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Veröffentlicht am 01.12.2018

Guter Roman mit nur kleinen Mankos

Zwei wie du und ich
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"Zwei wie du und ich" ist ein Roman der Autorin Lucy Robinson und erschien 2018 als Taschenbuch mit 511 Seiten im Bastei Lübbe Verlag.

Lucy Robinson ist das Pseudonym der Autorin Rosie Walsh (bekannt ...

"Zwei wie du und ich" ist ein Roman der Autorin Lucy Robinson und erschien 2018 als Taschenbuch mit 511 Seiten im Bastei Lübbe Verlag.

Lucy Robinson ist das Pseudonym der Autorin Rosie Walsh (bekannt durch "Ohne ein einziges Wort" ) und veröffentlichte diesen Roman auf deutsch bereits 2016 unter dem Titel "Der Tag, an dem wir verschwanden".

Der Roman ist in einem sehr flüssigen und verständlichem Schreibstil geschrieben, sodass sich das Buch schnell durchlesen lässt. Insbesondere das lange Rätseln um die Verbindung zwischen den beiden Protagonistinnen trägt dazu bei das Buch nicht aus der Hand legen zu wollen.
Lucy Robinson hat hier bewusst die Ich-Perspektive und die Sichtwechsel zwischen Annie und Kate zum Erzählen verwendet, sodass der Leser/die Leserin sich einen guten Eindruck der beiden Charaktere und deren Gefühlswelt schaffen kann.

Annie und Kate scheinen auf den ersten Blick zwei komplett unterschiedliche Frauen zu sein. Während Annie sehr schüchtern und bis auf ihre Freunde von Le Clöbb eher zurückgezogen lebt, sprüht Kate vor Leben, Energie und Selbstbewusstsein. Verbunden durch eine Freundschaft über mehrere Kilometer gehen beide ihren eigenen Weg und treffen jeweils auf einen Mann, der in ihren Augen der absolute Traummann ist. Doch folgt auf jeden Traum nicht auch ein Albtraum?

"Zwei wie du und ich" ist ein sehr schöner Roman, der innerhalb einer typischen Liebesgeschichte Platz zum spannenden Miträtseln bietet und gleichzeitig auch einen ernsteren Hintergrund miteinbringt. Zusammen mit der unvorhersehbaren Wendung gegen Ende bietet das Buch bzw. die Autorin noch mal einen WOW-Überraschungsmoment, womit ich wirklich überzeugt wurde.

Obwohl mir das Buch wirklich gefallen hat und ich es auch entsprechend weiterempfehlen würde, muss ich jedoch sagen, dass ich im Vergleich zu dem Werk unter dem Namen Rosie Walsh höhere Erwartungen hatte. Ich konnte mich zwar gut in Annie hineinversetzen, allerdings fehlten mir die vielen großen Emotionen, die ein Herz entweder schmelzen oder weinen lassen.

Veröffentlicht am 12.08.2018

Beängstigendes Stalking, nur das Ende hinterlässt Fragen

Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich.
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"Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich" ist ein Roman der Autorin Karen Hamilton und erschien 2018 als Paperbackausgabe mit 448 Seiten im blanvalet Verlag der Random House Gruppe.

Der Einstieg ...

"Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich" ist ein Roman der Autorin Karen Hamilton und erschien 2018 als Paperbackausgabe mit 448 Seiten im blanvalet Verlag der Random House Gruppe.

Der Einstieg in das Buch war dank des guten Schreibstils der Autorin recht einfach. Die Geschichte ließ sich sehr flüssig lesen und schaffte es, mir an einigen Stellen eine Gänsehaut zu bereiten und eine besondere Art der Spannung zu erzeugen, was mich diesen Roman eher als einen Psychothriller bezeichnen lassen würde.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Elizabeth Juliette (fast durchgehend nur als Juliette bezeichnet), welche 7 Monate nach der Trennung von Nate versucht ihn für sich zurück zu gewinnen und ihn von sich zu überzeugen die perfekte Wahl zu sein.

In "Perfect Girlfriend" wird der/die Leser/in in die Gedanken einer psychisch kranken Person eingeweiht und nimmt an einem umfangreichen Stalking teil, das keine Grenzen zu kennen scheint. Juliette bewegt sich von Spionage über Hausfriedensbruch bis hin zu größeren Straftaten wie z.B. Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Dabei nimmt sie auch keinerlei Rücksicht auf das Leben anderer und benutzt sie, um ihre eigenen Pläne zu verwirklichen und ihr Ziel - eine glückliche Zukunft mit Nate - zu erreichen.

Ich persönlich fand die Reise in diese Welt beängstigend, konnte mich allerdings gut einfinden und seltsamerweise öfter Verständnis für Juliette als für Nate aufbringen. Er erschien mir oftmals zu teilnahmslos und zu naiv, außerdem hätte ich mir früher und öfter eine starke Gegenwehr gewünscht.

Juliettes Charakter finde ich gut geschaffen. Sie erscheint mir als eine Person, die bereits als Kind Abweisungen ertragen musste. Die dem Alkohol nicht abgeneigte Mutter, die ihrer Tochter die Aufsichtspflicht des jüngeren Bruders mehr oder weniger aufträgt, was durch einen Unfall einen weiteren Bruch in der Beziehung und in Juliettes Psyche hinterlässt.
Nach weiteren Mobbingattacken in der Schule flüchtet sie sich in die Hoffnung einer schicksalhaften Liebe und versucht diese bereits in jungen Jahren an sich zu binden, denn einmal kurz hat ihr eine Person gezeigt wie es ist geliebt zu werden.

Das Ende des Buches hat mich sowohl noch mal richtig geschockt als auch ein wenig enttäuscht zurück gelassen. Ich habe, wie Juliette auch, auf das Klingeln der Beamten vor ihrer Wohnungstür gewartet und mich gefragt, welche Strafe sie am Ende erwarten wird. Doch wer dann wirklich vor der Tür stand und das Buch plötzlich zu Ende war, hat mich mit vielen Fragen zurück gelassen.

Da ich eigentlich die Ich-Perpektive nicht sehr gerne lesen, fand ich sie hier sehr gut gewählt um am Geschehen besser teilhaben zu können und hätte mir sogar gewünscht, dass die Autorin auch mal zwischendurch aus Nates Sicht erzählt hätte, besonders am Ende. Vielleicht sogar als Prolog, um den Weitergang bzw. den Ausgang der Handlung weiter zu beleuchten.

Insgesamt betrachtet hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es auch sehr gut in die heutige Zeit passt, da jeder Mensch durch die vielen sozialen Medien immer durchsichtiger und einfacher zu stalken wird. Meiner Meinung nach auf jeden Fall ein lesens- und empfehlenswertes Buch.

Veröffentlicht am 11.07.2018

Lesenswert und geeignet für Ackerman-Neulinge

Racheopfer
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"Racheopfer" ist ein Kurzthriller des Autors Ethan Cross und gehört zur "Ich bin..." Reihe mit Protagonist und Serienkiller Francis Ackerman jr. .
Das Buch erschien 2018 mit 160 Seiten erstmals als Paperback-Ausgabe ...

"Racheopfer" ist ein Kurzthriller des Autors Ethan Cross und gehört zur "Ich bin..." Reihe mit Protagonist und Serienkiller Francis Ackerman jr. .
Das Buch erschien 2018 mit 160 Seiten erstmals als Paperback-Ausgabe im Bastei Lübbe Verlag.



"Racheopfer" wurde als Vorgeschichte des Serienkillers Francis Ackerman jr. beworben und weckte dadurch meine Neugier, da mir die eigentliche Buchreihe zu dem Zeitpunkt noch unbekannt war und ich den Kurzthriller somit als Einstieg nehmen wollte. Doch obwohl man sich auf den ca. 160 Seiten einen guten Eindruck über den Hauptprotagonisten machen kann, so umfasst seine Vergangenheit/Vorgeschichte lediglich ein paar Zeilen und Andeutungen.


Der/die Leser/in lernt in "Racheopfer" einen sehr intelligenten Menschen mit einer unglaublich schnellen Auffassungsgabe und Lösungsfindung kennen. Sein einziger Makel: angebliche Fehlentwicklungen im paralimbischen Gewebe und seiner Amygdala, was ihn laut Forschern zu einem Serienkiller gemacht hat.
Genau an dieser Stelle setzt der Kurzthriller ein, denn Ackerman soll die neue Testperson in der Klinik werden und an einer Therapie teilnehmen.


Doch jeder der gerne Thriller liest, der weiß bereits an dieser Stelle, dass nichts so einfach läuft wie geplant.

Persönliche Rachegefühle und Traumata spielen hier eine ganz besondere Rolle und beherrschen die Protagonisten Dr. Jennifer Kelly und David McNamara in ihrem Handeln, wodurch sich weitreichende Konsequenzen, nicht nur für die Klinik, ergeben. Dadurch wird die Wahl des Buchtitels deutlich, denn sowohl Einzelpersonen sind hier Opfer ihrer eigenen Rache als auch Unschuldige werden aus Rachsucht in Mitleidenschaft gezogen.


Das Cover des Buches lässt jedenfalls auf Grund seiner Einfachheit wenig Interpretationsspielraum. Der rote Titelschriftzug auf schwarzem Untergrund macht aufmerksam und wirkt gleichzeitig auf eine Art gefährlich, da sich im selben Rotton eine Art Qualm um den Titel zieht.


Ethan Cross' Schreibstil ist sehr gut verständlich und lässt sich flüssig lesen. Unbeachtet seiner restlichen Werke bin ich hier allerdings bei der Charaktererstellung und der Schnelligkeit des Kurzthrillers ein wenig enttäuscht.

Die meisten Charaktere, inbesondere Jennifer und David, ernten kaum bis gar keine Sympathie. Auf Grund ihrer jeweiligen Ausbildung und dem Wissensstand Ackerman betreffend wirken ihr Denken und Handeln teils unnachvollziehbar, unlogisch und nervig.

Doch Klinikleiter Dr. Stewart Kendrick schießt sich schließlich noch an die Spitze meiner Unsympathie-Liste. Das er seinen Ruf und Erfolg vor das Leben anderer setzt lässt mich persönlich genauso den Kopf schütteln wie die Tatsache, dass in der Klinik die Forschung an Straftätern unteranderem mit Hilfe von Medikamenten erfolgt, da im Buch keinerlei Hinweis darauf zu finden ist, ob dies auf freiwilliger Basis geschieht.


Ab der zweiten Hälfte des Kurzthrillers geht die Handlung rasant vorran und Francis Ackerman jr. fasziniert damit, wie schnell er Umdenken kann und neue Fluchtmöglichkeiten und -pläne findet. Doch so schnell und spannend es weitergeht, umso lieber hätte ich manche Szene gerne noch mit ein paar mehr Details und psychischen Spielen seitens Ackerman genossen. Insbesondere die Konfrontation zwischen Jennifer und Francis hätte für meinen Geschmack etwas umfangreicher sein können, in dem sie z.B. als ausgebildete Psychiaterin ihn mehr analysiert oder der Mord an ihrer Familie detaillierter geschildert wird.


Das Ende von "Racheopfer" ist offen gehalten, was durchaus verständlich ist, da es sich ja, wie bereits erwähnt, um eine Vorgeschichte ergänzend zu bereits erschienenen Büchern handelt.

Besonderen Anklang am Ende fand aber bei mir der gewählte Vergleich zwischen Ackerman und einem Wolf, den der Hauptprotagonist selbst stellt, nachdem er sich Auge in Auge mit dem Tier gegenüber steht.

(Zitat Seite 155/156: "Er empfand eine merkwürdige Verwandtschaft zu dem Tier. Sie beiden waren in eine Welt geboren, in der es ihnen bestimmt war, die Bösen zu sein, und keiner von ihnen konnte etwas dagegen tun. Keiner konnte sein Wesen ändern. Es war bedeutungslos, ob Ackerman mehr sein wollte, als er war. Die Welt hatte ihm seine Rolle zugewiesen und die Menschen hatten bestimmte Erwartungen an ihn.")

Eine gute Beschreibung mit Anspielung auf eine Welt voller Vorurteile.


Trotz kleinerer Kritikpunkte halte ich "Racheopfer" für absolut lesenswert und auch für Ackerman-Neulinge, wie mich, gut geeignet.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Liebesroman mit Witz und Sarkasmus

Glück ist, wenn man trotzdem liebt
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"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" ist der dritte veröffentlichte Roman der deutschen Autorin Petra Hülsmann und erschien 2016 mit 414 Seiten als Taschenbuch im Bastei Lübbe Verlag.

Floristin Isa trifft ...

"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" ist der dritte veröffentlichte Roman der deutschen Autorin Petra Hülsmann und erschien 2016 mit 414 Seiten als Taschenbuch im Bastei Lübbe Verlag.

Floristin Isa trifft auf den Koch Jens, der ihr erfolgreich die Stirn bietet. Doch auf jede Herausforderung folgt ein Ziel, oder auch ein Happy End.

Petra Hülsmann hat einen erfrischenden Schreibstil, der voller Witz und Sarkasmus die Geschichte prägt.
Durch die Ich-Perspektive aus der Sicht von Protagonistin Isa blieben die Gedanken von Jens lange Zeit verdeckt, was die Handlung spannender machte.

Isa ist ein Mensch, der in seinen Gewohnheiten gefangen ist und überlässt in ihrem Leben nichts dem Zufall. Jens ist dagegen das komplette Gegenteil, was die Aufeinandertreffen der Protagonisten immer mit einem Schmunzeln im Gesicht begleiten lässt.
Jens ist ein sehr direkter und sarkastischer Charakter, der zu Beginn versucht Probleme eher diplomatisch und ruhig zu lösen bevor er sich zu einem Sturkopf wandelt, der anderen aucb gerne einmal etwas aufzwingt.

Wahrend ich mich in Isa sehr oft gut hineinversetzen konnte, so empfand ich auch zu Jens steigende Sympathie, da Petra Hülsmann hier eine gute Mischung zwischen Durchschnitt und Macho geschaffen hat.
Auch die Nebencharaktere fügten sich gut in die Handlung ein und wirkten zu keiner Zeit fehl am Platz oder unharmonisch gegenüber dem Rest.

"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" ist der perfekte Roman für entspannte Frühlings- und/oder Sommertage und wird von mir sehr gerne weiterempfohlen.

Veröffentlicht am 01.06.2019

Jugendbuch mit ernstem Thema, jedoch nicht einprägsam

Tote Mädchen lügen nicht - Filmausgabe
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"Tote Mädchen lügen nicht" ist ein Jugendroman von Jay Asher und erschien als Taschenbuch-Filmausgabe im Jahr 2017 mit 282 Seiten im cbt Verlag der Randomhouse Gruppe.

Nach dem Selbstmord von Hannah Baker ...

"Tote Mädchen lügen nicht" ist ein Jugendroman von Jay Asher und erschien als Taschenbuch-Filmausgabe im Jahr 2017 mit 282 Seiten im cbt Verlag der Randomhouse Gruppe.

Nach dem Selbstmord von Hannah Baker beginnt für einige ihrer Mitschüler ein seltsamer Moment, denn sie sehen sich einem Päckchen gegenüber. Dem einzigen greifbaren Beweis ihrer Mitschuld an dem Tod dieses einst so unschuldigen jungen Mädchens.

Geschrieben ist dieses Buch rund um einige erste Themen in der Ich-Perspektive von Clay Jensen, der sich die Kassetten anhört und die Leser mit auf die Reise in Hannahs tragisches Schicksal nimmt und die Abgründe des Schulalltags aufdeckt.
Obwohl der Schreibstil einem Jugendbuch entsprechend die Geschehnisse gut verpackt und einen leichten Sprachstil besitzt, wäre es für mich einfacher gewesen, wären die Kassettenpassagen und die Realität farblich und/oder durch mehr Abschnitte deutlicher voneinander abgegrenzt worden. Dadurch, dass beides nur durch eine Schriftart (Kassette=kursiv) unterschieden wurde, passierte es mir oft, dass ich überlas in welcher Zeit ich mich gerade befinde.

Auch wenn mir das Buch grundsätzlich gut gefiel, muss ich sagen, dass ich mit den Charakteren bzw. deren Handeln nicht immer einer Meinung war oder Verständnis aufbringen konnte. So ist mir z.B. bis zum Ende ein Rätsel geblieben, warum Hannah sich zu diesem drastischen Schritt entschloss und sich das Leben nahm. Natürlich waren die vielen geschilderten Vorkomnisse schrecklich, doch waren mir besonders zum Schluss hin ihre Absichten nicht mehr nachvollziehbar.
Ebenfalls den Zusammenhang zwischen Clay und den Kassetten habe ich nicht gänzlich verstanden.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass mir "Tote Mädchen lügen nicht" gefiel und durchaus lesenswert ist, aber trotz all der Enrsthaftigkeit keinen präsentbleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.