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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2019

Fesselnd bis zum Schluss!

The Opposite of You
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Nach der Leseprobe war sofort klar: Das will ich weiter lesen! Doch was mich im Endeffekt erwartet wusste ich nicht und so ließ ich mich ganz blind auf diese Geschichte ein und wurde absolut nicht enttäuscht.

Vera ...

Nach der Leseprobe war sofort klar: Das will ich weiter lesen! Doch was mich im Endeffekt erwartet wusste ich nicht und so ließ ich mich ganz blind auf diese Geschichte ein und wurde absolut nicht enttäuscht.

Vera ist eine sehr starke Frau, welche von einem Mann gebrochen, dabei ist, ihr Leben neu zu ordnen und wieder in die richtigen Bahnen zu führen. Und so eröffnet Sie ihren Foodtruck ... und um ehrlich zu sein: Ich hatte ständig Hunger, während ich las was die gute Vera da in ihrer kleinen Küche zauberte. Ich bin nicht geschaffen für Bücher, in denen es ums Essen geht, denn wenn dort was leckeres zubereitet wird, dann will ich auch etwas leckeres essen und ihr höre in solchen Momenten bereits meine Waage aus dem Badezimmer verzweifelt wimmern. Doch das mich die Beschreibungen so anfixen konnten ist ein gutes Zeichen, da die Geschichte es auf jeden Fall geschafft hat mich quasi schmecken zu lassen, was Vera dort verkaufte.

Das Gegenstück ist hier der Sternekoch Killian, der sowohl mürrisch als auch mit offener Kritik keine Sympathien bei Vera weckt. Auch ich konnte den unausstehlichen Mann nicht direkt leiden - was fällt ihm schließlich ein, hat der kein eigenes Leben und muss stattdessen Vera ihres erschweren?!-, jedoch zeigt sich schnell was für ein Mensch er wirklich ist und so geht es los mit Neckereien und unsere Protagonistin kontert auf witzige Weise. Der Leser bekommt hier also einiges zum schmunzeln.

Die Geschichte flog schließlich nur so dahin und ich konnte mir oftmals ein lachen nicht verkneifen. Interessanterweise mochte ich den arroganten Killian am Ende doch sehr, weil er einfach nicht so arrogant war wie anfangs angenommen. Und Vera macht in der gesamten Geschichte ebenfalls eine große Entwicklung durch, doch dies muss sich jeder selbst erlesen. Auch ihre Vergangenheit kann sie wunderbar aufarbeiten, aber dies geht nicht ganz ohne Konfrontation von statten. Jedoch gibt es ein paar neue und alte Freunde, die der jungen Köchin mit Rat und Tat zur Seite stehen!

Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich persönlich bin dem guten Killian zwar nicht mit Haut und Haaren verfallen, aber das kann halt nicht immer der Fall sein. Eine Geschichte um Essen, Freundschaft und die große Liebe. Ich bin begeistert!

Veröffentlicht am 13.06.2019

Mega genial!

Der Atem einer anderen Welt
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Ehrlicherweise hatte ich zu Beginn zwar die Leseprobe gelesen, mich aber nicht weiter mit diesem Buch und dem was dahinter steckt beschäftigt. Dann stellte sich für mich heraus, dass dies etwas wirklich ...

Ehrlicherweise hatte ich zu Beginn zwar die Leseprobe gelesen, mich aber nicht weiter mit diesem Buch und dem was dahinter steckt beschäftigt. Dann stellte sich für mich heraus, dass dies etwas wirklich wundervolles war!

Es befinden sich in diesem Buch 3 Geschichten, die zusammenhängen und auch wieder nicht. Es geht um Reisende, um Welten und nicht-nur-schwarz-und-weiß, um Freiheit und um zu hause! Jede der Geschichten konnte mich unglaublich schnell fesseln und auf ihre ganz eigene Weise mitnehmen. Wirklich begeistert war ich darüber, dass diese Geschichten zwar zusammen gehören, aber dennoch einzeln gelesen werden können. Zudem ist es eine Überraschung, wie drei Geschichte von einer Autorin in so unterschiedlichen Stilen erzählt werden können und sehr verschiedenen Grundstimmungen übermitteln.

"Der Atem einer anderen Welt"
Zunächst lernen wir die Privatschule, Eleanor West und ihre Eigenheiten kennen. Die Vielfalt der Schülerschaft ist überraschend und interessant zugleich und außerdem bekommen wir diese Geschichte aus der Sichtweise von Nancy erzählt. Sie ist aus der Welt des Herrn der Toten zurück gekehrt und hat Probleme mit der Schnelllebigkeit dieser Welt und doch findet sie Freunde unter den Schülern, welche einem schnell ans Herz wachsen: Christopher mit seiner Knochenflöte, Kade, die verrückte Sumi und die Zwillinge Jack und Jill. Jedoch ist auch an dieser Schule nicht alles eitler Sonnenschein, denn vergessen wir nicht: Sie wollen alle zurück nach hause und würden alles dafür tun!

"Unter einem roten Mond"
Die zweite Geschichte erzählt von Jack & Jill, wie die beiden auf die Welt kamen, aufwuchsen und dann nach hause fanden. Es ist eine Geschichte aus der Erzähler-Perspektive und wirkt nach der hoffnungsschwangeren ersten Geschichte zunächst etwas seltsam, weiß dann aber auf eine ganz eigene, düstere Art zu fesseln. Ich bin sehr begeistert davon, dass sich eben nicht alles nur um Zuckerwatteländer dreht, sondern auch düstere Welten zu einem zu hause werden können. Zudem bekommt der Leser hier das beste Beispiel dafür, wie unterschiedlich doch Zwillinge sein können.

"Süsser Unsinn"
Und zuletzt gibt es einen totalen Crash und wir erfahren von Unterwasserwelten und landen tatsächlich in einer Welt aus Zucker. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, der Karies würde sich beim Lesen durch meine Zähne fressen. So negativ das klingen mag ... es was herrlich. Eine Art Zucker-Schlaraffenland und unsere Helden erleben Abenteuer der skurrilen Sorte!

Drei unglaublich unterschiedliche, skurrile, fesselnde, düstere, papp-süße Geschichten voller verlorener Kinder, die ihren Weg nach hause suchen. Ich bin begeistert und hatte gemeinsam mit unseren Helden immer die Hoffnung, dass diese ihre Türen wiederfinden mögen. Ich wäre dann also bereit für weitere Abenteuer, denn die Autorin schafft es auf faszinierende Weise die Sehnsucht nach fremden Welten zu wecken. Es ist ein bisschen so wie das Gefühl eine fesselnde Buchreihe Bändeweise zu verschlingen und einfach nicht genug zu bekommen. Fesselnd! Einfach schön.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Die Wahrheit über die Wahrheit

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
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Angststörungen und Depressionen sind wohl die mit am meisten verbreiteten Erkrankungen von Menschen auf der ganzen Welt und doch wird so wenig darüber gesprochen. Betroffene müssen sich zumeist erklären ...

Angststörungen und Depressionen sind wohl die mit am meisten verbreiteten Erkrankungen von Menschen auf der ganzen Welt und doch wird so wenig darüber gesprochen. Betroffene müssen sich zumeist erklären und stoßen doch eher selten auf Verständnis. "Mach doch einfach." - Das lässt sich so viel einfacher sagen, wenn man eben nicht betroffen ist. Und genau dieses Thema greift die Autorin Ava Reed in ihrem neusten Buch auf und zeigt eine mögliche, fiktive Variante dieser Krankheiten und eine Möglichkeit damit umzugehen. Zumeist läuft es weniger rosig ab und bis zu einer Diagnose dauert es selbst in der heutigen, aufgeklärten Zeit zumeist viel zu lange. Gerade Jugendliche haben es schwer, denn irgendwo zwischen Pubertät und dem älter werden gibt es eben auch die möglichkeit, dass einem alles entgleitet und sich eben nicht "heraus wächst". So eine Erfahrung muss auch unsere Protagonistin Leni machen und das ist alles andere als leicht.

Kämpfen. Kämpfen. Kämpfen. Das ist für Leni neuer Alltag, denn zunächst kämpft sie sich durch ihren Alltag und zuletzt muss sie kämpfen um überhaupt das Bett zu verlassen. Was es heißt so gefangen zu sein zwischen Logik und schierem Unmut, bringt uns Ava Reed sehr gut näher. Natürlich bleibt auch hier weiterhin der Fokus darauf, dass eben nicht jede Geschichte eben so abläuft, denn bei jedem Individuum zeigen sich Sympthome - körperliche wie Seelische - auf verschiedenste Art und Weise.

Lenis Weg zu erleben ist hart, ehrlich und wirklich sehr gut geschrieben. "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen" konnte mich vor allem auch mit Lenis Tagebucheinträgen begeistern, welche im Buch Handgeschrieben und gezeichnet, von der Autorin selbst, daher kommen. Sie sind individuell und mit einer wirklich schönen Handschrift genau passend zu Lenis Stimmungen in Szene gesetzt. Da ein Tagebuch etwas sehr persönliches ist, geben diese Einträge noch einmal die düstersten Gedanken, die schlimmernsten Hoffnungen und die schlimmste Resignation Lenis wieder. Ganz so, wie es einfacher Fließtext nicht könnte.

Etwas später in der Geschichte lernen wir auch Matts kennen, mit dem ich ehrlich gesagt nicht so schnell warm wurde. Ich kann auch gar nicht sagen woran genau es lag, dennoch musste er sich meine Sympathie erst durch Taten verdienen. Es ist überraschend wie unterschiedlich Krankheiten sein können und wie ähnlich am Ende doch die Wünsche der Betroffenen sind: Heilung. Für den einen mag das ein reelles Ziel sein, für andere weiterhin ein Wunschtraum. Matts muss zunächst lernen, dass die Krankheit nicht sein Leben bestimmen sollte und das macht ihn schnell sehr greifbar. Mir gefiel der Matts der letzten Seiten am allerbesten!

Das Ziel des Lebens ist Leben. Doch was, wenn dir selbst das Atmen schwer fällt? Wo bleibt da das Leben? Und was ist das neue Ziel? Ich bin begeistert von Lenis Geschichte und von Matts und von all den ehrlichen Probleme von Jugendlichen, welche ohne Hilfe anderer sehr verloren wären.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Einfach KLASSE!

Tanz des Blutes
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Wow. Starke Frauen, heiße Vampire und ein geniales kleines Mädchen, welches einfach jeden um ihren Finger wickelt. Was will man mehr?

Die Geschichte von Rhage, Mary und Bitty geht weiter, denn es geht ...

Wow. Starke Frauen, heiße Vampire und ein geniales kleines Mädchen, welches einfach jeden um ihren Finger wickelt. Was will man mehr?

Die Geschichte von Rhage, Mary und Bitty geht weiter, denn es geht in die heiße Phase vor der Adoption und ich liebe, liebe, liebe es, wenn die Brüder aus den ersten Bänden zu Wort kommen und J. R. Ward baut eben genau solche Dinge in dieser "Nebenreihe" ein. Ich nenne es bewusst nicht "SpinOff", denn das würde für mich heißen, dass die Brüder nicht so stark involviert sein dürften. Aber es spielt sich eben vieles auf dem Anwesen, vieles beim Training mit der Bruderschaft und noch mehr im Dunstkreis viele Brüder ab. Genau mein Geschmack!

Die Hauptgeschichte ist allerdings die von Axe, dem Trainingsschüler. Der auf abgefahrenes Zeug steht und zudem halb tätowiert und stark gepierced daher kommt. Dieser Vampir der Arbeiterschicht trifft hier auf Elise, welche einfach die Nase voll hat von den antiquierten Ansichten der Aristokratie und der Rolle der Frauen, welche dabei vorgesehen ist. Gebährmaschinen, fügsame Shellans der ausgesuchten, ehrenhaften Vampire. Ha! Elise jedoch will mehr: Sie studiert, sie will frei sein und selbst bestimmen und mit genau diesem Freiheitsdrang trifft sie auf ihren Bodyguard Axe.

Es ist kein Geheimnis, dass die Geschichten von J. R. Ward alle nach einem bestimmten Schema laufen, gerade bei den Liebesgeschichten und bei der Bindung eines Vampirs an eine Vampirin. Machen wir uns nichts vor: Wir wissen wie das ausgeht. Aber das interessante ist das gesamte drum herum! Das WIE. Ebenso wie bei Rhage, Mary und Bitty hat man immer die Hoffnung es würde gut ausgehen, doch was, wenn nicht? Axe und Elise, das wird bestimmt werden, doch was, wenn nicht? Die Autorin schafft es jedes Mal eine unglaubliche Spannung aufzubauen und füttert uns schon in jedem neuen Buch soweit an, dass wir die nächste Geschichte unbedingt lesen MÜSSEN, ganz egal wie diese aktuelle ausgehen wird. Es ist herrlich.

So konnten mich auch dieses Mal die Leidenschaftlichen Vampire und die starken Frauen für sich gewinnen. Go Warden! Mehr, mehr, mehr.

Veröffentlicht am 15.02.2019

Absolut nicht meins.

Träume & Hoffnung
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Leider muss ich sagen, dass ich sehr enttäuscht von dem ganzen bin. In der Beschreibung steht, es würde Maéls Geschichte erzählt, jedoch wird hier weder Maéls Geschichte ausgebreitet, noch ist es spannend ...

Leider muss ich sagen, dass ich sehr enttäuscht von dem ganzen bin. In der Beschreibung steht, es würde Maéls Geschichte erzählt, jedoch wird hier weder Maéls Geschichte ausgebreitet, noch ist es spannend oder übermäßig informativ. Wir bekommen die Info, dass Maél wohl in Paris angekommen ist und zudem, dass er irgendwas sucht. Das ganze passiert etwa nicht auf den angegebenen 53 Seiten, sondern nur auf einem Bruchteil des ganzen, denn etwa die Hälfte des Ebooks besteht aus der Leseprobe zu "Gold & Schatten". Sehr enttäuschend.

Ich hatte vorher schon die Leseprobe zur eigentlichen Geschichte gelesen und fand Maél auf den wenigen Seiten nicht sonderlich sympatisch oder auch nur interessant. Meine Hoffnung, dass dieses Prequel etwas daran ändern könnte, ist damit schnell zerplatzt. Für mich scheint diese Geschichte also nichts zu sein.

Zumindest wird "Träume & Hoffnung" als kostenloses Ebook angeboten, denn so schade es ist: Das wären mir nicht einmal 99 Cent wert gewesen. Ich hatte gehofft ein wenig mehr von Maél zu erfahren um dann richtig Lust auf den ersten Band zu bekommen. Vergebens.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Geschichte
  • Atmosphäre