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Veröffentlicht am 18.11.2019

Actionreich, düster und fesselnd - Ein grandioser Auftakt !

HUNTING ANGEL
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Inhalt/Klappentext:
Wir spielen ein Katz-und-Maus-Spiel. Ich bin der Böse, du bist die Maus. Eigentlich ist Jagen nicht mein Ding, denn ich bekomme immer, was ich will, doch bei dir ist es anders. Dein ...

Inhalt/Klappentext:
Wir spielen ein Katz-und-Maus-Spiel. Ich bin der Böse, du bist die Maus. Eigentlich ist Jagen nicht mein Ding, denn ich bekomme immer, was ich will, doch bei dir ist es anders. Dein Versuch, mich täuschen zu wollen, ist so niedlich, dass ich gar nicht anders kann, als mir vorzustellen, was ich tun werde, sobald ich dich habe.
Dass du nebenbei versuchst, mehr über mich, meine Freunde und kriminellen Geschäfte herauszufinden, ignoriere ich mal, weil ich noch nicht will, dass du stirbst.
Oh, hast du etwa geglaubt, ich käme nicht hinter dein Geheimnis? Kein Problem, ich zeige dir gerne, was passiert, wenn man mich unterschätzt. Wir werden sehr viel Spaß haben.

Eindruck:
Das Cover ist ein absoluter Blickfang und in meinen Augen sehr ansprechend gestaltet. Es ist in einem dunkelblau gehalten und darauf zu sehen sind weiße Federn und ein Stacheldraht. Der Schriftzug des Titels, der übrigens auch super schön ausgearbeitet ist, und die kleinen Details, passen wunderbar zum Inhalt des Buches ohne aber zu viel vorwegzunehmen.

Vorab sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich noch nie zuvor etwas von J.S.Wonda gelesen habe und "Hunting Angel" überhaupt mein erstes Buch im Genre Dark Romance ist. Durch Bookstagram habe ich schon sehr viel gutes über die Autorin und ihre Bücher gehört, sodass ich mich natürlich selbst davon überzeugen musste.
Der Schreibstil von Jane konnte mich von der ersten Seite an mitreißen und fesseln. Sie schreibt einerseits brutal, dominant und dramatisch, aber andererseits auch wirklich humorvoll und vor allem spannend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch tatsächlich auch innerhalb weniger Stunden durchgelesen.

Die gesamte Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Ly und Eden in Ich-Perspektive geschrieben. Dieser Erzählstil gefällt mir persönlich immer am besten, da man so einen Einblick in beide Gedanken-und Gefühlswelten bekommt und die Geschichte nicht nur auf einen Charakter fixiert ist. Es war wirklich unheimlich interessant zu lesen, was in den Köpfen beider Protagonisten vorgeht und auf wessen Seite sie eigentlich stehen.

Die Protagonistin Eden lernt man als eine entschlossene, selbstbewusste und willensstarke Frau kennen, die es immer schafft ihre eigene Meinung durchzusetzen. Sie ist zudem unheimlich klug und vor allem eine phänomenale Schauspielerin, die es nicht nur schafft ihre Mitmenschen an der Nase rumzuführen, sondern auch mich als Leserin in die Irre geführt hat. Eden ist eine ziemlich undurchschaubare Person, hinter deren Fassade man nur selten einmal blicken kann. Ihre Handlungen haben mich jedes Mal aufs Neue fasziniert und obwohl man nie wusste was einen als nächstes erwartet, mochte ich sie wirklich gerne.

Ly taucht zu Anfang der Geschichte als ein ziemlich mysteriöser und rätselhafter Charakter auf. Ich wusste erst überhaupt nicht, was ich von ihm halten soll und wie er einzuschätzen ist. Im Laufe des Buches lernt man aber seine leicht psychopathische und brutale Art kennen, wobei ich ihn trotzdem sehr gerne mochte, da er ein unheimlich interessanter Charakter ist. Er ist genau wie Eden selbstbewusst, tough und klug, aber trotzdem schafft sie es einige Male ihn in die Irre zu führen. Trotz seiner gewöhnungsbedürftigen Art glaube ich, dass hinter seiner harten Fassade ein weicher Kern steckt und ich bin gespannt ob man davon in der Fortsetzung mehr zu lesen bekommt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir erstmal schwerer gefallen als gedacht. Ich musste mich zuerst einmal an die brutalen Thrillerelemente gewöhnen, von denen ich eigentlich nicht der größte Fan bin. Natürlich gehört das zu dem Genre dazu, aber wie oben schon erwähnt war "Hunting Angel" mein erstes Dark Romance Buch. Zudem kannte ich die Charaktere, die man schon aus der Vorgängerreihe "Catching Beauty" kennt, noch nicht und brauchte erstmal etwas Zeit, um mich mit ihrem Verhalten abzufinden. Dank dem grandiosen Schreibstil von J.S.Wonda konnte ich mich relativ schnell an die Handlungen gewöhnen und wurde von den Geschehnissen mitgerissen. Neben düsteren, geheimnisvollen und mysteriösen Szenen bekommt man spannende und überraschende Geschehnisse zu lesen, die dazu geführt haben, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Viele Ereignisse geschehen Schlag auf Schlag, aber ich glaube genau das hat mir so gut gefallen. Es gibt keinerlei Längen in der Geschichte, sondern ausschließlich spannungsgeladene, actionreiche Momente, die süchtig machen. Vieles kam für mich sehr unvermutet und vor allem von Eden wurde ich häufig überrascht. Gegen Ende des Buches gab es auch noch mal einige aufwühlende Momente, die mich in ihren Bann gezogen haben. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und nach diesem grandiosen, fiesen Cliffhanger muss ich einfach wissen wie es mit Ly und Eden weitergeht.

Fazit:
"Hunting Angel" ist ein actionreiches, düsteres und spannendes Buch, das mich nach kleinen Startschwierigkeiten mehr als nur überzeugen konnte. Es gab einige überraschende, unvorhersehbare Momente, die mich in ihren Bann ziehen konnten. Ich als Dark Romance Einsteigerin kann euch dieses Buch nur empfehlen und sagen: Macht euch auf eine grandiose Story gefasst !
4/5 Sterne

Veröffentlicht am 16.11.2019

Atemberaubend, mitreißend und einzigartig - Ein absolutes Meisterwerk !

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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Inhalt/Klappentext:
Amaia ist gerade sechzehn geworden – zum achten Mal. Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ...

Inhalt/Klappentext:
Amaia ist gerade sechzehn geworden – zum achten Mal. Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ihre Eltern tun alles, um dieses Familiengeheimnis zu wahren – ständige Umzüge, strenge Regeln und Gedankenkontrolle inklusive. Amaia sieht ihre Chance gekommen, als ihre älteren Brüder eines Tages einen Gefangenen mit nach Hause bringen: den geheimnisvollen wie gefährlichen Noár, der ebenso wenig menschlich ist wie sie. Doch dann wird Amaias Familie angegriffen und plötzlich ist Noár ihre letzte Hoffnung: Er verlässt mit ihnen die Menschenwelt und bringt sie nach Cassardim, ins Reich der Toten, wo Amaia zwischen Intrigen, Armeen, lebendig gewordenen Landschaften, unwirklichen Kreaturen und mächtigen Fürstenhäusern endlich ihre Antworten findet – und ihr Herz verliert.

Eindruck:
Wie immer starte ich zuerst einmal mit dem Cover des Buches. Dieses passt wunderbar zu Amaias Geschichte und verrät trotzdem keine Einzelheiten, die die Spannung vorwegnehmen könnten. Zu dem Mädchen auf dem Cover, das die Protagonistin darstellen soll, gibt es einige Meinungsverschiedenheiten und auch ich muss leider sagen, dass es nicht ganz meinen Geschmack trifft. Vor allem passt es nicht zu der Amalia, die man im Laufe des Buches kennenlernt. Das tut der eigentlichen Geschichte aber keinen Abbruch, denn diese ist dafür um so besser !

Vorweg muss ich einmal sagen, dass Julia Dippel meine deutsche Queen of Fantasy ist und ihre "Izara" Reihe eine meiner allerliebsten Buchreihen überhaupt ist. Dementsprechend hatte ich auch ziemlich hohe Erwartungen an "Cassardim" und ich kann an dieser Stelle schon einmal sagen: Es hat mich definitiv nicht enttäuscht.
Dank Julias bildhaftem und einfach grandiosem Schreibstil habe ich mich schon nach kurzer Zeit in dem Universum von "Cassardim" verloren und konnte meine eigene Welt um mich herum vergessen. Mit ihrer einzigartigen Art zu schreiben, erschafft sie eine unvergessliche Atmosphäre und ein atemberaubendes Setting, das mich an die Geschichte fesseln konnte und dem Buch absolutes Suchtpotential verleiht. Meine persönlichen Highlights in Julias Büchern sind aber immer noch die humorvollen und witzigen Dialoge zwischen den Charakteren, die neben den spannenden und nervenaufreibenden Szenen immer super erfrischend zu lesen sind und ihre Bücher zu etwas ganz besonderem machen.

Die gesamte Geschichte ist aus der Sicht der Protagonistin Amaia in Ich-Perspektive geschrieben. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, denn ich hatte somit die Möglichkeit ihre Gefühle und Gedanken mitzuverfolgen und nachzuvollziehen. Natürlich kamen die restlichen Charaktere auch nicht zu kurz und es gab einige Situationen, in denen man sie kennenlernen und einen Einblick in ihr Leben bekommen konnte.

Die Protagonistin Amaia lernt man als willensstarkes, mutiges und unheimlich selbstbewusstes Mädchen kennen, das um jeden Preis etwas über ihre Familiengeschichte herausfinden möchte. Sie ist in meinen Augen eine super sympathische Person, deren Handlungen anfangs noch ziemlich naiv und unüberlegt sind. Im Laufe der Geschichte macht sie eine grandiose Entwicklung durch und ich konnte während des Lesens gar nicht anders als mit ihr mitzufiebern und mitzuleiden.

Jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, an dem ich euch endlich etwas über meinen absoluten Lieblingscharakter Noàr erzählen kann. Noàr ist ein unheimlich spannender, interessanter und geheimnisvoller Protagonist. Mit ihm hat Julia Dippel einen unberechenbaren, aber trotzdem wahnsinnig tollen Charakter entworfen, der für einige überraschende Momente sorgt. Er ist in meinen Augen der typische Bad Boy, der mein Herz aber trotzdem im Sturm erobert und sich sofort als ein neuer Bookboyfriend entpuppt hat. Mal Hand aufs Herz: Warum kann so ein unverschämt attraktiver Mann nicht in Wirklichkeit existieren ?

Auch mit den anderen Charakteren hat Julia Dippel authentische vielfältige und facettenreiche Persönlichkeiten geschaffen, mit denen ich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Jeder einzelne erweckt die Geschichte ein stückweit mehr zum Leben und vor allem Moe hat mein Herz zum Schmelzen gebracht.

Wie schon erwähnt ist mir der Einstieg in die Geschichte unheimlich leicht gefallen. Die Autorin konnte mich mit den abwechslungsreichen und spannenden Handlungen direkt mitreißen und ich war schon lange nicht mehr so sehr an ein Buch gefesselt. Ich frage mich immer wieder wie Julia Dippel auf so geniale und atemberaubende Ideen kommt, denn auch mit "Cassardim" hat sie wieder bewiesen warum sie zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Der Plot und vor allem die Liebesgeschichte zwischen Amaia und Noàr sind ihr unheimlich gut gelungen. Zwischen den Beiden entwickelten sich in einem angenehmen Tempo Gefühle und man spürte gegen Ende der Geschichte auch deutlich das Knistern zwischen ihnen. Man bekommt spannende, aber auch sehr tiefgründige und überraschende Szenen zu lesen, die einen nur so durch die Seiten fliegen lassen.

Gegen Ende der Geschichte habe ich schon einen fiesen, wie für Julia Dippel typischen Cliffhanger erwartet, der schlussendlich aber nicht aufgetaucht ist. Trotzdem habe ich unglaubliche Lust zu erfahren wie es in "Cassardim" weitergeht und ich kann es kaum erwarten mehr aus dieser Welt zu lesen.

Fazit:
Julia Dippel hat es mal wieder geschafft eine unheimlich fesselnde und mitreißende Geschichte zu schreiben, die mich mehr als nur überzeugen konnte. Sie hat mit "Cassardim" ein weiteres Jahreshighlight geschaffen und ich kann mal wieder nur sagen: LEST DIESES BUCH UMBEDINGT, es wird euch mit Sicherheit nicht enttäuschen !
5/5 Sterne

Veröffentlicht am 15.11.2019

Ein interessantes Thema, das sich leider in die falsche Richtung entwickelt hat !

Kissing Lessons
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Inhalt/Klappentext:
Küssen sollte einfach sein. Jeder tut es. Es ist nicht viel dabei. Aber Stella kommt sich jedes Mal vor wie ein Hai, dem gerade ein paar Pilotfischchen die Zähne reinigen. Und das ist ...

Inhalt/Klappentext:
Küssen sollte einfach sein. Jeder tut es. Es ist nicht viel dabei. Aber Stella kommt sich jedes Mal vor wie ein Hai, dem gerade ein paar Pilotfischchen die Zähne reinigen. Und das ist nicht schön, weder für sie noch für den Mann. Sie hat die Sache mit der Liebe schon beinahe aufgegeben – als Asperger-Autistin mag sie ohnehin nichts, was ihre Routine stört –, doch dann bringt ein dahingesagter Satz sie ins Grübeln: Übung macht den Meister. Stimmt das? Braucht sie einfach mehr Erfahrung? Und wenn ja, wer bringt einem das Küssen bei – und mehr? Vermutlich ein Profi, ein Escort. Wie Michael Phan. Auch wenn der eine ganz eigene Vorstellung von ihrem Unterricht hat …

Eindruck:
Das Cover des Buches gefällt mir erstmal ziemlich gut. Es ist in einem Hellrosa/Beige gehalten und darauf zu erkennen sind zahlreiche, verschiedenfarbige Blumen, die mich sehr ansprechen. Der Schriftzug des Titels sticht durch sein metallisches Pink total heraus und sorgt dafür, dass die vielen, kleinen Details nicht all zu sehr in den Vordergrund rücken. Das Cover verrät zwar nichts über den Inhalt des Buches, aber trotzdem macht es auf sich aufmerksam und den Leser neugierig.

Vorab muss ich sagen, dass ich noch nie zuvor etwas von Helen Hoang gelesen habe und "Kissing Lessons" somit mein erstes Buch von ihr war. Der Schreibstil der Autorin hat mir in Bezug auf die ganze Geschichte sehr gut gefallen. Sie schreibt flüssig, locker und sehr verständlich, was einem das Lesen erstmal unheimlich erleichtert. Ich kam ohne Probleme und in einem angenehmen Tempo durch die Seiten, weshalb ich das Buch tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen habe. Trotz des etwas ernsterem Themas, baut Helen Hoang auch einige humorvolle Szenen in die Geschichte mit ein, was mir wirklich gut gefallen hat.

Erzählt wird die gesamte Geschichte in der dritten Person und es wird abwechselnd Fokus auf die beiden Protagonisten Stella und Michael gelegt. Teilweise wechselt die Sichtweise auch mitten in einem Kapitel, was mich in diesem Fall aber kein bisschen gestört hat. Ehrlich gesagt ist der Erzählstil aus der 3. Person, vor allem in Bezug auf das Genre New Adult, nicht mein Liebster. Ich bevorzuge es eher Geschichten aus der Ich-Perspektive zu lesen, da ich so das Gefühl habe, besser in die Gefühls-und Gedankenwelten der Charaktere blicken zu können und mich ein stückweit verbundener mit ihnen fühle. Nach einer kurzen Zeit habe ich mich aber an den Erzählstil gewöhnt und kam damit auch mehr oder weniger gut zurecht.

Die Protagonistin Stella lernt man als eine sympathische und interessante junge Frau kennen, die an dem Asperger-Syndrom leidet. Ihre Eltern erwarten es Enkelkinder zu bekommen, doch Stella ist noch ziemlich unsicher in Bezug auf Männer und hat noch keinerlei Erfahrungen. Deshalb kommt Michael als ihr "Übungsmann" ins Spiel und mit ihm möchte Stella ihre Ängste überwinden. Ich muss sagen, dass Stella im Laufe des Buches eine grandiose Entwicklung durchmacht und von einer sehr zurückhaltenden Frau zu einer deutlich selbstbewussteren wird. Sie wagt neue Sachen, ist in vielen Hinsichten offener geworden und klammert sich nicht mehr an ihre eigentliche Routine, an der sie sich sonst ziemlich stark orientiert hat. Es war wirklich unheimlich spannend und interessant zu lesen wie sie mit ihrer Krankheit umgeht und es hat mich gefreut mal etwas über dieses eigentlich aktuelle Thema zu erfahren. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich an dieser Stelle allerdings noch loswerden. Denn obwohl ich echt gut mit Stella zurecht kam, hat mir eine besondere Bindung zu ihr gefehlt und ich konnte mich nicht wirklich in ihre Lage hineinversetzen.

Mit dem Protagonisten Michael hatte ich im Laufe der Geschichte leider meine Probleme. Er ist meines Erachtens einfach kein greifbarer Charakter und ich habe jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, immer noch das Gefühl, nicht wirklich etwas über ihn zu wissen. Klar, man hat seine Familie und seine Freunde kennengelernt, die übrigens alle total sympathisch sind, allerdings konnte ich nur sehr wenig hinter seine Fassade blicken und habe somit nicht viel von seinen Gefühlen mitbekommen. Das ist wirklich schade, denn eigentlich ist er ein sehr sympathischer, junger Mann, der meiner Meinung nach der perfekte Freund für Stella ist. Trotzdem hätte ich mir an dieser Stelle etwas mehr Tiefgang gewünscht.

Zunächst muss ich sagen, dass mich das Buch aufgrund des Klappentexts schon ziemlich lange vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum angesprochen hat. Über das Thema Autismus habe ich noch nie zuvor etwas gelesen und war dementsprechend unheimlich gespannt wie die Autorin dem Leser dieses Thema nahebringen möchte. Wie oben schon erwähnt hatte ich wegen des Erzählstils zu Anfang ein paar Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Das hat sich aber gebessert und ich konnte mich mit der Zeit daran gewöhnen. Das Thema Autismus hat Helen Hoang erst einmal sehr schön und interessant in die Geschichte mit einbezogen. Man merkte, dass sie sehr gut darüber informiert ist und ich empfand es als wirklich spannend, etwas über ihre eigenen Erfahrungen zu lesen. Im Laufe des Buches und nachdem sich Stella und Michael immer näher kommen, werden die Handlungen leider etwas unrealistisch und eintönig. Es werden zum Großteil nur noch Erotikszenen beschrieben und Stellas Krankheit wirkt nicht mehr authentisch auf mich. Ihre Krankheit ist plötzlich komplett vergessen und alles dreht sich nur noch um Sex. Das ist meines Erachtens unheimlich schade, denn ich hätte gerne mehr über Stellas realistische und authentische Erfahrungen in Bezug auf den Autismus gelesen.

Fazit:
Insgesamt ist "Kissing Lessons" eine wirklich süße Liebesgeschichte, die vor allem ein wichtiges Thema aufgreift. Allerdings wurde ich mit den Charakteren nicht wirklich warm und ab einem gewissen Punkt wurden mir die Handlungen zu eintönig und klischeehaft.
3/5 Sterne

Veröffentlicht am 11.11.2019

Eine ehrliche, realistische und wunderschöne Liebesgeschichte !

Extended love
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Inhalt/Klappentext:
Eine gescheiterte Beziehung und das Ende ihres Traums von einer Karriere als Modedesignerin zwingen Ella Parker, L. A. hinter sich zu lassen und in New York neu anzufangen. Perspektivlos ...

Inhalt/Klappentext:
Eine gescheiterte Beziehung und das Ende ihres Traums von einer Karriere als Modedesignerin zwingen Ella Parker, L. A. hinter sich zu lassen und in New York neu anzufangen. Perspektivlos und ohne Dach über dem Kopf hat sie ihren persönlichen Tiefpunkt erreicht - bis sie eine neue Bleibe findet und dort den unverschämt gut aussehenden Jared Cole kennenlernt. Aber sollte sie sich nicht besser von ihm fernhalten? Schließlich arbeitet er im exklusiven Club ihres Bruders, wo es zu seinem Job gehört, mit Frauen zu schlafen. Nach außen gibt Jared den charmanten Frauenschwarm. In ihm wütet jedoch jeden Tag aufs Neue ein Kampf gegen seine inneren Dämonen. Die heißen Stunden mit den Klientinnen des Extended dienen ihm als Ablenkung von jenem Ereignis, das sein Leben vor drei Jahren in den Abgrund hat schlittern lassen. Bis er auf Ella trifft und die beiden merken, dass sie sich vielleicht gegenseitig retten können ... Romantisch, leidenschaftlich, dramatisch und tiefgründig - eine Geschichte, die tief im Herzen berührt.

Eindruck:
Das Cover des Buches gefällt mir erstmal ziemlich gut. Es ist genau gleich wie die anderen Teile der "Extended" Reihe aufgemacht und hat diesmal den Farbton Lila erhalten, welchen ich sehr passend finde. Die zarten, weißen Blumenranken auf dem Cover sind ebenfalls wunderschön und auch die Kapitelanfänge treffen mit ihrer liebevollen Aufmachung genau meinen Geschmack.

Vorab muss ich erwähnen, dass ich noch nie zuvor etwas von Sarah Saxx gelesen habe und mit dem dritten Teil in die Reihe eingestiegen bin. Ich bin ganz ohne Erwartungen an "Extended Love" rangegangen und wurde direkt zu Beginn des Buches von Sarahs Schreibstil überrascht. Sie schreibt wunderbar flüssig, locker und total verständlich, sodass ich einen sehr angenehmen Lesefluss hatte und die Seiten nur so dahin geflogen sind. Sehr schön fand ich auch die detaillierten Beschreibungen der Autorin. Sie ermöglicht es dem Leser, die Umgebung der Protagonisten und vor allem das "EXTENDED" besser kennenzulernen.
Sehr interessant finde ich es übrigens auch, dass alle drei Teile der Reihe zur selben Zeit und somit parallel zueinander geschrieben sind. Das habe ich so noch nie zuvor gelesen und bin wirklich begeistert davon.

Die gesamte Geschichte ist aus der jeweiligen Sicht der Protagonisten Ella und Jared in Ich-Perspektive geschrieben. Das gefällt mir persönlich immer sehr gut, da man so einen Einblick in beide Gefühls-und Gedankenwelten bekommt und die Geschichte nicht nur auf einen Charakter fixiert ist. Vor allem in Bezug auf die schweren Vergangenheiten der Beiden, finde ich besonders interessant wie Ella und Jared heute denken und fühlen.

Die Protagonistin Ella war mir direkt zu Beginn der Geschichte schon sympathisch. Nach ihrer gescheiterten Beziehung und ihrer misslungenen Karriere als Modedesignerin in L.A. lässt sie sich nicht unterkriegen, sondern bleibt stark und versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sehr bewundernswert finde ich auch wie sie sich weiterhin für Mode und Design begeistert, obwohl ihre Eltern sie dabei in keinem Fall unterstützen. Sie erlebt im Laufe des Buches einige Tiefschläge und trotzdem gibt sie niemals auf und kämpft weiter für ihren Traum. Ellas Entwicklung bis zum Ende der Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen und ich habe das Gefühl, dass sie durch ihre negativen Erfahrungen im Leben zu einer noch stärkeren Person geworden ist.

Den Protagonisten Jared lernen wir zuerst als einen sehr verletzlichen jungen Mann kennen, der eine schwere Vergangenheit hinter sich hat. Auch ihn habe ich von Seite zu Seite mehr ins Herz geschlossen und seine Situation empfand ich sogar als noch tiefgründiger und emotionaler als Ellas. Seine Gedanken und Gefühle sind ehrlich, realistisch und wirklich nachvollziehbar, wodurch ich mich sehr gut in seine Lage hineinversetzen konnte. Nachdem er anfangs noch ziemlich verschlossen ist, hat der Leser nach und nach die Möglichkeit einen Blick hinter seine Fassade zu werfen und ihn näher kennenzulernen. Seinen Job als Fellow könnte man anfangs noch etwas abschreckend finden, aber aufgrund seiner Situation ist es total verständlich und ehrlich gesagt finde ich es unheimlich interessant seinen Job einmal hautnah mitzuerleben. Alles in allem ist Jared durch seine liebevolle, ehrliche und realistische Art ein wundervoller Charakter, der keinesfalls wie ein Aufreißer oder ein typischer Bad-Boy wirkt.

Zu den Nebencharakteren muss ich umbedingt auch noch etwas loswerden. Jareds Schwester und Ellas Bruder sind zwei unheimlich herzliche und liebevolle Menschen, die die Geschichte außerdem ein stückweit humorvoller gemacht haben. Sie unterstützen ihre Geschwister in allen Situationen und es war toll zu Lesen, wie sie miteinander umgehen. Im Gegensatz dazu sind Ellas Eltern zwei ziemlich unsympathische und herzlose Menschen, die eine Tochter wie Ella und einen Sohn wie Jared meiner Meinung nach nicht verdient haben. Ihre Handlungen sind absolut nicht gerechtfertigt und ich finde es sehr schade, dass sie ihre Kinder in keiner Weise unterstützen.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir erstmal sehr leicht gefallen und obwohl ich quer in die Reihe eingestiegen bin, konnte ich mich unheimlich gut in der Situation zurechtfinden. Ella und Jared kommen sich in einem angenehmen Tempo näher, wodurch auch ich als Leserin die Beiden erstmal richtig kennenlernen konnte. Ich muss wirklich sagen, dass dieses Buch meine Erwartungen übertroffen hat und Sarah Saxx mit "Extended Love" eine realistische, authentische und ehrliche Geschichte geschrieben hat. Die Situation der beiden Protagonisten ist keinesfalls oberflächlich, sondern unheimlich emotional und tiefgründig beschrieben und ich habe das Lesen wirklich sehr genossen. Ella und Jared harmonieren perfekt miteinander und sind als Paar wie füreinander gemacht. Sie unterstützen sich gegenseitig, bringen Hoffnung in das Leben des Anderen und machen sich stark. Sarah Saxx erzählt eine Geschichte ohne unnötigem Drama, sondern mit realistischen und greifbaren Situationen. Ich freue mich sehr, die beiden Vorgängerbände noch lesen zu dürfen und bin sicher, dass sich dahinter genau so tolle Geschichten verbergen.

Fazit:
Eine emotionale, tiefgründige und vor allem realistische Liebesgeschichte, die mir unheimlich gut gefallen hat. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden gelesen und bin begeistert von den authentischen, greifbaren Charakteren.
4.5/5 Sterne

Veröffentlicht am 09.11.2019

geheimnisvoll, mysteriös und sehr überraschend - ein spannender Jugendkrimi !

Two can keep a secret
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Inhalt/Klappentext:
Ellery kennt die dunkle Vergangenheit der Kleinstadt Echo Ridge nur allzu gut. Erst verschwand dort ihre Tante spurlos, dann wurde vor fünf Jahren die Homecoming Queen der Highschool ...

Inhalt/Klappentext:
Ellery kennt die dunkle Vergangenheit der Kleinstadt Echo Ridge nur allzu gut. Erst verschwand dort ihre Tante spurlos, dann wurde vor fünf Jahren die Homecoming Queen der Highschool ermordet. Der »Murderland-Killer« machte landesweit Schlagzeilen. Ausgerechnet dorthin zieht Ellery nun mit ihrem Zwillingsbruder. Zu einer Großmutter, die fast eine Fremde für sie ist. Als aus dem Nichts Morddrohungen gegen die zukünftige Homecoming Queen zirkulieren, ermittelt Ellery auf eigene Faust. Dabei lernt sie Malcolm kennen, den jüngeren Bruder des Hauptverdächtigen. Dann verschwindet wieder ein Mädchen und plötzlich steht jeder unter Verdacht …

Eindruck:
Das Cover ist schlicht, aber trotzdem sehr ansprechend gestaltet und ist an Karen M. McManus Debütroman "One of us is lying" angelehnt. Passend zu den Protagonisten des Buches sind auf dem Cover zwei Gesichtshälften mit einem Zeigefinger am Mund zu sehen, die den Titel und den Inhalt der Geschichte wiedergeben und damit mein Interesse geweckt haben.

Karen M. McManus schreibt wunderbar flüssig, locker und super verständlich. Ich hatte während des Lesens einen angenehmen Lesefluss und kam sehr gut durch die Seiten. Dadurch, dass die Autorin einen unheimlich spannenden und geheimnisvollen Schreibstil auf das Papier bringt, konnte ich das Buch zwischendurch gar nicht mehr aus den Händen legen und habe total mit unseren beiden Protagonisten Malcolm und Ellery mitgefiebert.

Die gesamte Geschichte ist aus den jeweiligen Sichtweisen der beiden Protagonisten in Ich-Perspektive geschrieben. Das hat mir unheimlich gut gefallen, da es zum einen den Spannungsfaktor deutlich erhöht hat und zum anderen konnte ich mich viel besser in Ellery und Malcolm hineinversetzen und einen Einblick in ihre unterschiedlichen Gefühls-und Gedankenwelten bekommen.

Die Protagonistin Ellery lernen wir zuerst als eher schüchternes und zurückhaltendes Mädchen kennen, die eine ziemlich schwere Vergangenheit hinter sich hat. Im Laufe der Geschichte zeigt sie allerdings eine ganz andere Seite von sich und wir lernen durch die mysteriösen Ereignisse in Echo Ridge ihre Leidenschaft für True-Crime Geschichten kennen. Zusammen mit ihren Freuden und ihrem Bruder nimmt sie die Ermittlungen selbst in die Hand und stellt unzählige Vermutungen und Theorien dazu auf. Neben den jüngsten Ereignissen versucht sie auch noch das Rätsel um ihre vor 20 Jahren verschwundene Tante zu lösen und es hat mir wirklich super viel Spaß gemacht im Laufe des Buches mit ihr zusammen zu rätseln.
Hinter ihrer zurückhaltenden Fassade ist sie also ein unheimlich starkes , scharfsinniges und schlaues Mädchen, das mir schon zu Beginn der Geschichte direkt sympathisch war.

