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Veröffentlicht am 06.04.2021

Mehr Lebensqualität durch Re-Power

Re-Power
3

ZUM BUCH

In dem Ratgeber „Re-Power“, veröffentlicht von den beiden Ärztinnen Dr. med. Susanne Esche-Belke und Dr. med. Suzann Kirschner-Brouns, geht es vorrangig um ein 28-Tage-Programm, bei dem man sich ...

ZUM BUCH



In dem Ratgeber „Re-Power“, veröffentlicht von den beiden Ärztinnen Dr. med. Susanne Esche-Belke und Dr. med. Suzann Kirschner-Brouns, geht es vorrangig um ein 28-Tage-Programm, bei dem man sich selbst, sprich seine Seele und seine Organe, wieder in ein gesundes Gleichgewicht bringen kann. Im Focus stehen dabei neben den Hormonen als Vermittler drei zentrale Organe: der Darm, die Schilddrüse und die Nebennieren. Die Autorinnen haben für jedes dieser Organe ein entsprechendes Care-Paket erstellt, das sich aus spezieller Ernährung, Entspannungsübungen und gezielter Achtsamkeit zusammensetzt.

Das damit angestrebte Ziel ist eine verbesserte Lebensqualität durch mehr Energie/Power, ein starkes Immunsystem und weniger Gewicht/Ballast.

MEINE MEINUNG



Das ganze Buch fußt letztlich auf der (fraglichen) Annahme, dass wir unsere Gesundheit zu 80% selbst bestimmen und beeinflussen können und nur 20% genetisch bedingt und damit Schicksal sind.

Diese 80/20-Regel war für mich bislang das sog. Pareto-Prinzip, das ich aus meinen BWL-Vorlesungen in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts kenne: Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Aufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse erfordern mit 80 % des Gesamtaufwandes die quantitativ meiste Arbeit.
Irgendwie ist mir ehrlich gesagt unklar, inwiefern sich diese Regel auf unsere Gesundheit beziehen und wie man überhaupt zu dieser Annahme gekommen ist.

Die Ernährungs-Tipps in dem Buch belaufen sich auf die aktuellen und inzwischen allzu geläufigen Ernährungstrends: kein weißer Zucker, kein Weißmehl und vor allem kein Gluten, kein Alkohol, kein Casein, kein Fast Food, keine Transfette, keine Süßstoffe, keine Fertigprodukte, keine Konserven, keine Tiefkühlgerichte und keine Zusatzstoffe.

Ganz ehrlich frage ich mich, was da noch übrig bleibt – eine ausgewogene Ernährung ganz sicher nicht und für die plädiere ich persönlich.

Der allgemeine Ansatz, dass man sich mehr um sich selbst, seine Seele und seinen Körper kümmern soll durch Innehalten, Jounaling, Yoga und bewusste Ernährung, ist weder neu noch falsch. Dies befürworte ich sehr und versuche, dies in meinen Alltag zu integrieren, wo ich nur kann. Allerdings finde ich es dann doch etwas unrealistisch, mir jeden Morgen eine ganze (goldene) Stunde dafür zu nehmen und jeden Abend mit zwei Gabeln rohem Sauerkraut zu beenden. Auch finde ich es nicht gut, dass im Vorwort sehr betont wird, dass LESS nicht Verzicht bedeutet, nur um dann wenig später mit einer NO-Liste aufzuwarten, die ich ja oben schon inhaltlich ausgeführt habe.

Ich denke, dass man sicherlich hier und dort für sich was Nützliches aus dem Buch rausziehen kann. Es stehen viele Dinge drin, die dem Laien sicherlich neu sind. Man kann also durchaus sein Wissen über den Zusammenhang zwischen Körper, Geist und äußeren Faktoren erweitern bzw. auffrischen. Ob man dann allerdings das vorgeschlagene 4-wöchige Programm problemlos durchziehen kann, wage ich zu bezweifeln.

Alles in allem finde ich manche Thesen gewagt und die Ernährungsempfehlungen zu extrem, aber die wissenschaftlichen Zusammenhänge sind gut erklärt.

Daher bekommt das Buch von mir 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 05.10.2020

Sehr rosa, sehr Katze und wirklich klasse!

Die Katze kocht!
0

"Die Katze kocht!" ist ein sehr modern aufgemachtes Kochbuch von Daniela Katzenberger. Diese sollte man eigentlich kennen, ansonsten kann man sich auf Wikipedia ja noch schnell schlau machen.


ALLGEMEINES

Das ...

"Die Katze kocht!" ist ein sehr modern aufgemachtes Kochbuch von Daniela Katzenberger. Diese sollte man eigentlich kennen, ansonsten kann man sich auf Wikipedia ja noch schnell schlau machen.


ALLGEMEINES

Das Kochbuch hat einen festen rosa Einband im Standardformat und ist mit dem Glitzerdruck ein Hingucker. Es passt zur Autorin und zwar sowas von!

Durch die Aufmachung spricht es vor allem Mädchen und junge Frauen an und für die ist es letztlich auch gemacht.

Das Buch ist sehr liebevoll und detailverliebt gestaltet und beinhaltet in erster Linie die schnell und einfach nachzumachenden Lieblingsrezepte der Autorin. Sie betont bereits im Vorwort, dass sie keine Gewürzmischungen und ausgefallenen Zutaten mag und beim Würzen voll auf Zwiebeln und Tomatenmark setzt.

Die Rezepte sind eine gelungene Mischung aus Klassikern wie Hühnerfrikassee, Rahmgeschnetzeltem und Käsekuchen sowie optisch ausgefalleneren Sachen für Kinder oder zu Weihnachten. Auch LowCarb-Shakes und Beauty-Highlights fehlen nicht. Und alles ist sehr ansprechend bebildert.

MEINE MEINUNG

Ich finde das Buch einfach richtig toll!

Ich hatte noch selten ein Koch-/Backbuch in der Hand, in dem mich so viele Rezepte sofort angesprochen und auch nach einem Blick auf die Zubereitungszeit und die Zutaten noch zum Nachmachen animiert hätten. Man merkt, dass die Rezepte schon mal gekocht/gebacken wurden. Auch die Bilder sind sehr appetitlich gestaltet und vor jedem Kapitel bekommt man auf zwei Seiten einen kleinen Einblick in das Privatleben der Autorin. Zudem sind auch Tipps eingestreut, die ich wirklich bereichernd fand. Ich habe sofort das ein oder andere (mit Erfolg) ausprobiert und vertraue diesem Buch nun uneingeschränkt hinsichtlich der Gelingsicherheit.

FAZIT

Ein tolles Buch für die moderne Hausfrau und Mutter im 21. Jahrhundert ;O)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2020

Wer entscheidet über den Tod?

GOTT
0

ALLGEMEINES

In Ferdinand von Schirachs Theaterstück „GOTT“ geht es um eine brandaktuelle Debatte, nämlich die Frage, wer letztlich entscheiden darf, wann und wie wir sterben.

Hintergrund ist die Aufhebung ...

ALLGEMEINES

In Ferdinand von Schirachs Theaterstück „GOTT“ geht es um eine brandaktuelle Debatte, nämlich die Frage, wer letztlich entscheiden darf, wann und wie wir sterben.

Hintergrund ist die Aufhebung des §217 StGB im Februar 2020 durch das Bundesverfassungsgericht. Seither sind die rechtlichen Restriktionen für die freiwillige Hilfe bei freiverantwortlichen Suiziden annulliert worden, was bedeutet, dass man sich nicht mehr strafbar macht, wenn man (vorrangig todkranken) Menschen beim Suizid hilft. Die sich stellende Frage ist nun, wie weit man dies dehnen kann, wenn man die Klammer aufhebt.

ZUM INHALT

Im Mittelpunkt der Verhandlung vor dem Ethikrat steht der kerngesunde 78jährige Architekt Richard Gärtner, der eine tödliche Dosis an Natrium-Pentobarbitol beantragt, um sein Leben, das ihm seit dem Tod seiner Frau drei Jahre zuvor nicht mehr lebenswert erscheint, vorzeitig zu beenden. Es will mit seinem Antrag ein Exempel statuieren.

Schirach hat in seinem kleinen Theaterstück in zwei Akten die drei großen Instanzen zusammengebracht, die jeweils einen recht klaren Standpunkt zu dem brisanten Thema vertreten: Das Gesetz, die Medizin und die Kirche.

Die Diskussion wird durch Sachverständige dieser Instanzen sowie den Ethikrat, Gärtners Anwalt und Freund sowie seine Ärztin angefacht und am Ende bleiben das große Fragezeichen und die bedeutungsschwangeren Pünktchen zurück, mit denen Schirach den Leser aus dem Stück entlässt und zum eigenen Denken anregt, wie es so typisch für ihn ist.

MEINE MEINUNG

Ich habe das Buch als Sachbuch mit Unterhaltungs- und Aufklärungswert empfunden und sehr aufmerksam und mit großem Interesse gelesen. Für mich war es eine echte Bereicherung.
Die drei Essays namhafter Wissenschaftler im Anhang ergänzen das kurzweilige Theaterstück zu einem gelungenen Sachbuch, das einem alles Wissenswerte zum aktuellen Stand beim Thema Suizidbeihilfe vermittelt, damit man sich selbst ein Urteil bilden und bei der öffentlichen Debatte mitreden kann.
Ich glaube, dass sich jeder Leser gut in die Situation des Antragstellers hineinversetzen kann und versteht, wo die Grauzone beginnt, die durch die Aufhebung von §217 StGB erneut entstanden ist. Wir müssen und alle fragen, wie es in absehbarer Zeit für uns selbst aussehen soll – subjektiv sieht die ganze Sache nämlich mitunter ganz anders aus!

FAZIT

Ein wirklich lesenswertes Buch zu einem hochbrisanten Thema unserer Zeit, das die Meinungsfindung erheblich erleichtert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Nichts für junge Mädchen!

Very First Time
1

COVER

Das Cover ist farblich sehr mädchenhaft und liebevoll gestaltet auf weißem Hintergrund mit Farbübergängen von Lila über Rosa zu Rot, vielen kleinen Herzen und dem Einsatz eines Handschriftfonts. ...

COVER

Das Cover ist farblich sehr mädchenhaft und liebevoll gestaltet auf weißem Hintergrund mit Farbübergängen von Lila über Rosa zu Rot, vielen kleinen Herzen und dem Einsatz eines Handschriftfonts. Es hat mich gleich angesprochen, weil es so fröhlich und herzlich wirkt. Es passt sehr gut speziell zum Klappentext und allgemein zum Thema, wie ich finde.

INHALT

In „VERY FIRST TIME – Mein Masterplan in Sachen Liebe“ von Cameron Lund geht es um die 18-jährige Keely aus Vermont, die kurz vor dem High-School-Abschluss steht und deren größtes Problem zu sein scheint, noch Jungfrau zu sein. Dies will sie unbedingt ändern, bevor sie aufs College nach Kalifornien geht. Und dazu hat sie sich ihren BFF Andrew ausgesucht, mit dem sie von klein auf zusammen aufgewachsen ist, dem sie uneingeschränkt vertraut und den sie für erfahren hält. Ist das eine gute Idee?

ALLGEMEINES

Der Schreibstil ist sehr flüssig. Die Sprache ist an den heute üblichen Teenie-Jargon angepasst worden. Da dies die Zielgruppe ist, fand ich das nicht störend. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass die Jugendlichen so, wie sie in dem Buch dargestellt wurden, deutlich jünger waren - eher 14 als 18. Sie sind durchweg sehr unerfahren, naiv und unreflektiert in Verhalten und Gedankengängen. Auch das Selbstbild ist nicht nur bei Keely gestört. Es mag in diesem Alter große Unterschiede geben, was die körperliche und geistige Entwicklung angeht, aber mit 18 und kurz vor dem Wechsel aufs College sollte man dann doch schon einen gewissen Stand erreicht haben, den die Protagonistin dieses Romans, aus deren Perspektive alles geschildert wird, ganz klar nicht hat.

MEINE MEINUNG

Ich bin nach dem Beenden des Buches bei weitem nicht mehr so begeistert, wie ich es nach dem Lesen der Leseprobe war. Das Buch hat viele nette und unterhaltsame Szenen, aber auch genauso viele, wo ich nur den Kopf schütteln konnte und mich über die Protagonistin aufgeregt habe. Natürlich bin ich mit fast 50 Jahren nicht die Zielgruppe, aber ich lese sehr gerne Kinder- und Jugendbücher, Young Adult und ähnliches und bin sehr offen und aufgeschlossen diesem jungen Genre gegenüber. Ich war ja schließlich auch mal in dem Alter und erinnere mich sehr gerne an diese unbeschwerte Zeit mit den vielen teils verirrten Schmetterlingen zurück.

Aber wie hier in dem Buch mit dem Thema Sex und Jungfräulichkeit umgegangen wird, stößt mir echt bitter auf. Das geht so gar nicht. Es wird der Eindruck vermittelt, dass man das erste Mal so schnell wie möglich hinter sich bringen sollte, am besten noch auf der High-School, denn auf dem College sind keine unerfahrenen Jungfrauen mehr zu finden und man ist automatisch ein Außenseiter, wenn man bewusst gewartet hat oder noch nicht so weit ist. Der erste Sex wird komplett von Freundschaft, Beziehung und Liebe getrennt. Es ist zwar förderlich, wenn man denjenigen mag, aber das steht definitiv nicht im Vordergrund. Erst am Ende des Buches werden diese Thesen etwas aufgeweicht – zu spät und ineffizient, wie ich finde, denn der erste Eindruck bleibt bestehen. Und der ist fatal!

Auch sind die Charaktere nicht wirklich klar gezeichnet und einem Wandel unterworfen. Es sind Stereotypen, die wie im Film aufeinander losgelassen werden und von einem Extrem ins andere verfallen und dabei kein Klischee auslassen. Am Ende fragt man sich, was man nun glauben soll im Hinblick darauf, was das wahre Ich der einzelnen Beteiligten ist. Diese Zickenkriege der Dramaqueens und das ambivalente Verhalten generell sind typisch für die Pubertät, aber mit 18 sollte man da stabiler sein, finde ich.

FAZIT

Ich würde das Buch jungen Lesern ab 20 empfehlen, die ihre sexuelle Orientierungsphase bereits hinter sich haben und sich eine eigene Meinung gebildet haben. Für sie ist das Buch (mit der nötigen emotionalen Distanz) durchaus unterhaltsam und amüsant – nicht mehr und nicht weniger.

Jüngeren Leserinnen rate ich ganz klar ab!

  • Cover
  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 18.02.2020

Achterbahnfahrt der Gefühle

New Beginnings
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Die 20jährige Berlinerin Lena schmeißt ihr Studium und geht für ein Jahr als Au-Pair nach Green Valley (Colorado), wo sie die Amy, eine junge schwangere Mutter, und ihren Mann Jake unterstützen und sich ...

Die 20jährige Berlinerin Lena schmeißt ihr Studium und geht für ein Jahr als Au-Pair nach Green Valley (Colorado), wo sie die Amy, eine junge schwangere Mutter, und ihren Mann Jake unterstützen und sich um den kleinen Liam kümmern soll. Als sie ankommt, weiß sie nicht, dass dort auch der gefallene Sportstar Ryan wohnt und seine Depressionen wegen der missglückten Karriere kultiviert.

Die beiden nähern sich an und stoßen sich ab und merken dabei gar nicht, was sie aneinander haben, bis Ryan erneut seiner Vergangenheit hinterherläuft und glaubt, sie einholen zu können...

Ein schönes Hörbuch, toll gelesen und zum Wohlfühlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere