praxisnah und wissenschaftlich
Lifestyle of LongevityDas Buch ist interessant aufgebaut, sodass es die unterschiedlichen Bereiche, die sich auch gegenseitig bedingen, gut abdeckt. Der Stil ist so ausgewählt, dass man sich als Leser*in zu Beginn gleich wohlfühlt ...
Das Buch ist interessant aufgebaut, sodass es die unterschiedlichen Bereiche, die sich auch gegenseitig bedingen, gut abdeckt. Der Stil ist so ausgewählt, dass man sich als Leser*in zu Beginn gleich wohlfühlt und durch die persönlichen Geschichten der Autorinnen und den lockeren Sprachstil nicht überfordert fühlt. Trotzdem werden zwischenzeitlich viele Untersuchungen und Studien und deren Ergebnisse genannt und eingebunden, was ich als Bereicherung empfinde und auch zeigt, dass sich die Autorinnen selbst schon jahrelang und intensiv mit den Themen beschäftigen. Die Bereiche über Ernährung, Sport, Schlaf oder mentales Wohlbefinden haben mir sehr gut gefallen und waren recht ausführlich beschrieben, nur der letzte Teil über Supplemente war nicht ganz mein Fall. Er war kurzgehalten und teilweise wurden apothekenpflichtige Medikamente mit fragwürdiger Wirkung und teilweise unbekannten Nebenwirkungen genannt, diesen Teil hätte ich nicht für nötig empfunden. Es wurden allerdings keine Verzehrsempfehlungen abgegeben oder unseriöse Versprechen gemacht.
Inhaltlich war es für mich somit gut aufgebaut und gegliedert, die Umsetzung wird sich allerdings nicht so einfach gestalten lassen, wenn man pro Tag nicht unendlich Zeit dafür hat oder sehr flexibel in der Arbeitsweise oder mit anderen Verpflichtungen, wie Kinderbetreuung, sein kann. Einige Hacks sind allerdings für Jede/n dabei, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen, vor allem im Bereich der Ernährung oder kleiner Sporteinheiten. Um ein ganzheitliches Konzept zu erarbeiten, benötigt es allerdings sehr viel Zeit, Ausdauer und auch finanzielle Ressourcen, denn alle vorgestellten Check-ups oder Hilfsmittel sind nicht gerade günstig. Wichtig ist allerdings auch, sich nicht von vorneherein zu überfordern, sondern mit kleinen Schritten zu beginnen und diese durchzuziehen und dann erweitern.