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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2021

liest sich richtig gut

Aurora erwacht
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Aurora erwacht nach 200 Jahren, die sie in einem verschollenen Raumschiff in einer Raumfalte verbracht hat. Bald müssen ihre Retter feststellen, dass in dieser Zeit etwas mit ihr geschehen ist, denn sie ...

Aurora erwacht nach 200 Jahren, die sie in einem verschollenen Raumschiff in einer Raumfalte verbracht hat. Bald müssen ihre Retter feststellen, dass in dieser Zeit etwas mit ihr geschehen ist, denn sie besitzt plötzlich ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte, die nicht menschlich sind. Und während Aurora versucht, mit dem Verlust ihrer Familie und all dem neuen in dieser für sie unbekannten Welt klar zu kommen, sind ihre Retter damit beschäftigt, sie vor denen zu beschützen, die ihren Tod wollen. Aber warum und um wen es sich handelt, dass ist unklar und die Flucht führt die Tyler, seine zusammengewürftelte Crew und Aurora quer durchs all, durch Raum und Zeit.
Ich bin ein Jay-Kristoff-Fan und war sehr gespannt auf ein Buch von Amie Kaufmann und ihrem Gatten. Außerdem war ich sofort verliebt in das tolle Cover und SF lese ich immer gerne. Ich habe genau bekommen, was ich mir erhofft habe.
Eine Geschichte, in die man als Leser ebenso reingeworfen wird, wie die Protagonisten. Eine Zukunft, in der es viele neue Welten und Spezies zu entdecken gilt, auch hier sind wir ganz nahe an Aurora dran, für die ebenfalls alles fremd ist. Eine gehörige Portion Action und Space-Feeling, einen Schreibstil, der flott, leicht lesbar, sarkastisch-humorvoll rüberkommt. Das Buch ist für mich mehr als ein reines Jugendbuch. All-Age mit einigen Kniffe und Überraschungen und richtig gute Unterhaltung.

Keine Ahnung, wie viel hier Kristoff und wie viel hier Kaufman ist. Ich kann auf jeden Fall den zweiten Band kaum erwarten.

Veröffentlicht am 27.01.2021

gute Thrillerkost

Opferstille
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Mir war irgendwie nicht klar, dass ich hier den Abschluss einer Krimitrilogie lese. Aber ich habe mich davon nicht abschrecken lassen und das Buch trotz mancher Ungereimtheit wegen fehlendem Wissen durchgelesen. ...

Mir war irgendwie nicht klar, dass ich hier den Abschluss einer Krimitrilogie lese. Aber ich habe mich davon nicht abschrecken lassen und das Buch trotz mancher Ungereimtheit wegen fehlendem Wissen durchgelesen. Ich fand, es war irgendwie nicht typisch italienisch sondern in vielem eher amerikanisch angehaucht. Die Heldin, die eigentlich eine taffe Ermittlerin ist, hat im Vorgängerband Dramatisches erlebt und knabbert schwer an einem Verlust. Aber eine Mordserie bringt sie aus ihrer Depression und bald läuft sie wieder zu alter Form auf.

Der Plot ist teilweise blutig, also nichts für zarte Gemüter. Und im letzten Drittel etwas gewollt und für meinen Geschmack etwas zu unrealistisch. Wenn man darüber hinwegsieht ist es dennoch unterhaltsame Thrillerkost, die gut unterhält.

Veröffentlicht am 27.01.2021

hervorragend

Die Stille der Toten
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An diesem Krimi hat mich zu allererst mal die Zeit interessiert, in der er spielt. Die 60ger Jahre des 20.ten Jahrhunderts werden für meinen Geschmack viel zu selten als Epoche für Romane gewählt. Dabei ...

An diesem Krimi hat mich zu allererst mal die Zeit interessiert, in der er spielt. Die 60ger Jahre des 20.ten Jahrhunderts werden für meinen Geschmack viel zu selten als Epoche für Romane gewählt. Dabei sind es diese Jahre, die den Grundstock für die Entwicklung der BRD und der DDR für die Nachkriegsgenerationen gelegt haben. Er nach 20 Jahren wird versucht, die Nazidiktatur und die Kriegsgräuel wirklich aufzuarbeiten. Die Menschen, die den Krieg noch aktiv miterlebt haben und die Menschen, die später geboren sind, ringen um die Wahrheit u.a. im Ausschwitz-Prozess. Gleichzeitig vertiefen sich die Gräben zur DDR.

Kommissar Preusser ist ein spannender Charakter. Soldat im zweiten Weltkrieg, nun Polizist mit dem Wunsch, aus seinen Fehlern zu lernen und im neuen Job wegzukommen von Obriigkeitsdenken und die Realitäten leugnen. Auch wenn seine Chefs und alte Nazis ihm jede Menge Steine in den Weg legen. Und die eigenen Dämonen ihn nach wie vor verfolgen.

Ein wirklich toller Krimi. Glaubhaft, trickreich erzählt, am Ende sehr spannend. Ich hoffe sehr darauf, mehr von diesem Autor zu lesen.

Veröffentlicht am 23.01.2021

unglaublich spannend

Gut Greifenau - Silberstreif
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"Herbst 1923. Deutschland befindet sich auf dem Höhepunkt der Hyperinflation. Das Geld verliert stündlich seinen Wert, ..."
So die Ausgangslage lt. Klappentext. Band 5 der Greifenau-Reihe, freudig erwartet ...

"Herbst 1923. Deutschland befindet sich auf dem Höhepunkt der Hyperinflation. Das Geld verliert stündlich seinen Wert, ..."
So die Ausgangslage lt. Klappentext. Band 5 der Greifenau-Reihe, freudig erwartet und dann innerhalb kürzester Zeit genossen.

Die Besitzer von Gut Greifenau müssen einmal mehr um den Fortbestand ihres Gutes kämpfen. Die Inflation macht es nicht leichter. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie die Geldentwertung so rasant vorschreiten konnte und Deutschland in eine tiefe Wirtschaftskrise schlidderte. Der weilen hat Katharina ganz andere Sorgen, denn sie will sich unbedingt ihren Lebenstraum Ärztin zu werden erfüllen. Mir gefällt einfach, dass ich das große Ensemble inzwischen so gut kenne und durch die Szenenwechsel zwischen den einzelnen Handlungssträngen das Tempo unwahrscheinlich hoch gehalten wird.

Auch das Leben der kleinen Rolle spielt eine wichitge Rolle. Ohne das Personal auf Gut Greifenau wäre die Geschichte nur halb so schön. Downton Abbey in Deutschland - der Vergleich ist durchaus gerechtfertigt.

Ich hoffe sehr, es gibt jemanden, der hier das Potential für eine Serie im Fernsehen erkennt.

Veröffentlicht am 23.01.2021

erfreulich

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
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Nachdem ich die Charitè-Reihe in der ARD-Medathek gesehen hatte, habe ich mir dieses Buch heir geleistet. Ich war einfach im Thema drin und den Kauf habe ich nicht bereut, denn die Kinderklinik Weißensee ...

Nachdem ich die Charitè-Reihe in der ARD-Medathek gesehen hatte, habe ich mir dieses Buch heir geleistet. Ich war einfach im Thema drin und den Kauf habe ich nicht bereut, denn die Kinderklinik Weißensee gab es wirklich und neben der fiktiven Geschichte um die Lindow-Schwestern Emma und Marlene geht es um die entstehung einer der ersten Kinderkliniken Deutschlands. Das liest sich informativ und zutiefst menschlich. Mir gefällt der empathische Schreibstil der Autorin, der keineswegs ktischig oder rührselig ist aber dennoch den teils traurigen und dramatischen Schicksalen der kleinen Patienten angemessen. Und die zwei Heldinnen sind sehr liebenswert und jede auf ihre Art typische junge Frauen ihrer Zeit. Die Wünsche und Sehnsüchte der Schwestern was Karriere und Liebe betrifft sind ähnlich auch wenn die eine noch höher hinaus und Ärztin werden will während die andere in ihrem Beruf Krankenschwester aufgeht.

Ich freue mich, dass es bald weitergeht und man noch mehr von Weißensee erfahren wird. Ein völlig ungetrübtes Leseerlebnis. Eine erfreuliche Entdeckung für mich.