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Veröffentlicht am 28.04.2018

Unsere verlorenen Herzen

Unsere verlorenen Herzen
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Ein wundervoller, herzerwärmender Jugendroman, der viel tiefer geht, als es eine normale Liebesgeschichte tun würde.

"Warum sind wir so schnell bereit, jene zu verletzten, die uns am meisten bedeuten?"

Zu ...


Ein wundervoller, herzerwärmender Jugendroman, der viel tiefer geht, als es eine normale Liebesgeschichte tun würde.

"Warum sind wir so schnell bereit, jene zu verletzten, die uns am meisten bedeuten?"

Zu Beginn mag das ganze wie eine typische Romanze wirken, in der das Mädchen vielleicht ein bisschen schwierig ist. Die große erste Liebe. Unsicherheit, Verwirrung und Anhimmeln der Geliebten. Vielleicht war es auch so für Henry, doch schnell merkt man, dass Grace nicht das typische Highschool-Cheerleader-Girl ist. Sie hat eine Vergangenheit und sie leidet. Und sie hat allen Grund dazu.

Es ist so rührend, wie Henry ihr hilft, neuen Lebensmut zu finden. Die beiden tun sich richtig gut und man hört ihren Gesprächen so gerne zu.
Dass ihre Online-Gespräche wirklich als kleine Textfelder abgedruckt sind, erfrischt das Buch immer wieder und bringt etwas lockeren hinein.

Es geht hier nicht um eine einfache Liebe. Es geht darum, verletzt zu werden, zu fallen, zu kämpfen und jemanden zu finden, der einen auffängt, wenn man es am nötigsten hat.
Es geht um wahre Freundschaft und dass die erste Liebe manchmal nicht immer rosarot ist. Sie ist auch mal schwer und kann viele Probleme mitbringen. Am Ende sollte man nie vergessen, dass immer 2 Seiten dazu gehören, und wenn eine Seite nicht funktioniert, dann geht auch die andere kaputt, weil sie zu viel kämpfen muss.

Das Ende hat einfach perfekt gepasst. Ich hatte zwischenzeitlich Angst, dass es ein zu kitschiges Ende wird, aber es war genau richtig. Ein anderes Ende hätte mich enttäuscht.

Einfach ein wundervolles Buch, das so humorvoll geschrieben ist und doch so in die Tiefe geht, aber genau abgestimmt auf junge und auch auf ältere Leser abgestimmt.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Leider enttäuschend

Stalker
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Ein Thriller, der ein sehr spannendes Thema beinhaltet, aber leider eine weniger spannende Umsetzung.

Das Buch kann man in 2 Teile einteilen. Im ersten Teil ist Alex der extreme Stalker, Siobhan hat wirklich ...

Ein Thriller, der ein sehr spannendes Thema beinhaltet, aber leider eine weniger spannende Umsetzung.

Das Buch kann man in 2 Teile einteilen. Im ersten Teil ist Alex der extreme Stalker, Siobhan hat wirklich Angst. Alles scheint sich zuzuspitzen - bis sogar ein Mord geschieht.
Leider wirkte der eher so wie nebenbei eingebaut, um dem Buch das Genre Thriller verleihen zu können. An dem Mord selber war nichts spannendes. Man wusste wer es war, wie es passiert ist, leider kein Spannungsbogen.

Nach den ersten 150 Seiten war für mich die Geschichte eigentlich zu Ende erzählt.
Der zweite Teil wandelt sich dann - aber nicht unbedingt weiter ins Positive.
Alex und Siobhan beginnen 2 andere Leben zu leben.
Alex wird mir ab hier etwas sympathischer, weil er einfach beginnt ein normales Leben zu führen, aber Siobhan hat spätestens ab hier meine ganzen Sympathiepunkte verspielt.
Ab hier werde ich nicht mehr viel verraten, da sonst der letzte Rest Spannung verloren geht, den das Buch versucht zu erhalten.
Ich kann nur sagen, dass mich manche Wendungen schon verwundert haben, aber gerade das Ende fand ich dann einfach unpassend.

Am Ende muss ich leider sagen, dass mir das Buch allgemein nicht zugesagt hat. Unsympathische Charaktere, zu wenig Spannung, anstrengender Schreibstil und eine wirklich langatmige Handlung.

Veröffentlicht am 08.04.2018

Ein Buch, das viel verspricht, aber wenig hält

Das Auge
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Ein Buch, das viel verspricht, aber wenig hält.

Wenn man den Klappentext liest, erwartet man einen spannenden Thriller. Mord, Blut, Visionen...klingt nach einer perfekten Vorlage.
Leider wird das ganze ...

Ein Buch, das viel verspricht, aber wenig hält.

Wenn man den Klappentext liest, erwartet man einen spannenden Thriller. Mord, Blut, Visionen...klingt nach einer perfekten Vorlage.
Leider wird das ganze nur mäßig umgesetzt.
Der Anfang ist noch vielversprechend. Es beginnt mit einem Schocker, einem versuchten Mord, mysteriösen Anrufen. Man wird als Leser geschockt zurück gelassen und fragt sich, wie das ganze zusammen hängt.
Doch schon kurz darauf im Verlauf merkt man, dass der Unfall, um den die ganze Story gestrickt wird, nur am Rande thematisiert wird.

Im Mittelpunkt scheinen so einige Familiendramen zu stehen. Wer hat mit wem geschlafen? Wer hat wen mit wem betrogen? Für welche der beiden Schwestern soll man sich entscheiden? Der ganze Roman scheint immer wieder mit unnötigen Sexszenen gefüllt zu sein, die teilweise für die Story gar nicht relevant sind.

Außerdem stört die paranoide Art der beiden Schwestern. Jede auf ihre eigene Art und Weise. Die Visionen von Melanie möchten den Leser dann in eine gewisse Richtung denken lassen, wie das ganze ausgehen könnte, jedoch wirkte dies so festgefahren und zu strikt verfolgt, dass die eigentliche Auflösung am Ende eher wenig Überraschung mit sich bringt.

Am Ende muss ich sagen, dass ich von dem Buch eher enttäuscht als begeistert wurde.
Ich hatte mir eine andere Story dahinter vorgestellt und nicht diese starke Fixierung auf eigentliche Nebenhandlungen, die dann irgendwie zu Haupthandlung wurden.
Leider kein großer Erfolg für mich von Richard Laymon.

Veröffentlicht am 11.03.2018

Galmour, Luxus, Macht und Drama

Save Me
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Mit 'Save Me' entführt uns Mona Kasten in eine völlig neue Welt. Eine Welt, in der man fast nur zählt, wenn man etwas großartiges vorweisen kann. Glamour und Drama sind da vorprogrammiert.

Angefangen ...

Mit 'Save Me' entführt uns Mona Kasten in eine völlig neue Welt. Eine Welt, in der man fast nur zählt, wenn man etwas großartiges vorweisen kann. Glamour und Drama sind da vorprogrammiert.

Angefangen beim Cover. Schon das versprüht Luxus und etwas Edles. Genau diese Attmosphäre wird auch in den Hallen des Maxton Hall Colleges aufgeschnappt. Riesige Halle, große Gänge, so viele Schüler. Ich muss zugeben, die Atmosphäre ist faszienierend und irgendwie haben mich die Schilderungen etwas an Hogwarts erinnert.

Der Schreibstil ist, wie nicht anders zu erwarten bei Mona Kasten, super leicht. Die Seiten fliegen nur so dahin. Man kann seinen Kopf eigentlich einfach abschalten und lesen. Auf der einen Seite mag ich das zwar, aber auf der anderen ist es mir wieder etwas zu anspruchslos. Natürlich ist es typisch für dieses Genre, aber etwas mehr tiefe würde vielleicht nicht schaden.

Ruby und James entsprechen als Charaktere den typischen Klischees. Ruby, das strebsame unauffällige Mädchen aus ärmeren Verhältnissen, trifft auf den reichen beliebten James. 2 verschiedene Welten prallen aufeinander und sie verändern die Welt, des jeweils anderen. Nichts neues. Aber doch irgendwie süß. James tat mir schon etwas leid. Seine ganze Familiensituation scheint so hoffnungslos zu sein. Natürlich muss er da zum 'Bad Boy' mutieren und den coolen, drogennehmenden Macho spielen. Ruby dann daneben natürlich das Mädchen, das ihn retten will.

Das Buch endet mit einem ziemlichen Cliffhanger. Darum bin ich sehr gespannt auf 'Save You'.

Ich würde mir wünschen, dass solche Bücher weniger Klischees bedienen. Braves Mädchen, Böser Junge. Sie will ihn ändern. Er blockt immer wieder ab. Ein ewiges Hin und Her, bis beide endlich zugeben können, dass sie sich doch lieben. Zwischendrin auch wieder der schwule Freund, der in keiner Geschichte fehlen darf.
Am Ende bin ich trotzdem sehr gespannt, wie das ganze weiter geht und wie sich die Geschichte von Ruby und James noch entwickelt.

Veröffentlicht am 22.11.2017

Nervenkitzel auf hoher See

Passagier 23
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Mit Passagier 23 ist Sebastian mal wieder ein spannender Psychothriller gelungen, der einem ganz schön den Kopf verdreht.

Fitzek versteht einfach sein Metier und weiß, wie man den Leser fesselt, wie man ...

Mit Passagier 23 ist Sebastian mal wieder ein spannender Psychothriller gelungen, der einem ganz schön den Kopf verdreht.

Fitzek versteht einfach sein Metier und weiß, wie man den Leser fesselt, wie man sich beim Lesen immer wieder dabei erwischt, wie man mitfiebert, mit ermittelt und am Ende kommt doch alles anders, als man denkt.
Das war auch hier wieder der Fall. Jedoch ist es manchmal wirklich grenzwertig, wenn es um die vielen Wendungen geht, die sich in so einem kleinen Buch verstecken.

Charaktermäßig ist das Buch sehr vielfältig. Viele völlig verschiedene Menschen treffen hier aufeinander und alle scheinen eine wirklich interessante Geschichte zu haben. Nur leider hätte ich mir teilweise mehr Tiefgang und mehr Zeit gewünscht, die Personen kennen zu lernen. Erst, wenn man richtig ausgefeilte Charaktere hat, kann man sich meiner Meinung nach viel besser in diese ganze Situation hineinversetzen.
So ging es mir generell mit der Atmosphäre des Buches. Wir befinden uns auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff. Etwas wirklich beeindruckendes. So vielfältig. Ich hätte gern mehr Zeit gehabt, mir das Schiff vorzustellen, die Atmosphäre an Bord. Aber leider wurde man da eher durchgehetzt und hat nur ein paar einzele Räume näher beschrieben bekommen. Sehr schade.

Spannend war dieser Psychothriller ohne Zweifel. Jedoch wurde es gerade gegen Ende hin wieder etwas viel. Es war so viel Inhalt für zu wenige Seiten. Fitzeks Gedanken haben sich förmlich überschlagen. Ein Plottwist folgt auf den nächsten. Nichts ungewöhnliches für Fitzek und doch wird es irgendwann ganz schön viel. So viele Eindrücke kann man gar nicht verarbeiten.

Wo sich das Buch an Spannung und Nervenkitzel überschlagen hat, da hat es ihm dann leider etwas an Tiefgang gefehlt. Trotzdem ein gelungener Psychothriller von Fitzek an Bord einen Kreuzfahrtschiffes. Passt also besser auf, wo ihr euren nächsten Urlaub bucht.