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Veröffentlicht am 03.05.2026

Ein unglaublich zäher Einstieg

Ein ungezähmtes Tier
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Worum geht’s?
Als im Jahr 2022 ein Juwelier in der Genfer Innenstadt überfallen und ausgeraubt wird, ahnt noch niemand, wer hinter diesem Verbrechen steckt. Gleichzeitig versuchen sich zwei Familien in ...

Worum geht’s?
Als im Jahr 2022 ein Juwelier in der Genfer Innenstadt überfallen und ausgeraubt wird, ahnt noch niemand, wer hinter diesem Verbrechen steckt. Gleichzeitig versuchen sich zwei Familien in einem Genfer Vorort davon zu überzeugen, dass ihre festgefahrenen Routinen keine Gefahr für ein glückliches Familienleben sind – bis alles zu explodieren und zu zerfallen droht.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich wirklich von mir selbst überrascht, dass ich es überhaupt über den Einstieg hinweg geschafft habe, da ich mich zu Beginn der Geschichte wirklich gequält habe und selbst beim Hörbuch ewig lange gebraucht habe, um überhaupt über die ersten fünfzig Seiten hinaus zu kommen.

Die Bücher von Joël Dicker mag ich eigentlich immer sehr gerne, von daher war das tatsächlich eine Überraschung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Mit der Zeit wurde das zwar glücklicherweise etwas besser, wirklich motiviert war ich allerdings nicht, das Buch auch tatsächlich zu beenden.

Ganz spannend gemacht fand ich die Hinführung zu dem Überfall, der als Inspiration zu dieser Geschichte gedient hat und mich an der Handlung tatsächlich auch am meisten interessiert hat. Mit den Figuren konnte ich dagegen leider nur recht wenig anfangen, insbesondere weil mir häufig Mehrdimensionalität und Tiefe gefehlt haben. Darüber hinaus wurde hier teils ordentlich in die Klischeeschublade gegriffen, was in der Theorie ein interessantes Stilmittel hätte sein können, mich in der Praxis aber leider kaum angesprochen und eher gelangweilt hat.

Wirklich umgehauen hat mich diese Geschichte insgesamt leider nicht, auch wenn ich normalerweise ein großer Fan des Autors bin. In gewisser Weise lohnt es sich zwar trotzdem, bis zum Ende durchzuhalten, wäre dies allerdings mein erstes Buch des Autors gewesen, würde ich jetzt vermutlich kein weiteres von ihm lesen wollen.


Fazit
Von diesem Autor habe ich leider schon deutlich bessere Bücher gelesen, weshalb ich es sehr schade fand, dass ich mich mit diesem von Beginn an nicht wirklich anfreunden konnte. Die realen Bezüge waren dabei zwar grundsätzlich spannend, die Umsetzung konnte das in meinen Augen aber leider nicht auf die Seiten transportieren und mein Interesse somit kaum fesseln.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 01.05.2026

Interessantes Setting mit etwas blassen Figuren

Verrat der Schwäne
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Worum geht’s?
Seit sie klein ist, wünscht sich Odile nichts mehr, als es ihrem Ziehvater gleichzutun und Magie wirken zu können. Da diese im Königreich Auréal jedoch verboten ist, bleibt ihr nur ein gefährlicher ...

Worum geht’s?
Seit sie klein ist, wünscht sich Odile nichts mehr, als es ihrem Ziehvater gleichzutun und Magie wirken zu können. Da diese im Königreich Auréal jedoch verboten ist, bleibt ihr nur ein gefährlicher Plan – sich als falsche Kronprinzessin auszugeben, die magische Krone des Königs zu stehlen und sie ihrem Ziehvater zu übergeben. Blöd nur, dass sie dabei die Rechnung ohne die echte Kronprinzessin und ihr Herz gemacht hat, das bei jeder ihrer Begegnungen verräterisch schneller schlägt.


Meine Meinung
Da ich ein unglaublich großer Frankreich-Fan bin, hat mich das Setting in diesem Buch direkt davon überzeugt, die Geschichte lesen zu wollen. Auch die Inspiration durch Schwanensee hat mir sehr gut gefallen, denn auch wenn es leichte Abwandlungen gibt, sind das Setting und auch die Grundstützen der Geschichte noch gut zu erkennen und daher immer wieder charmante kleine Erinnerungen.

Odile war definitiv eine Protagonistin, die in meinen Augen ein unglaubliches Potenzial hatte, ihre Umsetzung fand ich insgesamt aber leider nicht mehrdimensional und ausgearbeitet genug, um wirklich von ihr begeistert zu sein. Bis zu einem gewissen Grad wollte ich wirklich mit ihr mitfühlen, zu einhundert Prozent überzeugt hat sie mich jedoch schlussendlich leider nicht.

Auch der Handlungsbogen hat meiner Meinung nach nicht sein volles Potenzial ausschöpfen können, wobei ich an dieser Stelle anmerken muss, dass man das von einem Jugendbuch vielleicht auch nicht in dem Umfang erwarten kann, wie es vielleicht bei einer Geschichte für Erwachsene der Fall gewesen wäre. Die Grundidee der Geschichte fand ich dabei wirklich ansprechend, die Umsetzung ging mir dann an mancher Stelle aber leider etwas zu oberflächlich vonstatten, was es mir schwer gemacht hat, mit Begeisterung weiter zuzuhören. Positiv hervorheben möchte ich aber doch, dass die zahlreichen Bezüge zur Geschichte der Oper Schwanensee gut zu erkennen waren und für Kenner des Stückes sicherlich sehr charmant eingebettet waren.

Hinsichtlich der Figuren und ihren Beziehungen zueinander bin ich ehrlich gesagt auch ein wenig unsicher, was ich von ihnen halten soll. Einerseits finde ich den queeren Aspekt toll, andererseits wirkte er auf mich auch ein wenig erzwungen und performativ, was es mir im Nachhinein ein wenig schwierig macht, an dieser Stelle zu einer schlüssigen Meinung zu kommen.

Etwas enttäuscht hat mich auch das Ende, welches ein wenig plötzlich um die Ecke kam. Für mich persönlich hätte die Geschichte ohne den Prolog enden können, um etwas von der Spannung aufrecht zu erhalten, da die Auflösung so einfach unglaublich komprimiert und in wenige Minuten gequetscht wurde, was mir die Atmosphäre ehrlich gesagt ein wenig kaputt gemacht hat.


Fazit
Auch wenn mir persönlich die Figuren etwas zu blass waren und das Ende mich ein wenig überrumpelt hat, mochte ich die Geschichte insgesamt sehr gerne. Wer französisch und historisch inspirierte Settings und magische Geschichten mag, dem kann ich dieses Buch daher nur sehr ans Herz legen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Queeres Jugendbuch ohne große Charakterentwicklung

Could it be Love?
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Worum geht’s?
In Bonnies Leben spielt Musik die Hauptrolle, insbesondere seit sie irgendwie mit dem Tod ihres Vaters klarkommen muss. Als sie dann jedoch plötzlich und immer wieder in verschiedenen Realitäten ...

Worum geht’s?
In Bonnies Leben spielt Musik die Hauptrolle, insbesondere seit sie irgendwie mit dem Tod ihres Vaters klarkommen muss. Als sie dann jedoch plötzlich und immer wieder in verschiedenen Realitäten aufwacht und den Menschen begegnet, die sie sich nie anzusprechen getraut hätte, steht ihre ganze Welt plötzlich Kopf – und nicht nur einmal muss sie sich fragen, was gewesen wäre, wenn sie sich in ihrem Leben je anders entschieden hätte, als sie es bisher getan hat.


Meine Meinung
Die Idee dieser Geschichte finde ich unglaublich interessant und grundsätzlich auch wirklich gut umgesetzt, auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass ich schlussendlich doch mit ein paar mehr Fragen zurückgeblieben bin, als mir lieb gewesen wäre.

Zu Beginn bin ich noch relativ schnell in einen sehr angenehmen Lesefluss gekommen und wollte definitiv wissen, was es mit den Realitätssprüngen auf sich hat. Je weiter die Geschichte dann jedoch fortschritt, desto schwerer habe ich mich leider mit ihr getan.

Protagonistin Bonnie war dabei ein Punkt, bei dem in meinen Augen einiges an Potenzial liegengeblieben ist. Grundsätzlich hat mich ihre Geschichte zwar interessiert, ihre Emotionen und Eindrücke waren mir aber leider stellenweise zu platt geschildert, was es vor allem auf emotionaler Ebene eher schwer gemacht hat, vollkommen mit ihr mitzufühlen. Auch ihre Charakterentwicklung kam in meinen Augen leider etwas zu kurz, was mich angesichts des Potenzial der Realitätssprünge wirklich überrascht hat.

Auch die Sprünge in die unterschiedlichen Realitäten kamen mir mit der Zeit leider etwas repetitiv vor, primär weil die ersten Eindrücke und Reaktionen von Bonnie häufig fast identisch waren. Grundsätzlich fand ich die Frage nach dem „was wäre wenn?“ zwar unglaublich spannend, so radikal anders waren die Figuren in anderen Realitäten meiner Meinung nach aber nicht, weshalb ich ehrlicherweise ein wenig Dynamik und Entwicklung vermisst habe.


Fazit
Die Grundidee und die Figuren haben mir hier grundsätzlich wirklich gut gefallen, hundertprozentig begeistert bin ich nach dem Lesen allerdings leider trotzdem nicht. Für mich persönlich hat es insbesondere Protagonistin Bonnie dafür leider etwas an Charakterentwicklung gefehlt, weshalb meine Begeisterung für die Geschichte schlussendlich doch einen kleinen Dämpfer bekommen hat.

Dafür gibt es noch knappe vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 25.04.2026

Rückenschmerzen geht es an den Kragen

Die Faszienlüge
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Meine Meinung
Dass das Thema Faszien absolut im Trend liegt und viel diskutiert wird, lässt sich definitiv nicht von der Hand weisen. Auch wenn ich persönlich medizinisch definitiv nicht in allen Bereichen ...

Meine Meinung
Dass das Thema Faszien absolut im Trend liegt und viel diskutiert wird, lässt sich definitiv nicht von der Hand weisen. Auch wenn ich persönlich medizinisch definitiv nicht in allen Bereichen up to date bin, ist das Thema auch an mir nicht vorübergegangen – von daher war ich sehr froh, mich hier einmal fundiert informieren zu können.

Durch die schrittweise Heranführung an medizinische Zusammenhänge hat man es hier auch als absoluter Laie relativ leicht, den Ausführungen zu folgen und das Thema inhaltlich zu durchdringen. Für meinen Geschmack waren die Erklärungen stellenweise sogar etwas zu ausführlich, wer sich jedoch für Medizin und den menschlichen Körper im Allgemeinen interessiert, dem dürfte dieser Aufbau auf jeden Fall zusagen.

Inhaltlich fand ich die Argumentation hier definitiv schlüssig, auch wenn ich zuvor noch keine besonders ausgeprägte eigene Meinung zum Thema Faszien und Faszienequipment hatte. Der Übungsteil mit 30 Übungen gegen Verspannungen hat mich daher am meisten angesprochen, insbesondere weil sich der Großteil davon relativ leicht auch zuhause durchführen lässt. Ein kleines Manko war für mich daher lediglich, dass die Ausstattung der meisten Privatwohnungen eben nicht alle Übungen zulassen, ganz verdorben hat mir das das Buch allerdings nicht.


Fazit
Auch als Nicht-Mediziner kann man hier einiges mitnehmen und jede Menge lernen, insbesondere dann, wenn man sich für den menschlichen Bewegungsapparat und evidenzbasierte Übungen gegen Verspannungen interessiert. Dass nicht alle Übungen tatsächlich alltagstauglich waren, fand ich zwar durchaus schade, insgesamt halte ich das Buch aber definitiv für eine sehr gelungene Herangehensweise an die Themen Schmerz und Verspannungen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 24.04.2026

Nette Lovestory für zwischendurch

The Paradise Problem – Wenn das Herz den perfekten Plan durchkreuzt
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Worum geht’s?
Eigentlich hat Liam Weston Anna Green nur geheiratet, um eine günstige Wohnung auf dem Campus beziehen zu können – blöd nur, dass die beiden dann irgendwie vergessen haben, sich auch wieder ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat Liam Weston Anna Green nur geheiratet, um eine günstige Wohnung auf dem Campus beziehen zu können – blöd nur, dass die beiden dann irgendwie vergessen haben, sich auch wieder rechtskräftig scheiden zu lassen. Fünf Jahre später kommt das Liam jedoch wie gerufen, denn ausgerechnet zur Hochzeit seiner kleinen Schwester muss er eine funktionierende Ehe vorweisen – denn sonst ist nicht nur sein Millionenerbe in Gefahr, sondern auch das seiner Geschwister, die er um jeden Preis beschützen möchte.


Meine Meinung
Auch wenn es sicherlich literarisch wertvollere Bücher gibt, mochte ich diese Geschichte wirklich gerne und wurde sehr nett unterhalten. Eine gewisse Vorhersehbarkeit lies sich dabei zwar nicht vermeiden, meiner Meinung nach war aber gerade das auch ein Punkt, der durch Verlässlichkeit für Unterhaltung gesorgt hat.

Zu Beginn des Buches habe ich zwar ehrlicherweise etwas gebraucht, um mich in dem eher unwichtigen Vorgeplänkel wirklich zu motivieren, die Geschichte weiter zu verfolgen, sobald es aber um den eigentlichen Konflikt ging, war ich definitiv mit Interesse dabei.

Anna und West waren eine wirklich interessante Mischung, die ich auf den ersten Blick zwar gar nicht für ein Traumpaar gehalten, mit der Zeit aber definitiv ein bisschen ins Herz geschlossen habe. Anna war dabei für meinen Geschmack manchmal ein bisschen zu sehr drüber, ihre Haltung gegenüber Wests Familie fand ich aber dafür umso beeindruckender. Gestört hat mich eigentlich lediglich, dass sie für ihr Alter und die große Verantwortung, die sie tragen muss manchmal etwas zu kopflos und naiv durch die Welt geht, was es mir schwer gemacht hat, sie wirklich ernst zu nehmen.

Auch West habe ich mitunter ein wenig zwiegespalten gesehen, da er auf mich recht wankelmütig gewirkt hat und nur selten wirklich hinter seinen Entscheidungen stand. Als Charakter fand ich ihn aber insbesondere im Vergleich zum Rest seiner Familie sehr sympathisch, weshalb ich ihm das obligatorische Drama am Ende der Geschichte eigentlich gar nicht übel nehmen konnte.

Hinsichtlich der Beziehung der beiden Protagonisten hat mich dann außerdem sehr positiv überrascht, wie viel sie miteinander geredet haben, bevor es überhaupt richtig zur Sache ging. Das Buch an sich wurde dadurch zwar auch nicht unvorhersehbarer, ein kleines bisschen authentischer fand ich das Szenario so allerdings schon.


Fazit
Auch wenn es sicherlich tiefgründigere Geschichten auf diesem Planeten gibt, hat mich das Buch an sich doch sehr gut unterhalten. Für vergnügliche Lesestunden zwischendurch kann ich es daher definitiv empfehlen, den großen Überraschungseffekt sollte man dabei aber nicht unbedingt erwarten.

Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.