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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2021

Schwächer als die ersten beiden Teile

Twist of a Love Affair (Baileys-Serie 3)
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Auf “Twist of a Love Affair” habe ich mich wahnsinnig gefreut, da mir die anderen Bände der Reihe sehr gut gefallen haben und das Ende des vorherigen Bandes mich sehr gespannt auf diesen Band gemacht hat. ...

Auf “Twist of a Love Affair” habe ich mich wahnsinnig gefreut, da mir die anderen Bände der Reihe sehr gut gefallen haben und das Ende des vorherigen Bandes mich sehr gespannt auf diesen Band gemacht hat.

Der Schreibstil des Autorenduos Piper Rayne hat mir schon bei den anderen Bänden sehr gut gefallen. Auch in diesem Buch war er wieder sehr flüssig. Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen, da ich überhaupt keine Schwierigkeiten hatte das Ende des letzten Bandes mit dem Anfang dieses Bandes zu verknüpfen. Auch wenn die einzelnen Teile der Reihe nicht zusammenhängen wäre es gut, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man sonst gespoilert würde.

Die Atmosphäre hat mir in “Twist of a Love Affair” auch wieder sehr gut gefallen. Ich habe mich so gefreut wieder nach Lake Starlight zu den Baileys zurückkehren zu können. Der Zusammenhalt in der kleinen Stadt ist immer ein großes Highlight der Bücher und auch die dort lebenden Charaktere sind jeder für sich einfach toll. Ich habe jeden Einzelnen in mein Herz geschlossen.

Bei den Hauptprotagonisten habe ich gemischte Gefühle. Rome kenne ich schon aus den vorherigen Büchern. Dort habe ich ihn als einen lebensfrohen und risikobereiten Junggesellen kennengelernt. Er ist für jeden Spaß zu haben, kann aber auch Verantwortung übernehmen und würde für seine Familie alles tun. Zusammen mit seinem Zwilling Denver ist er einer der lustigsten Charaktere der Reihe. Als Harley Sullivan in der Kleinstadt auftaucht und Rome mit seiner Tochter Calista konfrontiert, lernt man noch eine ganz andere Seite von ihm kennen. Er wandelt sich vom risikobereiten Junggessellen zum verantwortungsvollen Vater. Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass er sich so schnell an die neue Situation gewöhnen konnte und er ist ein echt toller Vater.
Mit Harley hatte ich leider so meine Schwierigkeiten. Ich bin mit ihr einfach nicht wirklich warm geworden. Ich fand es toll, dass sie für die Gesundheit ihrer Tochter jede Hürde überwinden würde, auch wenn sie dafür dem Vater ihrer Tochter mitteilen muss, dass er der Vater ist. Dass sie Rome aber ständig Sachen vorgeworfen hat, die ihrer Meinung nach seine Meinung sein muss, hat mich irgendwann echt genervt. Sie hat ihn überhaupt nicht ausreden lassen und ihn sich gar nicht erklären lassen. Sie ist immer davon ausgegangen, dass er so reagieren muss, wie sie es aus ihrer Kindheit gewohnt ist. Sie hat keine leichte Kindheit gehabt, aber meiner Meinung nach hätte sie wenigstens Rome anhören müssen und ihm etwas mehr vertrauen sollen.

Die Handlung war die am wenigsten spannende der bisher veröffentlichten 3 Bände der Reihe. Mir hat oft die Spannung gefehlt. Ich denke mir ging es deshalb so, da mir viele Handlungen von Harley unnötig erschienen, die man hätte kürzen können und somit noch andere Aspekte in die Handlung hätte einfließen lassen können.

Ich freue mich dennoch sehr auf Band 4 der Reihe, in dem es um Savannah gehen wird. Sie ist mir bislang weder negativ noch positiv aufgefallen, weshalb ich mich freue sie näher kennenzulernen. Auch auf Liam freue ich mich sehr. “Twist of a Love Affair” bekommt von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne.

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Veröffentlicht am 25.01.2021

Ein Buch zum Nachdenken

1984
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In der Schule mussten wir uns zwischen “1984” von George Orwell und “Brave New World” von Aldous Huxley entscheiden. Letztendlich haben wir “Brave New World” im Englisch LK gelesen, aber mir war damals ...

In der Schule mussten wir uns zwischen “1984” von George Orwell und “Brave New World” von Aldous Huxley entscheiden. Letztendlich haben wir “Brave New World” im Englisch LK gelesen, aber mir war damals schon klar, dass ich irgendwann auch noch “1984” lesen möchte.

Der Schreibstil von George Orwell ist flüssig zu lesen und er ist sehr bildlich, sodass der Leser sich alles sehr gut vorstellen kann. Da das Buch im Original von 1948 ist merkt man dies natürlich auch dem Schreibstil an. Er ist nicht so leicht zu lesen wie bei neueren Büchern, aber ich finde dennoch, dass das Buch sehr lesenswert ist und man sich nicht vom Schreibstil abschrecken lassen sollte. Auch die Handlung kann vom Spannungsgrad nicht mit heutigen Dystopien mithalten. Stellenweise war mir die Handlung etwas langatmig und ab und zu auch sehr weit hergeholt, aber das passt gut zum Buch, da es auch die Leser aufwecken soll. Zu diesem Zweck muss die Handlung manchmal auch etwas überspitzt sein.

George Orwell schaffte in “1984” eine wirklich beängstigende, aber auch sehr realistisch wirkende Zukunftsvision. Ich fand es beeindruckend, wie durchdacht und komplex das Buch ist. Es wurde sogar eine neue Sprache entwickelt (Neusprech). Diese wird am Ende des Buches sogar komplett erklärt. Ich habe mir die erklärung zu Beginn durchgelesen, aber das wäre auch nicht unbedingt notwendig gewesen. Ich denke man hätte auch so alles gut verstehen können. Durch die neue Sprache wollen Politiker steuern, was die Bevölkerung denkt und sagt. Dadurch haben die Personen durchgehend Angst etwas falsches zu sagen oder zu denken, weshalb sie dann lieber gar nichts sagen. Durch Kriege, Bombenabwürfe und die unterdrückte Bevölkerung herrscht eine düstere und beängstigende Grundstimmung. Grotesk wirkt allerdings, dass die Bevölkerung den Krieg feiert. Bedenklich fand ich auch, dass jeder jeden überwacht. Selbst Kinder werden zu Spitzeln ausgebildet. Sie verraten sogar aus Spaß ihre eigenen Eltern, obwohl diese gar nichts getan haben und die Eltern finden dies ok und loben ihre Kinder sogar dafür.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig, sodass alles abgedeckt wird. Durch den Protagonisten Winston Smith lernt der Leser die Welt kennen und bekommt mit, wie Winston immer mehr am Symstem zweifelt und auf der Suche nach der Wahrheit sein Leben aufs Spiel setzt. Seine Gedanken werden sehr gut dargestellt. Auch die anderen Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet. Mein großes Problem war, dass ich mich nicht in die Charaktere hineinversetzen konnte, nicht mit ihnen mitfühlen konnte und viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Dies ist bestimmt so gewollt, aber mir hat dadurch leider etwas gefehlt. Ein sehr wichtiger Aspekt, der sehr gut ausgearbeitet wurde war, dass die Menschen nicht immer die sind, für die man sie hält und man in Winstons Welt keinem vertrauen sollte.

Das Buch regt einen zum Nachdenken an. Man kann nur hoffen, dass dies alles nie eintritt und keine Wirklichkeit wird. Das Grundkonzept ist wirklich spannend, allerdings wurde es zwischenzeitlich etwas langatmig und ich hatte so meine Probleme mit den Charakteren. Durch meine Kritikpunkte gebe ich dem Buch ⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne.

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Veröffentlicht am 18.01.2021

Ein toller Auftakt

One Last Song
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“One Last Song” habe ich letztes Jahr im Oktober in einer Box von Buchmädchen bekommen und bin dann nie dazu gekommen es zu lesen, obwohl ich mich total auf das Buch gefreut hatte. Da Ende Januar der zweite ...

“One Last Song” habe ich letztes Jahr im Oktober in einer Box von Buchmädchen bekommen und bin dann nie dazu gekommen es zu lesen, obwohl ich mich total auf das Buch gefreut hatte. Da Ende Januar der zweite Teil der Reihe erscheint, habe ich nun endlich zu dem Buch gegriffen.
“One Last Song” ist das erste Buch, welches ich von Nicole Böhm gelesen habe. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist sehr flüssig und bildhaft, sodass ich mir alle sehr gut vorstellen konnte. Nicole Böhm hat es geschafft, die Emotionen so gut rüberzubringen, dass ich total mit Julian und Riley mitgefiebert habe und mir so sehr ein Happy End gewünscht habe. Besonders das Setting hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe New York und ich habe mich gerne dorthin zurück geträumt und habe mit Riley und Julian die Stadt weiter erkundet. Dass das Buch das Thema Musik in einer Art und Weise mit einbringt, dass es einen Großteil der Handlung ausmacht, aber nicht hervorsticht, fande ich großartig. In dieser Tiefe wird das Thema Musik sonst eher selten behandelt.

Riley und Julian sind zwei Protagonisten, die ich lieb gewonnen habe. Riley konnte mich mit ihrer hilfsbereiten Art sofort für sich gewinnen. Riley würde für ihren Traum alles tun, leider erleidet sie viele Rückschläge auf ihrem Weg nach oben. Mir hat es so gut gefallen, dass sie für ihren Traum gekämpft hat, dafür aber andere Leute nicht in den Ruin gezogen hat. Sie ist eine sehr ehrliche und liebevolle Person, die sich nie über andere stellen würde. Ihre Freunde und ihre Familie kommen für sie immer an erster Stelle. Da auch in meinem Leben die Musik eine große Rolle spielt, fand ich es toll zu merken, wie groß ihre Liebe zur Musik ist. Außergewöhnlich war, dass Riley nicht als die perfekte Protagonistin dargestellt wurde, sondern, dass auch sie noch Potenzial nach oben hat, welches sie im Laufe der Geschichte durch viel Übung ausbauen kann. Auch Julian war für mich ein außergewöhnlicher charakter. Trotz seines Erfolgs als Musiker, ist er auf dem Boden geblieben und sehr bescheiden. Man merkt ihm seine Leidenschaft an und dass er für die Musik lebt. Seine Vergangenheit war nicht immer einfach und sie belastet ihn noch heute. Im Laufe der Geschichte schafft er es aber, sie zu überwinden und zu einem zufriedeneren Menschen zu werden. Die Gefühle zwischen Julian und Riley waren greifbar und sehr realistisch. Ihre Beziehung war sehr authentisch. Die Liebe zwischen den beiden hat sich langsam entwickelt, sodass man den beiden die Gefühle abgekauft hat. Mir hat besonders gut gefallen, dass bei dieser Geschichte das Drama nicht im Vordergrund stand, sondern die Musik und die Verbindung der beiden.
Auch die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Besonders Ally und Gillian habe ich in mein Herz geschlossen. Ich freue mich darauf, die beiden hoffentlich noch öfter zu sehen.
Die Geschichte von Julian und Riley ist intensiv, sehr emotional, aber auch wunderschön. Ich habe mich in New York und in die Charaktere verliebt. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Das Buch bekommt von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne.

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Veröffentlicht am 15.01.2021

Ein Buch zum Nachdenken

Das Flüstern der Bäume
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“Das Flüstern der Bäume“ von Michael Christie ist eine Familiengeschichte, die sich über vier Generationen erstreckt (1908 bis 2038), die den Leser während der gesamten Geschichte, im Hinblick auf den ...

“Das Flüstern der Bäume“ von Michael Christie ist eine Familiengeschichte, die sich über vier Generationen erstreckt (1908 bis 2038), die den Leser während der gesamten Geschichte, im Hinblick auf den Umgang mit der Natur und den Folgen der Abholzung der Wälder, zum Nachdenken zwingt.
Der Schreibstil des Autors zeichnet sich durch eine grandiose Beschreibung aller handelnden Personen, Landschaften und auch der entsprechenden politischen Zeitabläufe aus. Er ist sehr authentisch und auch umfänglich, so dass man durch ihn ein umfassendes Bild der Charaktere und auch der Orte der Handlungen bekommt.
Jacinda Greenwood arbeitet als Naturführerin auf Greenwood Island im Jahr 2038, einer abgelegenen bewaldeten Insel vor der Pazifikküste von British Columbia. Dort wird Pilgern einer der letzten Primärwälder auf Erden gezeigt. Sie ist getrieben von der Arbeit zur Rettung eines der letzten Reservate und der Verbindung der Natur zum Überleben der Menschheit.
Jacinda hält die Namensgleichheit für puren Zufall, doch durch Ermittlungen ihres Ex-Verlobten erhält sie das Tagebuch ihrer Großmutter, das ihr die Familiengeschichte väterlicherseits offenbart. Erzählt wird die Geschichte ab dem Jahre 1908.
Eindrucksvoll werden die Jungen Harris und Everett Greenwood durch Michael Christie als Hauptcharaktere eingeführt.
Beeindruckt hat mich die Fürsorge und Aufopferung von Everett Greenwood für das von ihm aufgefundene Findelkind. Selbstlos rettet er Willow und setzt immer wieder sein eigenes Leben aufs Spiel. So verschieden die Brüder Harris und Everett auch sein mögen, werden sie, jeder in seiner eigenen Rolle, Retter des kleinen Findelkindes Willow. Harris, der ein Vermögen durch die Abholzung der Wälder und den Verkauf des Holzes gemacht hat und Everett, der anstelle seines Bruders in den Krieg gezogen ist und Bäume als Lebewesen wertet und die Machenschaften seines Bruders schwer verurteilt. Eine beeindruckende Rolle in der Geschichte spielt auch Liam Feeney, der dem erblindeten Harris eine große Unterstützung ist. Liebevoll und zu jeder Zeit bereit das Richtige zu tun, egal welche Folgen es für ihn auch haben mag.
Jacindas Vater Liam ist eher ein Mann, der seinen Platz im Leben nicht wirklich findet. Geprägt durch das Hippie-Leben seiner Mutter Willow und ihre vielen Aktivitäten als Umweltaktivistin beschränkt sich sein Leben auf die liebevolle Arbeit mit Holz. Nur dies gibt seinem Leben einen Sinn. Genau wie seine Mutter liebt er die Bäume.
Willow hat meinen größten Respekt, da sie sich zu jeder Zeit mutig gegen die Vernichtung der Wälder gestemmt hat. Ungeachtet möglicher Strafen sieht sie es als ihr Lebenswerk.
Insgesamt betrachtet, sind die vier Generationen durch ihre jeweilige Betrachtung und den Umgang mit dem Rohstoff Holz in ganz enger Verbindung.
Eine spannende und liebevoll geschriebene Familienchronik, die dem Leser an jeder Stelle immer wieder die Notwendigkeit zum Umdenken im Naturschutz und die bereits jetzt festzustellenden Schäden und Katastrophen vor Augen führt. Noch ist Zeit zur Umkehr, der Ausblick auf das fiktive Jahr 2038 sollte jeden Leser noch einmal aufrütteln.
Das Buch bekommt von mir verdiente ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne.

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Veröffentlicht am 11.01.2021

Hatte leider mehr erwartet

Chaos Walking
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Ich bin so gespannt auf den Film zu “Chaos Walking”, dass ich vorher unbedingt das Buch lesen wollte. Das Buch gibt es ja schon länger, seit heute gibt es aber das Buch als Neuauflage, als Roman zum Film. ...

Ich bin so gespannt auf den Film zu “Chaos Walking”, dass ich vorher unbedingt das Buch lesen wollte. Das Buch gibt es ja schon länger, seit heute gibt es aber das Buch als Neuauflage, als Roman zum Film.
Von Patrick Ness habe ich noch kein Buch gelesen, aber ich habe über seine anderen Bücher schon viel Gutes gehört. “Chaos Walking” ist der erste Teil der originalen Trilogie. Auf das Buch bin ich durch den Klappentext aufmerksam geworden. Ich liebe Dystopien, weshalb ich auf diese hier besonders neugierig war. Auch das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Obwohl Personen auf dem Cover abgebildet sind, was ich sonst nicht so gerne mag, stört es mich hier überhaupt nicht. Da es der Roman zum Film ist, ist hier zum größten Teil das Filmplakat abgebildet, mit den Gesichtern der beiden Protagonisten Viola und Todd, gespielt von Daisy Ridley und Tom Holland. Daisy Ridley kenne ich bereits aus den Star Wars-Filmen und Tom Holland mag ich als Schauspieler auch super gerne. Das Buch wurde klimaneutral produziert, was ich wirklich toll finde.
Da ich mich so sehr auf das Buch gefreut habe, hatte ich vielleicht zu hohe Erwartungen. Da es nur der erste Teil einer Trilogie ist, hatte das Buch leider oft Längen. Ich hatte oft nicht das Bedürfnis, weiterlesen zu wollen. Vor allem mit dem Schreibstil von Patrick Ness habe ich mich in diesem Buch wirklich schwer getan. Das Buch handelt von einer Zivilisation, wo die Männer an einem Virus erkranken, durch den man ihre Gedanken hören kann. Die Frauen sterben an dem Virus. Dadurch, dass auch die Gedanken (logischerweise) ausgeschrieben werden, bin ich besonders zu Beginn super oft aus dem Konzept gekommen. Es war mir irgendwie zu viel, besonders da auch die Gedanken der Tiere ausgeschrieben wurden. Die Gedanken sind oft zusammenhangslos und ohne Punkt und Komma, was mich oft in den Wahnsinn getrieben hat. Das letzte Drittel des Buches hat es für mich dann aber wieder herumgerissen. Ich weiß nicht, ob ich mich einfach an den Schreibstil gewöhnt hatte, aber ich kam viel besser mit dem Geschriebenen zu recht und ab da wurde es für mich auch richtig spannend. An sich war die Geschichte auch vorher schon spannend, aber da war ich noch nicht wirklich in der Geschichte drin und deshalb konnte ich es nicht so gut genießen.
Todd und Viola sind die Protagonisten der Geschichte. Die beiden sind ca. 14 Jahre alt und das merkt man den beiden auch an. Vor allem Todd ist zu Beginn sehr naiv, was aber auch an seiner Erziehung liegt. Ihm wurde vieles vorenthalten, da man diese Informationen in Prentisstown erst mit dem Erreichen des Mannwerdens, mit 14 Jahren, erhält. Bis zu seinem 14. Geburtstag sind es allerdings noch ein paar Tage hin, als alles aus dem Ruder läuft. Todd durchläuft aber eine Wandlung. Nach und nach versteht er immer mehr und wandelt sich vom naiven Jungen zum lebenswilligen Mann. Viola ist auf dem Planeten gestrandet und trifft in Prentisstown auf eine Bevölkerung, die sie nicht willkommen heißt. Viola hat mir als Charakter viel besser gefallen. Man merkt zwar, dass sie noch sehr jung ist, aber sie hat oft das Ruder in die Hand genommen und Todd aus der ein oder anderen verzwickten Situation geholfen. Zusammen mit Todd flieht sie vor den Männern seiner Heimatstadt. Die beiden durchleben ein Abenteuer, welches am Ende mit einem gemeinen Cliffhanger endet. Da ich den Inhalt des Buches nicht spoilern möchte, werde ich an dieser Stelle nichts weiter zum Inhalt sagen. Das Setting des Buches hat mir wiederum sehr gut gefallen. Der Planet, auf dem Todd wohnt und auf dem Viola strandet, ist sehr detailliert ausgearbeitet und hat sogar seine eigenen Ureinwohner. Die Atmosphäre, die sich in dem Buch aufgebaut hat, passte sehr gut zum Genre und zum Setting. Ich denke, dass die Geschichte rund um Todd und Viola noch so die ein oder anderen Schwierigkeiten bereithält und in den anderen beiden Bänden zum Vorschein kommen wird.
Ich hatte mit dem Buch so meine Schwierigkeiten, die allerdings zum Ende hin besser wurden. Trotz der guten Aspekte kann ich dem Buch leider nur ⭐️⭐️⭐️,5 Sterne geben. Auf den Film und die Umsetzung freue ich mich aber dennoch.

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