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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

es fehlt die Leichtigkeit

Zorn – Die Akte Heinlein
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Der Thriller ist bereits der 15. Teil der Serie, obwohl ich diesen Teil nicht als Thriller bezeichnen würde, sondern eher als Kriminalroman. Nachdem ich die vorigen Teile auch gelesen habe, war ich mit ...

Der Thriller ist bereits der 15. Teil der Serie, obwohl ich diesen Teil nicht als Thriller bezeichnen würde, sondern eher als Kriminalroman. Nachdem ich die vorigen Teile auch gelesen habe, war ich mit den Hauptakteurinnen wie Zorn, Schröder, Frida schon vertraut, auch Heinlein, der in diesem Teil einen Hauptpart eingenommen hat, ist schon des Öfteren in den Vorgängern vorgekommen. Für Neueinsteigerinnen wird es schwierig die Zusammenhänge und Hintergründe zu durchblicken, vor allem, da dieser Teil auch wirr und sprunghaft wirkt. Als Leser*in ist man zwar schnell mitten im Geschehen drinnen, danach entwickeln sich die Ermittlungsarbeiten und die Kapitel im Delirium etwas unübersichtlich und gewöhnungsbedürftig. Meinen Geschmack hat es diesmal nicht ganz getroffen. Die Wortwitze zwischen Zorn und Schröder waren mir Großteils auch schon bekannt und Frida wirkt diesmal auch verändert und unsympathisch. Die gesamte Grundstimmung ist bedrückend und düster, es fehlt mir im Vergleich zu den vorigen Teilen zumindest an gewissen Stellen die Leichtigkeit, die auch Dackel Dumbo nicht hineinbringen kann, leider. Für den nächsten Teil wünsche ich mir wieder ein paar positive Vibes und etwas Leichtigkeit, neue charmante Wortwitze und Beziehungsarbeit zwischen Frida und Zorn.

Veröffentlicht am 09.03.2026

no vacancy

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Der Thriller ist sehr spannend und abwechslungsreich geschrieben und nicht nur für Jugendliche interessant, sondern auch für junggebliebene Erwachsene. Beim Lesen entwickelt sich eine richtige Sogwirkung, ...

Der Thriller ist sehr spannend und abwechslungsreich geschrieben und nicht nur für Jugendliche interessant, sondern auch für junggebliebene Erwachsene. Beim Lesen entwickelt sich eine richtige Sogwirkung, sodass man immer weiterlesen muss. Spannend finde ich, dass Ruby direkt gegenüber vom Hotel wohnt und somit einen direkten Einblick in die Fenster und Zimmer der Hotelgäste bekommt. Da sie aufgrund ihrer Erkrankung immer zuhause ist, hat sie somit eine spannende Tagesbeschäftigung und ihr detektivischer Spürsinn erwacht, wenn sie mysteriöse Umstände beobachtet.
Die Konstellation mit AJ als ihren Komplizen, der dann direkt vor Ort ermittelt, finde ich als Bereicherung und die Recherchen zum True Crime Podcast wirken teilweise gut geplant, teilweise improvisiert, aber im Duo sind Ruby und AJ unschlagbar, auch wenn einige verdeckte Ermittlungen schieflaufen.
Bemerkenswert finde ich, dass Ruby, trotz ihrer starken körperlichen Einschränkungen ihren Lebensmut und ihre Neugier nicht verliert, im Gegenteil, sie ist ein tolles Vorbild für Jugendliche, die vielleicht auch gerade mit der einen oder anderen Einschränkung hadern. Die Perspektive ist auch gut gewählt, man blickt als Leser*in direkt von Rubys Fenster in die Zimmer der Hotelgäste und kann das Gesehene mit Fantasie beflügeln, sodass eigene Geschichten entstehen.
Die Hauptaktionen ereignen sich allerdings geballt im letzten Drittel des Buches etwa, hier hätte man etwas besser dosieren können, ansonsten hat mich der Jungendthriller sehr gut unterhalten.

Veröffentlicht am 05.03.2026

Potenzial nicht ausgeschöpft

Zwei in einem Bild
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Die Idee einer Liebesgeschichte in Verbindung mit Kunst, in diesem Fall in einem Bild, finde ich märchenhaft und ich hatte vor dem Lesen eine romantische Vorstellung über den Verlauf der Geschichte. Meine ...

Die Idee einer Liebesgeschichte in Verbindung mit Kunst, in diesem Fall in einem Bild, finde ich märchenhaft und ich hatte vor dem Lesen eine romantische Vorstellung über den Verlauf der Geschichte. Meine Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt, der Beginn war bezaubernd, die Leseatmosphäre angenehm und ruhig, die Beschreibung bildhaft und schön, sodass man sich als Leser*in die Geschichte von Jean und Claire hineinträumen kann. Der Ort des Geschehens, das Museum, hat für mich generell eine gewisse Faszination und die Idee, dass jemand in einem Gemälde lebt und auch mit der realen Welt in Kontakt treten kann, finde ich spannend. Der Aufbau der Beziehung zwischen Jean und Claire war auch sehr spannend zu lesen, danach flacht die Geschichte inhaltlich und emotional leider etwas ab, wird vorhersehbar und bleibt oberflächlich, eine emotionale Tiefe kann ich nicht nachempfinden. Schade, die Geschichte hätte das Potenzial zu einer dramatischen und emotionalen Geschichte, aber das Potenzial wurde hier, vor allem in der zweiten Hälfte, leider nicht ausgeschöpft.

Veröffentlicht am 05.03.2026

temporeich und mit Sogwirkung

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Die neue Thriller-Reihe startet temporeich und spannend, sodass man als Leserin sogleich gefesselt ist. Wer die Thrillerreihe rund um Max Bischoff kennt, wird gewisse Aha-Momente erleben und Anknüpfungspunkte ...

Die neue Thriller-Reihe startet temporeich und spannend, sodass man als Leserin sogleich gefesselt ist. Wer die Thrillerreihe rund um Max Bischoff kennt, wird gewisse Aha-Momente erleben und Anknüpfungspunkte haben. Für alle Neueinsteigerinnen, die mit dieser Serie beginnen, sind Vorkenntnisse aber nicht zwingend notwendig, wichtige Informationen werden auf den Punkt gebracht.
Der Aufbau der Cold Case Unit rund um Ramin Brunner muss um ein paar Tage verschoben werden, nachdem ein aktueller Fall sein Interesse geweckt hat und er diesen unbedingt noch lösen möchte, bevor er sich seinen neuen Aufgaben widmet.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht Lisa Menkhoff, eine Medizinstudentin mit bildhaftem Gedächtnis, die als Kind entführt wurde und auch Bezug zum aktuellen Fall hat. Sie wird als Beraterin hinzugezogen und unterstützt das Team, das nach und nach immer größer wird. Der Kindheit und den persönlichen Anliegen von Lisa wird sehr viel Raum gegeben, sodass sie sich schnell zu einer Hauptakteurin entwickelt. Andere Charaktere sind nicht so einfach einzuschätzen, da man nur spärliche Informationen über sie erfährt.
Der Auftakt der Serie ist gut gelungen, spannend, temporeich und mit einer Sogwirkung beim Lesen, wie ich es vom Autor gewohnt bin. Ich freue mich auf den nächsten Fall, den ersten richtigen Cold Case und bin gespannt, wer alles im Team mitarbeiten wird.

Veröffentlicht am 04.03.2026

zwei große Lieben im Leben

Villa Rivolta
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Der Roman versetzt uns beim Lesen in das Italien der 60er und 70er Jahre, man spürt die italienische Mentalität und die Lebensphilosophie. Der Schreibstil ist emotional und erzählt bildhaft, sodass man ...

Der Roman versetzt uns beim Lesen in das Italien der 60er und 70er Jahre, man spürt die italienische Mentalität und die Lebensphilosophie. Der Schreibstil ist emotional und erzählt bildhaft, sodass man sich als Leserin sehr gut hineindenken kann. Die Geschichte selbst ist vielseitig und spielt auf zwei Zeitebenen. Valeria, die intelligente und engagierte Tochter einer Hausangestellten aus der sozialen Unterschicht freundet sich mit Piero, dem wohlhabenden Sohn einer Mailänder Unternehmerfamilie an. Die Freundschaft aus Kindheitstagen begleitet die beiden durchs gesamte Leben und wird durch viele Probleme, familiäre und soziale Hindernisse auf die Probe gestellt. Kann die Liebe diese Hürden überwinden?
Mir gefällt es, dass die Charaktere von Valeria und Piero vielschichtig dargestellt werden, mit all ihren Stärken und Schwächen und dass man sie über einen langen Zeitabschnitt mitbegleiten kann. Somit wirken sie authentisch und man erhält als Leser
in auch Einblicke in ihre Gedanken, Emotionen und Sehnsüchte. Man spürt beim Lesen die Energie, aber auch die Hürden. Der Roman lebt von der Atmosphäre und ist berührend bis zum Ende. Der relativ offen gehaltene Schluss lässt eigene Rückschlüsse und Gedankengänge zu und verleitet zum interpretieren, weiterdenken und träumen.