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Veröffentlicht am 14.05.2021

Emotionen sprangen nicht über

Sommerträume am Meer
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"Sommerträume am Meer" ist ein Roman von Karen Swan, der 2021 als Taschenbuch mit 528 Seiten im Goldmann Verlag der Penguin Random House Gruppe erschien.

Das Setting Schweden wird gut von der Autorin ...

"Sommerträume am Meer" ist ein Roman von Karen Swan, der 2021 als Taschenbuch mit 528 Seiten im Goldmann Verlag der Penguin Random House Gruppe erschien.

Das Setting Schweden wird gut von der Autorin beschrieben und passt sich somit dem Titel und dem Cover mit dem Sommergefühl sehr gut an.
Doch leider empfand ich in der Handlung wenig Wärme und Sommerprickeln.

Bell ist die Nanny der Familie Mogert, die ein Geheimnis verbirgt, welches jedoch relativ schnell zu Beginn gelüftet wird und die Spannung aus der Geschichte nimmt.
Stattdessen beginnt daraufhin eine seltsame Mischung aus Familiendrama, Lovestory und Dreiecksbeziehung, die bei mir den Funken und Emotionen nicht überspringen ließ.

Auch der Ausgang der Geschichte entsprach schließlich nicht dem,was ich erwartet hatte, obwohl es ein Happy End gab. Für mich sind die Emotionen auch an dieser Stelle durch die verzweigten Beziehungen auf der Strecke geblieben und ich habe weniger mit den Charakteren gefühlt.
Da ich aber das Setting und den Schreibstil gut fand, gebe ich "Sommerträume am Meer" gute zwei Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2021

Positiver Eindruck konnte sich nicht halten

Something Pure
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"Something pure" ist ein Roman von Kylie Scott und erschien 2021 als Paperback mit 432 Seiten im Lyx Verlag der Bastei Lübbe Verlagsgruppe.

Protagonisten dieser Geschichte sind der aus reichem Haus stammende ...

"Something pure" ist ein Roman von Kylie Scott und erschien 2021 als Paperback mit 432 Seiten im Lyx Verlag der Bastei Lübbe Verlagsgruppe.

Protagonisten dieser Geschichte sind der aus reichem Haus stammende Beck und die "Normalbürgerin" Alice, welche sich zufällig auf der Arbeit kennen lernen.
Zwischen den Charakteren scheint direkt die Chemie zu stimmen und obwohl Becks Sprüche teils doch sehr plump sind, gewinnt man am Anfang Sympathie für ihn.

Da der Roman relativ untypisch mitten im Kennenlernen der Beiden startet, muss man sich zu erst etwas eingewöhnen bis man sich ein Bild der Charaktere gemacht hat und die Umstände erkannt wurden.
Doch nachdem dies geschehen ist und die Handlung fortschreitet dreht sich das Blatt komplett.

Alice und Beck, insbesondere ihre Stärken vom Anfang, wirken plötzlich verblasst und man erkennt sie nicht wieder. Vieles an Taten wirkt unverständlich, besonders am Ende konnte ich persönlich nur noch den Kopf schütteln und alles hinterfragen.
Leider zogen sich solche Reaktionen meinerseits auch durch manche Szene, die als Seitenfüller statt als handlungsnötig wirkte.

Besonders negativ fiel mir oftmals auf, wie Alices Körperumfang von ihr selbst und anderen in den Fokus gerückt wurde, wodurch in meinen Augen der aktuell herrschende Wahn um Modelmaße indirekt gefördert wurde, besonders da die angesprochene Zielgruppe des Buches doch noch in einem Alter ist, die sich dadurch leichter beeinflussen lässt.
Auch das ständige thematisieren um den nicht stattfindenden Sex ließ mich irgendwann nur noch mit den Augen rollen, schließlich waren die Protagonisten keine Teenies mehr.

"Something pure" konnte den anfangs positiven Eindruck nicht aufrecht erhalten und diente mir auch nicht als gute Unterhaltung. Da mich nicht einmal der Schreibstil überzeugt hat und am Buch halten konnte kann ich dem Roman nur einen Stern geben.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.05.2021

Unterhaltsamer Roman mit Krimifaktor

Der Donnerstagsmordclub
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"Der Donnerstagsmordclub" ist ein Kriminalroman von Richard Osman und erschien 2021 als Paperback mit 464 Seiten als erster Band der Mordclub Serie im List Verlag der Ullstein Verlagsgruppe.

Der Einstieg ...

"Der Donnerstagsmordclub" ist ein Kriminalroman von Richard Osman und erschien 2021 als Paperback mit 464 Seiten als erster Band der Mordclub Serie im List Verlag der Ullstein Verlagsgruppe.

Der Einstieg war für mich erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig. Der erste Teil "Neue Freunde, neue Sitten" macht eigentlich klar, worum es erst einmal geht. Man lernt die vielen verschiedenen Charaktere bzw. Protagonisten und ihre Gewohnheiten kennen. Gleichzeitig erfährt man auch, wie der Donnerstagsmordclub entstanden ist und welche Rolle dort mit seinem Wissen und Fähigkeiten einnimmt.

Der Schreibstil bleibt beständig flüssig und verständlich, trotz der Wechsel der Perspektive. Diese ist großteils in der Erzählperspektive und wandelt sich zwischendurch in eine Ich-Perspektive als eine Art Tagebuch der Protagonistin Joyce, was aber anhand von Überschriften klar über dem Kapitelbeginn angegeben ist.

Mir gefielen die vier rüstigen Rentner Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim sehr gut, besonders ihre Beharrlichkeit und ihr Ideenreichtum, wie sie sich überhaupt in den Mordfall mit einbringen können und ihn zum Abschluss zu bringen.
Auch die beiden Ermittler Donna und Chris wirken auf mich sehr sympathisch und gehe in ihrer Arbeit sehr auf ohne direkt Workaholics zu werden.

Mir rückte der eigentliche Fall jedoch stellenweise etwas in den Hintergrund und die Seiten wurden mehr durch das Leben der Charaktere gefüllt, was ich zwar trotzdem unterhaltsam fand, leider aber am Genre Kriminalroman vorbeischrammte.
Das Setting mit dem Altenheim war für mich dann allerdings wieder ein untypisches Highlight und ich hatte es oft vor Augen, sodass es diese Enttäuschung wieder etwas aufwiegen konnte.

"Der Donnerstagsmordclub" bleibt für mich unterhaltsam in Erinnerung und bekommt verdiente vier Sterne und ich bin gespannt auf einen zweiten Band, der hoffentlich ein bisschen mehr in den Krimi führt und die volle Sternenanzahl abräumt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2021

Humorvoller Roadtrip

Der erste letzte Tag
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"Der erste letzte Tag" ist ein Roman von Sebastian Fitzek und erschien 2021 als Paperback mit 272 Seiten im Droemer Knaur Verlag der Droemer Knaur Verlagsgruppe.

Der Roman ist ein spontaner Roadtrip mit ...

"Der erste letzte Tag" ist ein Roman von Sebastian Fitzek und erschien 2021 als Paperback mit 272 Seiten im Droemer Knaur Verlag der Droemer Knaur Verlagsgruppe.

Der Roman ist ein spontaner Roadtrip mit den Protagonisten Livius und Lea, die sich zufällig im selben Flugzeug begegnen.
Voller verrückter Ideen und Aktionen begleitet der/die Leser/in eine Reise, die durch einen lockeren und lustigen Schreibstil besticht.

Besonders gefallen hat mir, wie ernste Themen humorvoll verpackt und behandelt wurden, sodass das Buch trotz seiner Kürze mit einer gewissen Tiefe glänzen kann.
Auch wird dadurch die Sympathie gegenüber den Charakteren erhöht, wodurch zum Ende hin die Emotionen doch stark Überhand nahmen, dem Roman aber einen würdigen Abschluss gaben.

Obwohl Sebastian Fitzek sonst in einem ganz anderen Genre "zu Hause" ist, ist auch hier der Schreibstil gewohnt flüssig, als wäre dies kein neues Terrain.

Doch trotz all der positiven Punkte fehlte mir zur gänzlichen Überzeugung noch etwas und ich konnte daher nur vier Sterne vergeben.
Mein größter negativer Kritikpunkt am Buch bleibt hier jedoch "nur" das Preis-Leistungs-Verhältnis, da der Roman doch sehr dünn ist und im Vergleich zu vielen anderen Paperbacks doch preislich höher gelegen ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Langatmig und ohne Spannung

Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du
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"Beste Freundin" ist ein Thriller von Claire Douglas und erschien als Paperback im Jahr 2021 mit 496 Seiten im Penguin Verlag der Penguin Random House Gruppe.

Heather und Jess waren Jugendfreunde, als ...

"Beste Freundin" ist ein Thriller von Claire Douglas und erschien als Paperback im Jahr 2021 mit 496 Seiten im Penguin Verlag der Penguin Random House Gruppe.

Heather und Jess waren Jugendfreunde, als das Verschwinden von Flora sie plötzlich entzweit.
Nun, über ein Jahrzehnt später, kehrt Jess in die Kleinstadt zurück, wo Heather als zweifache Mörderin verdächtigt wird.
Klingt spannend? Definitv ja! Hat das Buch die Erwartungen erfüllt? Nein!

Zu Beginn empfand ich das Buch noch als okay, es baute sich langsam auf, man bekam kleine Infos von Heute und von Früher, doch schnell verwirrten diese Wechsel. In welche Richtung die Geschichte steuern würde war für mich irgendwann nicht mehr klar erkennbar und manches wirkte wie spontan zusammen geschustert, hauptsache es ergab irgendwie einen Sinn, auch wenn ich diesen besonders zum Ende hin teils anzweifel.
Ich hätte mir mehr Abgrenzung zwischen den Charakteren Jess und Margot gewünscht, denn während des Lesens vergaß ich stellenweise in welcher Sicht ich gerade war und musste noch mal zurück zur Kapitelüberschrift blättern.

Zu der verwirrenden Struktur gesellte sich ,dank fehlender Spannung, auch bereits nach 100 Seiten eine Langatmigkeit, die sich bis zum Schluss zog. Das Ende nahm zwar an Tempo auf, glänzte aber nicht mit großer Überraschung, Wendung oder Nervenkitzel. Stattdessen spukten Ausdrücke wie "Hä?" oder "Ernsthaft?" durch meinen Kopf. Zufriedenheit sieht bei mir ganz klar anders aus!

Stark enttäuschend empfand ich auch die Wahl des deutsche Buchtitels, der überhaupt nicht mit der Handlung harmonisierte, sondern ein flasches Bild bzw. Erwartungen an die Geschichte vermittelt.
Da auch der Schreibstil nicht mehr 100% zufriedenstellend auf mich wirkte, kann ich an "Beste Freundin" nur das Mindestmaß von einem Stern vergeben. Nach der bereits vorherigen Enttäuschung durch das 2020 erschienene "Vergessen" werde ich wohl von weiteren Werken der Autorin Abstand nehmen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere