Profilbild von downey_jr

downey_jr

Lesejury Star
online

downey_jr ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit downey_jr über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2026

Aufruf zum Widerstand: Veränderung ist nur durch ein NEIN möglich

Ich möchte lieber nicht
0

„Ich möchte lieber nicht“ von Juliane Marie Schreiber ist so ein Buch, bei dem ich sehr froh bin, dass es seinen Weg zu mir gefunden hat – für mich war es ein echtes Highlight!

Das Sachbuch setzt sich ...

„Ich möchte lieber nicht“ von Juliane Marie Schreiber ist so ein Buch, bei dem ich sehr froh bin, dass es seinen Weg zu mir gefunden hat – für mich war es ein echtes Highlight!

Das Sachbuch setzt sich kritisch und kompromisslos mit dem zeitgenössischen Diktat der Selbstoptimierung und des „Dauerglücks“ auseinander:

„Die einzige sinnvolle Antwort auf einen Zeitgeist, der dem Terror des Positiven unterworfen ist, lautet Verweigerung. In einer Welt, in der man aus jedem Problem und jeder Krankheit etwas lernen muss, in der die exzessive Nabelschau alle in den Wahnsinn treibt, kann es nur eine richtige Haltung geben: die Haltung des nein. Nein, wir können nicht alles sein, wenn wir nur fest genug daran glauben. Und nein, nicht jeder ist seines Glückes Schmied. Es gibt viele Ungerechtigkeiten und Tragödien, für die der Einzelne nicht verantwortlich ist. Nur wer das erkennt, kann überhaupt die gesellschaftlichen Verhältnisse ändern.“

Die Autorin nimmt den berühmten Satz „Ich möchte lieber nicht“ (von Herman Melvilles Figur Bartleby) als Leitmotiv für die bewusste Verweigerung einer toxischen Wohlfühlkultur.
Der „Terror des Positiven“ begegnet uns überall: Selbst Tee und Duschbäder fordern uns zu Fröhlichkeit und Selbstoptimierung auf.

„Wir leben in einer Kultur des Kommandos, die und sagt: Du musst glücklich sein! Selbst das Duschbad und der Tee im Supermarkt fordern uns getreu der Kultur des Kommandos auf, voll guter Laune spritzig in den Tag zu starten. Glück ist zum Statussymbol geworden, daher wollen wir uns selbst und allen anderen ständig unser hohes Glückprestige zeigen, am besten mit Fotos vom Traumurlaub und der Traumhochzeit. Wir wollen überall das Beste herausholen und gleichzeitig unser echtes, wahres, wirkliches Selbst finden. Mithilfe von Therapeuten und Coaches ändern wir unser "Mindset", um jede Niederlage als Chance zu begreifen und aus jedem Schnupfen etwas zu lernen. Doch man kann in unserer spätkapitalistischen Gesellschaft nicht alles schaffen, wenn man nur genug an sich glaubt.“

Die Ideologie der „Positiven Psychologie“ suggeriert, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Politische, wirtschaftliche oder strukturelle Krisen wie Jobverlust oder Krankheit werden dadurch oft zu einem persönlichen Versagen umgedeutet.
Der Druck der Positivität erzeugt eine dreifache Belastung. Man fühlt sich schlecht, schämt sich für die negativen Gefühle und muss gleichzeitig eine künstliche Glücksfassade für das Umfeld und soziale Medien aufrechterhalten.
Die Autorin plädiert für den „depressiven Realismus“ sowie das Schimpfen. Für sie sind negative Gefühle, Wut und schonungslose Ehrlichkeit keine Schwächen, sondern gesund und realistisch. Mehr noch: Nur mit dem Mut, „Nein“ zu sagen, ist es überhaupt möglich, ungerechte gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen.

