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Veröffentlicht am 11.06.2020

Du bist ok, so wie du bist von Katharina Saalfrank

Du bist ok, so wie du bist
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Ich habe das Buch vom Verlag, über Netgalley für eine Rezensionen zur Verfügung gestellt bekommen.

"Vergesst Erziehung! Denn jede Art von Erziehung dient nur als Schutzschild der Erwachsenen, um sich ...

Ich habe das Buch vom Verlag, über Netgalley für eine Rezensionen zur Verfügung gestellt bekommen.

"Vergesst Erziehung! Denn jede Art von Erziehung dient nur als Schutzschild der Erwachsenen, um sich vor der Beziehung zu Kindern zu schützen"

Seit ich Mama bin und mich damit beschäftige, was ich meinem Kind auf seinem Weg mitgeben möchte und wie ich das anstelle, fällt mir oft auf, wie feindselig wir unseren Kindern manchmal gegenüber stehen.
Sätze wie: "mal ein Klaps schadet doch nicht" oder "du bist ein böses Kind" empfinden wir als normal und richtig.

Katharina Saalfrank erklärt hier, wie veraltet unser Bild über Erziehung ist, geht auf aktuelle Verhaltens- und Hirnforschungen ein und zeigt somit, dass ein Klaps eben doch schaden kann und Strafen und Sanktionen nicht Zielführend sind. Vielmehr sollten wir Anfangen eine liebevolle Beziehung zu unseren Kindern aufbauen um unseren Kindern zu Autonomie und Gleichberechtigung zu verhelfen.

"Von der ERziehung zur BEziehung scheint es nur ein kleiner Schritt zu sein, nur zwei Buchstaben gilt es auszutauschen"

Die Autorin gibt Impulse über den Tellerrand hinauszugucken und läd dazu ein genauer hinzuschauen und Probleme, die wir mit unseren Kindern haben nicht gleich als Probleme anzusehen, sondern als wichtige Schritte in Richtung Autonomie wahrzunehmen und zu Fördern.

Erklärt ist das alles durch Praxisbeispiele des Alltags, ohne mit dem Zeigefinger auf ander zu deuten, zeigt Katharina Saalfrank an welcher Stelle wir vielleicht anders agieren und Umdenken können um die Beziehung zu unserem Kindern zu verbessern und alte Verhaltensmuster abzulegen.

Ich kann dieses Buch allen Eltern und die, die es werden wollen nur empfehlen, es regt zur Selbstreflektion und zum Umdenken an.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 11.06.2020

Verity von Colleen Hoover

Verity
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Die letzten Bücher von Colleen Hoover konnten mich schon nicht mehr so überzeugen, ich hatte das Gefühl, ich bin ein bisschen aus ihren Geschichten raus gewachsen. Dann erschien Verity und jeder sagte, ...

Die letzten Bücher von Colleen Hoover konnten mich schon nicht mehr so überzeugen, ich hatte das Gefühl, ich bin ein bisschen aus ihren Geschichten raus gewachsen. Dann erschien Verity und jeder sagte, dass es anders ist und nicht vergleichbar, mit anderen Büchern von ihr. Also siegte meine Neugier und ich habe es in der Onleihe geliehen.

Als die Autorin Lowen das Angebot erhält, die Psychothriller Erfolgsreihe von Verity Crawford zu Ende zu schreiben, weil Verity selbst das nicht mehr kann, hardert sie zunächst mit sich. Lowen steht nicht gern in der Öffentlichkeit und meidet Fankontakt.
Als sie das Angebot dann schliesslich annimmt, zieht sie für einige Tage zu Verity und ihrem Mann Jeremy um zu Recherchieren wie die Reihe weiter gehen sollte. Dabei findet sie grausames über Verity heraus, was ihr zunehmend Angst macht...

Ich bin so ein bisschen hin und her gerissen von dem Buch und je mehr ich über die Geschichte nachdenke, desto weniger gefällt sie mir.
Ich mag den Schreibstil von Coleen Hoover, er ist leicht und flüssig und die Bücher lassen sich Ruckzuck durchlesen auch bei Verity war das der Fall.

Mir persönlich war Verity aber zu Überzogen, ich kann Colleen Hoover dieses Buch einfach nicht ganz abnehmen, ich weiß noch nicht mal, was das Buch eigentlich sein möchte. Für einen Thriller ist mir viel zu viel Liebesgeschichte drin, für eine Liebesgeschichte viel zu viele Grausame und Schreckliche Details. Es gab viele Sexszenen, aber für einen Erotikroman reicht das nicht.
Für mich ist Verity überzogen, die ganzen Grausamen Szenen wirken inszeniert, so wie das ganze Buch. Einige Szenen hätte ich einfach nicht gebraucht, so wirkt das ganze zu gewollt brutal.

Mit dem Charakteren kam ich auch nicht richtig zurecht. Mit Lowen bin ich nicht richtig warm geworden, ich konnte ihre Gedanken und ihr Handel nicht ganz Nachvollziehen. Jeremy wurde als der Perfekte Mann beschrieben, Herzensgut, Fürsorglich, unwiderstehlich im Bett, perfekt, ohne Ecken und Kanten halt. Sowas mag ich einfach nicht.
Verity war dann als Antagonistin doch sehr gut ausgearbeitet, ich habe sie während des Lesens wirklich gehasst.

Das Ende konnte mich dann auch nicht Überzeugen, ich hab jetzt viele Fragen in meinem Kopf, weil ich nicht Nachvollziehen kann, warum dass jetzt alles so gekommen ist. Für mich ist das einfach ein bisschen Unrund, da ich nicht Spoilern will, kann ich da nicht genauer drauf eingehen.

Vielleicht bin ich die einzige, aber mir hat Verity nicht besonders gefallen. Ich lese gern Thriller und mag auch schöne Liebesgeschichten, dass war aber nichts halbes und nichts ganzes.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2020

Daisy Jones and the six von Taylor Jenkins Reid

Daisy Jones and The Six
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Ich habe das Buch vom Ullstein Buchverlag über Netgalley zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen.

Daisy Jones and the six erzählt den Aufstieg und den Untergang einer Band in den Wilden 70er Jahren.
Wir ...

Ich habe das Buch vom Ullstein Buchverlag über Netgalley zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen.

Daisy Jones and the six erzählt den Aufstieg und den Untergang einer Band in den Wilden 70er Jahren.
Wir erleben, wie sich sie Band gründet, wie sie langsam immer bekannter wird, wie die ersten Songs entstehen, wie es dazu kommt, dass Hallen und Stadien ausverkauft sind und wie sich die Band schliesslich trennt.

Das Buch ist in einer Art Interview Form geschrieben und beim Lesen hatte ich gleich das Bild von einer Musik Dokumentation im Kopf. Die Idee finde ich super, ich hab vorher noch nie ein Buch in solch einer Form gesehen. Es hat zwar einen Moment gedauert, bis ich mkch an den Stil gewöhnt hatte, aber nsch ein paar Seiten konnte ich in die Geschichte eintauchen.

Beim Lesen hatte ich überhaupt nicht das Gefühl, dass das alles Fiktiv sein soll, ich musste erstmal Googlen, ob es die Band nicht doch gibt.
Ich kann mir also sehr gut vorstellen, dass das Buch einer realen Band in den 70ern wirklich richtig nah kommt, die reibereien waren für mich realistisch und nachvollziehbar genauso wie der Drogen und Alkoholkonsum. Es war schön zu lesen, wie Unterschiedlich die Erinnerungen der jeweiligen Bandmitglieder sind und wie Unterschiedlich die Sicht auf die Dinge ist.

Leider ist es trotzdem so, dass mich das Buch nicht komplett gepackt hat. Ich liebe es, wenn mich ein Buch total in seinen Bann zieht und ich ständig weiterlesen möchte. Hier war das nicht so. Ohne den tatsächlichen Grund zu kennen, hat es das Buch einfach nicht geschafft mich vollends in seinen Sog zu ziehen.

Nichtsdestotrotz war das Buch für mich lesenswert. Wer sich für Musik interessiert und vielleicht im besonderen für den Rock n' Roll der 1970er Jahre, dem empfehle ich auf jeden Fall in das Buch rein zu gucken.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2020

Der Vergessliche Riese von David Wagner

Der vergessliche Riese
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David Wagner verarbeitet in der Vergessliche Riese die Demenzerkrankung seines Vaters.

Kurzbeschreibung der Rückseite:
Eine Familie erlebt einen Rollentausch: Der Vater, zweifach verwitwet, ist wieder ...

David Wagner verarbeitet in der Vergessliche Riese die Demenzerkrankung seines Vaters.

Kurzbeschreibung der Rückseite:
Eine Familie erlebt einen Rollentausch: Der Vater, zweifach verwitwet, ist wieder Kind geworden. Er braucht Betreuung und wird sein Haus verlassen müssen, denn er vergisst, was gerade eben noch gewesen ist. Immer wieder erzählt er seine Liebesgeschichten, und manchmal phantasiert er. 

In der vergessliche Riese erlebt man Momentaufnahmen zwischen dem an einer Demenzform erkrankten Vater und seinem Sohn.
Dabei passiert nichts spektakuläres oder spannendes, als Leser ist man einfach ein stiller Zuhörer der sich immer wieder Wiederholenden Gespräche zwischen Vater und Sohn.
Das Buch lebt von seinen Dialogen und das was zwischen den Zeilen steht.
Beim Lesen hört man immer wieder heraus, dass Vater und Sohn ein eher schwieriges Verhältnis zueinander haben und die letzten Jahre kaum Kontakt hatten. Und beim Lesen merkt man wie sich die beiden Stück für Stück langsam wieder ein bisschen mehr zueinander finden.

Ich mochte den unaufgeregten Schreibstil. Die Dialoge, die sich aufgrund der Demenz des Vaters häufig ähneln haben mich ein bisschen an so manche Gespräche mit meinen Patienten auf Arbeit erinnert. Das Buch ließ sich schnell lesen und ließ mich das ein oder andere mal Schmunzeln.

Da nicht viel spannendes geschieht empfiehlt es sich vielleicht vor dem Kauf einmal in das Buch reinzulesen, ich kann es aber guten Gewissens empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.05.2020

Marta schläft von Romy Hausmann

Marta schläft
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Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und habe das Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen.

Inhaltsangabe von der Rückseite:
Hab dich.
Und jetzt spielen wir.
Wir ...

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und habe das Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen.

Inhaltsangabe von der Rückseite:
Hab dich.
Und jetzt spielen wir.
Wir spielen Gericht.
Die Stimme in meinem Rücken sagt:
"Das ist eines deiner größten Probleme, nicht wahr, meine Liebe? Dass du dir selbst nicht trauen kannst. Kein Wunder wahrscheinlich, bei deiner Geschichte."
Ein abgelegenes Haus im Spreewald wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels...

Mir fällt es sehr schwer etwas über den Inhalt zu sagen. Egal was ich sage, ich hätte das Gefühl, zuviel zu verraten, deswegen lass ich das einfach so stehen.

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Anfangs war ich noch Verwirrt, wie die drei Erzählstränge zueinander passen, aber nach und nach kam wie bei einem Puzzle ein Teil nach dem anderen hinzu und alles fügte sich nach und nach zu einem großen ganzen Bild zusammen.

Je mehr Puzzleteil ineinander gefügt wurden, desto schneller musste ich lesen, weil ich Wissen wollte, wie es weiter geht und ob meine Theorien stimmen.... Das haben sie übrigens fast alle nicht

Die Auflösung hat mich wirklich sehr überrascht. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass die Geschichte so ausgeht. Überhaupt wurde ich während des Lesens immer wieder überrascht, gleich auf den ersten Seiten habe ich die wildesten Theorien gesponnen, die nach und nach wie Seifenblasen zerplatzt sind.

Am Ende gab es eine Kleinigkeit die mir nicht so gut gefallen hat, auf die ich jetzt nicht eingehen kann, weil ich sonst Spoilern würde, aber das ist meckern auf hohem Niveau und tut dem Lesevergnügen für mich keinen Abbruch.

Ich hab bevor ich das auch begonnen habe einige kritische Stimmen und Rezensionen zu dem Buch gelesen und kann dem gar nicht zustimmen, mich hat das Buch voll überzeugt und jetzt freu ich mich bald Liebes Kind zu lesen.

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