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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2020

Abgebrochen

Die erstaunliche Wirkung von Glück
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Dorle wohnt im Keller eines Hauses. Sie wird in dem Haus als Concierge und Dienstbote missbraucht. Doch Frau Sonne will das ändern. Dorle soll in ihre Wohnung ziehen und bekommt per Fax Aufgaben. Außerdem ...

Dorle wohnt im Keller eines Hauses. Sie wird in dem Haus als Concierge und Dienstbote missbraucht. Doch Frau Sonne will das ändern. Dorle soll in ihre Wohnung ziehen und bekommt per Fax Aufgaben. Außerdem gibt es noch Joe, einen Freund, der schon jahrelang in sie verliebt ist.

Das Buch konnte mich nicht begeistern, weshalb ich es bei der Hälfte abgebrochen habe. Es ist alles etwas surreal und Dorle konnte ich einfach zu wenig verstehen. Problem bei mir war auch, dass ich zuvor ein sehr ähnliches Buch gelesen habe und mir das dann zu viel wurde. Aber der Schreibstil hat mir gut gefallen.

Ich würde sagen, ein typisch französisches Buch, für Fans von der fabelhaften Welt der Amelie.

Veröffentlicht am 13.09.2020

Neuanfang in Apulien

Ein Sommer wie kein zweiter
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Ruthie kauft spontan ein Haus in Apulien. Sie will es renovieren und dort wohnen. Den dazugehörigen Olivenhain möchte sie nicht nutzen. Doch dort angekommen stellt sich das Haus als Bruchbude heraus und ...

Ruthie kauft spontan ein Haus in Apulien. Sie will es renovieren und dort wohnen. Den dazugehörigen Olivenhain möchte sie nicht nutzen. Doch dort angekommen stellt sich das Haus als Bruchbude heraus und ihre Nachbarn möchten das Haus selbst haben. Marco ist einer davon und macht ihr das Leben schwer. Nur ihr Herz schlägt in seiner Nähe schneller...

Das war jetzt das dritte Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ein Sommer in Galway hat mir am besten gefallen. Mein Problem ist eher, dass die Konstellation zwischen den Personen immer gleich ist. Er ist unfreundlich, sie wurde verlassen und kommt in ungewöhnliche Situation...

Bei diesem Buch hatte ich Probleme mit den Charakteren. Es fehlt deutlich an Tiefe und so richtig nahe kommt man ihnen nicht. Manches versteht man auch nicht.

Etwas gestört haben mich die Wiederholungen. Wie oft die Vergangenheit mit Es durchgekaut wurde, war einige Male zu oft. Trotzdem mag ich den Schreibstil der Autorin.

Das Buch fängt die Stimmung des Ortes sehr gut ein und man riecht, schmeckt, sieht Apulien fast vor Augen. Das schafft die Autorin wirklich immer sehr gut.

Fazit: Ein leichter Sommerroman ohne Tiefe.

Veröffentlicht am 08.09.2020

Enttäuscht

A is for Abstinence
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Wie man schon im Vorgänger lesen kann, sehen sich Val und Kyle nach 4 Jahren wieder. Kyle hat erkannt, dass Val seine Traumfrau ist und will auf Sex verzichten um Val endlich zu bekommen.

Und hier beginnt ...

Wie man schon im Vorgänger lesen kann, sehen sich Val und Kyle nach 4 Jahren wieder. Kyle hat erkannt, dass Val seine Traumfrau ist und will auf Sex verzichten um Val endlich zu bekommen.

Und hier beginnt schon das Problem des ganzen Buchs. Ihm geht es letztendlich um Sex, obwohl er immer wieder betont, dass es auch ohne geht. Die beiden haben im ganzen Buch keine innigen Momente, keine gemeinsamen Erlebnisse, die dem Leser zu Herzen gehen. Letztendlich sind beide Herzen schon erobert und es ist nur noch schnulziges Geplänkel. Selbst eine Geburt, wo normal sehr viele Emotionen freisetzt, bleibt oberflächlich.

Dadurch dass man nur die Sicht von Kyle lesen kann, bleibt alles an der Oberfläche. Außerdem hat man das Gefühl, dass Val verloren geht. Die starke, interessante Person finde ich nicht mehr in diesem Teil.

Ehrlicherweise muss man auch einfach sagen, dass eine Dilogie nicht notwendig war. Aber so verdient der Verlag mehr Geld.

Veröffentlicht am 07.09.2020

Auch Hühner haben Wünsche

Eine Hühnerschaukel für Rosa
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Rosa ist eine Henne. Sie lebt bei Hermine und vielen anderen Hennen. Als eines Tages ein Paket kommt, hofft jede Henne auf etwas anderes. Rosa möchte eine Hühnerschaukel. Aber nur Hermine weiß was in dem ...

Rosa ist eine Henne. Sie lebt bei Hermine und vielen anderen Hennen. Als eines Tages ein Paket kommt, hofft jede Henne auf etwas anderes. Rosa möchte eine Hühnerschaukel. Aber nur Hermine weiß was in dem Paket ist.

Ich finde die Zeichnungen und Gestaltung sehr schön und gelungen. Es gibt viele Details ohne dass es überladen wirkt.

Der Text kam mir im ersten Moment etwas lang vor für 4- jährige. Aber das Kind in dem Alter hat gut durchgehalten und die komplette Geschichte mehrmals vorgelesen haben wollen.

Mir gefällt die Schriftart des Textes nicht gut. Das wirkt sehr unruhig und ich hätte mir etwas passenderes gewünscht.
Außerdem ist die Geschichte nett, aber nicht mehr. Das Buch wird kein Lieblingsbuch meiner Kinder und mir werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 05.09.2020

Wenig Tiefe

So weit die Störche ziehen (Die Gutsherrin-Saga 1)
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Dora Twardy wächst behütet in Ostpreußen auf einen Gutshof auf. Einiges Ziel ist der nächste Ball, das schönste Kleid und ein Verlobter. Doch der Krieg fordert seinen Zoll. Die Männer werden eingezogen ...

Dora Twardy wächst behütet in Ostpreußen auf einen Gutshof auf. Einiges Ziel ist der nächste Ball, das schönste Kleid und ein Verlobter. Doch der Krieg fordert seinen Zoll. Die Männer werden eingezogen und Dora muss zu ihrem Onkel nach Königsberg, weitab ihres gewohnten Komforts.

Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Ich denke, sie bildet gut ein Leben in Zeiten des 2. Weltkrieges ab. Das Ende der Geschichte kam mir dann etwas zu schnell. Insgesamt hätte man vielleicht die Zeit in Königsberg kürzen können und dafür etwas mehr an der Flucht erzählen können. Gerade dieses Thema Flucht und Vertreibung hat mich interessiert.

Mein großes Problem mit dem Buch war Dora. Ich empfand sie und auch andere Familienmitglieder wenig empathisch. Zu Beginn fand ich ihre Ich- Bezogenheit schon anstrengend, aber umso länger der Krieg dauerte, desto mehr nervte es. Man merkt zwar eine kleine Entwicklung bei ihr, aber sie reift nicht.
Leider empfand ich auch die Nebenfiguren eher lieblos dargestellt mit wenig Tiefe.

Fazit: Wer etwas über den Krieg in Ostpreußen lesen will, ist meiner Meinung nach mit der Ostpreußen- Saga von Ulrike Renk besser bedient. Die Handlung ist ähnlich, aber die Protagonistin gefiel mir besser.