„Wer in dieser Zeit des sozialen Zwangs, des erdrückenden Überangebots von Konsumgütern und des ewigen Stroms von Ablenkungen ein selbstbestimmtes Leben führen will, muss viel öfter "Nein" als "Ja" sagen. Denn ohne "Nein" kann es keine individuelle Freiheit geben. Nein zu sagen und sich zu verweigern ist eine grundlegende Voraussetzung für unsere menschliche Autonomie und Unabhängigkeit.
[....]
Wir brauchen viel mehr Akzeptanz für Negativität statt kuscheligen Neobiedermeier, bei dem man sich selbst Harmonie vorgaukelt, ins Private zurückzieht und einfach wartet, bis alles vorbei ist. Zum authentischen Leben gehört Negativität immer dazu. Die dunkle Seite der menschlichen Existenz ist wichtig. Sie macht uns autonom und selbstbestimmt. Die Dunkelheit bildet uns.“

„Ich möchte lieber nicht“ ist ein Buch, das mir direkt aus der Seele gesprochen hat; ich habe unendlich viele Stellen markiert und habe mich SO SEHR verstanden gefühlt!
Juliane Marie Schreiber schreibt einzigartig: Oft wirklich herrlich amüsant („Haben Sie sich auch schon etwas wegcoachen lassen, ihren Blinddarm oder ihre unpassende Meinung?“), dabei jedoch auch herzlich, mit viel Tiefgang und immer genau auf den Punkt.

„Zum Leben gehört Negativität immer dazu. Negatives ist der Motor der Geschichte. Den Fortschritt verdanken die Menschen den unzufriedenen. Ohne nein kann es keine Freiheit geben. In unserer Kultur des Ja ist das Nein eine wohltuende Entzauberung. Weil das Nein den berühmten Vorhang der Selbsttäuschung aufreißt und auch das dreckige Fenster ans Licht bringt. Und nur, wer einen unerschrockenen, klaren Blick hat, kann seine Lebenszeit selbst bestimmt nutzen, nach den eigenen Überzeugungen. In anderen Worten: Nein - oder Nichtsein.
[...]
Am besten, indem man sich dabei in aller Ruhe sagt: Ich möchte lieber nicht!“

Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne & eine unbedingte Leseempfehlung, denn:
„Die Welt wurde nicht von den Glücklichen verändert, sondern von den Unzufriedenen.“

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2026

Juristische Grauzonen und spannende Fälle

Feine Risse
0

„Feine Risse“ ist das zweite Buch von Elisa Hoven. Wie schon in ihrem Vorgängerroman „Dunkle Momente“ geht es hier wieder um die erfahrene Strafverteidigerin Eva Herbergen. Eigentlich wollte sie ihre ...

„Feine Risse“ ist das zweite Buch von Elisa Hoven. Wie schon in ihrem Vorgängerroman „Dunkle Momente“ geht es hier wieder um die erfahrene Strafverteidigerin Eva Herbergen. Eigentlich wollte sie ihre Anwaltszulassung zurückgeben, doch ein neuer dramatischer Fall stimmte sie um. Wir begleiten sie wieder durch acht spektakuläre Fälle, unter anderem geht es um Fahrerflucht, Selbstjustiz, eine Bergtour mit einem tödlichen Unfall, eine Kindesentführung mit Lösegeldforderung und einen tödlichen Schuss bei Filmdreharbeiten. Hierbei werden die moralischen Grauzonen von Schuld, Recht und Gerechtigkeit perfekt aufgezeigt.

„Männlich, sechsundfünfzig Jahre alt, geboren in Falkensee, arbeitslos, vorbestraft wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Fünf Informationen, und ist entsteht das Porträt eines Menschen Punkt unsere Stärken und Schwächen, Leidenschaften und Abgründe, all das, was uns ausmacht, reduziert auf Geschlecht und Alter, Nutzen und Nachteil für die Gesellschaft.“

Sehr gut gelungen fand ich, dass sich wie ein roter Faden ein privates Familiengeheimnis in der Familie von Evas Mann Peter durch das gesamte Buch zog. Auch die einzelnen Fälle sind lose miteinander verbunden bzw. sie kommt in späteren Kapiteln darauf zurück.

Elisa Hovens Schreibstil gefiel mir auch bei diesem Roman sehr gut. Sie hat eine feine Beobachtungsgabe und schreibt mit Tiefgang.

"‘Gehst du davon aus? Davon, dass jedem Menschen alles zuzutrauen ist?‘, fragte Peter.
Ich glaube, dass in jedem von uns Dunkelheit ist. Dass wir zu vielem fähig sind, wenn wir in Not geraten, dass wir düstere Gedanken haben, die niemand wissen darf, dass uns Wut oder Angst rücksichtslos, Neid und Hass mitleidlos machen können. Ein Mörder ist bis zu der Sekunde seiner Tat kein Mörder gewesen. Er war der Busfahrer, der immer so freundlich die nächste Station angesagt hat, der Pfleger, der sich rührend um die Großmutter kümmerte, der Mathelehrer, den drei Schüler aus seiner Klasse ihren Lieblingslehrer genannt haben. Es gibt sie natürlich, die berechnenden, sadistischen, narzisstischen Täter, oder Menschen die nicht gelernt haben, auf eine Provokation anders zu reagieren als mit Gewalt. Aber ich habe in meinem Beruf einige Mörder getroffen, und es ist mir nur selten gelungen, den Unterschied auszumachen zwischen Ihnen und uns, den Bösen und den Guten, sie waren nicht weniger freundlich oder interessiert, die meisten von ihnen haben jemanden oder etwas geliebt.“

Dass Elisa Hoven als Strafrechtsprofessorin vom Fach ist, verleiht der Handlung eine enorme Tiefe und Authentizität. Das Buch überzeugt jedoch nicht nur inhaltlich, sondern auch durch sein schriftstellerisches Handwerk. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den S. Fischer Verlag und an Lovelybooks.de für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2026

Stille Menschen haben den lautesten Geist: Must-Read!

Wir sind Dynamit
0

„Wir sind Dynamit“ ist mein zweites Buch von Juliane Marie Schreiber und ich finde es genauso großartig wie ihren Vorgänger „Ich möchte lieber nicht“ (unbedingt lesen!). Beide Bücher sprechen mir aus der ...

„Wir sind Dynamit“ ist mein zweites Buch von Juliane Marie Schreiber und ich finde es genauso großartig wie ihren Vorgänger „Ich möchte lieber nicht“ (unbedingt lesen!). Beide Bücher sprechen mir aus der Seele, ich habe mich so unendlich gut verstanden gefühlt. Juliane Marie Schreiber schreibt einzigartig, oft herrlich amüsant, dabei aber auch herzlich, mit viel Tiefgang und immer genau auf den Punkt.

Mit „Wir sind Dynamit – Ein Manifest für Introvertierte in einer Welt der Selbstdarstellung“ kritisiert die Politologin und Autorin eine Gesellschaft, die systematisch laute Selbstdarsteller*innen belohnt und leise, nachdenkliche Menschen benachteiligt.

Permanente Performance im Beruf und auf den Sozialen Medien, Reizüberflutung im Alltag, … ich habe das beim Lesen so sehr gefühlt!
Es ist doch leider wirklich so: Wer sich laut vermarktet, erhält Gehör und Status - unabhängig von der eigentlichen Substanz. Dabei haben stille Menschen oft den lautesten Geist: viele wichtige Erfindungen und Neuerungen entstanden „alleine im stillen Kämmerchen“.

Dieses Buch ist ein Aufruf zur gesellschaftlichen Abkehr von der permanenten Selbstdarstellung und eine Einladung zu einer radikalen Rückkehr nach innen.

„Zivilisation lebt nicht nur von denen, die die Bühne füllen. Sondern von denen, die ihre Ideen so lange aufstauen, bis sie Form gewinnen.
Innenmenschen sind diese unsichtbare Verdichtung. Sie tragen Gedanken, die nicht sofort sichtbar sind, die sich dem schnellen Urteil entziehen, die oft lange in der Tiefe brodeln – bis der Moment kommt, in dem sie das ganze Verhältnis verschieben. Das Innenleben der Innenmenschen ist die Sprengkraft für den Fortschritt.
Ohne Alfred Nobels Dynamit gäbe es keinen Nobelpreis, verliehen hier schon for the greatest benefit to humankind. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Disziplinen, die dort geehrt werden, auch den Fähigkeiten der Innenmenschen entsprechen: Ohne Reflexion gibt es keine Wissenschaft, ohne Kreativität keine Literatur, ohne Diplomatie keinen Frieden. Und ohne Autonomie gibt es überhaupt keine originellen Impulse – nur höflich vorgewärmte Erwartungen. Diese Stärken der Innenwelt sind die inneren Träger einer Kultur, die sonst zerfällt.“

„Darum ist dieses Buch auch ein Plädoyer für Unverzichtbarkeit. Es geht nicht darum, zu sagen: »Die Innenmenschen haben all das gemacht, erfunden, entdeckt, geschrieben.« Sondern: »Ohne sie bricht alles zusammen, auch wenn man es nicht sofort sieht.« Wenn wir sie weiterhin unterschätzen, trifft es uns alle. Denn sie verkörpern das Menschsein in einer Art, die uns als Gesellschaft abhandenzukommen droht. Sie sind der Gegenpol in einer Welt der Selbstdarstellung.
Deshalb: Follow the Silence. Innenmenschen sind eine stille Revolution – und mit ihnen die Eigenbrötler und Außenseiter, die Erfinder und Tüftler, Künstler, Nerds und Sonderlinge. Und schon Stephen Hawking sagte: ‚Quiet people have the loudest minds.‘ Stille Menschen haben den lautesten Geist.“

Ich habe das Buch geliebt – ein Muss für alle „Innenmenschen“ wie mich.
Daher vergebe ich natürlich 5 Sterne & eine eindeutige Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Piper Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2026

Ich glaube, ich wurde geboren, um glücklich zu sein …

Sister, Sister
0

In ihrem Roman „Sister, Sister“ erzählt Emily Austin von den beiden Schwestern Sigrid und Margit. Als Kinder waren sie unzertrennlich, anders hätten sie die Kälte ihres Elternhauses wohl kaum überstanden. ...

In ihrem Roman „Sister, Sister“ erzählt Emily Austin von den beiden Schwestern Sigrid und Margit. Als Kinder waren sie unzertrennlich, anders hätten sie die Kälte ihres Elternhauses wohl kaum überstanden. Doch nachdem Sigrid die Schule abbrach und Margit zum Studieren wegzog, hatten die beiden sich entfremdet. Während Margit ein geordnetes Leben führt, ist Sigrid unglücklich. Als sie versucht, sich umzubringen, nähern sich die Schwestern einander wieder. Nach und nach setzt sich das Bild über ihre Kindheit und die Geschehnisse, die zum Suizidversucht führten, zusammen.

Der Einstieg in das Buch fiel mir anfangs etwas schwer. Wie viele andere Leser*innen wurde auch ich von der Enthüllung überrascht, dass es sich bei dem im Klappentext erwähnten „tragischen Ereignis“ um Sigrids Suizidversuch handelt. Ab dem Kapitel „die wahrheit“ bzw. sobald auch Margit zu Wort kam, fand ich das Buch zum Ende hin dann immer stärker.

Sigrids viele Versuche ihrer Abschiedsbriefe wirken auf den ersten Blick fast beiläufig, offenbaren jedoch bei genauerer Betrachtung ihre emotionalen Nöte.

„Schmeiß alles weg, was ich bis jetzt geschrieben habe, Marg. Der Tonfall passt nicht, und das Ganze ist viel zu unzusammenhängend. Mir ist nicht gelungen, was ich erreichen wollte. Bitte behandle es als groben Entwurf. Behandle es als Müll.
Neuer Versuch. Diesmal wird der Brief besser, weil ich jetzt aufgewärmt bin. Diese Version wird formeller, und das wird sie verbessern. Wenn man zu lax schreibt, gerät das Gesagte zu psychopathisch. Ich will, dass dieser Versuch offizieller klingt. Ich will, dass die Leute ihn lesen und denken: Wow, sie wusste wirklich, was sie tat.“

Besonders, wenn Sigrid schreibt, wie sie sich im Kreis ihrer Familie oft fühlte („Ich musste vor ihnen verstecken, wer ich war. Ich fühlte mich von ihnen losgelöst. Als wäre ich eine Fremde. Ich fühlte mich bei ihnen einsamer, als wenn ich allein war.“), war das sehr intensiv und berührend.

„Vor ein paar Monaten spazierte ich eines Abends über den Friedhof in der Stadtmitte und dachte über das Erwachsenwerden nach. Ich entschied, dass wir tief im Inneren immer noch die sind, die wir als Kinder waren. Als Teenager muss man all seine Eigenheiten verstecken und sich verbiegen, um dazuzugehören und andere Leute zu beeindrucken, aber als Erwachsener muss man wieder zu der Person finden, die man mit acht Jahren war.
Ich glaubte, ich müsste mich in jemand Neues verwandeln, um erwachsen zu werden. Ich veränderte mich sehr. Ich stumpfte ab und wurde ernster. Als Kind war ich glücklicher. Ich war kreativer, und es machte mir weniger aus, was andere Leute von mir dachten. Ich wünschte, ich könnte in der Zeit zurückreisen, mich wieder meinen echten Interessen widmen, von allen gesellschaftlichen Erwartungen lossagen und mit mir selbst zufrieden sein.
Das Problem ist, dass mein Kinder-Ich in der Welt nicht gut zurechtkäme. Ernste Menschen, die tun, was von ihnen erwartet wird, führen ein einfacheres Leben. Es fällt mir schwer, mein wahres Selbst mit einem bequemen Leben in Einklang zu bringen.
Ich glaube, ich wurde geboren, um glücklich zu sein. Mir wurde ein Wesen gegeben, das besser zu jemandem gepasst hätte, der in der Lage ist, unbeschwert zu leben. Ich fühlte mich wie eine glückliche Person, die in einem Käfig sitzt. Ich glaube, ich trage die Seele von einem kleinen Sonnenschein in mir, aber sie liegt begraben in diesem furchtbaren Sumpfmonster-Körper.“

Ich vergebe final 4 von 5 Sternen für diesen Roman – vor allem das optimistisch klingende Ende mit dem Bild der „rosa Wolken“ fand ich gelungen.

Vielen Dank an den pola Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2026

Einfach too much: Sehr wirr und schwer zugänglich ...

Medusa in Paradise
0

In „Medusa in Paradise“ von Laura Melina Berling stranden nach einem Flugzeugabsturz 20 Frauen auf einer einsamen Insel. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Cara, die bei dem Unglück ihr Gedächtnis verloren ...

In „Medusa in Paradise“ von Laura Melina Berling stranden nach einem Flugzeugabsturz 20 Frauen auf einer einsamen Insel. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Cara, die bei dem Unglück ihr Gedächtnis verloren hat.
Ansonsten treffen hier Frauen aus völlig unterschiedliche Generationen, Herkünfte, Bildungsgrade und sexuelle Orientierungen aufeinander. Gemeinsam müssen sie ums Überleben kämpfen.

Leider hat das Buch mich überhaupt nicht begeistern können. Wenn ich ehrlich bin, wollte ich es schon nach wenigen Seiten am liebsten abbrechen – da ich ein Rezensionsexemplar bekomme hatte, wollte ich es fairerweise bis zum Ende durchhalten, aber ich muss leider sagen: es war eine Qual.

Schade, denn vom Klappentext her klang das vorab eigentlich gut:
Der Roman sollte als Satire aufzeigen, wie unsere heutige Debattenkultur funktioniert, wenn aktuelle gesellschaftliche Diskurse wie Genderinklusivität, Sexualität, Rassismus, Ableismus und Intersektionalität aufeinanderprallen.

Leider war jedoch die Umsetzung sehr schwer zugänglich, der Schreibstil konnte mich überhaupt nicht begeistern; die (zu) vielen Personen und Namen verwirrend – es war einfach insgesamt too much von allem.

Mein Fazit: Anderen gefällt es vielleicht, mich konnte das Buch jedoch überhaupt nicht begeistern.
Ich kann daher leider nur 1 von 5 Sternen vergeben.

Vielen Dank an den Leykam Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere