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Veröffentlicht am 07.07.2021

Zwischen Zukunftsplänen und Kochtöpfen

Soul Food
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Worum geht’s?
Seit Emoni mit vierzehn Jahren schwanger wurde, dreht sich ihr Lebensmittelpunkt um ihre Tochter Emma. Als sich dann in ihrem letzten Jahr auf der Highschool die wichtigen Entscheidungen ...

Worum geht’s?
Seit Emoni mit vierzehn Jahren schwanger wurde, dreht sich ihr Lebensmittelpunkt um ihre Tochter Emma. Als sich dann in ihrem letzten Jahr auf der Highschool die wichtigen Entscheidungen häufen, weiß sie weder vor, noch zurück. Einzig beim Kochen kann sie alles um sich herum vergessen und Dinge erschaffen, die andere völlig verzaubern. Doch eine Zukunft in der Küche scheint nicht die nötige Sicherheit zu bieten, die sie ihrer Tochter und ihrer Großmutter zuliebe gerne hätte.


Meine Meinung
Diese Geschichte entspricht wirklich voll den Assoziationen, die der Titel bei mir hervorgerufen hat und lässt den Leser für kurze Zeit einmal richtig abtauchen.

Die einzelnen Kapitel sind wirklich sehr kurz gehalten, was mir persönlich einen schnellen Einstieg und einen unglaublichen Lesefluss ermöglicht hat. Trotzdem hat man beim Lesen nicht das Gefühl, übertrieben schnell durch das Buch hetzen zu müssen sondern kann sich in einem angemessenen Tempo mit den Charakteren und ihren Problemen beschäftigen.

Emoni hat mir als Protagonistin wirklich gut gefallen, da sie absolut authentisch wirkt und als Charakter nicht nur auf ihre Rolle als junge Mutter allein reduziert wurde. Als Leser hat man es leicht, mit ihr mitzufühlen und sie auf ihrem Weg begleiten zu wollen. Hin und wieder hätte ich mir zwar noch ein wenig mehr Einblick in ihre Gedanken gewünscht, aber im Großen und Ganzen fand ich sie als Protagonistin sehr gelungen.

Was mich tatsächlich sehr positiv überrascht hat, war die Einbindung der Thematik „Kochen“ in die Geschichte. Kulinarische Krimis haben mir beispielsweise bisher noch nie wirklich gefallen, da der Kochaspekt meiner Meinung nach meistens zu breitgetreten wurde und der eigentlichen Handlung den Fluss genommen hat. Hier war das aber überhaupt nicht der Fall, und selbst wenn man sich nicht unbedingt fürs Kochen begeistern kann, möchte man hier dann doch ganz gerne mit Emoni in der Küche stehen oder zumindest probieren, was sie so alles zaubern kann.


Fazit
Soul Food ist eine wirklich schöne Geschichte über Familie, Zusammenhalt, Freundschaft und die Träume einer jungen Frau, die sich durch nichts aufhalten lässt. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen und mich in einer kurzweiligen Wohlfühlbubble verweilen lassen.

Dafür gibt es von mir viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2021

Prinzipiell unterhaltsam zu hören

Höllenkind
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Worum geht’s?
Wenn man schon vom Dienst freigestellt wird, dann kann man die Zeit doch auch für etwas Schönes nutzen. Das denkt sich auch Clara Vidalis, als ihr ein missglückter Einsatz unverhofft mehr ...

Worum geht’s?
Wenn man schon vom Dienst freigestellt wird, dann kann man die Zeit doch auch für etwas Schönes nutzen. Das denkt sich auch Clara Vidalis, als ihr ein missglückter Einsatz unverhofft mehr Freizeit beschert. Mit ihrer besten Freundin im Schlepptau will sie einen Kurzurlaub in Florenz verbringen und die Arbeit Arbeit sein lassen, doch noch bevor sie die Seele richtig baumeln lassen kann, wird sie auch schon vom Vatikan um Hilfe bei den Ermittlungen zu einem äußerst seltsamen Todesfall gebeten, die schon bald weitere Opfer zu Tage fördern.


Meine Meinung
Auch wenn ich der Geschichte mit diesem Hörbuch schon zum zweiten Mal begegne, habe ich mich beim Hören deutlich weniger gelangweilt als ich zunächst angenommen hätte. Beim Lesen zieht sich die Handlung irgendwie ein bisschen, da man recht schnell erahnen kann, worauf das Ganze eigentlich hinauslaufen soll. Während des Hörens habe ich dieses extreme Foreshadowing aber tatsächlich weniger deutlich wahrgenommen und konnte mich besser auf die Geschichte einlassen.

Das hat meistens ziemlich gut funktioniert, da die Beschreibungen des Settings und der Spannungsaufbau in der Handlung doch grob an Bücher von Dan Brown erinnern und man so einer größtenteils unterhaltsam gestalteten Geschichte vor einer tollen Kulisse folgen kann.

Was mich stellenweise allerdings schon recht deutlich gestört hat, war die Vortragsart des Sprechers. Prinzipiell kann man ihm wirklich gut zuhören, sobald es allerdings an Dialogszenen ging, haben mir einfach die passende Betonung und auch die Natürlichkeit der Gespräche gefehlt, was auf Dauer einfach nicht besonders angenehm zu verfolgen war und mir so schon ein wenig den Spaß am Hören genommen hat.


Fazit
Höllenkind ist als Geschichte nicht schlecht umgesetzt und lässt sich grundsätzlich als Hörbuch gut verfolgen. Wären dann auch noch die Dialoge vernünftig vorgelesen worden, hätte mir das Hörbuch unter Umständen sogar besser als das eigentliche Buch gefallen können – so war ich aber eher ein wenig enttäuscht.

Dafür verteile ich drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2021

Eine süße Liebesgeschichte für zwischendurch

Heartbreaker
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Worum geht’s?
Sawyer Carlyle lebt für seine Firma und widmet ihr all seine Energie. Begriffe wie Freizeit oder Privatleben kommen in seinem Vokabular nicht vor, und mit den Verkupplungsversuchen seiner ...

Worum geht’s?
Sawyer Carlyle lebt für seine Firma und widmet ihr all seine Energie. Begriffe wie Freizeit oder Privatleben kommen in seinem Vokabular nicht vor, und mit den Verkupplungsversuchen seiner Mutter kann er noch weniger anfangen. Als sein kleiner Bruder eine Stelle als persönlicher Puffer für ihn ausschreibt, hält Sawyer das zunächst für einen Scherz – bis Clover Lee vor ihm steht und nicht nur ihn, sondern auch seine Mutter mit ihrer Art sprachlos zurück lässt. Kurzerhand stellt er sie ein, ohne dabei zu ahnen, dass Clover so viel mehr als nur eine Schutzwand zwischen ihm und seiner Mutter sein könnte.


Meine Meinung
So ein kleines bisschen habe ich vor dem Lesen der Geschichte ja schon mit einer ordentlichen Klischeekeule gerechnet. Dementsprechend positiv überrascht war ich daher, als die gar nicht so ausgeprägt ausgefallen ist, wie ich zunächst befürchtet hatte.

Wirklich gut gefallen haben mir zunächst der Schreib- und Erzählstil. Beides lässt sich unglaublich flüssig verfolgen, weshalb man das Buch tatsächlich innerhalb kürzester Zeit beenden kann. Ein kleiner Kritikpunkt betrifft allerdings den einen oder anderen Übersetzungsfehler, der im Gesamteindruck zwar nicht so schlimm hervorsticht, mich aber doch ab und an aus dem Lesefluss gebracht hat.

Die beiden Protagonisten fand ich sehr sympathisch, wobei sich insbesondere Clover in meinen Augen sehr positiv hervorgetan hat. Sie ist ein witziger Charakter mit kleinen aber liebenswerten Macken, die weniger Klischees bedient als befürchtet und mir wirklich gut gefallen hat. Auch Sawyer mochte ich meistens sehr gerne, wobei man über manche seiner Aktionen nur den Kopf ob so viel Blindheit schütteln konnte.

Ein kleines bisschen gestört haben mich eigentlich bloß der etwas hektische Anfang und das Ende. Hier hätte man sich ruhig ein oder zwei Seiten mehr Zeit lassen können, da entscheidende Situationen Schlag auf Schlag erfolgten und ich mich dadurch durchaus ein wenig gehetzt gefühlt habe. Abgesehen davon konnte mich die Geschichte aber auf jeden Fall für einige Stunden gut unterhalten.


Fazit
Egal, ob man sich aus einer Leseflaute befreien oder einfach nur kurz ein Buch beenden möchte, Heartbreaker lässt sich da auf jeden Fall einschieben. Die sympathischen Charaktere und der erfrischende Schreibstil lassen den Leser mit wirklich hohem Tempo durch die Geschichte fliegen, was mir definitiv sehr gut gefallen hat.

Dafür vergebe ich klare viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2021

Prinzipiell eine niedliche Geschichte, die jedoch mehr Potenzial gehabt hätte

Trust in Us - Nur du und ich
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Worum geht’s?
Als Journalismustudentin Caroline ein Interview mit dem in sich gekehrten Footballspieler Jeff führen soll, befürchtet sie schon das Schlimmste. Der geht nämlich auf keine Partys und ist ...

Worum geht’s?
Als Journalismustudentin Caroline ein Interview mit dem in sich gekehrten Footballspieler Jeff führen soll, befürchtet sie schon das Schlimmste. Der geht nämlich auf keine Partys und ist nicht mal in einen kleinen Skandal verwickelt – ein klassisch langweiliger Typ also und so gar nicht das, wofür sie sich eigentlich interessiert. Doch als sich die beiden kennenlernen, fliegen die Funken zwischen ihnen und lösen ein Gefühlschaos ungeahnten Ausmaßes aus.


Meine Meinung
Diese Geschichte ist mal wieder eine von denen, die mich auch einige Zeit nach dem Lesen noch immer ein wenig zwiegespalten zurück lassen.

Wirklich loben kann ich gleich zu Beginn einmal den tollen Schreibstil, der sich das gesamte Buch über flüssig und ausgesprochen angenehm lesen lässt.

Auch Protagonist Jeff hat mir wirklich gut gefallen und die Handlung mit seinem Charakter ungemein bereichert. Dass seine Figur dabei eben nicht dem Klischee des typischen Sportlers entspricht war schön zu lesen und hat der Geschichte eine interessante Ausrichtung gegeben.

Meine Problemchen hatte ich dann allerdings mit Protagonistin Caroline. Zu Beginn bin ich irgendwie nicht so richtig mit ihr warm geworden, auch wenn sich für mich dadurch bei ihrer Figur die größte charakterliche Weiterentwicklung in dieser Geschichte gezeigt hat.

Insgesamt hätte ich mir für die Geschichte ein wenig mehr Raum gewünscht, da ich mir gut vorstellen kann, dass ich mit ein paar Atempausen mehr wesentlich begeisterter von ihr hätte sein können.


Fazit
Wer auf niedliche Sports- und Collegeromanzen mit interessanten Charakteren und überraschenden Wendungen steht, dem wird Trust in us – Nur du und ich sicherlich gefallen. Für mich persönlich war das Tempo der Geschichte aber einfach ein bisschen hoch, was mir insbesondere in Hinblick auf die Entwicklung der Beziehung der beiden Protagonisten ein wenig Probleme bereitet hat.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 11.05.2021

Ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem unterhaltsam

Höllenkind
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Worum geht’s?
Eigentlich wollte Pathopsychologin Clara Vidalis ihre Freistellung für einen Kurzurlaub in Florenz nutzen. Doch kaum kann sie einmal entspannen, stolpert sie schon unverhofft in den nächsten ...

Worum geht’s?
Eigentlich wollte Pathopsychologin Clara Vidalis ihre Freistellung für einen Kurzurlaub in Florenz nutzen. Doch kaum kann sie einmal entspannen, stolpert sie schon unverhofft in den nächsten Fall. Der als Bluthochzeit bekannt gewordene mysteriöse Todesfall der Erbin einer der einflussreichsten Familien Italiens stellt nicht nur den Ermittler des Vatikans vor ein schier unlösbares Rätsel, sondern fordert auch von Clara einen Einsatz, der nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt.


Meine Meinung
Mit mittlerweile acht Bänden besteht die Reihe um Ermittlerin Clara Vidalis nun doch schon eine ganze Weile. Trotzdem bin ich bisher irgendwie noch nicht dazu gekommen, die gesamte Reihe zu lesen und habe mich daher dazu entschlossen, einfach mal mitten drin einzusteigen.

Im Nachhinein betrachtet kann ich ehrlich gesagt nicht behaupten, dass mich Höllenkind wirklich vom Hocker gerissen hätte. Ohne alle sieben vorherigen Bücher zu kennen, bin ich mir aber auch nicht sicher, ob das nicht eventuell einfach ein Symptom einer durchaus langen Reihe darstellt.

Gut zurecht gekommen bin ich zunächst einmal mit den Figuren. Selbst ohne Vorwissen kommt man recht leicht hinter die Beziehungsdynamiken und versteht, wer wie mit wem zu tun hat. Dabei wirkten die einzelnen Protagonisten sogar auf mich recht lebendig, auch wenn mir sicherlich einige entscheidende Informationen bezüglich ihrer Entwicklung im Laufe der Reihe fehlen.

Die Handlung an sich hatte auf jeden Fall Potenzial, in der Umsetzung allerdings hätte ich dann doch an der ein oder anderen Stelle etwas mehr erwartet. So haben beispielsweise die Orts- und Perspektivwechsel theoretisch für Spannung sorgen können, da aber recht schnell ein massives Foreshadowing betrieben wurde, war mir spätestens auf der Hälfte des Buches klar, worauf das Ganze hinauslaufen würde.

Gelangweilt habe ich mich aber tatsächlich trotzdem nicht, denn der Weg dahin war recht unterhaltsam zu lesen und mit einer Menge mehr oder weniger kreativ ums Leben gekommener Figuren gespickt. Insgesamt würde ich Höllenkind daher durchaus als solide Thrillerunterhaltung bezeichnen, auch wenn das Buch sicherlich über die ein oder andere Schwäche verfügt, die es eben nicht zum ganz großen Kino macht.


Fazit
Auch wenn recht schnell klar wurde, worauf die Geschichte hinaus laufen würde, konnte mich Höllenkind praktisch über den gesamten Handlungsstrang hinweg mehr oder weniger gut unterhalten. Wer hier auf atemlose Spannung hofft, wird eventuell eher enttäuscht, nette Lesestunden kann man mit diesem Buch aber auf jeden Fall trotzdem verbringen.

Dafür verteile ich dreieinhalb Bücherstapel.

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