.2022

Eine geniale und super spannende Fortsetzung

Zorn der Engel
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Der zweite Band der Angelussaga konnte mich tatsächlich mehr begeistern als Band eins schon. Denn hier hat sich ein ganz neuer Spannungspunkt in Form einer packenden Liebesgeschichte ergeben. Auch wurde ...

Der zweite Band der Angelussaga konnte mich tatsächlich mehr begeistern als Band eins schon. Denn hier hat sich ein ganz neuer Spannungspunkt in Form einer packenden Liebesgeschichte ergeben. Auch wurde ich bereits vor dem Ende gewarnt und es war tatsächlich noch schockierender als erwartet.

Die Richtung, in die die Geschichte hier gegangen ist, hätte ich eigentlich schon viel eher erwartet. Umso überraschter war ich deshalb schon im ersten Band, als Cassiel Moon verraten hat und sich als ganz anders als gedacht herausgestellt hat. Ich habe die Schlüsselprüfungen schon im ersten Band erwartet, freute mich aber, dass es hier endlich in diese Richtung ging. Dadurch hat sich so viel verändert und sich neue Tore geöffnet. Der Verbleib im Dogenpalast und die neue Gesellschaft durch Lucifer und seine Kumpane hat wahnsinnig viel Spannung mit sich gebracht. Dazu kamen ganz verschiedene Aufgaben und Prüfungen, die alle einen Suchtfaktor mitbrachten. Besonders gelungen war die Mischung aus Schwierigkeit und Machbarkeit, denn es war nicht klar, was passieren würde oder ob Moon es auch tatsächlich schaffen wird. Ich finde es nämlich am schlimmsten, wenn solche Aufgaben gross angepriesen werden und schlussendlich keinerlei Herausforderung darstellen. Durch all das und besonders die Liebesgeschichte war ich so gefesselt vom Buch, dass ich es praktisch an einem Tag durchgelesen habe. Es hatte einen riesigen Suchtfaktor, der den des ersten Bandes nochmal übertroffen hat.

Über Moon als unsere Hauptprotagonistin kann ich noch immer kein einziges negatives Wort verlieren. Sie war weder naiv, noch ängstlich oder hat dumm gehandelt, sondern hat immer ihre beste und menschliche Seite gezeigt. Natürlich war nicht alles richtig oder hat sie direkt zum Sieg geführt aber sie konnte unglaublich viel Herz und Stärke beweisen. Es war fantastisch, sie hier wieder zu begleiten und neue Seiten zu sehen. Gerade die Prüfungen hat sie nämlich meisterhaft absolviert und sich dabei selbst nicht verloren. Es war sehr unterhaltsam zu sehen, wie sie den Engeln Paroli bieten konnte und dabei kein Blatt vor den Mund nahm. Gleichzeitig hat aber auch sie gelernt und ihre Ansichten revidiert, die zuvor doch sehr steif und unnachgiebig war. Ihre Freunde und Familie haben sie dabei unterstützt und waren wieder sehr sympathisch alle zusammen.
Besonders überzeugend waren dabei auch die neuen Protagonisten bzw. die Protagonisten, die hier eine viel grössere und bedeutendere Rolle eingenommen haben als noch in Band eins. Dass Moon hier nämlich bei den Engeln leben musste, hat sie unweigerlich auch in deren emotionale Nähe gebracht. Besonders Lucifer hat mich da sehr überrascht und ich habe schon insgeheim im ersten Band den Verdacht gehegt, dass zwischen den beiden mehr entstehen könnte. Es war so spannend, die beiden zu verfolgen und langsam den Wandel der Gefühle mitzuerleben. Das war mit der grösste Spannungsfaktor der Geschichte. Schön fand ich auch, dass sich Sem und die anderen Heerführer als gute Freunde herausgestellt haben und mir sehr sympathisch wurden.
Das Ende war so heftig und überraschend, dass ich eine Weile den Mund vor lauter Schock nicht mehr zubekommen habe. Damit hätte ich niemals gerechnet und war so baff, dass ich es kaum glauben konnte. Das hat mich dann in eine solche Wut gestürzt, dass ich manche Personen am liebsten tot sehen wollte und war in einem Strudel der Emotionen gefangen. Der heftige Cliffhanger, der darauf folgte, hat mich dann komplett zerstört und ich war so froh, dass ich Band drei bereits bereit stehen hatte und direkt weiterlesen konnte. Denn das ist eine grosse Empfehlung: Lest Band zwei nur, wenn ihr Teil drei bereit habt! Das war wirklich ein gemeiner Cliffhanger, den es so nicht oft gab. Das hat dann natürlich auch die Spannung und Vorfreude für Band drei in die Luft schiessen lassen.

Insgesamt war Zorn der Engel so spannend, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Eine fantastische Protagonistin in einer spannenden Liebesgeschichte hat mich total überzeugt und ich könnte absolut gar nichts an diesem Buch kritisieren. Verdiente 5 Sterne und den Titel Highlight führen zu einer absoluten Empfehlung für diese Reihe.

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Veröffentlicht am 28.01.2022

Leider etwas enttäuschend

Iskari - Die gefangene Königin
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Leider hat mich der zweite Band der Iskari Reihe etwas enttäuscht. Ich habe das Buch nicht zum ersten Mal gelesen und hatte es besser in Erinnerung. Denn besonders im Vergleich zum tollen ersten Band, ...

Leider hat mich der zweite Band der Iskari Reihe etwas enttäuscht. Ich habe das Buch nicht zum ersten Mal gelesen und hatte es besser in Erinnerung. Denn besonders im Vergleich zum tollen ersten Band, fällt dieser Teil etwas ab. Mir hat die Protagonistin Roa nicht gepasst und ich habe zu wenig Emotionen beim Lesen gefühlt.

Die Welt, in der auch dieser Teil spielte, konnte mich bereits in Band eins total begeistern. Ich liebe diesen orientalischen Flair und die magischen Elemente wie Drachen, die besonders im ersten Band eine grosse Rolle gespielt haben. Auch begeistert hat mich die Karte, die hier enthalten war und die mit Liebe und vielen Details ausgeschmückt war. Das hat die Orientierung in der Welt nochmal deutlich erleichtert, da sich der Radius mit Roa und den Buschländern auch deutlich vergrössert hat. Eine Sache, die in Band eins besonders schön war, hat mir hier aber gefehlt. Die Zwischenkapitel waren hier nicht mehr mit Geschichten sondern mit der Vergangenheit von Roa und Dax gefüllt. Das hat natürlich geholfen, die Protagonisten besser zu verstehen, doch ich fand es nicht mehr so spannend wie zuvor.

Mit Roa, der Hauptprotagonistin, hatte ich leider grosse Probleme. Sie war grundsätzlich Asha aus Band eins sehr ähnlich und wurde gezeichnet von ihrer Vergangenheit. Was sie aber unterschieden hat, waren Charakterzüge wie ihre Verschlossenheit oder ihr sturer Kopf. Ich fand es so schade, dass sie mit Scheuklappen durchs Leben gelaufen ist und sich so gar nicht auf neue Begegnungen einlassen konnte. Sie ist mit lauter Vorurteilen allen begegnet und hat sich nicht darum bemüht, diese zu hinterfragen oder aus dem Weg zu räumen. Sie hat Dax und seinem Volk gar keine Chance gegeben, was mich total genervt hat. Ich konnte somit auch keine Sympathien zu ihr aufbauen und war total negativ eingestellt.

Dax, Saphira und Asha fand ich aber grossartig. Das Trio ist total cool, mutig und ich fand es schön, wie sie hier auch alle ihren Auftritt hatten. Besonders hinter Dax Charakter versteckte sich noch so viel mehr als der schwache Herrscher, der nichts kann und keinen Biss zeigt. Er war sehr vielfältig und hat mich immer wieder überrascht.

Leider fand ich neben den Protagonisten auch die Handlung nicht überzeugend genug. Es ist nicht besonders viel passiert, sodass ich nicht gefesselt wurde vom Buch. Roa hat sich einfach immer im Kreis gedreht und Lösungen für ihre Schwester gefunden, die aber allesamt die Situation nur noch schlimmer gemacht haben. Es war einfach etwas langweilig und auch nicht wirklich überraschend.

Ich war wirklich enttäuscht von diesem Buch, das von mir leider nur 3.5 Sterne verdient. Es war nicht schlecht aber insgesamt einfach nicht überzeugend genug, besonders weil ich es sehr positiv in Erinnerung hatte.

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Veröffentlicht am 28.01.2022

Pageturner von der ersten Seite an

Rückkehr der Engel
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Schon unglaublich viele positive Meinungen haben mich bisher zur Angelussaga erreicht, doch Rückkehr der Engel war tatsächlich noch besser als erwartet. Marahs Schreibstil ist wahnsinnig angenehm zu lesen ...

Schon unglaublich viele positive Meinungen haben mich bisher zur Angelussaga erreicht, doch Rückkehr der Engel war tatsächlich noch besser als erwartet. Marahs Schreibstil ist wahnsinnig angenehm zu lesen und total einnehmend, ihre Protagonisten einfach wundervoll.

Das Grundkonzept bzw. der Aufbau der Geschichte hat mich schon am Anfang total fasziniert. Dieses Buch hatte die anspruchsvolle Aufgabe, die Bedingungen und Regeln klar darzustellen und zu präsentieren. Dies ist unglaublich gut gelungen, denn ich konnte mich schnell ein Bild der Situation machen und fühlte mich wohl im Buch. Es ist faszinierend, welch aussichtslose und traurige Situation die Autorin hier für die Menschheit geschaffen hat. Denn die Engel haben die Kontrolle übernommen und herrschen mit strenger Hand über die Menschen, die sie versklaven. Dies war aus einem weiteren Grund interessant, weil es quasi genau das Gegenteil von dem ist, was man sonst mit Engeln verbindet. Diese wurden hier nämlich nicht als Helfer, Erlöser oder allgemein die gute Seite dargestellt, sondern waren die Bösen, Grausamen und diejenigen, die es zu bekämpfen galt. Dieses Konzept war so gut durchdacht und faszinierend, dass ich es nur lieben konnte.

Moon war ein grosses Highlight und eine Protagonistin, die das Buch total geprägt hat. Sie gehört zu meinen liebsten Protagonistinnen, weil sie so viele tolle Eigenschaften in sich vereinte. Moon ist nicht nur der Elternersatz für ihre Geschwister, sondern muss auch noch selbst mir ihren Problemen kämpfen. Sie wurde verlassen von Mutter und ihrem toten Vater und hat deshalb alle Aufgaben praktisch auf sich selbst übertragen. Sie ist für die finanzielle Situation, Ernährung und ihr Zuhause zuständig und muss zudem noch den strengen Part übernehmen und sich um ihre Geschwister kümmern. Sie hat das alles aber grossartig gemeistert. Ihren Mut kann man nur bewundern und ich habe es geliebt, mit Moon Venedig zu entdecken. Gerade in der Arena war sie unschlagbar.
Ihre Geschwister fand ich auch total cool und sehr vielfältig in ihren Charakterzügen. Star war das genaue Gegenteil von Moon und als Zwillingsschwester so unterschiedlich, dass es schon fast merkwürdig war. Sie war sehr mysteriös und man hat sich ständig gefragt, was sich hinter ihrer Person wohl verbergen würde. Auch der Bruder der beiden hat mit seinem rebellischen Verhalten für viel Abwechslung gesorgt. Es gab auch tolle männliche Protagonisten wie Alessio oder Cassiel, die mich begeistert haben. Es war insgesamt einfach eine tolle Kombination aus verschiedenen Charakteren, die die perfekte Mischung ergeben hat.

Die ganz grosse Stärke dieses Buches war aber die Spannung. Diese kam einerseits durch die fantastische Welt, die ich unbedingt entdecken wollte und andererseits durch die actionreiche Handlung. Es ist super viel passiert in kurzen Abständen, sodass gar keine Zwischenlängen entstehen konnten. Ich wollte unbedingt weiterlesen und habe das gesamte Buch an einem Tag gelesen. Das spricht einfach schon für sich und für die Qualität, die enorm hoch war. Ein fantastischer Pageturner, der die genialen Protagonisten ergänzt hat. Es gab so viele Geheimnisse aufzudecken und überraschende Wendungen, dass es ein wahnsinnig unterhaltsames Werk war.

Insgesamt hat mir jeder einzelne Aspekt der Geschichte gefallen, sodass es für mich nichts anderes als 5 Sterne sein können. Ein Pageturner durch und durch, der definitiv ein weiteres Highlight für mich darstellt. Ich liebe die Welt und die Protagonisten und freue mich unglaublich auf die weiteren Bände.

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Zwischen Drachen und Geschichten

Iskari - Der Sturm naht
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Auch beim zweiten Mal lesen mochte ich dieses Buch noch immer wahnsinnig gerne und fand die Geschichte sehr spannend. Das Setting und die einzelnen Geschichten innerhalb des Buches machten das alles sehr ...

Auch beim zweiten Mal lesen mochte ich dieses Buch noch immer wahnsinnig gerne und fand die Geschichte sehr spannend. Das Setting und die einzelnen Geschichten innerhalb des Buches machten das alles sehr einzigartig. Ein toller Reihenauftakt, der überzeugen konnte.

Die Welt der Iskari und ihrer Drachen war total faszinierend. Es gab ein strenges Konzept der Trennung in Draksor und Skral, die Herren und Sklaven darstellten. Dann gab es auch noch die berüchtigten Drachen, die Asha zu töten schwor. Und all das spielte in einem Setting, das sehr aussergewöhnlich war. Es hatte einen orientalischen Flair und spielte in einem heissen, sandigen Ort. Das war sehr faszinierend und machte die Geschichte aussergewöhnlich. Dazu kamen noch die Entwicklungen, die sich am Anfang vermuten liessen, mich dann doch aber überrascht haben.

Asha, die Iskari, mochte ich sehr gerne. Sie hat zwar nicht immer ganz korrekt gehandelt, war aber mit ihren Gedanken sehr nachvollziehbar. Sie hat ein fixes Weltbild, das sie vertreten hat und in ihrem Kopf verankert war. Auch sie musste leider lernen, dass nicht alles so ist wie gedacht und dies war ein wahnsinnig schöner Wandel. Sie hat mit die grösste Entwicklung von allen durchgemacht, weil sie von einer harten und unnachgiebiger Person zu einer Befreierin und Kämpferin wurde. Das alles habe ich wahnsinnig gerne begleitet und fand sie als Protagonistin so vielfältig und spannend. Asha war total mutig und stark - alles tolle Eigenschaften, die man an einer Protagonistin nur schätzen kann.
Torwin war genau wie Asha echt liebenswert. Er hat sie immer wieder provoziert aber dadurch auch das Beste aus ihr herausgeholt. Er war auf jeden Fall mit verantwortlich für ihren extremen Wandel und hat sie stark geprägt.
Daneben gab es aber auch andere wundervolle Charaktere wie ihr Bruder Dax oder Ashas Cousine Safira, die ich in mein Herz geschlossen habe. Weil sie alle auch noch ihre Geschichte bekommen werden, freue ich mich sehr auf die Fortsetzungen und kann diese kaum erwarten.

Die Handlung war durchgehend spannend und konnte immer wieder mit Überraschungen punkten. Deshalb habe ich das Buch sehr gerne und fasziniert gelesen und wurde an die Seiten gebunden. Es ist wirklich sehr viel passiert und das, obwohl das Buch gar nicht so dick ist. Das spricht auf jeden Fall für die tolle Qualität dieses Werkes. Das wirklich einzigartige daran waren aber die kleinen Geschichten, die immer zwischen den Kapiteln eingebaut wurden. Sie haben zusätzlich für Spannung und Abwechslung gesorgt und mich gut unterhalten. Auch hat es perfekt gepasst, weil Asha die Geschichtenerzählerin eine grosse Rolle hatte und die Geschichten selbst immer wieder wichtig für die reale Welt waren. Diese Verknüpfung ist wahnsinnig gut gelungen.

Ich mochte Iskari - Der Sturm naht so gerne, dass ich nur 4.5 Sterne vergeben kann. Die Geschichte war einzigartig, spannend und überraschend. Sie konnte zudem fantastische Protagonisten aufbieten, die ich gerne verfolgt habe. Die Geschichten waren aber das Highlight der Geschichte.

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Unglaublich viel Dummheit auf 700 Seiten

After passion
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Leider war After passion noch schlimmer als ich es erwartet hätte. Nach dem schon sehr provozierenden Film, den ich im Kino gesehen habe, war ich dennoch gespannt auf das Buch. Leider kann ich es aber ...

Leider war After passion noch schlimmer als ich es erwartet hätte. Nach dem schon sehr provozierenden Film, den ich im Kino gesehen habe, war ich dennoch gespannt auf das Buch. Leider kann ich es aber nicht anders ausdrücken, als dass ich masslos enttäuscht bin und es auf keinen Fall weiterempfehlen kann. Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin war einfach maximal toxisch und kann so nicht toleriert werden. Ich hoffe, dass niemand dieses Buch lesen und sich diese Beziehung als Ideal vorstellen wird.

Dadurch, dass ich die Geschichte in ihren Grundzügen ja schon kannte, war ich dennoch sehr gespannt darauf, was auf diesen 700 Seiten alles passieren wird. Leider wurde ich aber enttäuscht, denn ich fand schon den Schreibstil von Anfang an total anstrengend. Es wirkte alles sehr abgehackt, was besonders an den unerträglich kurzen Kapiteln lag. Gerade am Anfang ist es mir stark aufgefallen und hat mich sehr gestört, weil der Lesefluss immer wieder unterbrochen wurde. Nach 2-5 Seiten ein neues Kapitel anzufangen, gefiel mir überhaupt nicht, obwohl ich sonst eigentlich ein Fan von kurzen Kapiteln bin.

An Handlung konnte das Buch leider sehr wenig bieten. Es drehte sich so lange im Kreis und war so langatmig, dass ich überhaupt keine Lust mehr auf das Buch hatte. Das ewige Hin-und-her zwischen Hardin und Tessa fand einfach kein Ende und es ging von Party zu Party und wurde immer abgedrehter. Es sind bei mir auch einfach keine Emotionen zwischen den beiden angekommen, die mich irgendwie ihre Geschichte aufgeregt erwarten liessen. Das einzige, was ich spürte, war die Wut über ein solch sinnloses Werk voller Dummheiten.

Hardins Verhalten gegenüber Tessa war absolut nicht ok und kann man nur verurteilen. Er hat sich auf eine Stufe über sie gestellt und sie ständig von oben herab behandelt. Er dachte, dass er klüger, erfahrener und schlauer als sie ist und deshalb über sie bestimmen darf. So zum Beispiel die unzähligen Partyabende, zu denen er sie überredet hat, obwohl sie überhaupt nicht gehen wollte. Da fand ich sie aber auch viel zu nachlässig, weil sie einfach keine Stärke oder Willenskraft zeigen konnte und sofort wieder eingeknickt ist. Auch hat Hardin ihr ständig Dinge verheimlicht und sie bevormundet. Es war so schrecklich zu sehen, da er ihre Entscheidungen einfach nicht respektiert hat und ständig der Meinung war, sie und ihre Bedürfnisse besser zu kennen als Tessa selbst.
In gleichem Masse wie Hardins Verhalten war auch auch Tessa kein Stück besser. Wie gesagt hat sie keinerlei Stärke bewiesen und sich selbst und ihr Licht total unter den Scheffel gestellt. Schlimmer als diese Tatsache war aber, wie sie mit ihrem Freund umgegangen ist und ihn immer wieder betrogen hat. Auch wenn sie eine grosse Anziehungskraft zu Hardin verspürte, rechtfertigst das in keiner Art ihren Betrug und ihre ganzen Lügen. Er war so verständnisvoll und sie hat ihn immer wieder hintergangen und ist bei Hardin gelandet. Es war ihr einfach egal, wie sehr sie ihn damit verletzt und dem konnte ich kaum zuschauen. Auch Tessas eifersüchtiges Verhalten war so dumm, weil sie kein Stück besser als Hardin war. Dann hat sie beispielsweise während eines Spiels einen Typen geküsst und fand es vollkommen ok, dass Hardin nebenbei stand. Als dann aber fünf Minuten später Hardin eine andere Person küssen musste, ist Tessa total ausgeflippt und hat ihm grosse Vorwürfe gemacht.

Insgesamt habe ich bestimmt die zweite Hälfte des Buches nur noch überflogen, weil so wenig Spannendes passiert ist und ich wahnsinnig gelangweilt davon war. Das toxische Verhalten der Protagonisten ist nicht zu verharmlosen und muss einfach kritisiert werden. Dieses Buch stellt keine romantische Liebesgeschichte dar, die man sich als Vorbild nehmen sollte. Weil ich es so gar nicht mochte, kann ich auch nicht mehr als 1.5 Sterne vergeben und bin mir nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte.

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