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Veröffentlicht am 18.08.2019

Jagd auf den Mörder

Zum Tod verführt
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"Zum Tod verführt" ist der 37. Fall für Ermittlerin Eve Dallas, verfasst von Autorin J. D. Robb (Pseudonym für Nora Roberts) und erschien 2019 als Taschenbuch mit 560 Seiten im blanvalet Verlag der Random ...

"Zum Tod verführt" ist der 37. Fall für Ermittlerin Eve Dallas, verfasst von Autorin J. D. Robb (Pseudonym für Nora Roberts) und erschien 2019 als Taschenbuch mit 560 Seiten im blanvalet Verlag der Random House Gruppe.

Anders als gewohnt, ist den Lesern bei diesem Fall bereits relativ zu Beginn der Täter bekannt und man begleitet Protagonistin Eve Dallas nicht auf der Suche, sondern direkt auf der Jagd nach ihm. Doch weil dies allein zu langweilig wäre, trägt sich die Spannung hier dadurch, dass während dieser Zeit der Mörder immer wieder neue Opfer sucht, aber unklar ist, wen es als nächstes treffen wird. Zusätzlich liest man in einzelnen Kapitel auch mal aus der Sicht von ihm, statt stur bei Eve Dallas und ihren Ermittlungen zu bleiben, was ebenfalls neue Facetten auf den Charakter wirft.

Etwas in den Hintergrund gerät in diesem Band allerdings das Privatleben der Ermittlerin, obwohl ihr Ehemann Roarke gewohnheitsmäßig bei der Arbeit seiner Frau behilflich ist. Doch besonders die anstehenden Festlichkeiten zu Thanksgiving werden hauptsächlich nur gegen Ende gestriffen, weswegen auch z.B. in diesem Teil Charaktere wie die Familie von Freundin Mavis nur kurz nebenbei erwähnt werden, statt eine Rolle zu spielen.

Der Roman ist, wie alle bereits vorangegangen Teile, in der Erzählperspektive geschrieben und führt überwiegend aus der Sicht von Eve Dallas durch die Geschichte. Der Schreibstil ist dabei flüssig und lückenlos, es empfiehlt sich allerdings, die Reihe bereits zu kennen um auftauchende Personen und Geschehnisse zu kennen bzw. um sich sogar nicht ältere Teile bereits zu spoilern, da es hin und wieder immer mal kurze Sequenzen gibt, wo vergangenes erwähnt wird.

Nach meinem Geschmack mal wieder eine gelungene Fortsetzung, die meinen Hunger nach weiteren Teilen immer noch nicht gestillt hat und ich nun wieder sehnlichst auf den nächsten Band warte. Von mir wieder eine Empfehlung für die Reihe.

Veröffentlicht am 10.08.2019

Spannung mit vielen unvorhersehbaren Wendungen

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet
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"Still Alive" ist ein Thriller der Autorin Claire Douglas und erschien 2019 als Paperback mit 464 Seiten im Penguin Verlag der Random House Gruppe.

Protagonistin Libby nimmt mit ihrem Mann an einem Haustausch ...

"Still Alive" ist ein Thriller der Autorin Claire Douglas und erschien 2019 als Paperback mit 464 Seiten im Penguin Verlag der Random House Gruppe.

Protagonistin Libby nimmt mit ihrem Mann an einem Haustausch teil und ahnt nicht, welche Folgen dies für sie haben wird, denn plötzlich geschehen die seltsamsten Dinge: Türen stehen offen, sie wird beobachtet und dann geschieht auch noch ein Mord. Libby beginnt sich zu fragen, warum gerade sie und ihr Mann dieses Schicksal ereilt. Und plötzlich sind die Gedanken wieder da. Die Gedanken an die Vergangenheit in Thailand.

Claire Douglas hat den Thriller in drei Teile gegliedert. Zu Beginn befinden wir uns in der Gegenwart mit Libby und ihrem Mann in Cornwall beim Haustausch, der zweite Teil führt in die Vergangenheit nach Thailand und er dritte wieder zurück in die Gegenwart in Libbys Wohnort Bath.
Obwohl die Spannung des Buches zwischen dem Ende des ersten Teils und dem Anfang des zweiten ein wenig abflacht, geht es danach direkt wieder auf Hochkurs und bringt bis zum Ende viele unvorhersehbare Wendungen, die immer wieder überrascht aufschauen lassen.

Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Buch flüssig und verständlich. Gemeinsam mit den gut eingebauten Spannungselementen lädt er dazu ein, die Seiten fliegen zu lassen und den Thriller innerhalb kürzester Zeit zu beenden.

Wegen all der vielen positiven Aspekte, die dieses Buch zu bieten hat, wird es von mir sehr gerne weiter empfohlen.

Veröffentlicht am 05.08.2019

Gute Kulisse, leichter Schreibstil, nur zu wenig Gefühl

Show me the Stars
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"Show me the stars" ist der erste Teil der Leuchttum-Trilogie von Autorin Kira Mohn und erschien 2019 mit 416 Seiten als Paperback im Kyss Verlag der Rowohlt Verlagsgruppe.

Protagonistin Liv erlebt in ...

"Show me the stars" ist der erste Teil der Leuchttum-Trilogie von Autorin Kira Mohn und erschien 2019 mit 416 Seiten als Paperback im Kyss Verlag der Rowohlt Verlagsgruppe.

Protagonistin Liv erlebt in ihrem eigentlich noch recht jungen Leben (Anfang 20) bereits einen so tiefen Rückschlag, dass sie sich nur noch durch einen Neustart bzw. Neuorientierung etwas erhofft. Spontan antwortet sie auf eine Announce und tritt kurz darauf eine Reise nach Irland an, wo sie 6 Monate auf einer einsamen Insel einen einsamen Leuchtturm sitten soll.

Kira Mohn lässt die Leser mit Hilfe der Ich-Perspektive in den Kopf von Liv schauen und nimmt uns mit auf diese doch echt naiv wirkende Reise.
Besonders zu Beginn wird noch mit viel Humor gearbeitet, der sich dann allerdings verliert und vom typischen Liebesdrama abgelöst wird.
Der Schreibstil ist ansonsten flüssig, verständlich, sowie relativ jung und frisch, allerdings auch ohne große Ansprüche.

Liv wirkt oftmals sehr naiv, egal ob es sich um das Vertrauen gegenüber Freunden/Kollegen handelt oder um Fremde (z.B. der Schuhverkäufer). Doch obwohl dies ein großes Manko an ihrem Charakter darstellt, so hilft genau das Liv in ihrer neuen Umgebung schnell Kontakte zu finden und somit die Einsamkeit der Insel zu umgehen. Ansonsten wirkt sie zu Beginn sehr chaotisch und strukturiert, wobei sich letzteres auf der Insel sehr verflüchtigt und Liv weniger verplant lebt.
Kjer bleibt bis zum Ende ein attraktiver und geheimnisvoller Babdboy, der seine gute Seite tief verborgen hält und nicht nur im Buch die Frauenherzen zum Schmelzen bringt. Sein selbstbewusstes und aufmerksames Auftreten gleich zu Beginn stellt ihn als Ritter in der strahlenden Rüstung dar, dessen weißes Ross leider nur ein Boot ist.

Obwohl ich sehr gut durch das Buch kam und mir auch die Darstellung der Umgebung sehr gut gefiel, hätte ich mir vor der Kulisse des einsamen Leuchtturms doch deutlich mehr Romantik zwischen Liv und Kjer gewünscht.
Interessant wären für mich auch manchmal die Gedanken von Kjer gewesen, in die es leider aber keinen Sichtwechsel gab, sodass man auf das langsame Aufdecken der Geheimnisse durch Liv angewiesen war.
Leider hat mich das Ende des Romans etwas enttäuscht, da der Handlungsnebenstrang von Livs Arbeitserfolg bzw. Klarstellung schlicht plötzlich unter den Tisch fiel.

Auch, wenn "Show me the stars" von mir kritisiert wurde, hat es mich im Ganzen doch sehr gut unterhalten und wird von mir als gute Sommerliebeslektüre empfohlen.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Nicht gehalten was es verspricht

Lieblingskind
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"Lieblingskind" ist der zweite in Deutschland erschienene Thriller der Autorin C. J. Tudor und erschien 2019 als Paperback mit 464 Seiten im Goldmann Verlag der Randomhouse Gruppe.

Wie bereits der erste ...

"Lieblingskind" ist der zweite in Deutschland erschienene Thriller der Autorin C. J. Tudor und erschien 2019 als Paperback mit 464 Seiten im Goldmann Verlag der Randomhouse Gruppe.

Wie bereits der erste Thriller (Der Kreidemann) ist auch dieser in den Farben Schwarz und Rot gehalten, wodurch bereits eine düstere Grundstimmung bei der Betrachtung entsteht. Das Kind in dem verschmutzten Kleid passt perfekt zu Titel und Klappentext und wurde daher gut ausgwählt.

Leider war es auch das Einzige, was meiner Meinung nach an diesem Thriller gut ausgewählt war. Obwohl der Klappentext (Eines Nachts verschwand seine geliebte Annie. Aus ihrem eigenen Bett. Das ganze Dorf hat sie gesucht, überall. Alle haben das Schlimmste befürchtet. Und dann, wie durch ein Wunder, kehrte sie vierundzwanzig Stunden später zurück. Aber sie konnte – oder wollte – nicht sagen, was ihr zugestoßen war. Und auch er konnte es sich nicht erklären. Er wusste nur, dass sie nicht mehr dieselbe war. Nicht mehr seine Annie. Und er bekam Angst - mörderische Angst vor seiner eigenen kleinen Schwester ... Quelle: Randomhouse.de) eine sehr spannende Geschichte mit viel Potenzial verspricht, so war doch die Grundidee, auf die ich wegen Spoilern nicht weiter eingehe, vom Empfehlungsgeber (Stephen King), geklaut und nur anders ausgeschmückt worden.
C. J. Tudor, die zwar einen flüssigen Schreibstil beherrscht, ist jedoch nicht einmal gelungen, ein erfolgreiches altes Konzept in etwas spannendes Neues zu verwandeln.

Erzählt in der Ich-Perspektive begleitet man Protagonist Joseph Thorne zurück in seine Heimatstadt Arnhill, wo einst seine kleine Schwester verschwand und nun erneut grausame Taten an und mit Kindern geschehen. Leider ist die Handlung trotz dem flüssigen Schreibstil an sich sehr zäh und eher weniger spektakulär oder gruselig. Im Buch verstreut gibt es ein paar Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden. Unterstützt werden sie dabei von Rückblicken in die Kindheit von Thorne und seinen damaligen Freunden. Die kurzzeitigen Spannungselemente, die die Autorin versucht hat einzubauen, waren mir persönlich viel zu wenig und haben mich kaum am Ball gehalten und weiteres Interesse wecken können.

Auch am Ende hat mich der Thriller enttäuscht zurück gelassen, denn von dem versprochenen Klappentext fand ich das meiste nur in den paar kurzen Rückblicken und nicht zum mitfiebern verleitend durch das ganze Buch. Von daher kann ich "Lieblingskind" nicht weiter empfehlen und werde, nachdem das erste Buch der Autorin mich bereits enttäuscht hat, nicht zu weiteren Werken von C. J. Tudor greifen.

Veröffentlicht am 24.07.2019

Junge, sommerliche Liebesgeschichte

Love from Abroad
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"Love from Abroad - Quinn & Philip" ist ein Selfpublishing Roman der deutschen Autorin Mirka Mai und erschien 2019 sowohl als Ebook als auch als Taschenbuch mit ca. 380 Seiten.

Da sich das Buch in dem ...

"Love from Abroad - Quinn & Philip" ist ein Selfpublishing Roman der deutschen Autorin Mirka Mai und erschien 2019 sowohl als Ebook als auch als Taschenbuch mit ca. 380 Seiten.

Da sich das Buch in dem Genre Young Adult bewegt erzählt es die Geschichte der noch jugendlichen Quinn, bei der sich für ein halbes Jahr der englische Austauschschüler Philip einquartiert und ihr gewohntes Leben aus den geplanten Fugen hebt.

Sowohl Cover als auch Klappentext lassen bereits auf eine frische und junge Liebe schließen und harmonieren somit perfekt. Die gewählten Farben passen sich dem fröhlichen Bild des Pärchens an und vermitteln nicht nur durch das Rosa die Stimmung der Verliebten, sondern auch das sommerliche Gefühl von Freiheit, welches sich in dem Alter kurz vor und in den Ferien einstellt.

Mirka Mai arbeitet hier mit einem flüssigen, leichten und gut verständlichen Schreibstil, welcher sich innerhalb kurzer Zeit am Stück lesen lässt ohne offene Fragen zu hinterlassen.
Besonders hat mir gefallen, dass die Autorin es geschafft hat die Protagonisten möglichst authentisch aussehen zu lassen, sodass das typische naive und komplizierte Leben von Jugendlichen realitätsnah dargstellt wurde und keineswegs einer der Charaktere zu überheblich und perfekt dargstellt wurde.

Da ich die Ehre hatte das Buch bereits zu einem früheren Zeitpunkt testzulesen hat es mir auch ebenfalls sehr gut gefallen, wie Mirka Mai auf das Feedback ihrer Leser eingeht und die Geschichte und deren Charaktere neue, noch unbekannte, Züge bekommen haben, sodass ich trotz vorheriger Kenntniss neue überraschende und positive Aha-Momente hatte.

Nach Ende des Buches hoffe ich, wie bereits damals, dass die Geschichte von Quinn und Philip noch einen zweiten Band bekommt, denn die Vorraussetzungen sind definitv in meinen Augen dafür gegeben.

Von mir gibt es für diese junge, sommerliche Liebesgeschichte eine Empfehlung.