Profilbild von c-bird

c-bird

Lesejury Star
offline

c-bird ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit c-bird über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

Drachenabenteuer im Frühling

Was Drachen im Frühling machen
0

Endlich ist der Winter vorbei und der Frühling hält wieder Einzug in dem Wald in dem Alfi, der kleine Niesdrache und seine Freunde leben. Doch kaum ist der Frühjahrsputz erledigt, beginnt es plötzlich ...

Endlich ist der Winter vorbei und der Frühling hält wieder Einzug in dem Wald in dem Alfi, der kleine Niesdrache und seine Freunde leben. Doch kaum ist der Frühjahrsputz erledigt, beginnt es plötzlich wieder zu schneien. Die Freunde sind sich sicher: Jemand muss den Frühling entführt haben und Schuld daran kann nur der Schneedrache sein. Gemeinsam machen sie sich daran den Frühling zu befreien.

„Was Drachen im Frühling machen“ ist ein Vorlesebuch, empfohlen für Kinder ab vier Jahren. Aufgeteilt ist es in 17 Kapitel, die sich hervorragend eignen um sie vor dem Schlafengehen vorzulesen. Dabei dominiert der Text sehr gegenüber den Bildern und ist vielleicht für die ganz Kleinen noch nicht so geeignet, die sich noch viele Bilder zu dem Text wünschen. Und es sind gerade die zauberhaften Illustrationen, die mir richtig gut gefallen haben. Mit viel Liebe zum Detail sind Lisa Rammensee hier wirklich schöne Bilder gelungen, die perfekt die Situation wiedergeben. Auch die fünf Tiere (Fussel, das Eichhörnchen, Coco, das Zwergkänguru, Timber, der Biber, Flip der Hase und natürlich Alfi) sind allesamt sympathische Figuren, die natürlich auch ihre Eigenarten haben. Es geht um Freundschaft und auch um Mut ein Abenteuer zu wagen. Und natürlich auch um den Frühling und welche schönen Dinge er mit sich bringt. Die Dialoge ist ebenfalls gelungen und der Humor kommt nicht zu kurz.
Alfi war mir und meiner Enkelin besonders ans Herz gewachsen. Ein witziger, kleiner Drache, den man einfach mögen muss. Zu meiner Freude habe ich gesehen, dass es auch ein Weihnachtsbuch rund um die fünf Freunde gibt. Das habe ich sofort auf meine Merkliste gesetzt und hoffe, dass noch viele weitere Drachenabenteuer entstehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2026

Spannend und temporeich

Die Tiefe: Versunken
0

Mit „Die Tiefe“ legt die Autorin Karen Sander bereits die dritte Staffel ihrer Ostsee-Reihe rund um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und die Kryptologin Mascha Krieger vom LKA Schwerin vor. Im ersten ...

Mit „Die Tiefe“ legt die Autorin Karen Sander bereits die dritte Staffel ihrer Ostsee-Reihe rund um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und die Kryptologin Mascha Krieger vom LKA Schwerin vor. Im ersten Teil „Versunken“ bekommen es die beiden gleich mit mehreren Morden gleichzeitig zu tun und die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch ist wieder sehr spannend und temporeich geschrieben. Die Schauplätze und die damit verbundenen Perspektiven und wechseln ständig. Zudem sind die Kapitel extrem kurzgehalten und enden oft mit einem cliffhanger. Man fliegt praktisch durch das Buch.
Neben dem eigentlichen Fall ist es aber auch genauso spannend zu beobachten wie sich das Verhältnis zwischen Tom und Mascha weiterentwickelt. Beides sind sympathische Figuren und man fiebert förmlich der Fortsetzung entgegen.
Hier findet sich auch das einzige Manko der Trilogie. Der Fall bzw. die Fälle sind auf drei Bücher aufgeteilt. Es bleiben also am Ende des Buches noch jede Menge offene Fragen übrig. Weiter geht es dann Ende Februar mit dem zweiten Band, der finale dritte Teil erscheint dann Mitte Mai.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2026

Bitte mehr von Bob Oz

Minnesota
0

Mit „Minnesota“ verlegt Jo Nesbø nicht nur den Schauplatz seines Krimis von Norwegen in die USA, sondern führt auch einen neuen Ermittler ein: Detective Bob Oz.
Bob ist ein Mann mit vielen Ecken und Kanten. ...

