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Veröffentlicht am 11.06.2020

sher faszinierend, verwirrend, merkwürdig, besonders, widersprüchlich

Die Spiegelreisende
0

Ophelia lebt zusammen mit ihrer riesigen Familie auf der Arche Anima. Durch ihre Berührung kann sie die Geschichte von Gegenständen lesen und durch Spiegel reisen. Ihr Leben ist sehr geordnet und wir von ...

Ophelia lebt zusammen mit ihrer riesigen Familie auf der Arche Anima. Durch ihre Berührung kann sie die Geschichte von Gegenständen lesen und durch Spiegel reisen. Ihr Leben ist sehr geordnet und wir von der immer gleichen Routine bestimmt. Bis sie von den Ältesten ihrer Familie den Befehl bekommt, einen Adeligen von der eisigen Arche des Pols zu heiraten. Ophelia kann es nicht fassen: Warum ausgerechnet sie? Was soll sie denn am Pol, und wer ist der Mann, den sie heiraten soll? Diese und noch viele andere Fragen beschäftigen sie, doch Ophelia kann nichts gegen ihr Schicksal tun. Am Pol angekommen stolpert sie von einem Hindernis zum anderen, und schon bald merkt sie, dass sie in allerhöchster Gefahr schwebt…

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich bemerkenswert. Ihre Geschichte wirkt wie ein Sog, der einen am Anfang des Buches einzieht, und erst am Ende wieder freigibt.
Sie hat mir ihren Worten eine Welt erschaffen, die ich in noch keinem anderen Buch zuvor kennengelernt habe. Fantasy-Romane ähneln sich immer auf die eine oder andere Weise, aber hier ist es einfach etwas völlig Neues.

Ich muss zugeben, ich war am Anfang sehr verwirrt, es dauert ein bisschen, bis man sich zurecht findet. Aber das Durchhalten lohnt sich, man wird mit einer ganz und gar untypischen Geschichte belohnt.

Ophelia ist keine typische Heldin. Sie ist unscheinbar und zurückhaltend und sie will ganz und gar nicht gefallen. Sie sträubt sich mit Händen und Füßen gegen ihr Schicksal und stolpert eigentlich nur durch die Gegend. Thorn ist ihr zuwider und auch ihrer neuen Heimat kann sie nichts abgewinnen. Doch sie gibt nicht auf um die Hintergründe dieser Heirat zu entschlüsseln.

Thron war mir von Anfang an suspekt. Ein gefühlloser Klotz, der alles und jeden berechnend durchschaut und für seinen Vorteil einsetzt. Aber je mehr man von ihm liest, desto mehr menschliche Seiten blitzen hervor. Langsam aber sicher hat er mich für sich erobert und wurde mit zu einem meiner Lieblinge in der Geschichte.
Er hat sehr wohl Gefühle, und Ophelia ist ihm nicht so gleichgültig, wie sie denkt. Sehr schade, dass sie das so gar nicht sehen kann, aber vielleicht wird das in den anderen Bänden ja noch anders.

Ich bin sehr begeistert von diesem Auftakt, aber man muss sich wirklich auf das Buch einlassen, sonst wird das nichts. Ihr dürft euch nicht davon abschrecken lassen, dass man Anfang vielleicht nicht alles gleich versteht, und es braucht auch seine Zeit, um in der Welt der Autorin anzukommen. Ich wurde mit einer tollen Geschichte belohnt, und kann sie daher nur wärmstens empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

zurück in die Welt der Mythos-Academy

Bitterfrost
1

Schon einmal hat Rory gegen Loki und seine Schergen gekämpft, aber ihr Stand bei ihren Mitschülern hat sich dadurch kein bisschen verändert.
Sie ist immer noch die am meisten gehasste Schülerin der Akademie. ...

Schon einmal hat Rory gegen Loki und seine Schergen gekämpft, aber ihr Stand bei ihren Mitschülern hat sich dadurch kein bisschen verändert.
Sie ist immer noch die am meisten gehasste Schülerin der Akademie. Egal was sie tut, ihre Mitschüler sehen in ihr nur die Tochter zweier Schnitter-Assassinen. Eines Abends wird Rory Zeugin eines Mordes und wird infolge dessen Teil einer Elitegruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Schnitter des Chaos aufzuhalten.
Doch schon bald merkt „Team Mitgard“, dass es hier um einiges mehr geht, als zuvor vermutet…

Über Jennifer Esteps Schreibstil gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen: genial wie immer. Sie schreibt locker und leicht, man kommt direkt wieder in der Welt der Mythos-Academy an.
Ich habe mich übrigens sehr gefreut, dass es nochmal eine Rückkehr gibt, da ich die Reihe um Gwen Frost sehr geliebt habe.
Es ist also wie nach Hause kommen.
Nach nur wenigen Sätzen ist man wieder Teil der mythologischen Welt voller Götter, Krieger und Magie.

Rory konnte man ja in der „Frost-Reihe“ schon etwas kennenlernen, und auch dort habe ich sie schon gemocht. Umso mehr freut es mich natürlich, dass sie jetzt ihr eigenes Abenteuer bekommt.

Rory hatte es nie leicht, durch ihre Eltern wird sie ausgeschlossen und gemobbt. Doch sie versucht die Anfeindungen der anderen von sich abprallen zu lassen und sie sich nicht zu Herzen zu nehmen.
Damit hat sie zwar nur mäßigen Erfolg, aber für mich hat sie dadurch eindeutig Respekt verdient.
Rory ist stark, mutig, selbstlos, stellt ihre Freunde an die erste Stelle und tritt auch für die Menschen ein, die sie so verletzt haben. Das macht sie zur perfekten Heldin dieser Reihe.

Natürlich gibt es auch wieder einen männlichen Gegenpart: Ian. Er findet Rory von Anfang an furchtbar und will sie nicht im Team haben.
Doch mit der Zeit ändert sich das, er lernt sie kennen und schätzen.
Auch über seine Vergangenheit erfährt man einiges, was sein Verhalten nicht entschuldigt, aber erklärt.
Ich bin mir sicher, dass zwischen Rory und ihm noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, und bin gespannt, wie es weitergeht.

Das Buch wartet mit viel Tempo und Spannung auf, man taumelt richtig von einem Kampf in den nächsten, kommt gar nicht zum Luftholen.
Auch über die Mythologie erfährt man etwas mehr, nun in der Hauptrolle nicht Loki und Nike sondern Lokis Frau Sigyn.
Ein sehr interessanter Charakter, wie ich finde.

Die Artefakte und die Art und Weise, wie Magie in Rorys Welt funktioniert, hat mich wieder vollkommen gefangen und fasziniert.

Zum Glück ist die Reihe schon abgeschlossen, sodass ich jetzt direkt mit Band 2 weitermachen kann.

Ich kann zum Abschluss nur sagen: wer Gwen Frost geliebt hat, und wirklich traurig war, die Mythos Academy mit ihr verlassen zu müssen, sollte diese Reihe unbedingt lesen.

Volle Punktzahl und eine absolute Empfehlung gibt’s von mir 😊

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Wohlfühlroman

Truly
0

Endlich geht Andies lang gehegter Traum in Erfüllung: sie wird an der Harbor Hill University in Seattle angenommen. Doch das ganze Unterfangen gestaltet sich etwas schwieriger, als sie gedacht hatte. Kein ...

Endlich geht Andies lang gehegter Traum in Erfüllung: sie wird an der Harbor Hill University in Seattle angenommen. Doch das ganze Unterfangen gestaltet sich etwas schwieriger, als sie gedacht hatte. Kein Job, kein Geld und keine Wohnung.
Durch Zufall bekommt Andie eine Stelle als Barkeeperin in einem Club, wo sie auf Cooper trifft. Es funkt sofort und sie bekommt ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf. Er ist ein eher stiller und sehr widersprüchlicher Typ: mal hilft er ihr, dann ignoriert er sie wieder, aber so ganz können die beiden nicht voneinander lassen. Doch Andie gibt nicht auf und schon bald erfährt sie, welches Geheimnis in Coopers Vergangenheit liegt, und mit welch tiefen Wunden er immer noch zu kämpfen hat…

Schreibstil:
Der Stil der Autorin gefällt mir unheimlich gut. Sie schreibt sehr bildhaft und detailliert, mit vielen Metaphern und Vergleichen.
Der Grad dabei zwischen „zu viel“ und „genau richtig“ ist ziemlich schmal, aber hier wurde er perfekt getroffen.

Ava Reed würzt ihre Geschichte mit viel Wortwitz und lustigen Dialogen, man muss einfach schmunzeln.

Aufteilung:
Am Anfang des Buches findet man eine Track-Liste, die perfekt zum Buch passt, was mir immer sehr gefällt.
Die Lieder sind sehr gut ausgewählt und unterstützen die Stimmung des Buches perfekt, ich kann nur unbedingt empfehlen, hört euch die Lieder beim Lesen an!

Das Buch an sich wird aus zwei Perspektiven erzählt: Andie und auch Cooper kommen zu Wort, wobei der Fokus ganz klar auf Andie liegt.
Ich mag das immer sehr, weil das Buch dann einfach tiefgründiger und mehrdimensional wird, man kann beide Seiten verstehen.

Die Kapitel beginnen jeweils mit einem Spruch, der einem schon einen kleinen Vorgeschmack auf das Kommende gibt. Da sind wirklich tolle Sachen dabei, von denen es auch viele in mein Zitate-Buch geschafft haben.

Charaktere:
Mir hat Andie am Besten gefallen. Sie ist eher ruhig und zurückhaltend, bezieht alles auf sich und nimmt sich vieles zu Herzen. Sie hat noch immer mit einem Schicksalsschlag in ihrer Vergangenheit zu kämpfen, ist aber fest entschlossen, ein neues Leben zu beginnen.
Dafür braucht man eine riesige Portion Mut und allein dafür hat sie schon Respekt verdient.
In ihrer Beziehung zu Cooper ist sie eher zögerlich, möchte, dass er den ersten Schritt macht. Doch er stößt sie immer wieder von sich und verletzt Andie unwissentlich sehr damit.
Dass sie dennoch nicht aufgibt, obwohl das vielleicht einfacher gewesen wäre, ist toll.

Cooper hat mir auch ausgesprochen gut gefallen, obwohl ich ihn gerne mehrfach erwürgt hätte. Es dauert ziemlich lange, bis man versteht, was ihn bewegt und warum er so ist, wie er ist.
Danach habe ich mir oft gewünscht, ihn einfach mal in die Arme zu nehmen und zu trösten.
Er lädt die ganze Last der Welt auf seine Schultern, obwohl er nichts dafür kann. Schuldgefühle kann man eben nicht steuern, das muss er am eigenen Leib erfahren.
Cooper führt einen herzzerreißenden Kampf gegen sich selbst, er will Andie für sich haben, aber er will sie auch beschützen, beides zusammen ist unmöglich. Also stößt er sie weg und verletzt dabei nicht nur sie.

June und Mason sind die besten Freunde von Cooper und Andie, und man kommt nicht umhin, sich auch so eine „bessere Hälfte“ zu wünschen.
June ist irre komisch, sie muntert einen in jeder Situation wieder auf, steht aber bedingungslos hinter Andie.
Mason ist Coopers Gegenstück, der ihn am besten kennt, und ihm auch mal die unangenehme Wahrheit sagt und ihn in den Hintern tritt. Trotzdem ist er loyal und hält Cooper den Rücken frei, obwohl auch er mit etwas zu kämpfen hat.

Die Geschichte an sich ist nicht neu, aber sie wurde klasse umgesetzt. Die Charaktere sind toll, absolut sympathisch und authentisch, ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen. Von mir gibt’s die fast volle Punktzahl.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.06.2020

schöner New Adult Roman

Marked Men: In seinen Armen
3

Saint und Nash haben eine gemeinsame Vergangenheit: Nash ist Saints erste Liebe, aber durch sein Verhalten damals hat er sie unwissentlich tief verletzt. Jahre später arbeitet Saint in einer Notaufnahme ...

Saint und Nash haben eine gemeinsame Vergangenheit: Nash ist Saints erste Liebe, aber durch sein Verhalten damals hat er sie unwissentlich tief verletzt. Jahre später arbeitet Saint in einer Notaufnahme als Krankenschwester, als Nashs Vater mit der Diagnose Krebs eingeliefert wird. Er ist am Boden zerstört und nur Saint kann ihm helfen…

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, man fliegt regelrecht durch die Seiten und merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht. Sie schreibt flüssig und authentisch, man glaubt ihr jedes Wort.

Die Geschichte wird abwechselnd von Saint und Nash erzählt, so lernt man beide richtig kennen, mit ihren Stärken, Schwächen, Ängsten und Zielen. Außerdem überschneiden sich einige Ereignisse, die man dann viel besser verstehen kann, weil beide sie aus ihrer Sicht beschreiben.

Nash will Saint unbedingt davon überzeugen, dass er nicht mehr der Junge von damals ist, aber sie will sich nicht überzeugen lassen. Er legt sich wirklich ins Zeug, muss nebenher noch mit der Krankheit seines Vaters fertigwerden, ich hätte ihr nicht so viel Zeit gegeben.

Saint ist zutiefst verunsichert und von Selbstzweifeln geplagt. Sie kann sich nicht selbst lieben und erlaubt es daher auch niemandem sonst. In ihrer Beziehung mit Nash ist sie das Problem, nicht er. Nash macht einen Schritt auf sie zu und Saint geht drei zurück.
Das geht eine ganze Weile so hin und her, bis es endlich einen großen Knall gibt und sie sich entscheiden muss.

Die Geschichte nimmt eine herzzerreißende Wendung, die zwar nicht überraschend kommt, aber als Leser hätte man sich gewünscht, dass es anders kommt.

Die Autorin konnte mich voll abholen und ich wurde richtig emotional beim Lesen.

In diesem Buch gibt es mehrere explizite Szenen, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können. Sie stehen meiner Meinung nach viel zu sehr im Vordergrund, was ich nicht so gerne mag, aber Geschmäcker sind eben verschieden.

Hierbei handelt es sich um den 4. Teil der „Marked Men“ Reihe, und ich kann euch nur empfehlen: lest dieses Buch, aber startet mit Band 1. Die Reihe ist toll, gerade die Geschichte von Rule und Shaw hat mich tief berührt.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Erotik
Veröffentlicht am 31.05.2020

toller auftakt

Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt
0

Prinzessin Emelina ist ganz allein auf der Welt: Ihre Eltern wurden ermordet, ihre Schwester entführt und ihr Volk abgeschlachtet. Alles, woran sie noch denken kann ist Rache. Ihr Plan hat einige Lücken ...

Prinzessin Emelina ist ganz allein auf der Welt: Ihre Eltern wurden ermordet, ihre Schwester entführt und ihr Volk abgeschlachtet. Alles, woran sie noch denken kann ist Rache. Ihr Plan hat einige Lücken und ist alles andere als ungefährlich, doch darauf kann Em jetzt keine Rücksicht mehr nehmen. Sie will sich ins Schloss von Lera einschleichen, doch dafür muss sie Leras Prinzen Cas heiraten. Kurzerhand bringt sie die Prinzessin um, die eigentlich als Braut vorgesehen war und nimmt ihren Platz ein. Soweit läuft alles nach Plan, doch sie hat den Prinzen nicht mit eingerechnet. Er ist so ganz anders als erwartet und er weckt Gefühle in ihr, für die sie jetzt gar keinen Platz hat…

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, sie schreibt sehr flüssig und leicht. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was es einem nicht immer leicht macht, zu verstehen, wer da gerade spricht. Das wird immer erst später klar, und die einzelnen Verbindungen und Zusammenhänge machen auch dann erst Sinn.

An sich hat mir die Geschichte gut gefallen, die Charaktere sind gut gewählt und authentisch. Man bemerkt richtig, wie Em sich verändert. Am Anfang will sie alles kurz und klein schlagen, und jeden umbringen, der in ihr Blickfeld kommt. Doch mit der Zeit ändert sich das, und sie kann Cas auf ihre Seite ziehen. Doch beiden ist klar, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat, sie sind und bleiben Erzfeinde.

Das hier ist ein Fantasy-Roman, bei dem es in erster Linie nicht nur um die Liebesgeschichte von Cas und Em geht, sondern es ist eher ein Abenteuer-Roman, bei dem es um Rache, Eroberung und Hass geht, Strategie und Kriegsführung.

Ich kann euch die Reihe definitiv ans Herz legen, ich habe den ersten Band geradezu verschlungen und ich werde jetzt direkt mit der Fortsetzung weitermachen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere