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Veröffentlicht am 30.06.2020

Eine Liebesgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen !

Wildflower Summer – In deinen Armen
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Inhalt/Klappentext:
Ein Himmel, der unendlich erscheint, Berge, deren schneebedeckte Spitzen in der Sonne glitzern, Wildblumen, die sich im Wind wiegen. Dieser Anblick erwartet Nate Roldan, als er die ...

Inhalt/Klappentext:
Ein Himmel, der unendlich erscheint, Berge, deren schneebedeckte Spitzen in der Sonne glitzern, Wildblumen, die sich im Wind wiegen. Dieser Anblick erwartet Nate Roldan, als er die Wildflower Ranch erreicht. Im selben Moment wird ihm klar, dass er nicht hierhergehört. Mit seinem Motorrad und seinen Tattoos sticht er an diesem schönen, friedlichen Ort heraus wie ein hässlicher Ölfleck.
Nur scheint das Olivia Cattenach nicht zu stören.
Ihretwegen ist Nate hier. Er hat ihrem sterbenden Bruder geschworen, auf sie aufzupassen. Und diese Aufgabe wird er erfüllen, egal was es ihn kostet. Er hätte nur nicht gedacht, dass der Preis sein Herz ist …

Eindruck:
Nachdem ich die „Redwood Reihe“ von Kelly Moran gelesen und geliebt habe, konnte ich es kaum abwarten endlich auch ihr neustes Buch zu lesen. Diesmal spielt die Geschichte nicht in besagtem „Redwood“, sondern auf der „Wildflower Ranch“ im friedlichen Örtchen Meadowlark. Dieses atemberaubende Setting wird nicht erst im Laufe des Buches, sondern schon direkt im Cover aufgegriffen, das mir im übrigen unheimlich gut gefällt. Nicht nur die Holzoptik in der das Titelblatt gestaltet ist, auch die blumigen Details vermitteln ein Gefühl von Freiheit, Frühling und einer malerischen Landschaft. Man möchte sich bei dem Anblick direkt in eine Decke einkuscheln, einfach nur abtauchen und genießen !

Der Schreibstil von Kelly Moran ist nach wie vor unglaublich angenehm zu lesen. Sie schreibt flüssig, locker und wirklich authentisch, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Ihre wundervollen Beschreibungen rund um das Setting und die Charaktere haben mich auf Anhieb in ihren Bann gezogen, denn Kelly Moran hat das Talent eine unglaubliche Atmosphäre zu schaffen, die man so schnell nicht mehr vergisst. Auch in „Wildflower Summer“ überzeugt die Autorin mit ihren bildhaften, idyllischen und detailgetreuen Landschaftsbeschreibungen, die den Leser fesseln und auf eine ganz besondere Reise nehmen. Diesmal fokussiert sich die Geschichte weniger auf den Wohlfühlfaktor, sondern auch auf intensive, tiefgründige und gefühlvolle Themen, was mir zunächst sehr gut gefällt.

Erzählt ist die Geschichte, wie auch alle anderen Werke von Kelly Moran, aus der 3. Person, was mir im Normalfall nicht immer zusagt. In ihren Büchern komme ich aber super damit zurecht und somit ist mir auch der Einstieg in “Wildflower Summer“ problemlos gelungen. Auch in die jeweiligen Gedanken- und Gefühlswelten von Olivia und Nate konnte ich einen umfassenden Einblick bekommen und einiges über die Beiden erfahren. Zwar hatte ich mit Nate zu Beginn so meine Probleme und auch mit Olivia konnte ich nicht die gewünschte Bindung aufbauen, doch darauf werde ich später noch einmal näher eingehen.

Olivia war mir auf Anhieb sympathisch. Man lernt sie als offene, herzliche und liebenswürdige Frau kennen, die schon in jungen Jahren einige Schicksalsschläge erleiden musste. Zudem ist sie eine unheimlich starke Persönlichkeit, die in keiner Situation ein Blatt vor den Mund nimmt und trotzdem alles für ihre Familie tun würde. Ihre einfühlsame und weiche Seite hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich kann verstehen, das ihr das Glück anderer sehr am Herzen liegt. Trotz der tragischen Ereignisse, die sie durch gemacht hat, konnte ich keine intensive Beziehung zu ihr aufbauen, denn dafür ist sie mir einfach nicht greifbar genug. In ihrem Charakter fehlte mir das gewisse Etwas, das Tüpfelchen auf dem I und ich habe schlichtweg den engen Bezug zu ihr vermisst. Mitunter ist mir auch ihr anfangs seltsamer Dialog mit Nakos im Gedächtnis geblieben, der mich extrem verwundert hat.

Nate ist ein komplizierter Charakter, mit dessen Persönlichkeit man erst warm werden muss, um ihn richtig zu verstehen. Er hat ähnlich wie Olivia eine sehr schwere Vergangenheit und musste traumatisierende Ereignisse miterleben, die sein Leben bis heute noch prägen. So fällt es ihm schwer sich sowohl Olivia, als auch dem Leser gegenüber zu öffnen und er hegt eine Art “Selbsthass“ gegen sich. Dieses unsichere Verhalten bleibt leider bis zum Schluss und ich konnte keine großartige Entwicklung in ihm ausmachen. Klar, er hat im laufe der Geschichte etwas Selbstbewusstsein dazu gewonnen, doch er bleibt der klischeehafte, zurückhaltende Mann mit stark ausgeprägtem Beschützerinstinkt. Im Prinzip habe ich nichts gegen eine Portion Romantik und Klischees, doch die dominante Sorge um Olivia wirkte ein wenig zu gestellt und unrealistisch. Alles in allem konnte ich aber auch Nate gut leiden und die Thematik um seine Person hat mich nicht kalt gelassen. Er ist ein durchaus sympathischer, liebevoller und vertrauenswürdiger Mann, der mir aber nicht dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird.

Die Nebencharaktere der Geschichte mochte ich erstaunlicherweise unfassbar gerne. Sowohl Nakos, als auch Amy und insbesondere Tante DeeDee konnten mein Herz im Sturm erobern. Sie alle wurden toll in Nates und Olivias Leben integriert und hatten ihre eigene, kleine Rolle in deren Geschichte. Ich muss sagen, dass ich mich wirklich sehr auf die Fortsetzung rund um Nakos und Amy freue, da der Hintergrund, sowie das Thema des Buches schon etwas angedeutet wurde und mich unheimlich neugierig macht. Zudem hoffe ich, dass Tante DeeDee erneut eine Nebenrolle spielen wird, denn ihre Person lockert die Geschichte wundervoll auf und sorgt für Humor unter den etwas ernsteren Themen.

Die Liebesgeschichte hat sich in meinen Augen um einiges zu schnell entwickelt. Zwar sind die angesprochenen Themen wirklich wichtig und ich würde mir wünschen, dass in Zukunft mehr Autoren über diese Motive schreiben, allerdings lag mir der Fokus zu stark auf erotischen Szenen, als auf emotionalen und tiefgründigen Momenten, die ich mir gewünscht hätte. Es gab durchaus wichtige und entscheidende Stellen, die aber leider zu schnell von unpassender Erotik und übertriebenen Dirty Talk unterbrochen wurden. Ich habe prinzipiell nichts gegen Erotik in Büchern, im Gegenteil, oftmals sind sie auch wichtig für die Entwicklung der Protagonisten, doch in diesem Fall war es mir einfach zu viel des Guten. Neben den kritischen Punkten gab es selbstverständlich auch Momente, die mich berührt haben und mitreißen konnten, doch hier überwiegt immer noch das dramatische Hin- und Her in der Beziehung.

Ich hatte wirklich sehr hohe Erwartungen an die Geschichte, da mir Redwood Love mit seinen wundervollen Protagonisten, den humorvollen, als auch tiefgründigen Dialogen und dem atemberaubenden Setting unheimlich gut gefallen hat. „Wildflower Summer“ ist eine durchaus lesenswerte Geschichte, die mir ein paar angenehme Lesestunden beschert hat, allerdings konnte bei mir einerseits nicht der gewünschte Wohlfühlfaktor erzielt und andererseits nicht die erhofften Emotionen hervorgerufen werden. Das Thema der Geschichte ist wirklich wichtig und es sind auch potentiell tiefgründige Szenen vorhanden, die mir zudem noch unheimlich gut gefallen haben, doch der Erotikanteil ist mir einfach zu hoch. Außerdem wurde mein Lesefluss, trotz des grandiosen Schreibstils der Autorin, mehrmals aufgrund von Wortwiederholungen und Rechtschreibfehlern unterbrochen, was mich doch ziemlich gestört hat. Insgesamt gibt mir „Wildflower Summer“ nicht das gewohnte „Zuhause“ Gefühl wie „Redwood Love“, doch die idyllische Landschaft und die toll beschriebene Ranch konnten trotzdem etwas in mir bewegen !

Fazit:
Eine durchaus lesenswerte Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen. Zum einen überzeugt die Autorin mit ihrem wundervollen Schreibstil und dem schön ausgearbeiteten Setting, zum andern lassen die Charaktere und die Liebesgeschichte an sich aber noch etwas Luft nach oben.
3-3,5/5🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Wenn zwei Seelenverwandte ein herzzereißendes Schicksal teilen...

All Your Kisses
1

Inhalt/Klappentext:
Als Rune Kristiansen nach Blossom Grove zurückkehrt, hat er nur eins im Sinn. Herausfinden, was mit Poppy passiert ist. Herausfinden, warum das Mädchen, das ein Teil seiner Seele ist ...

Inhalt/Klappentext:
Als Rune Kristiansen nach Blossom Grove zurückkehrt, hat er nur eins im Sinn. Herausfinden, was mit Poppy passiert ist. Herausfinden, warum das Mädchen, das ein Teil seiner Seele ist und das ihm einst versprochen hat, bis in alle Ewigkeit auf ihn zu warten, ihn ohne ein Wort der Erklärung aus ihrem Leben verbannt hat. Zwei Jahre lang hat Poppys Stille Runes Herz jeden Tag aufs Neue gebrochen, doch als er ihr nach all der Zeit das erste Mal wieder gegenübertritt, weiß er augenblicklich, dass der schlimmste Schmerz ihnen erst noch bevorsteht.

Eindruck:
Nachdem ich „A wish for us“ zu Beginn des Jahres gelesen und unfassbar geliebt habe, konnte ich es kaum abwarten endlich die Geschichte von Rune und Poppy zu lesen. Natürlich waren meine Erwartungen dementsprechend sehr hoch, denn ein Jahreshighlight ist schwer zu übertreffen, doch mit „All your kisses“ hat Tillie Cole es geschafft mich maßlos zu überzeugen. Noch nie zuvor hat mich eine Geschichte so tief im Herzen getroffen und ebenso habe ich noch nie ein Buch gelesen, das so unheimlich viel Schmerz, tausende Emotionen und wunderschöne Momente gleichzeitig vereint.

Tillie Coles Schreibstil ist einzigartig und unvergleichlich. Ihre Art mit Worten umzugehen, sie mit unzähligen Gefühlen zu füllen und diese anschließend auf den Leser zu übertragen ist ganz wundervoll und einfach bemerkenswert. In jedem Buchstabe steckt so viel Schmerz, der einen durch die ganze Geschichte begleitet und schlussendlich bitter weinen lässt.
Die Autorin schreibt unfassbar intensiv und doch mit einer gewissen Sanftheit, die stark unter die Haut geht. Zudem steckt hinter jeder Zeile, hinter jedem wunderschönen Zitat, eine so große Bedeutung und eine unvergessliche Botschaft, die sich nicht nur auf Runes und Poppys, sondern auch auf das Leben des Lesers bezieht. Ich glaube nicht, dass ich jemals ein Buch gelesen habe, welches mich so tief berührt hat und bin sicher, dass ich diese Geschichte noch lange mit mir tragen werde.

Erzählt ist „All your Kisses“ abwechselnd aus den jeweiligen Perspektiven unserer Protagonisten Rune und Poppy. So konnte ich einen weitläufigen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelten beider Charaktere bekommen und ihre Ängste, ihr Leiden, ihre Zweifel und ihre Unsicherheiten besser nachvollziehen. Zudem hatte ich die Möglichkeit ihre innigsten Wünsche und Hoffnungen tief in mir zu spüren, mit ihnen zu fühlen und Abenteuer für Abenteuer zusammen mit Poppy und Rune zu erleben.

Poppy ist eine wirklich bewundernswerte Protagonistin, die mir schon zu Beginn des Buches sehr ans Herz gewachsen ist. Die unglaubliche Lebensfreude, die sie zu jeder Zeit ihres Daseins ausstrahlt beeindruckt mich sehr, genau wie ihre faszinierende Einstellung zum Leben. Sie ist nicht interessiert an der Meinung anderer und zieht ihr eigenes Ding durch, was sie trotz ihrer zierlichen Person zu einer starken, jungen Frau macht. Poppy sieht die Welt nicht wie jeder andere Mensch, sondern sie betrachtet alles um sie herum aus ihren eigenen Augen. Ihr besonderer Blick sieht in allem Negativen das Positive und sie animiert ihre Mitmenschen dazu, das Gleiche zu sehen. Auch mir als Leserin hat Poppy wieder ins Gedächtnis gerufen, wie sehr man jeden Tag schätzen sollte, wie dankbar man für jede Sekunde sein sollte und wie wichtig Abenteuer und die damit verbundenen Erinnerungen im Leben sind. Die Botschaft, die sie der Welt mitteilt ist wahnsinnig wichtig und Poppys Schicksalsschlag zeigt wie unheimlich kostbar das Leben ist.
Charakterlich ist Poppy ein wahnsinnig sanftmütiger, ehrlicher und liebevoller Mensch, der neben unzähligen Abenteuern auch die ruhigen Momente im Leben schätzt. Zudem ist die Musik ein wirklich bedeutsamer und wichtiger Bestandteil ihres Alltags, den sie grenzenlos und ohne umschweifen liebt. Besonders faszinieren mich ihre unvergesslichen Weisheiten und ihre natürliche Art, die sie zu keinem Zeitpunkt verstellt. Poppy ist Poppy, ein unheimlich sympathisches, junges Mädchen, dessen Geschichte mich tief berührt hat.

Rune ist auf den ersten Blick ein stark verbitterter, mürrischer und in sich gekehrter Charakter, der zunächst niemanden an sich heran lässt. Doch in Wirklichkeit trägt auch Rune, mit seiner kühlen Fassade, enorm viele Gefühle mit sich, die er zunächst nur Poppy, aber im Laufe der Geschichte auch gegenüber des Lesers zeigt. Sein Charakter ist so einzigartig, tiefgründig und greifbar, wie man es erst gar nicht erwartet und ich liebe Rune als liebevollen, einfühlsamen und offenherzigen Mensch, der für seine Liebe des Lebens durchs Feuer gehen würde. Auch seine Leidenschaft für Fotografie ist etwas ganz besonderes, das Rune als Menschen ausmacht. Im Laufe der Geschichte macht er eine grandiose Entwicklung durch, die der Leser Schritt für Schritt begleiten darf. Dieser Weg ist zwar mit einigen Hürden, Steinen, Niederschlägen und schmerzhaften Erfahrungen verbunden, doch schlussendlich wird genau aus diesem emotionalen Prozess der starke Junge, der Rune am Ende ist.

Auch die Nebencharaktere sind ganz wundervoll und sehr bedacht mit in die Geschichte integriert worden. Jede Person hatte ihre eigene kleine Rolle in Runes und Poppys Leben und viele Momente wurden durch sie noch besonderer, als sie es eigentlich schon sind. Ob Savannah, Ida, Jorie oder die Eltern der beiden Protagonisten. Sie alle tragen zu der Geschichte und den wunderschönen Momenten bei, die ich unheimlich genossen habe.

”All your Kisses” ist mit einer einzigartigen und wunderschönen Liebesgeschichte verbunden. Es ist die wunderschönste und gleichzeitig herzzereißend traurigste Geschichte, die ich jemals gelesen habe und vermutlich auch lesen werde. Ich finde keine ausreichenden Worte dafür was Rune und Poppy in mir ausgelöst haben, denn die Verbindung, die zwischen den beiden besteht, ist mehr als nur eine einfache Beziehung. Es ist eine Seelenverwandschaft und eine Geschichte zweier Menschen, die schon immer füreinander bestimmt waren. Im ersten Moment klingt das nach purem Kitsch und einer guten Portion Drama, da man erst während des Lesens spürt, dass ein Leben ohne den jeweils anderen unmöglich ist. Die innige Liebe, die zwischen Rune und Poppy steht kann Nichts und Niemand durchbrechen, denn sie gehören zusammen wie Licht und Schatten und sind in jeder Situation der Rettungsanker des anderen. Es ist unmöglich auch nur annähernd zu beschreiben, was ich während des Lesens gespürt habe. Da waren brutaler Schmerz, Glücksgefühle, aber auch eine tiefe Traurigkeit, die mich immer wieder übermannt hat. Um diese Emotionen nachvollziehen zu können muss man die Geschichte selbst lesen, den Schmerz am eigenen Körper spüren und mit den Charakteren mitfühlen und ich verspreche euch, ihr werdet das gleiche empfinden wie ich.

Den Leser erwarten im Laufe des Buches wirklich besondere Momente, bedeutungschwere Augenblicke, die mir nicht so schnell aus dem Kopf gehen werden. “All your Kisses” ist die reinste Achterbahnfahrt der Gefühle und ein Buch, bei dem selbst mir die Tränen gekommen sind. Ich musste noch nie so sehr aufgrund einer fiktiven Erzählung weinen. Tillie Cole hat es aber geschafft mich mit ihren Worten so tief zu ergreifen und hat einiges in mir ausgelöst. Sie hat einfach wahnsinniges Talent das Geschriebene auf den Leser zu übertragen und vor allem zum Ende der Geschichte gab es einige Gänsehautmomente, die mir den Atem geraubt haben.

Wo wir schon davon sprechen: Ich hatte schon von Anfang an eine leise Vorahnung wie alles sein Ende nehmen wird. Doch dass es schlussendlich wirklich so kommt wie ich dachte, hätte ich nie erwartet. Es tat unheimlich weh das zu lesen, denn Poppys und Runes Schicksal ist der wunderschönste, als auch traurigste Ausgang einer Geschichte zugleich. Insbesondere der Epilog hat für mich noch einmal alles übertroffen und mich zwar wunschlos glücklich, aber auch sprachlos und tränenüberströmt zurückgelassen.
Insgesamt möchte ich an dieser Stelle eine riesengroße Leseempfehlung für dieses wahnsinnig emotionale Buch aussprechen. Ich bin mir sicher, dass hierbei jeder Leser, und vor allem Fans von Brittany C. Cherry und Emma Scott, auf seine Kosten kommen wird. (Und haltet Taschentücher bereit, denn hier bleibt kein Auge trocken !) Dass “All your Kisses” ein absolutes Jahreshighlight ist, sollte nach meiner Rezension wohl klar sein, denn Rune und Poppy werden ich noch lange in meinem Herzen tragen.

Fazit:
“All your Kisses” ist das besonderste und einzigartigste Buch, das ich jemals lesen durfte. Es beinhaltet unheimlich viel Schmerz, Trauer, Leiden, sowie intensive und unvergessliche Momente, die ich immer mit mir tragen werde. Rune und Poppy sind zwei Seelenverwandte, die ein gemeinsames und herzzereißendes Schicksal teilen, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Ihre Geschichte inspiriert mich in vielerlei Hinsicht und Tillie Cole sendet hiermit eine ganz wundervolle Botschaft in die Welt. Eine große Leseempfehlung und ein Highlight 2020 !
5/5🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2020

Poetisch, intensiv und wahnsinnig gefühlvoll - Eine gelungene Fortsetzung !

Wir sind der Sturm
0

Inhalt/Klappentext:
Louisa ist fassungslos. Mit Paul war sie so glücklich wie nie zuvor. Mit ihm konnte sie furchtlos und ganz sie selbst sein und das Leben endlich in vollen Zügen genießen. Doch jetzt ...

Inhalt/Klappentext:
Louisa ist fassungslos. Mit Paul war sie so glücklich wie nie zuvor. Mit ihm konnte sie furchtlos und ganz sie selbst sein und das Leben endlich in vollen Zügen genießen. Doch jetzt will er plötzlich nichts mehr mit ihr zu tun haben. Es bricht ihr das Herz, dabei erkennt sie hinter dem Sturm in seinen Augen immer noch Zuneigung. Sie ahnt nicht, dass Paul es kaum ertragen kann, für den größten Schmerz in ihrem Leben verantwortlich zu sein. Gibt es wirklich keine Zukunft für die beiden? Oder müssen sie nur verstehen, dass es zwar viel Mut braucht, die große
Liebe zu finden, aber noch mehr Mut, sie festzuhalten?

Eindruck:
Nachdem mich “Wir sind das Feuer“ mit einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen hat, konnte ich es kaum erwarten endlich die Fortsetzung dazu zu lesen. Auch von „Wir sind der Sturm“ ist das Cover wieder wunderschön und genau nach meinem Geschmack gestaltet. Ich liebe die marmorierten und in sich verlaufenden Blautöne und vor allem die goldenen Akzente machen das Buch zu einem absoluten Hingucker in meinem Regal. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass mir night nur das Cover von Band 2, sondern auch der eigentliche Inhalt davon, deutlich besser gefällt als in Band 1.

Mein Highlight ist und bleibt der meisterhafte Schreibstil der Autorin, denn Sophie Bichon schreibt wahnsinnig tiefgründig, gefühlvoll und emotional. Ihre Art zu schreiben fasziniert und berührt mich zugleich, sodass ich während des Lesens sogar das ein oder andere Tränchen verdrücken musste. Sie schafft es ihre Gefühle unheimlich intensiv auf den Leser zu übertragen und ihre Worte gehen stark unter die Haut. Sophie Bichon verleiht der Geschichte unbeschreiblich viel Tiefe und überzeugt mit ihren poetischen und wahnsinnig ausdrucksstarken Weisheiten, die mich sprachlos zurückgelassen haben. Ich muss sagen, dass ihre Art zu schreiben unvergesslich, besonders und vor allem einzigartig ist, da ich noch nie erlebt habe, dass ein Schreibstil so sehr dominiert. Hinter Sophies Worten steckt eine unfassbar tiefsinnige, intensive und starke Bedeutung, die einen nicht nur durch die ganze Geschichte begleitet, sondern auch für das eigene Leben wichtig ist.

Die Geschichte ist auch hier wieder abwechselnd aus den jeweiligen Sichten unserer Protagonisten Paul und Louisa erzählt. So konnte ich einen angenehmen Einblick in beide Gedanken- und Gefühlswelten und mich besser in die Charaktere hineinversetzen. Trotzdem, und darauf werde ich später noch einmal näher eingehen, hätte ich mir eine stärkere Bindung zu Paul gewünscht, da ich seine Handlungen oft nicht wirklich nachvollziehen konnte. In Louisa konnte ich mich aber wunderbar hineinversetzen und habe es sehr genossen sie durch ihr Leben zu begleiten. Zudem sind mir die besonderen Übergänge der Sichtweise im Gedächtnis geblieben, mit denen die „Redstone-Reihe“ sich erneut von anderen New Adult Büchern abhebt.

Die Protagonistin Louisa ist mir nach wie vor sympathisch und ich habe sie auch in der Fortsetzung von Seite zu Seite mehr ins Herz geschlossen. Ihre Geschichte und ihre Vergangenheit rühren mich zu tiefst und es tat unheimlich weh sie so stark leiden zu sehen. Insbesondere ihre Entwicklung im Vergleich zum ersten Band ist faszinierend, denn Louisa ist nicht mehr das schüchterne, zurückhaltende und verschlossene Mädchen, das keinen an sich heran lässt. Sie ist stärker, kämpft weiterhin gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit und versucht mit Hilfe ihrer Freunde und ihrer Schwester loszulassen. Ihre Denkweise und ihr Verhalten gegenüber Paul ist wirklich bewundernswert und ich konnte während des Lesens gar nicht anders, als mit ihr mitzuleiden und mitzufiebern.

Paul ist ein Protagonist, mit dem ich schon in „Wir sind das Feuer“ stark zu kämpfen hatte. Lange war ich enttäuscht von seinem egoistischem Verhalten, konnte seine Handlungen nicht nachvollziehen und mich nur schlecht in seine Situation hineinversetzen. Mittlerweile kann ich in gewisser Weise verstehen, warum es ihm schwerfällt sich anderen und vor allem Louisa gegenüber zu öffnen und ihre Nähe zuzulassen. Trotzdem hätte ich mir mehr Ehrlichkeit von ihm gewünscht, denn sich einfach ohne Grund von Louisa zu distanzieren und sie zu ignorieren ist einfach nicht richtig. Aus diesem Grund bin ich trotz Pauls Charakterentwicklung gegen Ende der Geschichte und seiner einfühlsamen und sanften Seite zwiegespalten was seine Person angeht. Einerseits gefällt mir seine schließliche Erkenntnis und sein Beschluss, sein Leben in den Griff bekommen zu müssen, wirklich gut, aber andererseits kann ich sein anfängliches Verhalten nicht nachvollziehen.

Neben dem einzigartigen Schreibstil sind die Nebencharaktere ein weiteres Highlight in „Wir sind der Sturm“. Ich würde fast sagen, dass mir Trish, Aiden, Bowie und Louisas Schwester fast noch stärker ans Herz gewachsen sind als die eigentlichen Protagonisten. Das liegt zum Einen daran, dass sie ein unheimlich wichtiger Teil der Geschichte sind und sich als liebevolle, loyale, ehrliche und authentische Freunde für Louisa erweisen. Zum Anderen erzählt jeder einzelne von ihnen eine eigene, ganz besondere und wirklich rührende Geschichte, die zwar präsent ist, aber trotzdem nicht zu sehr im Vordergrund steht. Ich werde diesen tollen Freundeskreis, mit dem man als Leser wunderschönes, aber auch herzzereißendes erleben durfte, unheimlich vermissen.

Die Liebesgeschichte von Louisa und Paul ist wunderschön, tiefgründig, intensiv und auf eine gewisse Weise auch magisch. Nachdem man im ersten Teil von einer gemeinsamen Vergangenheit erfährt, durch die sich Louisa und Paul immer weiter voneinander distanzieren, darf man in “Wir sind der Sturm” ihre Leidensgeschichte und die Rettung ihrer Beziehung verfolgen. Sowohl Paul, als auch Louisa, haben hierbei ihr Päckchen zu tragen, müssen mit den Geschehnissen in ihrer Vergangenheit kämpfen und lernen mit der Situation umzugehen. Das macht ihre Beziehung zu einer wahrhaftigen Achterbahnfahrt der Gefühle und selbst für den Leser ist es schmerzhaft diesen Prozess zu verfolgen. Die Geschichte ist mit unfassbar vielen Emotionen und Gefühlen, sowie magischen und bedeutungsvollen Momenten verknüpft, wodurch ich zwischenzeitlich den Tränen nahe war. Es ist ein langsamer, komplizierter und steiniger Weg für Louisa und Paul, der so einige Höhen und Tiefen beinhaltet. Schlussendlich kommen beide zu einer wichtigen und entscheidenden Erkenntnis, die bestimmend für eine gemeinsame Zukunft ist.

Auch das Ende der Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen. Der Autorin ist ein wunderschöner und vor allem realistischer Abschluss der Dilogie gelungen, der keinesfalls zu klischeebeladen oder überdramatisiert ist. Ich als Leserin konnte das Buch also mit einem lachenden, als auch einem weinenden Auge schließen und muss nun auf weitere Werke der Autorin hoffen.

Insgesamt hat mir der zweite Band der “Redstone Reihe” deutlich besser gefallen als der Vorgänger, was insbesondere mit der Entwicklung der Charaktere zusammenhängt. ”Wir sind der Sturm” ist eine gelungene Fortsetzung, die mich fesseln konnte und in der zahlreiche Emotionen und Gefühle stecken. Trotzdem hat mir hier das gewisse Etwas zu einem Highlight gefehlt, doch das ist kein Grund mich nicht auf weitere Werke der Autorin zu freuen. Im Gegenteil, ich kann es kaum abwarten mich erneut von Sophie Bichons wundervollen Schreibstil verzaubern zu lassen.

Fazit:
Ein wunderschöner, tiefgründiger und herzzereißender Abschluss der “Redstone Reihe”, der mich mitreißen und fesseln konnte. Meine Highlights sind eindeutig der poetische und intensive Schreibstil der Autorin, sowie die wundervollen Nebencharaktere, die mein Herz im Sturm erobert haben. Auch die Liebesgeschichte und die Entwicklung der Charaktere sind toll gelungen, allerdings stehe ich mit Paul als Charakter nach wie vor im Zwiespalt.
4.5/5🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2020

Eine wundervolle Geschichte zum Wohlfühlen und Verlieben !

New Dreams
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Inhalt/Klappentext:
Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter bricht Elara fluchtartig zu ihrer Großmutter nach Green Valley auf – und wird mitten in der Nacht in den Rocky Mountains von einem Schneesturm ...

Inhalt/Klappentext:
Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter bricht Elara fluchtartig zu ihrer Großmutter nach Green Valley auf – und wird mitten in der Nacht in den Rocky Mountains von einem Schneesturm überrascht. Zum Glück ist Noah zur Stelle, der sie mit nach Green Valley nimmt. In der idyllischen Kleinstadt in den Rocky Mountains will Elara sich über ihre Zukunft klar werden und beginnt, an der örtlichen Tankstelle zu jobben. Dort trifft sie Noah wieder, der in der angeschlossenen Autowerkstatt aushilft und davon träumt, als Astronaut zu den Sternen zu reisen. Hin- und hergerissen zwischen seinem Charme und Witz und seiner plötzlichen Unnahbarkeit, weiß Elara nicht, was sie von Noah halten soll – bis sie erfährt, dass seine Ex-Freundin nach einem schweren Autounfall im Koma liegt. Hat ihre Liebe gegen Noahs Schuldgefühle eine Chance?

Eindruck:
Die ”Green Valley Love” Reihe zählt nicht ohne Grund zu meinen Lieblingsreihen, denn endlich wieder in das Kleinstädtchen zurückzukehren, bedeutet für mich jedes Mal aufs Neue nachhause zu kommen. Green Valley empfängt den Leser mit Wärme, Vertrautheit und dem Duft von Pumpkin Pie, der mir während des Lesens nicht aus der Nase geht. Man genießt das Lesen in vollen Zügen und verliebt sich in jedes kleinste Detail. Doch nicht nur der Inhalt der Bücher ist bezaubernd schön, auch die Cover überzeugen mit ihrer liebevollen Gestaltung. ”New Dreams” harmoniert mit dem Zusammenspiel der Lilatöne perfekt mit den restlichen Teilen der Reihe und die kleinen Glitzerpigmente machen die Aufmachung zu einem absolutem Hingucker.

Der Schreibstil der Autorin macht das Leseerlebnis für mich zu etwas ganz besonderem.
Lilly Lucas hat eine ganz wunderbare, gefühlsbetonte und humorvolle Art zu Schreiben, die einen nur so durch die Seiten fliegen lässt. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und habe mich von Seite zu Seite immer mehr in das Städchen, dessen Einwohner und die geschaffene Atmosphäre verliebt. Die Autorin hat schlichtweg wahnsinniges Talent Gefühle zu übermitteln, traumhafte Settings zu gestalten und den Leser mit ihren Geschichten zu verzaubern. Meine Highlights in ihren Büchern sind definitiv die wundervollen Charaktere, die mir mit der Zeit so sehr ans Herz gewachsen sind und einfach immer für einen unterhaltsamen Spruch zu haben sind, sowie die Liebe zum Detail, mit der Lilly Lucas ein unvergessliches Gefühl von Heimat auf den Leser überträgt.

Erzählt ist die Geschichte wie gewohnt ausschließlich aus der Sicht unserer Protagonistin Elara, was mir nach wie vor keine Probleme bereitet hat. Ich konnte einen angenehmen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt bekommen und mich problemlos in sie hineinversetzen. Auch Noah durfte ich mit der Zeit näher kennenlernen und das, obwohl er von Natur aus etwas zurückhaltender ist. Insgesamt hat es der Geschichte in Bezug auf den Schreib- und Erzählstil also an nichts gefehlt und ich habe das Lesen rundum genossen.

Elara ist eine unheimlich sympathische, offene und aufgeschlossene Protagonistin, die immer das Positive im Leben sieht. Sie verlässt ihre Heimatstadt Phoenix aufgrund eines schlimmen Streits mit ihrer Mutter und zieht sich über den Sommer in das Kleinstädtchen Green Valley zurück, in dem sie bei ihrer Großmutter Molly unterkommt. Ihre neuen Zukunftspläne entsprechen nicht den Vorstellungen ihrer Mutter, die ein Medizinstudium in Harvard von ihr erwartet. Mir hat wahnsinnig gut gefallen wie stark Elara an ihren Träumen festhält, denn sie weiß was sie für sich und ihr weiteres Leben möchte. Diese Willenskraft und der Mut, sich ihrer Mutter entgegenzustellen, ist wirklich bewundernswert und Elaras Entscheidungen wirken sehr reif und erwachsen auf mich. Auch die Tatsache, dass sie mit den Konsequenzen lebt und versucht ihre Probleme in den Griff zu bekommen, macht sie zu einer unheimlich starken Frau. Elara macht im Laufe der Geschichte eine grandiose Entwicklung durch und sie ist seit langem wieder eine greifbare, realistische und authentische Protagonistin, die über Grenzen hinauswächst.

Noah hat mein Herz schon zu Beginn der Geschichte im Sturm erobert. Zwar hält er sich anfangs noch ziemlich zurück, ist distanziert und verschlossen, doch trotzdem konnten mich sein Charme und sein unverwechselbarer Humor überzeugen. Aufgrund eines Schicksalsschlags, den er erstmal verkraften und darüber hinweg kommen muss, braucht er eine ganze Weile um sich dem Leser gegenüber zu öffnen, doch gerade das macht ihn unfassbar liebenswert. Noah ist ein wahnsinnig hilfsbereiter, verlässlicher, gutmütiger und herzlicher Mensch, der für seine Familie und seine Freunde durchs Feuer gehen würde. Ich habe mich von Seite zu Seite immer mehr in ihn verliebt, da er einfach ein wundervoller Protagonist ist, der sowohl eine humorvolle, als auch eine tiefgründige Seite hat. Auch er hat nämlich sein Päckchen zu tragen, denn ihn beschäftigen Schuldgefühle, die seinem und auch Elaras Glück zunächst im Wege stehen.

Mit der Ausarbeitung der Nebencharaktere hat Lilly Lucas auch diesmal wieder alles richtig gemacht und sowohl Molly, Hank, Rebecca, als auch die restlichen Einwohner des Kleinstädchens haben die Geschichte perfekt abgerundet. Durch sie wird Green Valley zu einem absoluten Wohlfühlort, den ich auch in Zukunft nicht mehr missen möchte. Insbesondere Molly, die Elara immer mit einem guten Rat und einem großen Stückchen Pumpkin Pie zur Seite steht und auch Rebecca, die eine wundervolle Freundin für Elara geworden ist, machen die Geschichte zu etwas ganz besonderem. Man kann gar nicht anders als jeden einzelnen Bewohner ins Herz zu schließen und ich würde sofort meine Koffer packen und nach Green Valley reisen, um dieses ganz wundervolle, herzliche und offene Städtchen einmal persönlich zu erkunden. Zum Glück ist die Reise ja noch nicht vorbei und wir dürfen in “New Horizons“ erneut in diese zauberhafte Stadt zurückkehren.

Die Liebesgeschichte von Noah und Elara konnte mich vom Anfang bis zum Ende begeistern, da die Anziehungskraft zwischen den Beiden von Seite zu Seite zunimmt. Trotz den schon anfänglich sprühenden Funken hat sich die Beziehung langsam, aber dafür umso schöner entwickelt und ich habe es schlichtweg geliebt. Während des Lesens habe ich jeden einzelnen Dialog, doch vor allem die kleinen Neckereien, unheimlich genossen und hatte ein Dauergrinsen im Gesicht. Ich bewundere Lilly Lucas sehr für ihr Talent Humor mit Tiefgrund zu vereinen und vor allem die besonderen Momente zwischen Noah und Elara haben mich tief berührt. Die Beiden sind einfach perfekt aufeinander abgestimmt und die kleinen Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit zwischen ihnen zeigen, sind wundervoll zu beobachten. Generell entwickelt sich die Beziehung in einem sehr angenehmen Tempo und nichts geschieht zu schnell oder zu langsam. Sie ist einfach echt, realistisch, wunderschön und zuckersüß. Die Liebesgeschichte ist nicht zu kitschig, sondern einfach perfekt und unheimlich gefühlvoll. An der ein oder anderen Stelle musste ich sogar ein Tränchen verdrücken, da mich die Thematik tief berührt hat.

„New Dreams“ ist also ein außergewöhnlicher Liebesroman, der zum mitfiebern und mitfühlen einlädt, sowie das ein oder andere Leserherz zum Brechen bringt. Es gibt kein unnötiges Drama, keine Szene war zu kitschig und die Hürden, welche die Protagonisten überwinden müssen sorgen für viel Tiefgrund und einer grandiosen Charakterentwicklung. Ich bin schlichtweg begeistert und möchte hier noch einmal betonen: Ich liebe, liebe, liebe Green Valley von ganzem Herzen !
Die Vorfreude auf Band 4 ist unheimlich groß, doch bevor ich erneut in das Kleinstädtchen zurückkehre, möchte ich euch erst einmal eine große Leseempfehlung für die gesamte Reihe aussprechen. Die „Green-Valley-Love-Reihe“ zählt zu meinen absoluten Lieblingsreihen, da jede einzelne Geschichte zum Verlieben und Wohlfühlen einlädt.

Fazit:
Eine wundervolle, tiefgründige und einfach grandiose Liebesgeschichte, die ich euch allen nur von Herzen empfehlen kann. Green Valley ist ein Ort zum Wohlfühlen und Verlieben, da einen die einzigartigen Bewohner jedes Mal aufs Neue mit Herzlichkeit und Wärme empfangen.
5/5🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Eine süße Liebesgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen !

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
1

Inhalt/Klappentext:
Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines ...

Inhalt/Klappentext:
Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor!

Eindruck:
Ich habe unheimlich lange auf das Erscheinen von “The secret book club” hingefiebert und war unfassbar gespannt auf das Buch, da die Idee von einem Buchclub, der ausschließlich auf Männern besteht, einfach genial und außergewöhnlich klingt. Aber nicht nur der Klappentext, sondern auch das zuckersüße Cover, das farblich genau meinem Geschmack entspricht, lassen auf eine besondere und einzigartige Liebesgeschichte hoffen.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig, locker und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Lyssa Kay Adams schafft es, unfassbar viele Emotionen rüberzubringen und verzaubert den Leser mit romantischen, aber nicht allzu kitschigen Szenen. Mein Highlight waren definitiv die lustigen und amüsanten Teile der Geschichte, denn die Autorin hat das Talent einen grandiosen Humor mit einfließen zu lassen. Ich musste während des Lesens einige Male schmunzeln und bin begeistert von Lyssas authentischen und lebhaften Art Gefühle auf den Leser zu übertragen.

Erzählt ist die Geschichte abwechselnd aus den jeweiligen Perspektiven unserer Protagonisten Gavin und Thea in der 3. Person. Mit dieser Art von Erzählstil habe ich schon immer meine Probleme und leider konnte auch “The Secret Book Club” nicht viel daran ändern. Zwar habe ich einen angenehmen Einblick in beide Gedanken- und Gefühlswelten der Charaktere bekommen und wie schon erwähnt hat die Autorin die aufkommenden Emotionen wunderbar auf den Leser übertragen, allerdings fehlte mir eine gewisse tiefgehendere Bindung zu Gavin und Thea, denn es fiel mir schwer mich in sie hineinzuversetzen. Es ist einfach die intensive Bindung zu ihnen, die ich vermisst habe, weshalb ich in den Folgebänden genau darauf hoffe.

Gavin ist ein unheimlich sympathischer Protagonist, der mit allen Mitteln versucht, seine Ehe zu retten. Er ist ein bekannter Profisportler, der aber nicht wie gewohnt perfekt ist, sondern ebenfalls seine Ecken und Kanten hat. Die Tatsache, dass er stottert und eben nicht dem typischen Sportlerideal entspricht, macht ihn zu einer wirklich authentischen Person. Auch mit seiner verpeilten, tollpatschigen und ungeschickten Art, konnte er mich oft zum Lachen bringen und ich habe mich grandios unterhalten gefühlt. Neben seiner Karriere ist er ein wundervoller Familienvater, der sich rührend und sehr liebevoll um seine Kinder kümmert. Man merkt als Leser einfach wie stark sein Willen ist, die Beziehung zu seiner Frau zu retten und dass er sogar einen Buchclub besucht, den er Anfangs selbst für lächerlich hält, finde ich einfach klasse.

Mit Thea bin ich leider nicht ganz so schnell warm geworden wie mit Gavin. Sie erschien mir zu Beginn der Geschichte sehr kühl, abweisend und reserviert. Zwar kann ich keinesfalls abstreiten, dass sie eine wunderbare Mutter für ihre Zwillinge ist und sich liebevoll um ihre beiden Schützlinge kümmert, allerdings finde ich es schade, dass sie alle Schuld auf Gavin schiebt. Auch sie trägt ihren Teil zu der zerbrochenen Ehe bei und sollte sich das selbst auch eingestehen. In einer Beziehung spricht man über Probleme und verdrängt sie nicht einfach, weshalb ich ihr Handeln und Denken oft nicht nachvollziehen konnte. Sie handelt naiv und ist stark beeinflussbar, was wohl auch an ihrer Schwester Liv liegt, die immer meint sich einmischen zu müssen. Im Laufe der Geschichte wurde mir aber auch Thea immer sympathischer und es fiel mir irgendwann leichter sie zu verstehen.

Liv mochte ich als Nebencharakterin leider nicht so gerne und hoffe, dass ich im nächsten Band der Reihe einen besseren Eindruck von ihr bekomme. Sie ist mir einfach zu provokant und manipulativ, da sie Thea in ihren Entscheidungen oft beeinflusst hat. Weniger nervig waren dafür aber die Jungs des Buchclubs, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe und die für grandiose Unterhaltung gesorgt haben. Ebenfalls zuckersüß sind die Zwillinge, die mein Herz immer wieder zum Schmelzen gebracht haben.

Die Liebesgeschichte zwischen Thea und Gavin hat mir unheimlich gut gefallen und insbesondere der Aspekt, dass die beiden sich schon in einer Ehe befinden und sich nicht erst neu kennenlernen müssen, hat mein Interesse geweckt. Die Protagonisten lernen sich im Laufe der Geschichte von einer ganz anderen Seite kennen und lernen neues über den jeweils anderen. Sie nähern sich einfach auf eine ganz andere Art und Weise an als sonst und bekommen die Höhen und Tiefen in einer Beziehung zu spüren. Besonders im Kopf geblieben ist mir wie schon erwähnt auf Gavin, der alles daran setzt seine Frau wiederzugewinnen und sie glücklich zu machen.

Die Idee des Buches ist einfach großartig, allerdings ist der Buchclub im Endeffekt ganz anders als von mir erwartet. Das soll keinesfalls negativ klingen, denn die Geschichte ist unheimlich interessant und aufregend, doch es gab tatsächlich ein paar Kleinigkeiten, die meinen Lesefluss gestört haben. Zum Einen sind es die eingeschobenen Kapitel aus dem Buch, das Gavin zu Lesen bekommen hat. Die Story rund um den Grafen konnte mich einfach nicht reizen und auch ohne diese Einblicke hätte mir die Geschichte gut gefallen.
Zum Anderen konnte mich die Geschichte trotz des außergewöhnlichen Plots einfach nicht wie gewünscht mitreißen, obwohl die Tatsache, dass Männer in einem Buchclub über Liebesromane sprechen und sich über ihr Eheleben austauschen einfach genial ist.
Insgesamt hat mir der humorvolle Teil der Geschichte und die allgemeine Handlung wirklich gut gefallen. Auch Gavin als Charakter konnte mich überzeugen und zusammen mit den Männern aus dem Buchclub hat er mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Für die Fortsetzung wünsche ich mir trotzdem mehr Tiefe, insbesondere was die Charaktere betrifft, und mehr Intensität in den Gesprächen.

Fazit:
Eine wirklich süße, romantische und außergewöhnliche Liebesgeschichte, der es leider etwas an Intensität und Tiefgrund fehlt. Trotzdem kann ich eine eindeutige Leseempfehlung an alle aussprechen, die auf der Suche nach einer humorvollen und stimmigen Geschichte sind.
4/5🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere