Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Hat leider Potenzial liegengelassen

Die Yacht
0

Worum geht’s?
Obwohl sich Hannah und Libby schon ewig kennen, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Die Einladung, Silvester gemeinsam mit einigen Bekannten auf Libbys Luxusyacht zu verbringen, nimmt ...

Worum geht’s?
Obwohl sich Hannah und Libby schon ewig kennen, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Die Einladung, Silvester gemeinsam mit einigen Bekannten auf Libbys Luxusyacht zu verbringen, nimmt Hannah daher nur sehr widerwillig und mit dem festen Vorsatz an, so schnell wie möglich wieder nach Hause zu fahren. Als sie am Neujahrsmorgen aufbrechen will, liegt die Yacht jedoch nicht mehr im Hafen – und auf dem Boot ist plötzlich niemand mehr sicher.


Meine Meinung
Die Bücher von Sarah Goodwin habe ich bisher immer wirklich gerne gelesen, daher muss ich bei diesem wirklich mit Bedauern feststellen, dass es definitiv nicht ihr stärkstes Werk ist.

Verfestigt hat sich dieser Eindruck bei mir leider direkt mit dem Setting, welches in meinen Augen das am stärksten räumlich begrenzte aller ihrer bisherigen Settings war. Ein richtiges Gefühl der Beklemmung ist trotz der vielen Beschreibungen der Yacht und der Umgebung leider nicht bei mir aufgekommen, was ich wirklich schade fand.

Auch mit den Figuren konnte ich nicht besonders viel anfangen, da mir abgesehen von Hannah und Harry eigentlich jeder Charakter wie ein Pappaufsteller vorkam. In gewisser Weise kann man das zwar vielleicht noch als Symbol für das Sprichwort „Geld verdirbt den Charakter“ verstehen, wirklich überzeugt hat mich das allerdings nicht.

Davon abgesehen fand ich leider auch den Spannungsbogen nicht ganz so überzeugend, da sich viele Szenen an Belanglosigkeiten aufhängen und so in meinen Augen praktisch kein Tempo aufgebaut werden konnte. Immer wieder die selben Szenen in unterschiedlichen Abwandlungen zu lesen hat leider auch nicht dazu beigetragen, dass ich dem Ende mit Begeisterung entgegengefiebert habe.

Insgesamt habe ich leider schon deutlich stärkere Bücher von Sarah Goodwin gelesen, was ich wirklich schade finde. Wer bisher noch nie einen Locked-Room-Thriller gelesen hat, der könnte hier allerdings trotzdem ganz gut unterhalten werden, vorausgesetzt, man kann über die Längen des Handlungsbogens hinwegsehen.


Fazit
Auch wenn das Setting und der Handlungsbogen einiges an Potenzial hatten, fand ich die Umsetzung nicht ganz so stark, wie ich es eigentlich von der Autorin erwartet hätte. Einige Passagen haben mich zwar recht gut unterhalten, das Gesamtbild war für mich aber leider deutlich weniger mittreißend, als ich eigentlich erwartet hätte.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 28.02.2026

Konnte mich leider nicht überzeugen

Road of Bones – Straße des Todes
0

Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt ...

Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt für ihn wenden – doch in Sibirien angekommen, treffen die beiden nicht nur auf eine absolut lebensfeindliche Umgebung, sondern auch auf eine verlassene Stadt und Kreaturen, die sie schon bald an ihrem Verstand zweifeln lassen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch habe ich mich leider unglaublich schwer damit getan, überhaupt bis zum Ende durchzuhalten, obwohl der Klappentext eigentlich sehr vielversprechend klang. Als Fan außergewöhnlicher Settings hatte diese Geschichte in meinen Augen ein unglaublich großes Potenzial, was sich in meiner Vorstellung vor allem in der lebensfeindlichen Gegend Sibiriens hätte niederschlagen sollen, mich beim Lesen dann aber leider kaum überzeugen konnte.

Besonders genervt hat mich dabei, dass eigentlich kaum etwas wirklich spannendes passiert und sich der Handlungsbogen insbesondere für die Kürze der Geschichte relativ viel Zeit lässt. In der Theorie hätte diese Zeit genutzt werden können, um ein beklemmendes Setting zu erschaffen, was vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um eine Horrorgeschichte handeln soll wichtig und meinem Lesespaß deutlich zuträglicher gewesen wäre.

Auch die Figuren waren für mich nicht wirklich greifbar beim Lesen, zumal ich recht lange Schwierigkeiten dabei hatte, Felix und Prentiss auseinander zu halten. Abgesehen davon kamen dann deutlich später noch Charaktere dazu, die zwar schlussendlich wichtig für den Plot waren, zuvor aber noch gar keine Rolle gespielt und mich daher fast ein wenig überrumpelt haben. In Kombination mit der eher unglaubwürdigen Entwicklung des Handlungsbogens war ich leider so gar nicht überzeugt, weshalb ich dann eher erleichtert darüber war, dass das Buch nicht länger war. Da Horror ohnehin nicht mein Lieblingsgenre ist, werde ich mich in Zukunft vermutlich lieber auf die Autoren verlassen, deren Bücher mich in der Vergangenheit auch in diesem Genre eher überzeugen konnten.


Fazit
Für mich war diese Geschichte leider weder hinsichtlich der Atmosphäre, noch hinsichtlich der Figuren oder des Handlungsbogens besonders mittreißend erzählt. Das Potenzial für ein überzeugendes Buch war dabei zwar irgendwo gegeben, ausgeschöpft wurde das in meinen Augen aber leider gar nicht.

Dafür gibt es noch knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Guter Ansatz, aber nicht das richtige Buch für mich

Klein & wild
0

Meine Meinung
Dieses Buch ist tatsächlich eines der wenigen Fälle, bei denen ich das Konzept des Buches grundsätzlich gut finde, für mich selbst aber absolut nicht gebrauchen kann. Grund dafür war zu einhundert ...

Meine Meinung
Dieses Buch ist tatsächlich eines der wenigen Fälle, bei denen ich das Konzept des Buches grundsätzlich gut finde, für mich selbst aber absolut nicht gebrauchen kann. Grund dafür war zu einhundert Prozent die Tatsache, dass das Verständnis der Autorin bezüglich der Definition von „klein“ absolut nicht mit meinem übereinstimmt.

Das Konzept an sich kam mir sehr plan- und magazinmäßigig vor, was durchaus zu den bisherigen Veröffentlichungen der Autorin passt. Wer diesen Stil mag, der wird auch an diesem Buch sicherlich Freude haben, mich persönlich hat dieser Aufbau aber leider überhaupt nicht angesprochen.

Auch der Schreibstil war eher nicht mein Fall, da ich die runtergeratterte Aufzählung zahlreicher Pflanzen mit ihren lateinischen Namen, dafür aber nicht immer mit passenden Bildern auf Dauer einfach repetitiv und wenig ansprechend fand. Darüber hinaus waren mir die Beetpläne nicht aussagekräftig genug, da die Illustrationen zwar nett gemacht waren, mir bei der Frage nach der konkreten Pflanzung aber nicht weitergeholfen haben.

Immer wieder gestört hat mich dann auch die Tatsache, dass die Definition von „klein“ hier ganz offensichtlich nicht zur Lebensrealität der meisten Menschen passt. Wenn jeder Baum, Strauch und jede Beetart „unverzichtbar“ oder ein „Must-have“ ist und „in jeden Garten passt“, sprengt das ganz objektiv betrachtet jeden Garten, nicht nur die besonders kleinen Exemplare.

Auch wenn ich meinen eigenen Garten nicht gerade als winzig bezeichnen würde, könnte ich den Großteil der Inspirationen aus diesem Buch daher gar nicht umsetzen, was ich angesichts der Prämisse des Buches sehr schade finde. Die Tätigkeit der Autorin als Landschaftsarchitektin erklärt zwar in gewisser Weise, warum sie deutlich größere Gärten als Ausgangslage für ihre Planung nimmt, in meinen Augen hält das Buch auf dieser Grundlage aber leider nicht wirklich das, was es eigentlich verspricht.


Fazit
Auch wenn ich den Grundgedanken dieses Buches wirklich mochte, war die Umsetzung für mich definitiv nicht die richtige. Wer auf Magazin-Stil steht oder einen größeren Garten hat, der dürfte sich sicherlich von diesem Buch angesprochen fühlen, die Intention wurde hier mit der Umsetzung in meinen Augen aber leider eher verfehlt.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Leider keine gelungene Fortsetzung für mich

Ari und Dante 2: Aristoteles und Dante springen in den Strudel des Lebens
0

Worum geht’s?
Auch wenn Ari und Dante endlich zu ihren Gefühlen für einander stehen, ist die Zukunft noch immer ein großes Fragezeichen. Inmitten all der Unsicherheiten müssen die beiden nicht nur ihre ...

Worum geht’s?
Auch wenn Ari und Dante endlich zu ihren Gefühlen für einander stehen, ist die Zukunft noch immer ein großes Fragezeichen. Inmitten all der Unsicherheiten müssen die beiden nicht nur ihre Beziehung zueinander, sondern auch das Erwachsenwerden ausloten – und dabei herausfinden, was ihnen wirklich wichtig ist.


Meine Meinung
Auch wenn mich schon Band eins nicht wirklich vom Hocker gerissen hat, wollte ich der Fortsetzung noch eine Chance geben. So richtig überzeugen konnte aber auch die mich leider nicht, was ich angesichts der wichtigen Thematik wirklich schade fand.

Der Schreibstil und auch die Ausdrucksweise waren in meinen Augen deutlich bemühter poetisch gehalten, als das in Band eins der Fall war. Richtig begeistert hat mich das beim Lesen zwar nicht unbedingt, denn dadurch wurde die Geschichte nicht deutlich tiefgründiger, auch wenn das sicherlich irgendwo ein Ziel war. Da man beide Bücher unabhängig voneinander lesen kann, hatte ich außerdem kein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl, was mich irgendwie immer ein kleines bisschen gestört hat.

Die sich eher ziehenden Stellen lassen sich vielleicht auch durch den deutlich größeren Ausmaß des Buches an sich im Vergleich zu Band eins erklären, was meiner Meinung nach auch nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Einerseits war das zwar prinzipiell gut gelungen, da so Raum für Entwicklungen und die Gefühlswelt der Figuren gelassen wurde, andererseits gab es so aber auch deutlich mehr zu lesen, was mich leider insgesamt nicht besonders angesprochen und es somit langwieriger gemacht hat, das Buch überhaupt zu beenden.

Wer Band eins mochte, wird sich hier sicherlich darüber freuen, Aristoteles und Dante beim Erwachsenwerden begleiten zu können, ich persönlich hatte jedoch trotz der deutlich spürbaren Entwicklung der beiden Protagonisten Schwierigkeiten, mich beim Lesen wirklich für die Geschichte zu begeistern. Queere Jugendbücher und Liebesgeschichten habe ich daher auch hier schon bessere gelesen, weshalb der Autor und ich vermutlich einfach kein gutes Match sind.


Fazit
Ich persönlich hätte diese Fortsetzung nicht unbedingt gebraucht, auch wenn queere Repräsentation unglaublich wichtig ist. Wer den ersten Band der Reihe mochte, wird auch an dieser Geschichte sicherlich Freude haben, ich persönlich hatte jedoch auch hier deutliche Probleme damit, bis zum Ende mit Begeisterung dran zu bleiben.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 19.02.2026

Wird dem Hype leider nicht ganz gerecht

Ari und Dante 1: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums
0

Worum geht’s?
In Aristoteles Leben läuft definitiv nicht alles so, wie bei anderen Teenagern. Seit sein Bruder im Gefängnis sitzt, ist er ständig wütend, und so wirklich versteht ihn nur der draufgängerische ...

Worum geht’s?
In Aristoteles Leben läuft definitiv nicht alles so, wie bei anderen Teenagern. Seit sein Bruder im Gefängnis sitzt, ist er ständig wütend, und so wirklich versteht ihn nur der draufgängerische Dante, den er im Schwimmbad kennenlernt. Gemeinsam verbringen die beiden den Sommer – und müssen dabei herausfinden, was sie eigentlich von ihrer Zukunft erwarten.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich definitiv ein wenig spät dran mit dem Lesen, an dem Hype, der die Geschichte umgibt bin aber auch ich dann einfach irgendwann nicht mehr vorbeigekommen. Ganz grundsätzlich kann ich auch durchaus verstehen, dass dieses Buch unbedingt in den Regalen vor allem junger Leserinnen und Leser stehen soll, ganz überzeugen konnte mich die Geschichte dann aber leider doch nicht.

Bereits der Schreibstil kam mir recht platt vor und hat mich leider nicht wirklich abgeholt, sodass ich verhältnismäßig lange gebraucht habe, um überhaupt halbwegs vorwärts zu kommen und mich dabei immer wieder zwingen musste, das Buch in die Hand zu nehmen.

Die Handlung ist für meinen Geschmack leider auch etwas zu gemächlich dahin geplätschert, was es mir sehr schwer gemacht hat, mich wirklich auf die Geschichte zu konzentrieren. Nach gut einem Drittel des Buches hatte ich noch nicht den Eindruck, wirklich weit gekommen zu sein, was meine Motivation bereits zu diesem Zeitpunkt auf einen Tiefpunkt gebracht hat.

Der Hauptgrund dafür dürfte sicherlich der Fokus auf Gedanken, Gefühle und emotionale Entwicklung gewesen sein. In der Theorie hätte mich das komplett abholen müssen, wirklich übergesprungen ist der Funke bei mir aber leider nicht.

So wichtig wie die Themen insgesamt auch alle waren, mein Interesse konnte dieses Buch leider nicht fesseln, was es aus meiner heutigen Perspektive heraus auch relativ schwer vorstellbar macht, dass ich mich als Jugendliche von dieser Geschichte besonders angesprochen gefühlt hätte. Queere Jugendbücher habe ich da leider auch schon deutlich bessere gelesen, was mich angesichts des Hypes um die Reihe doch eher ein bisschen enttäuscht zurückgelassen hat.


Fazit
Auch wenn queere Jugendbücher definitiv wichtig sind, habe ich schon deutlich bessere Geschichten in diesem Genre gelesen. Den Hype kann ich daher leider nicht wirklich nachvollziehen, auch wenn es sicherlich Fans dieses Buches geben wird.

Dafür gibt es noch dreieinhalb Bücherstapel von mir.