Der Protagonist Malcolm ist der typische Außenseiter, der, genau wie Ellery, eine sehr schwere Vergangenheit hinter sich hat. Anfangs erschien er mir ziemlich verpeilt und ich konnte mich sehr schlecht in seine Lage hineinversetzen, jedoch habe ich ihn von Seite zu Seite mehr in mein Herz geschlossen und bis zum Ende der Geschichte hat er sich zu meinem Lieblingscharakter herauskristallisiert. Er entpuppt sich als sehr authentisch und macht im Laufe der Geschichte eine grandiose Entwicklung durch. Sein Bruder Declan galt in der Vergangenheit als verdächtiger in einem Mordfall, wodurch Malcolm, genau wie der Rest seiner Familie, ebenfalls von seinem Umfeld verurteilt wird und kein gutes Ansehen in dem Kleinstädtchen Echos Rich hat. Man merkte deutlich seine Zerrissenheit hinsichtlich seines Bruders und es war super spannend selbst zu spekulieren, ob er denn Laceys Mörder ist oder nicht.

Zu den Nebencharakteren möchte ich auch noch ein paar Worte verlieren. Ezra, Ellerys Zwillingsbruder ist ein total interessanter Charakter der mir sehr sympathisch ist. Es hätte mich jedoch gefreut noch etwas mehr über ihn zu erfahren und ich hätte wir gewünscht ihn noch ein stückweit besser kennenzulernen. Auch Malcoms Freundin Mia ist eine sehr humorvolle, herzliche Person, die mit ihrer Art zwischendurch sehr erfrischend war.

Dadurch, dass mir "One of us is lying" schon sehr gut gefallen hat, hatte ich natürlich auch einige Erwartungen an dieses Buch und wurde definitiv nicht enttäuscht.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir durch die vielen, neuen Namen etwas schwerer gefallen als gedacht und war dementsprechend ziemlich verwirrend. Dieses Problem wurde von der Autorin aber geschickt gelöst und nach und nach konnte ich mich immer besser orientieren und alle Namen zuordnen. Vielleicht hätte ich mir zusätzlich noch eine Art Glossar gewünscht, in dem alle Charaktere kurz beschreiben werden und man somit einen besseren Überblick hat. Der weitere Verlauf der Geschichte hat mir aber unheimlich gut gefallen und das rätseln, spekulieren und mitraten war sehr spannend. Man bekommt zwischendurch immer wieder einzelne Puzzleteile zugeworfen, die sich später zusammensetzen. Trotzdem wurde ich am Ende komplett überrascht und hätte niemals mit so einer unerwarteten Wendung gerechnet. Das ganze Buch über habe ich in einigen Charakteren das Böse gesehen und tatsächlich hätten viele auch das Motiv gehabt der Mörder zu sein. Umso überraschender kam der eigentliche Plot dann auch. Zusammengefasst hat mir die Idee des Buches unheimlich gut gefallen und im Endeffekt konnte ich sie auch sehr gut nachvollziehen. Die Autorin hat es geschafft die Spannung konsequent aufrecht zu halten, sodass einem definitiv niemals langweilig wird.

Zuletzt möchte ich noch kurz auf die kleine Liebesgeschichte in dem Buch eingehen. Diese hat mir sehr gut gefallen und ich empfand es als unglaublich erfrischend neben den aufregenden und geheimnisvollen Geschehnissen etwas über die Beziehung von Malcolm und Ellery zu erfahren. Natürlich dominiert der Krimi Anteil deutlich, jedoch hat es mich gefreut zwischendurch noch eine kleine Liebesgeschichte zu lesen.

Fazit:
Ein unheimlich spannender, mysteriöser Jugendkrimi, der mich mit dem unerwarteten Plot am Ende echt überrascht hat. Obwohl ich kein Fan von Thrillern und Krimis bin, konnte mich Karen M. McManus mit ihrer Geschichte wieder überzeugen und mitreißen.
4/5 Sterne