Mit „Minnesota“ verlegt Jo Nesbø nicht nur den Schauplatz seines Krimis von Norwegen in die USA, sondern führt auch einen neuen Ermittler ein: Detective Bob Oz.
Bob ist ein Mann mit vielen Ecken und Kanten. Seine kleine Tochter starb bei einem Unfall, darüber zerbrach auch seine Ehe. Seitdem versucht Bob seine Trauer im Alkohol zu ertränken oder mit exzessiver Arbeit zu kompensieren. Dabei bewegt es sich gerne auch mal über die Grenzen der Legalität hinaus, eine Waffe hingegen weigert er sich zu tragen.
Minneapolis, 2016. Ein Waffenhändler wird angeschossen und alles sieht zunächst nach einem Anschlag im Drogenmilieu aus. Doch es steckt weit mehr dahinter. Die Polizei jagt einen Mörder, der sich auf einem Rachefeldzug befindet. Dabei hinterlässt er falsche Spuren und ist ihnen immer einen Schritt voraus. Trotz seiner Suspendierung verbeißt Bob sich in den Fall und es gelingt ihm sogar sich dem Täter zu nähern.
Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zu Beginn des Buches lernt man den norwegischen Autor Holger Rudi kennen, der im Jahr 2022 in Minneapolis einreist und Recherche für eine True-Crime-Story betreiben will. Dabei folgt er den Spuren von Bob Oz. Was genau ihn jedoch antreibt, bleibt zunächst noch verborgen. Diese Zeitebene ist jedoch nur der Rahmen für die eigentliche Handlung, die im Oktober des Jahres 2016 angesiedelt ist. Zu Beginn jeden Kapitels erhält man die Information, in welchem Jahr man sich befindet, sodass man nie durcheinanderkommt und die Rahmenhandlung zudem nur einen geringen Teil einnimmt.
Wie aus den Romanen von Jo Nesbø gewohnt, schwingt auch in diesem Buch ein Stück Gesellschaftskritik mit. Hier geht es in erster Linie um die Waffenpolitik der USA, Rassismus und die Migrationspolitik. Schon die Erwähnung des Namens George Floyd lässt Erinnerungen an seinen gewaltsamen Tod in Minneapolis wach werden. Parallelen aus dem richtigen Leben, die einem vor Augen führen, dass vieles leider zum Alltag in den USA gehört. Zudem kam gerade vor wenigen Tag ein weiteres Opfer hinzu, dass ebenfalls durch Polizeigewalt in Minneapolis starb. An Authentizität mangelt es also dem Buch nicht.
Der meiste Teil der Handlung wird aus der Perspektive Bobs erzählt. Aber auch die Täterperspektive lernt man schon recht früh kennen und sie ist für den Leser gut nachvollziehbar.
Insgesamt ist Jo Nesbø wieder ein sehr spannender Fall gelungen, der einen aber auch ein wenig nachdenklich zurücklässt. Leider scheint es sich bei dem Buch um einen stand-alone zu handeln, was ich überaus schade finde. Bob Oz war mir richtig ans Herz gewachsen und hat durchaus das Potential für eine Serie. Harry Hole hätte einen würdigen Nachfolger gefunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein Ende voller Wendungen

Eisnebel
0

Inmitten schneebedeckter Wälder liegt Idlewood, das Winterdomizil der privilegierten Daltons. Theodora reist mit ihrem Verlobten Connor an, um dessen Familie kennenzulernen. Doch von Beginn an ist spürbar, ...

Inmitten schneebedeckter Wälder liegt Idlewood, das Winterdomizil der privilegierten Daltons. Theodora reist mit ihrem Verlobten Connor an, um dessen Familie kennenzulernen. Doch von Beginn an ist spürbar, dass Theo nicht willkommen ist. Sie erhält anonyme, bedrohliche Nachrichten, die sie auffordern sich von Connor fernzuhalten. Zudem wird Theo das Gefühl nicht los, schon einmal auf Idlewood gewesen zu sein.
Das wunderschön gestaltete Cover vermittelt zwar den Eindruck von heimeliger Wärme inmitten einer idyllischen Winterlandschaft, doch der Schein trügt. Hinter der Fassade des luxuriösen Anwesens liegen wohlgehütete Geheimnisse. Aber nicht nur die Daltons haben etwas zu verbergen. Auch die Vergangenheit von Theo spielt eine größere Rolle. An ihre Kindheit kann Theo sich nur bruchstückhaft erinnern, doch je länger sie sich auf Idlewood aufhält, desto mehr kommen die Erinnerungen zu Tage. Trotz allem konnte ich mich mit der Protagonistin Theo nicht so richtig anfreunden. Ich hatte ständig das Gefühl, dass sie nicht die ganze Wahrheit erzählt, sondern sie noch andere ungenannte Beweggründe antreiben. Dennoch sind die gesamten Figuren interessant und gut gezeichnet.
Die Autorin versteht es bestens die eiskalte Atmosphäre des Winters, aber auch innerhalb der Familie zu beschreiben. Anfänglich hat mir etwas die Spannung gefehlt, doch je mehr Details aus der Vergangenheit ans Licht kommen, desto spannender wird es. Gegen Ende wird das Buch zu einem richtigen Pageturner. Es gibt unglaublich viele Wendungen und Überraschungen und die Ereignisse überschlagen sich kurz vor dem Schluss.
Insgesamt ein Thriller, der etwas braucht bis er so richtig Fahrt aufnimmt. Je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto spannender wird. Das Ende ist dafür dann unglaublich ereignisreich und eine Wendung jagt die nächste.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2025

Spannend und atmosphärisch dicht

Rostiges Grab
0

„Rostiges Grab“ ist bereits der dritte Fall der schwedischen Krimireihe rund um Kommissarin Leonore Asker von der „Abteilung für hoffnungslose Fälle“.
Asker steht kurz vor einer Beförderung und der damit ...

„Rostiges Grab“ ist bereits der dritte Fall der schwedischen Krimireihe rund um Kommissarin Leonore Asker von der „Abteilung für hoffnungslose Fälle“.
Asker steht kurz vor einer Beförderung und der damit verbundenen Chance die Abteilung verlassen zu können. Da wird ihr der Fall des Graumädchens zugespielt. Vor 10 Jahren wurde in einem sumpfigen Waldgebiet, dem Rostskogen, eine junge Frau ermordet. Der Toten fehlte ein Finger. Das gleiche Merkmal wie bei einer 2000 Jahre alten Moorleiche, dem Graumädchen. Doch nun taucht der Finger plötzlich wieder auf und der Fall gewinnt erneut an Bedeutung.
Obwohl ich die beiden ersten Bände der Leonore Asker-Reihe nicht kannte, kam ich gut in die Geschichte rein. Es gibt zwar immer wieder Verweise auf Figuren aus den Vorgängerbänden, doch die machen eher neugierig auf die Vorgeschichte der Protagonisten.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, hauptsächlich aus Askers und der ihres Jugendfreundes Martin Hill. Da beide in diesem Fall wenig gemeinsam agieren, weiß man als Leser immer ein bisschen mehr und kann so über das Geheimnis des mystischen Rostskogens und den Mord miträtseln.
Das Spannungsniveau liegt hoch und es passiert auch ständig etwas. Dem Autor gelingt es perfekt die düstere und unheimliche Atmosphäre des Rostskogens und seiner seltsamen, fast gruseligen Bewohner einzufangen. Dazu gibt es immer wieder Passagen die mit dem Mythos des Graumädchens verbunden sind.
Dank des flüssigen Erzählstils, ist man praktisch an das Buch gefesselt. Es gibt immer wieder Wendungen und Überraschungen, doch den größten Cliffhanger gibt es am Ende des Buches. Hier lässt Anders de la Motte seine Leser verblüfft zurück und weckt zugleich die Vorfreude auf einen weiteren Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere