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Veröffentlicht am 14.10.2019

Fortsetzung mit Spannungsschwäche

Rapunzel, mein
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"Rapunzel, mein" ist ein Thriller des Autors Lars Schütz und erschien 2019 als Taschenbuch mit 416 Seiten im Ullstein Verlag. Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Grall und Wyler Thriller-Reihe.

Nachdem ...

"Rapunzel, mein" ist ein Thriller des Autors Lars Schütz und erschien 2019 als Taschenbuch mit 416 Seiten im Ullstein Verlag. Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Grall und Wyler Thriller-Reihe.

Nachdem mich Der Alphabetmörder sehr überzeugt und gefesselt hatte, war ich auf den zweiten Band sehr gespannt und bereits von der Leseprobe gepackt.
Der Schreibstil war sehr flüssig und einfach zu lesen. Mein einziges Manko im Lesefluss war die Menge an Personen bzw. die auftretenden Gruppierungen, deren Zusammenhang man erst einmal verstehen und zu ordnen musste.

Lars Schütz hat die Handlungsorte sehr gut und bildlich beschrieben, sodass ich auch außerhalb des Tatorts, bei dem es sich um meine Heimatstadt handelt, mir die Kulisse sehr gut vorstellen konnte.

Leider muss ich sagen, dass der zweite Band mich im Gegensatz zu seinem Vorgänger in Bezug auf die Spannung weniger mitgenommen hat. Obwohl die Geschichte Richtung Ende noch mal gut in Fahrt kam, so empfand ich die Mitte doch als relativ lang, da es sich immer wieder erneut um Marie, die Schwester von Fallanalytikerin und Protagonistin Rabea Wyler, drehte.

Gerne hätte ich im Thriller mehr Bezug zu dem Titel gehabt. Denn so gab es lange Zeit nur eine Tote in diesem Muster und der genaue Zusammenhang zwischen Werkname und Werksinhalt wurde erst am Ende aufgeklärt, was in meinen Augen etwas zu spät geschah. Ebenfalls fehlt in der Optik des Buches eine klare Erkennung bzw. Zugehörigkeit zum ersten Band "Der Alphabetmörder", da sowohl andere Farben als auch Schriften benutzt wurden.

Trotz meiner Kritikpunkte liegt die Fortsetzung in einem guten mittleren Bewertungsbereich. Ich würde mir wünschen, dass eine weitere Fortsetzung erscheint und diese wieder mit mehr Pepp und Spannung glänzt.

Veröffentlicht am 30.09.2019

Unterhaltungswert ohne Bindung und Tiefe

Und mit Polly kam das Glück
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"Und mit Polly kam das Glück" ist ein Roman der Autorin Eva Woods und erschien 2019 als Taschenbuch mit 480 Seiten im blanvalet Verlag der Random House Gruppe.

Nach vielen Rückschlägen im Leben weiß Annie ...

"Und mit Polly kam das Glück" ist ein Roman der Autorin Eva Woods und erschien 2019 als Taschenbuch mit 480 Seiten im blanvalet Verlag der Random House Gruppe.

Nach vielen Rückschlägen im Leben weiß Annie nicht mehr wie es ist glücklich zu sein. Doch dann trifft sie eines Tages auf die muntere Polly, die mit ihr die 100 Tage Glückschallenge startet und Annie zurück ins Leben führt.

Eva Woods war mir durch das Buch "Gib mir deinen Ex, ich geb dir meinen" bereits bekannt, weswegen ich auch hier auf einen ebenso lustigen und lockeren Schreibstil hoffte. Zu Beginn hatte der Roman auch noch einige witzige Stellen, doch fand ich den im Verlauf immer weniger, was natürlich auch mit an der Tragik der Geschichte liegt. Doch dieses außer Acht gelassen, nahm mich das Buch auch auf emotionaler Ebene nicht gefangen, was auf Grund der Thematik bzw. nach dem Klappentext eigentlich meine feste Überzeugung war.

Der Charakter der Polly erinnerte mich zu Anfang ein wenig an Louisa Clark aus "Ein ganzes halbes Jahr", da sie sehr unbeschwert wirkte, aus allem das Beste machen wollte und immer Sinn für Humor hatte. Dazu trug sie ebenfalls das Herz am rechten Fleck.
Auch fand ich stellenweise, dass mich das Buch an Ausschnitte aus z.B. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erinnerte, was mich manchmal sehr gestört hat, da ich gerne eigene Ideen der Autorin gelesen hätte.

Die Charaktere allgemein haben mich nicht erreichen können, sodass ich ihre Geschichte zwar verfolgt, mich aber nicht als Teil des Ganzen gefühlt habe. Dadurch erreicht der Roman bei mir zwar Unterhaltungswert, aber leider auch an der unteren Grenze.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Guter zweiter Band, aber nicht besser als Band 1

Scharfschütze
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"Scharfschütze" ist ein Thriller und der zweite Band der Reihe um Kommissar Paul Simon. Geschrieben wurde das Buch von Christian Kärger und erschien 2019 mit 528 Seiten als Taschenbuch im Penguin Verlag ...

"Scharfschütze" ist ein Thriller und der zweite Band der Reihe um Kommissar Paul Simon. Geschrieben wurde das Buch von Christian Kärger und erschien 2019 mit 528 Seiten als Taschenbuch im Penguin Verlag der Random House Gruppe.

Nach Abschluss seines letzten Falles, in den Paul Simon persönlich involviert war, hängte der Ermittler seinen Job an den Nagel und widmete sein Leben der Familie.
Doch dann erschießt ein Scharfschütze 5 , scheinbar willkürlich ausgewählte, Menschen und dem ehemaligen Kommissar bleibt nichts anderes übrig als zu seinem ehemaligen Partner Abel Lockhardt und dessen neuer Partnerin Sandra Kleinert zurück zu kehren um den Täter zu schnappen.

Wie bereits im ersten Band (Dinge, die mir gehören - Christian Kärger) wird auch hier der Fokus auf die Ermittlungen statt auf die Tat gesetzt. Daraus ergibt sich, dass man blutige und gewalttätige Szenen vergeblich sucht. Diese Taktik ist zwar auch durchaus spannend und regt zum Miträtseln an, sorgt aber auch für einen geradlinigen Verlauf ohne starke Höhen, aber eben auch ohne Tiefen.

Seinem Schreibstil ist Christian Kärger treu geblieben. So verwendet er weiterhin einzelne fachspezifische Wörter, bleibt aber ansonsten flüssig und verständlich.
Warum das Buch, trotz der vielen kurzen Kapitel (insgesamt ca. 91) in 9 Teile geteilt wurde hat sich mir nur nicht ganz erklärt, da der nächste Abschnitt nahtlos an den vorherigen anschloss.

Paul Simon tritt als ein sehr dominater Charakter auf, der selbst lieber Befehle erteilt statt welche zu befolgen. Seine beiden großen Lieben heißen "Job" und "Familie", was ihn in vielen Situationen sehr belastet, da er oftmals vor der Wahl steht sich nur für eine entscheiden zu können.

Obwohl ich "Scharfschütze" spannend fand und es nicht aus der Hand legen konnte schneidet es in der Gesamtwertung nicht besser ab als sein Vorgänger. Ich würde sogar noch einen halben Stern abziehen, da ich nach Ende von Band 1 auf einen Twist gehofft habe, der hier aufgegriffen und weitergeführt wird, was aber leider nicht der Fall war. Somit ergeben sich 3,5 Sterne, aber trotzdem eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Wunderbarer Sommerroman

Der Wind nimmt uns mit
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"Der Wind nimmt uns mit" ist ein Roman der deutschen Autorin Katharina Herzog und erschien 2019 mit 368 Seiten als Paperback im Rowohlt Verlag.

Bereits das Cover mit den blühenden Pflanzen und dem orangenen ...

"Der Wind nimmt uns mit" ist ein Roman der deutschen Autorin Katharina Herzog und erschien 2019 mit 368 Seiten als Paperback im Rowohlt Verlag.

Bereits das Cover mit den blühenden Pflanzen und dem orangenen Farbton lässt ohne Blick auf den Klappentext auf eine Geschichte in sommerlicher Atmosphäre schließen und ist daher passend gestaltet worden.

Katharina Herzog schreibt abwechselnd aus der Sicht von Protagonistin Maja, sowie deren Mutter Karoline. Bei Letzterer reisen wir teils in den Kapiteln nochmal ca. 30 Jahre zurück, was aber anhand entsprechender Überschirften gut erkennbar ist.
Der Schreibstil der Autorin zeichnet sich hier nicht nur durch seinen flüssigen Lesefluss aus, sondern beinhaltet neben viel Gefühl auch eine lockere Gesprächsführung, welche gepaart mit einem Quäntchen Witz für eine angenehme Lesestimmung sorgt.

Auch wenn ich nicht jede von Majas Handlungen nachvollziehen konnte, so mochte ich ihren Charakter. Ihren Mut für ein lockeres, freies Leben rund um die Welt habe ich direkt zu Beginn bewundert.
Karoline bot hier den eher vernünftigen und bodenständigen Lebensstil, der somit nicht nur das komplette Gegenteil, sondern auch die perfekte Ergänzung zum Gleichgewicht des Romans war.
Die kurzen Einblicke in den Charakter von Tobi stimmten mich weniger positiv. Doch genauso wenig konnte sich mein Herz für Lasse öffnen, obwohl mich das Ende des Buches gefreut hat.

Sehr begeistert hat mich die Umgebung bzw. La Gomera an sich. Eine Insel, welche ich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht selbst besucht habe, aber in deren Beschreibung ich mich dank Katharina Herzog verliebt habe.
Die vielen mit Worten gebildeten Bilder hinterließen die buntesten Fantasien in meinem Kopf, was selten der Fall ist.

"Der Wind nimmt uns mit" ist ein wunderbarer Sommerroman, der sich leicht lesen lässt, ohne das Kopf und Herz einem tragischen Rhytmus folgen müssen. Von mir gibt es eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 19.09.2019

Eine Enttäuschung

Sturm über Windhaven
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"Sturm über Windhaven" ist ein Fantasyroman der Autoren George R. R. Martin und Lisa Tuttle, welcher 2017 mit 448 Seiten als Paperback im Penhaligon Verlag der Random House Gruppe erschien.

Im Vordergrund ...

"Sturm über Windhaven" ist ein Fantasyroman der Autoren George R. R. Martin und Lisa Tuttle, welcher 2017 mit 448 Seiten als Paperback im Penhaligon Verlag der Random House Gruppe erschien.

Im Vordergrund steht hier der Charakter der Maris, welche seit Kindesalter davon träumt eine Fliegerin zu werden und im späteren Verlauf alles dafür tut, das auch andere Bewohner Windhavens die Möglichkeit auf ein Paar Flügel gewährt wird.

Der Roman ist in 3 Kapitel geteilt, dazu noch der Prolog bzw. Epilog. Diese geringe Anzahl an Unterbrechungen verdeutlicht direkt, wie langgezogen die Lebensabschnitte von Maris hier sind. Ich schreibe bewusst Lebensabschnitte, denn die beiden Autoren lassen zwischen den Kapiteln einige Jahre einfach unter den Tisch fallen und greifen eventuelle Ereignisse immer nur kurz im weiteren Verlauf auf. Mir persönlich hat dies gar nicht gefallen und passte auch nicht zu dem ansonsten recht ausschweifenden und flüssigen Schreibstil.

Mit den einzelnen Charakteren, wovon es nebenbei bemerkt sehr viele Haupt- und Nebencharaktere gab, bin ich überhaupt nicht warm geworden.
Besonders zu Protagonistin Maris baute ich keine Verbindung auf, welche ich gerne mehr auf ihrer Reise und ihrem Kampf begleitet hätte. Auch der Aufbau der Akademien hätte mich interessiert, doch leider fiel all dies in die, wie bereits oben erwähnt, ausgelassenen Jahre.

Leider hat mich das Buch kaum unterhalten. Es bot wenig an Spannung und regte auch sonst keinerlei Emotionen in mir.
Wegen des ansonsten guten Schreibstils reicht es noch für 2 Sterne. Von mir daher keine Empfehlung!