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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Gefahren von Deepfakes

Seven Ways to Tell a Lie
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Vor einem Jahr ist eine Freundin von Jonah verschwunden. Danach trennte sich die Clique. Nun tauchen plötzlich Deepfake Videos auf, die die Geheimnisse der ehemaligen Freunde der Öffentlichkeit offenbaren. ...

Vor einem Jahr ist eine Freundin von Jonah verschwunden. Danach trennte sich die Clique. Nun tauchen plötzlich Deepfake Videos auf, die die Geheimnisse der ehemaligen Freunde der Öffentlichkeit offenbaren. Hat das alles mit dem Verschwinden zu tun? Wer steckt hinter den Videos? Finden die Freunde wieder zusammen?

Das Buch war an sich schon spannend und erfüllt die Voraussetzungen für einen Jugendthriller. Gerade zum Ende hin wurde es sehr spannend. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen.

Leider hatte die Geschichte aber auch einiges, was mir die Lesefreude nahm. Jonah ist der Erzähler der Geschichte, aber die Clique besteht auch aus vielen anderen Personen. Die Figuren bleiben sehr an der Oberfläche, man fühlt sich nicht mit ihnen verbunden. Auch konnte ich die Verbindung der Freunde nicht ganz nachvollziehen. Dieses Kämpfen gegen die Kleinstadt war für mich nicht schlüssig erzählt. Was war denn genau vorgefallen? Auch hier bleiben Charaktere oberflächlich. Es ist fast schon zu deutlich gegen wen etwas konstruiert werden soll. Das sorgte dann auch nicht für Spannung, weil man wusste, dass es eine falsche Fährte sein wird.
Die Videos waren für die Öffentlichkeit sichtbar. Trotzdem bleiben die Betroffenen ohne Hilfe. Die Erwachsenen sind alle passiv, was ich sehr unrealistisch finde. Zusätzlich ist es nicht realistisch, dass alle Freunde ein so großes schlimmes Geheimnis haben.

Insgesamt hat die Geschichte Potential. Doch leider hat man das Gefühl, dass zu wenig in die Tiefe gegangen wurde.

Veröffentlicht am 23.03.2025

Leben ohne Ende

Für immer
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An einem beliebigen Tag bleibt für alle Menschen die Zeit stehen. Niemand stirbt und niemand wird geboren. Die Geschichte wird anhand verschiedener Charaktere erzählt. Da ist beispielsweise die todkranke ...

An einem beliebigen Tag bleibt für alle Menschen die Zeit stehen. Niemand stirbt und niemand wird geboren. Die Geschichte wird anhand verschiedener Charaktere erzählt. Da ist beispielsweise die todkranke Jenny, die sich freut, dass ihr mehr Zeit mit ihren Kindern bleibt. Das Ehepaar Otto und Margo, die ganz unterschiedlich auf die zusätzliche Lebenszeit reagieren.

Zu Beginn des Buchs hatte ich große Probleme die verschiedenen Charaktere zuzuordnen. Eigentlich sind die Namen doch unterschiedlich, aber die Kapitel sind kurz und man muss immer wieder überlegen, wer das nochmal war.
Mit der Zeit empfand ich die Geschichte auch als langweilig. Denn der Stillstand im Leben der Menschen macht sich auch im Buch bemerkbar.

Ich war sehr gespannt auf die Auflösung, doch das Ende hat mich nicht für die eher langweilige Geschichte entschädigt. Insgesamt war ich sehr enttäuscht vom Roman.

Veröffentlicht am 23.03.2025

Punk, Liebe, Gedichte

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Elisa ist großer Fan von Mascha Kaléko. Zu Beginn der Kapitel gibt es ein Gedicht von Kaléko. Daran schließt dann die Geschichte von Elisa an. Manchmal passt das sehr gut, manchmal finde ich es nicht so ...

Elisa ist großer Fan von Mascha Kaléko. Zu Beginn der Kapitel gibt es ein Gedicht von Kaléko. Daran schließt dann die Geschichte von Elisa an. Manchmal passt das sehr gut, manchmal finde ich es nicht so gut. Elisa entspricht wohl dem Begriff Systemsprengerin. Schon mit 11 lebt sie im Heim, mit 13 bringt ihr Leben als Punk mehr auf der Straße als in einem Haus.

Das Thema Liebe zieht sich durch das Buch. Denn vieles erklärt sich Elisa durch die fehlende Liebe ihrer Mutter. Elisa macht viele schreckliche Erfahrungen und das Buch wird erst zum Ende hin versöhnlich. Wenn ich das Nachwort richtig deute, ist die Geschichte teilweise autobiographisch. Dann beeindruckt die Offenheit der Autorin sehr. Insgesamt ist mir die Erzählung etwas zu düster gewesen und auch die kurzen Episoden waren nicht immer einfach zu lesen.

Gut gefallen hat mir die Auswahl an Gedichten und dass diese mit der Geschichte verknüpft sind.
Gleichzeitig fehlte mir dann aber etwas Info zu Mascha Kaléko.

Das Cover und der Titel finde ich extrem gut. Das passt zum Inhalt des Buchs und wird dort auch aufgegriffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2025

Schwacher Beginn

Starting Something Great
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Mina hat vor zwei Jahren im Urlaub eine Romanze mit Julian. Obwohl sie sich verliebt haben, sah sie keine Zukunft für eine Beziehung. Das liegt daran, dass Julian ein Weltstar ist. Als sie nun eine Stelle ...

Mina hat vor zwei Jahren im Urlaub eine Romanze mit Julian. Obwohl sie sich verliebt haben, sah sie keine Zukunft für eine Beziehung. Das liegt daran, dass Julian ein Weltstar ist. Als sie nun eine Stelle angeboten bekommt, begegnet sie Julian erneut. Finden sie beiden zueinander?

Ich mochte wie das Leben auf Tournee beschrieben wird und die einzelnen Mitglieder von Band und Team dargestellt werden. Man spürt das Band, das zwischen ihnen entsteht.
Minas und Julians Geschichte und ihre Entwicklung fand ich interessant.
Mich störte der Beginn des Buchs. Es fehlte irgendwie an Spannung, an Gefühl und an Nähe zu den Personen. Ich fand es schwer mich zum Weiterlesen zu motivieren. Das hat mich erstaunt, denn die Autorin schreibt normal anders. Es dauerte für mich über 50 Seiten bis das Buch mich unterhalten konnte. Ich war kurz davon es abzubrechen.

Veröffentlicht am 08.03.2025

Schöne Idee

Something Old, Someone New
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Shea ist sich bei einem sicher, niemals wird sie einen vererbten Ring annehmen. Nur wenn er aus einer positiven Ehe kommt, wäre es möglich. Ihre Nonna hat diese Weisheit mitgegeben. Als John ihr einen ...

Shea ist sich bei einem sicher, niemals wird sie einen vererbten Ring annehmen. Nur wenn er aus einer positiven Ehe kommt, wäre es möglich. Ihre Nonna hat diese Weisheit mitgegeben. Als John ihr einen Antrag macht, ist sie also zunächst geschockt über den Secondhand- Ring. Doch um sicher zu gehen, ob er gutes Karma in sich trägt, reist sie um die Welt um die ehemaligen Besitzerinnen zu finden.

Ich finde die Idee schön und interessant. Aufgrund des Covers habe ich eine eher heitere Liebesgeschichte erwartet.

Leider muss ich sagen, dass das Buch mich nicht überzeugen konnte. Das liegt einerseits an der Erzählweise. Es gibt doch einige Längen aus meiner Sicht. Zusätzlich fehlte mir das Knistern, ich hatte schon eine Liebesgeschichte erwartet. So ging es eher in Richtung Familiengeheimnis, weil Shea die Vergangenheit des Rings erforschen wollte.
Andererseits fand ich die Charaktere nicht wirklich interessant. In der Leseprobe wirkte das noch anders. Aber mir fehlte das Mitfiebern, denn letztendlich war alles so oberflächlich und uninteressant.